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Am Wochenende fand mit der Subscribe 9 die halbjährliche Podcasting-Konferenz mit Barcamp beim Bayerischen Rundfunk in München statt. Das Programm der zweieinhalb Tage war wieder dicht gepackt mit Vorträgen und Workshops und dank des Video Operation Center des Chaos Computer Club (@c3voc) gibt es alle Vorträge auch online zum nachsehen.

In seiner Keynote am Freitag hat Tim (@timpritlove) schön beschrieben, warum wir uns aktuell in der dritten Welle des Podcasting befinden. Die erste Welle begann 2005, als Apple Podcasts zusammen mit dem iPod (daher auch der Name PODcast) in das Zentrum der Aufmerksamkeit gestellt hat. Die zweite Welle hat Tim im Zeitraum 2008-2011 verankert. Sie ist gekennzeichnet durch die Verbreitung von Smartphones, die Verfügbarkeit von schnellem Internet auf Smartphones und die Trennung der Medien Audio und Video (Stichwort YouTube). Die dritte Welle startete dann 2016/2017. In ihr wird der Nutzen des Mediums Podcast erst so richtig erkannt, es gibt sichtbare Leuchtturm-Projekte (Serial Podcast) und ein tieferes Verständnis für das Medium Podcast entsteht. Dazu gehören nach Tim insbesondere die Faktoren Persönlichkeit, Communities, Kommentar-Kultur sowie die Tatsache, dass Podcast das am besten parallel zu nutzende Medium ist (beim Bügeln, Kochen, Spazieren, Reisen, Pendeln).

Der zweite Vortrag von Sven (@graphorama) hatte den Titel Influencer A – Anstecken am Social Web. Darin zog er die Parallele zwischen Podcaster*innen und anderen Content Creators wie z.B. YouTuber und Instagrammer. Seine provokante These: Wir sind gar keine Podcaster*innen, wir sind Audio Creators. Und als solche dürfen wir nicht nur in unserem Medium, sondern müssen auch transmedial denken. Andere Medien wie YouTube und Instagram sollten wir in die Verbreitung unserer inhaltlichen Botschaften und die Erreichung unserer Zielgruppe einbeziehen. Wie an vielen anderen Stellen der Subscribe 9 war auch ihm das Digitale Storytelling über verschiedene Medien hinweg sehr wichtig (s.a. Transmediales Erzählen).

Die Subscribe war ursprünglich der Treffpunkt einer Community von Leuten, die privat oder im Kontext kleiner Unternehmen Podcasts erstellen und veröffentlichen. Doch seit einigen Jahren kommen immer mehr Akteure aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk wie beispielsweise dem Deutschlandfunk oder dem Bayerischen Rundfunk zu der Veranstaltung. Interessant fand ich den Vortrag BR Podcasts – Hinter den Kulissen, in dem Christoph und Eric mal die Geschichte des Relaunch der BR-Podcast-Webseite erzählen (geplant für Ende 2017). Eine ähnliche Überarbeitung werden in den kommenden Jahren sicherlich auch die bestehenden “Medienportale” in Unternehmen erfahren.

Neben dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk scheinen sich auch Verlage zunehmend mit dem Medium Podcast zu beschäftigen. Bekannte Beispiele sind der Spiegel (Spiegel Online Podcasts), Zeit (Zeit Online Podcasts), die c’t (c’t Uplink), t3n (Filterblase) und der Harvard Business Review (HBR IdeaCast). Luca Caracciolo erklärt in seinem Vortrag Community, Brand, Persönlichkeit – Warum t3n Podcasts macht sehr schön, wie der Verlag Podcasts als auditive Erweiterung des Print-Magazins versteht. Schönes Zitat im Vortrag auch die Aussage des Chefredakteurs der Rheinischen Post, der Audio als Text der mobilen Generation bezeichnet.

Ich denke in den kommenden Jahren werden wir in Unternehmen ähnliche Tendenzen der Nutzung von Podcasts zur Verbreitung von Wissen sehen. Zwei wichtige Handlungsfelder sind in meinen Augen die Unternehmenskommunikation (z.B. Kampagnen, Podcasts zu erklärungsbedürftigen Strategie-Themen wie Digitalisierung) und die Weiterbildung (Flipped-Classroom-Ansätze, Mitarbeiter-schulen-Mitarbeiter, Lessons-Learned-Podcasts). Zum Einsatz von Podcasts in Lehr- und Lernprozessen empfehle ich auch den Vortrag Mehr als nur Hören – Podcasts in Schule und Unterricht von Lothar.

Auch der Ansatz, Working Out Loud nicht nur über interne Tweets in Kurzform, sondern über Podcasts in Langform zu praktizieren, ist ein vielversprechender Ansatz. Die Verbreitung von Smartphones in Unternehmen wird immer besser (siehe z.B. Smartphone-Initiative von dm) und im Gegensatz zu Video ist für die Mitarbeiter der Einarbeitungs- und Produktionsaufwand viel geringer. Ich habe beispielsweise im Siemens Learning Campus letztes Jahr mal einen eintägigen Workshop mit dem Titel “Podcast Lab” gehalten. Die Teilnehmer*innen sahen sich nach diesem einen Tag schon in die Lage versetzt, ihre eigenen Podcasts in Lernkontexten zu verwenden. Im Online-Forum Sendegate gibt es einen Beitrag zu Corporate Podcasting, wer sich für das Thema interessiert, kann sich dort gerne einklinken.

Also: Podcast Out Loud!

Today I recorded an episode of the Management 2.0 Podcast with Prof. Leif Edvinsson about Intellectual Capital, Knowledge Management and Future Centers. Leif was at home in Sweden and I in the library of the Cogneon Akademie in Nuremberg. He asked me to write a short tutorial on how to record a remote podcast so here we go.

First of all a list of the necessary equipment. There many alternatives to record audio like recording phone calls or skype calls (e.g. via a skype recorder). But the audio quality of telephone lines and skype conversations is poor and I suggest that only in emergency cases. My setup was based on a local USB audio interface with a high quality headset and the software package studio link for the remote connection. Here is what you will need for that setup:

  • PC or Mac with software Reaper (Digital Audio Workstation) and the Ultraschall extension (Ultraschall already comes with the needed studio link pluging build in)
  • The studio link standalone version (German page) for the remote podcaster
  • USB audio interface to connect the headset to the PC (I used a Focusrite Scarlett Solo)
  • A combination of microphone and a headphone for monitoring (I used a Beyerdynamic DT 297)
  • A good internet connection (use LAN not WIFI)

The workflow to record the podcast looks like this:

  1. Connect the headset to the audio interface
  2. Connect the audio interface to your computer
  3. Start Reaper
  4. Configure your audio interface in the settings
  5. Add a track with the input from your audio interface
  6. Add another track as „studio link track“
  7. After step 6. a browser opens with the studio links controls (Tip: put that side by side with the Reaper window)
  8. In the browser window you will the your studio link ID (it has the format of an email „XY@studio-link.de). You have to send that to your remote podcaster and he has to enter that in the studio link standalone version to call you
  9. If the remote podcaster calls you, you get a notification in the browser window. Accept the call and you can hear each other
  10. Hit the record button in Reaper, record the podcast and hit the stop button when you‘re finished. That‘s it.

If I find some time in the future, I will do a short screencast with the whole setup. If you have feedback, comments or questions just use the comment field below.

Auf dem Corporate Learning Camp 2017 werde ich eine Session “Meinen eigenen Podcast aufnehmen” anbieten. Ziel der Session ist, dass die Teilnehmenden lernen, wie man mit einem mobilen Podcast-Studio einen eigenen Podcast mit maximal sechs Personen aufnehmen kann. Ich möchte gleich zu Beginn des Barcamps eine Einführungssession machen und in die Nutzung des Studios einführen. Das Studio wird dann an beiden Barcamp-Tagen an einem eigens dafür vorgesehenen Tisch verfügbar sein, so dass man dort selbstorganisiert aufnehmen und das Ergebnis auf einem (eigenen) USB-Stick mitnehmen kann.

Corporate Learning Camp 2017 in der Fachhochschule Frankfurt (Universty of Apllied Sciences) in Frankfurt am Main am 28.09.2017. Foto Frank Rumpenhorst

In einer Session zur Einführung habe ich ein vorgefertigtes Flipchart verwendet, um die generelle Sendekette (von oben nach unten) zu erklären. Von den verwendeten Hör-Sprech-Kombinationen (Headsets) gelangt das Audio-Signal über ein USB-Audiointerface in einen Windows-PC. Dort wird die Digital Audio Workstation (DAW) Reaper zusammen mit der Podcasting-Erweiterung Ultraschall für die Aufnahme und den Schnitt genutzt. Über das Studio-Link-Plugin können auch Remote-Podcaster in die Aufnahme einbezogen und ein Livestream des Podcasts angeboten werden.

Kurzanleitung für die Aufnahme

  1. Auf dem Desktop des Aufnahme-PC den Link Podcast aufnehmen klicken. Es öffnet sich die Software Reaper mit der Erweiterung Ultraschall mit 6 aktivierten Spuren.
  2. Wenn Ihr weniger als 6 Personen seid, könnt Ihr an dem kleinen roten Knopf neben den Spuren in Reaper diese für die Aufnahme deaktivieren (Klicken, Knopf leuchtet dann nicht mehr).
  3. Jeder Podcaster erhält eine Hör-Sprech-Kombination (Headset) bestehend aus Mikrofonarm und Köpfhörer. Der Mikrofonarm sollte nicht im Luftstrom der Nase und ca. 4cm vom Mund weg sein (4-Finger-Regel).
  4. Am Audio-Interface könnt Ihr alle Spuren separat “einpegeln”. Die Pegel-Knöpfe sind mit Nummern versehen, die zugehörigen Nummern findet Ihr auch als Aufkleber auf den Headsets. Der Pegel sollte bei normaler Sprechlautstärke in Reaper zwischen -12 und -6 dB sein.
  5. Am Kopfhörerverstärker könnt Ihr die Lautstärke für jeden Podcaster separat einstellen.
  6. Zum Starten der Aufnahme in Reaper auf den Knopf Record (oben, rot, rund) klicken. Ihr seht dann rechts neben den Spuren die Aufnahme laufen.
  7. Zum Anhalten der Aufnahme in Reaper auf den Knopf Stop (open, weiß, rechteckig) klicken.
  8. Zum Bearbeiten der Aufnahme müsst Ihr Reaper über das Menü Podcast/Prepare all tracks for editing zur Bearbeitung vorbereiten. Damit Ihr für bei der Bearbeitung was hört, muss der Curser mit dem Knopf Go to start of project (open, ganz links) an den Anfang der Spur gestellt und in der Routing ein Kreuz bei master output/Mon 1 gesetzt werden.
  9. Die fertige Aufnahme könnt Ihr dann in Reaper unter File/Render… als MP3-Datei (Einstellung: Source: Master mix, Output format: MP3: Bitrate: 112 kbps) oder FLAC-Dateien (zu exportierende Spuren mit gedrückter Strg-Taste markieren, Source: Stems (selected tracks), Output format: FLAC) alle Spuren einzeln) zum Weiterverarbeiten exportieren.
  10. Am Kabel von Headset 1 ist ein USB-Stick befestigt, damit könnt Ihr Euch Eure Inhalte auf den eigenen Rechner kopieren. ACHTUNG: nicht gespeicherte Aufnahmen gehen spätestens nach dem clc17 verloren.

Verwendete Soft- und Hardware

Im Rahmen des Barcamps wurde ich öfters gefragt, ob es auch kleinere/kostengünstigere Lösungen für Podcast-Studios gibt. Hier habe ich z.B. auf den Zoom H6 Audiorecorder verwiesen, der im Podcasting oft verwendet wird. Eine Übersicht über die im Cogneon Media Lab verwendete Hard- und Software findet Ihr auf einer Seite in Copedia.

Ergebnisse

Insgesamt haben sich sechs Personen/Gruppen gefunden, die auf dem Corporate Learning Camp 2017 ihren ersten Podcast aufgenommen haben. Fünf davon wurden sogar im Corporate Learning Podcast veröffentlicht. Respekt und Dank an die Podcaster*innen:

  1. CLP041 Erfahrungsbericht des #cl2025 WOL Circle 1 mit Nicole Meinholz, Volkmar Langer, Stefan Deibel und Carsten Wittmer.
  2. CLP042 Erfahrungsbericht vom Corporate Learning Camp 2017 mit Evelyn Peppler, Benedikt Pape und Stephan Deierlein.
  3. CLP043 Was ist eigentlich Community Management? mit Sara Liddiard, Nicola Appel, Nicole Deuter und Karlheinz Pape.
  4. CLP044 LMS am Scheideweg? mit Axel Wolpert, Egon Fleischer und Björn Beil.
  5. CLP045 Eduaction Bildungsgipfel 2018 mit Karlheinz Pape und Davide (Nachname konnte ich leider nicht herausfinden).
  6. Laura Beck hat auch noch einen Podcast mit Ihren Eindrücken und Highlights vom Corporate Learning Camp aufgenommen, der im Sozialen Intranet ihrer Organisation veröffentlicht wird.

Wir haben heute zum International Podcast Day erstmalig das Livestream-Setup getestet, das wir auch für die Übertragung der Keynotes der KnowTouch einsetzen wollen. Den Aufbau wollten wir so einfach wie möglich haben: als Kamera kommt eine Canon XA25 zum Einsatz, die über SDI an einem ATEM Telvision Studio (TVS) angeschlossen ist. Die Folien des Vortragenden kommen von der Bühne über HDMI und einen Scaler (720p) in das TVS.

Über die iOS App “Strata Lite” kann man mit einem iPod Touch zwischen Kamera und Folien wechseln. Der Ton kommt über drei Sennheiser XSW Funkstrecken (Vortragener mit t.bone Earmic 500, Publikum mit Handmikrofonen) und einen HDMI-Audio-Extraktor (um den Ton vom Notebook des Vortragenden zu übertragen) in ein Behringer XENYX UFX1204 Mischpult und von dort über die Aux-Sends in eine A/D-Wandler und in das TVS. Das Programm-Signal des TVS geht direkt in ein Matrox Monarch HD, der den Videostream an YouTube Live schickt.

Verbesserungspotential: idealerweise kann man in das Setup noch eine Kamera mit der Totalen und eine Detailkamera für die Bühne aufnehmen. Außerdem müssen wir die Lichtsituation auf der Bühne noch verbessern, da war es etwas dunken (vermutlich mit LED-Strahlern, die wir an einer Travers vor der Bühne montieren). Falls Ihr noch Ideen zur Professionalisierung habt, gerne unten in die Kommentare posten!

Bei der KnowTouch vom 26.-27. Oktober 2016 übertragen wir die vier Keynotes (siehe PDF-Programm). Für nur € 49,- kann man sich ein Livestream-Ticket dafür zulegen und ist live dabei!

Anfang Mai verweile ich ein Woche in Berlin. Erster Stop: die 10. re:publica #rpTEN. Danach geht es dann noch weiter zur Subscribe 7, Konferenz und Workshop für Podcaster*innen, die wieder bei Wikimedia Deutschland stattfinden wird.


    Die re:publica gibt es seit 2007, sie ist als das “Klassentreffen” der Blogger der ersten Stunde gestartet und seitdem stetig gewachsen. Die Veranstaltung besteht aus Vorträgen (deutsch/englisch), Workshops, einer Aktionsfläche mit Sachen zum Anfassen, (main hall), der Media Convention und vielen Orten zum relaxen. Dieses Jahr waren über 8.000 Leute vor Ort und jeder hat natürlich sein ganz persönliches Highlight erlebt.

    Zu meinen Highlights gehört der Vortrag von Gunter Dueck über Cargo-Kulte im 21. Jahrhundert (Ersatzreligionen) und der Beitrag zu den Innovationstätigkeiten der Deutschen Bahn (DB Labs, Skydeck, Design Thinking etc.). Den Vortrag von Sascha Lobo fand ich dieses Jahr nicht so gut, irgendwie wusste ich am Ende nicht, was er eigentlich sagen wollte.

    Natürlich gab es auch dieses Jahr wieder ein Sendezentrum der Podcast-Community auf der re:publica. Diesmal nicht mit Bühne und Live-Shows, sondern eher als Community Hub und mit täglichen Einführungsbeitägen durch die Podcastpat*innen. Gleichzeitig gab es im Vortragsprogramm auffällig viele Beiträge zu Audio im Netz, ein gutes Zeichen.


    Ich habe meine Fotos in einem Album zusammengefasst. Außerdem habe ich meine Mitschrift in Form einer Mind Map unter Creative Commons Lizenz veröffentlicht. Feel free to use it!

    Podcasts sind für mich das ideale Werkzeug des informellen Lernens. Hat man die richtigen Podcasts abonniert, bekommt man regelmäßig Wissen auf die Ohren. Und das nicht unbedingt am Schreibtisch, sondern dort, wo man selten mit Texten oder Videos lernen kann: im Auto, in der Bahn, im Flieger und im Nahverkehr.

      

    Doch der Einstieg ins Podcast-Hören gestaltet sich ähnlich schwierig wie bei Twitter. Es braucht eine eigene App, ein Portfolio an Podcasts muss ausgewählt und abonniert werden.

    Für die grundlegenden ersten Schritte haben wir im Wiki eine Podcast 101 für Hörer*innen bereitgestellt und Tipps für empfehlenswerte Podcasts gegeben. Doch gerade die Auswahl der ersten Podcast-Feeds ist herausfordernd. Immerhin sind alleine bei iTunes über 4.000 deutschsprachige und über 100.000 englischsprachige Podcasts verzeichnet.

    Deswegen biete ich hier eine weitere Einstiegshilfe an. Der gerade gestartete Dienst fyyd (@fyyd_de) bietet die Möglichkeit, einen eigenen Feed mit Podcast-Favoriten zu kuratieren. Hier füge ich alle gehörten Episoden hinzu, die im weitesten Sinne mit Wissensmanagement und Lernenden Organisationen zu tun haben. Die ersten zehn Episoden sind bereits kuratiert.

      
    Wer mag kann sich einfach diesen Feed mit den ausgewählten Podcast-Episoden abonnieren. Wie das genau geht, steht in der 101.

    Wie jedes Jahr fand in den vier Tagen zwischen Weihnachten und Sylvester wieder der mittlerweile 32. Chaos Communication Congress (#32c3) statt. Dieses Mal kamen mehr als 12.000 Besucher ins CCH nach Hamburg und mehr passen da auch nicht rein. Thema des Kongress war “Gated Communites”, eine Kritik an den geschlossenen Ökosystemen im Netz, die die Bequemlichkeit von Menschen ausnutzt und sie von kritischem Denken und eigenem Schaffen abhält (Botschaft: seid nicht nur Otto-Normal-Facetuber!).

    Wenn in den Medien über Hacker berichtet wird, hat das oft eine kriminelle Note. Doch gerade den Sicherheitsforschern und Hackern im Chaos Computer Club (CCC) ist ihre Hackerethik sehr wichtig. Und im Prinzip ist der Kongress auch in seinem 32. Jahr noch sehr ähnlich, wie die Tagesschau schon 1984 zu berichten wusste – nur viel größer.

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    Vom 13.-15.11.2015 war ich auf dem 6. Podlove Podcaster Workshop (#ppw15w) in den Räumen von Wikimedia Deutschland in Berlin. Workshop ist dabei eigentlich der falsche Begriff, denn die beiden Tagen laufen eigentlich in einer hybriden Form Konferenz/Unkonferenz statt. Der Veranstaltungsort verfügt über einen großen Plenumsraum und außerdem vier weitere Räume (außer den Büros der Wikimedia-Mitarbeiter) für Breakouts. Die Vormittage am Samstag und am Sonntag waren jeweils mit 4-6 Vorträgen belegt, der Nachmittag wurde im Barcamp-Stil geplant und durchgeführt (s.a. Programm in frab). Durch Material und Knowhow des CCC VOC sind die Vorträge mit etwas Zeitversatz auch auf YouTube verfügbar (Playlist mit allen Vorträgen):

    Derartige Veranstaltungen sind großartige Lernevents, da große Bandbreite von Material und Expertise direkt vor Ort ist. Ich habe dieses Mal im Kern zwei Lernziele verfolgt. Zunächst wollte ich lernen, wie ich mit USB-Audio-Interface (Focusrite Scarlett 2i4) und Reaper/Ultraschall statt Audacity aufnehmen kann. Dazu musste zunächst mal Reaper und Ultraschall instellieren. Der Vortrag von Ralf Stockmann zur neuen Version Ultraschall 2.0 war dazu sehr hilfreich:

    Die Installation verlief problemlos, bis auf die Stellen, an denen ich mich nicht an die Anleitung gehalten habe :-) Da alle unsere Kunden und wir selber auch auf Windows sind (7 und 10), musste das natürlich auf dieser Plattform funktionieren. Mein Ziel war, in der DAW Reaper möglichst viel digital machen zu können und möglichst wenig Audio-Hardware verwenden zu müssen. Insbesondere wollte ich für den Podcast Knowledge on Air (KOA) mit Ulrich Schmidt, der ja mittlerweile in Hannover wohnt,  den gesamten Aufnahme- und Produktionsprozess in Software machen können (Stichwort: N-1-Schaltung mit Skype).

    Hierfür ist es notwendig in das Audio-Routing im Windows-Betriebssystem einzugreifen. Auf dem Mac arbeitet man hier mit Soundflower, in Windows verwendet man die Virutal Audio Cables und den ASIO4All Treiber. Nach einer Anleitung von Ben habe ich beides installiert und nach ersten Verständnisproblemen dann auch zum Laufen bekommen. Ich habe jetzt in Reaper eine Vorlage liegen, mit der ich mit einem Klick für eine neue KOA-Episode alle Einstellungen einrichten und die Episode aufnehmen kann.

    reaper-ultraschall

    Durch die virtuellen Audiokabel kann man nicht nur Skybe ankabeln, sondern auch Google Hangouts, Lync & Co. Auch mit einem SIP-Client (Phoner Lite) habe ich den Verbindungsaufbau zu einem Telefon erfolgreich getestet. Was noch nicht ging ist der Aufbau einer HD Voice Verbindung (G.722 mit über 7kHz statt 3,5 kHz Bandbreite) ist mir noch nicht gelungen, aber da forsche ich noch etwas. Mit diesem Setup werden wir jetzt die zwei Medienarbeitsplätze in der Akademie ausstatten, so dass auch Gäste Podcasts unter Einbindung von Remote-Teilnehmern machen können. Dazu werden wir in naher Zukunft auch die Seiten rund um Corporate Podcasts im Wiki ausbauen.

    rp15

    Dieses Jahr werde ich es leider nicht auf die re:publica 2015 (#rp15) schaffen, da ich mitten in Projektvorbereitungen für die kommende Woche stecke. Einen Tag hätte ich wohl freimachen können, aber das lohnt sich bei der re:publica erfahrungsgemäß kaum. Und so bleibt mir nichts, als den wichtigsten Vorträgen per Livestream (nur Stage 1) bzw. später per zeitsouveränem Nachsehen zu lauschen (vorandene Aufzeichnungen habe ich in Klammern mit “VIDEO” oder “FOLIEN” verlinkt soweit vorhanden). Hier meine Favoriten aus dem Programm mit über 800 Vortragenden:

    Wir haben unsere Webseite von Drupalgardens (Cloud-gehostetes Drupal 7) auf eine selbst gehostete WordPress Instanz umgezogen. Hauptgründe waren die mobile Nutzung, responsives Design sowie die Möglichkeit, Webseite, Blog und Podcast auf einer Site zu Fahren. Gerade die Podcast-Entwicklung hat sich mit dem Podlove-Projekt und dem schicken Player sehr stark auf WordPress fokussiert.

    Auf dem 31. Chaos Communication Camp habe ich einen einen ersten Prototyp erstellt und insbesondere von der Podcaster-Community viele Tipps bekommen. Auf der Community-Plattform sendegate.de habe ich dann eine kleine Umfrage gemacht, welche WordPress-Plugins eingesetzt werden. Das ist die Liste, die ich daraus extrahiert habe:

    • Akismet – Spam-Anwehr für die Kommentare
    • BackWPup – Backup auf FTP-Server
    • Broken Link Checker – automatisches Prüfen auf defekte Links
    • Jetpack – nützliche Funktionen für das WordPress-Netzwerk
    • Podlove Podcast Publisher – professionelle Podcast-Unterstützung
    • TinyMCE Advanced – erweiterte Editor-Funktionalität (z.B. Tabellen)
    • WP Open Search – Unterstützung des OpenSearch-Standards
    • Limit Login Attempts – Anzahl Loginversuche limitieren
    • Quick Cache Pro – bessere Performance durch Caching
    • Updater – Automatisches Update von WordPress und Plugins

    Wichtig ist für unsere tägliche Arbeit auch die Unterstützung einer Weblog API, um mit Werkzeugen wie Windows Live Writer, MS Word oder Blogsy (iOS) per Weblog-Client bloggen zu können.

    Habt Ihr noch weiter Tipps für sinnvolle Plugins?

     

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