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6 Jahre Enterprise 2.0 bei Bosch – Von Social Business bis Working Out Lout

Die Robert Bosch GmbH gehört zu den Unternehmen, die vergleichsweise lange im Bereich Enterprise 2.0 aktiv sind. In einer Präsentation des technischen Projektleiters Dr. Erik Wüstners heißt wird beschrieben, dass Bosch sich im Jahr 2011 für die Plattform IBM Connections entschieden hat. In 2012 wurde dann eine Plattform mit dem Namen Bosch Connect für bis zu 60.000 Nutzer aufgebaut, die ab 2013 sukzessive erweitert wurde. Schon damals stand bei Enterprise 2.0 nicht nur die Technik, sondern auch Richtlinien (Governance), Führung und Organisation im Fokus. Die Erwartungshaltung des Top Managements waren neue Formen von Führung und Zusammenarbeit (Quelle: EFQM-Präsentation von Bosch 2013):

Das Handlungsfeld “Führung” wurde im Lauf der Zeit zu “Führung, Change und Enabling” erweitert und in diesem Rahmen Change-Methoden wie Community Management (s.a. Vortrag Corporate Community Management @ Bosch) und Working Out Loud (WOL, s.a. Blog Working Out Loud @ Bosch) eingesetzt. Die neuen Führungsprinzipien aus “We LEAD Bosch” bilden eine gute argumentative Basis für WOL, da doert alle Führungskräfte und Mitarbeiter adressiert werden. Im Zeitraum 2015 bis 09/2017 wurden bereits 185 interne WOL Circles absolviert, die interne WOL Community hat über 1.700 Mitglieder aus 38 Ländern und von 145 unterschiedlichen Standorten (Quelle: Twitter).

Jetzt hat Katharina Krentz, seit Beginn eine der Protagonistinnen von Enterprise 2.0, ein Interview mit Isabel De Clercq (Herausgeberin des Buchs Social Technologies in Business) gemacht, dass ich Euch allen wärmstens empfehle.

Meine Notizen zum Video mit Zeitmarken (Format: mm:ss):

  • 01:00: Erfolgsfaktoren von Bosch Connect, weltweit sind 60% der Nutzer aktiv.
  • 02:40: Wie wurde diese große Anzahl aktiver Nutzer erreicht?
  • 03:50: Support-Angebote im Team “Enabling Enterprise 2.0 @ Bosch” (Tool-Training, Community-based Working, Training Community Manager, Video Tutorials, User Tutorials, Wiki Pages, Call-the-Experts-Sessions, Open Chats).
  • 05:30: Die Bedeutung von Community Management und Community Managers, 4 verschiedene Trainings (Tool-Erklärung, 2-tägiges Training Tool und Theorie entlang des Community Lifecycle (s.a. Folien CCM @ Bosch DS, Folie 8), 10-wöchiger Blended Learning Kurs mit 10-15 Teilnehmenden durch einen Lerncoach geführt.
  • 10:50: Unterstützung durch das Top Management. Eine Person aus dem Vorstand ist verantwortlich für das Projektteam und das Thema. Für Working Out Loud ist ein anderer Vorstand aus dem Bereich Industrie der Sponsor.
  • 12:08: Unternehmensübergreifender Austausch und Teilnahme an Benchlearning-Projekten u.a. zusammen mit Daimler, Audi, Volkswagen, Deutsche Telekom, ZF Friedrichshafen, Siemens, Henkel, Deutsche Post DHL und Continental.
  • 15:45: Was sind die “Business Values” von Enterprise 2.0 für das Unternehmen? Beispiel WeChat in China: Profile mit Bildern, Kontakte, Vernetzung, Partizipation, Lernen, Feedback (beide Richtungen). Gleiche technologische Plattform ist Voraussetzung.
  • 19:25: Einsatz von Sozialen Medien in kleineren Organisationen. Abhängig davon, ob Personen zur gleichen Zeit am gleichen Ort arbeiten (Anm.: siehe hierzu auch die Raum-Zeit-Matrix aus dem Bereich CSCW).
  • 20:58: Die Rolle von Vertrauen für Enterprise 2.0. Offenheit und Vertrauen schon sehr lange in den Werten von Bosch verankert.
  • 23:05: Lessons Learned, Tipps & Tricks von Katharina: 1.) Trainiere Community Manager (der temporäre Praktikant kann das nicht!!!) 2.) Starte Working Out Loud sofort, es ist vermutlich der mächtigste Enabler (und durch die kostenlosen WOL Circle Guides der kostengünstigste) 3.) Bleibe neugierig und helfe den Menschen die Veränderungen zu bewältigen.

Tipp: wer nicht so lange Video schauen mag, kann sich mit youtube-dl auch eine Audio-Version des Videos für unterwegs herunterladen.

Leading by Example – Führen durch Vorbildfunktion

Morgen findet der erste Feldbesuch im Benchlearning Projekt “Internes Community Management” (Teil2, #blp16) bei der Deutschen Telekom in Bonn statt. Das Schwerpunktthema wird “Create a Movement” sein, also die Fragestellung, wie man aus einem kleinen Thema eine Bewegung starten kann. Ich habe mir im Vorfeld einige Gedanken gemacht, wie ich in den letzten 17 Jahren mehr oder weniger erfolgreich versucht habe, aus den Themen Wissensmanagement und Lernende Organisationen eine größere Bewegung zu machen.

Zunächst kam mir da das Video First Follower: Leadership Lessons from Dancing Guy von Derek Sivers in den Sinn. Wenn man etwas neues in die Welt bringen möchte, muss man akzeptieren, dass einen die Umwelt zunächst als anders oder gar komisch wahrnimmt. Meist kippt das dann in “haben wir ja schon immer gesagt”, ohne dass man selbst für die Vorreiterrolle eine besondere Beachtung bekommt. Damit muss man leben.

Der zweite Aspekt für mich ist, dass man ständig lernbereit sein muss. Und zwar nicht im Sinne von Kurse belegen oder auswändig lernen, sondern eher im Sinne der vier Säulen des Lernens der Unesco: Learning to know, Learning to do, Learning to be und Learning to live together. Das (und nicht der Zugang zu Volkshochschulen für ältere Mitbürger*innen) ist für mich der wahre Kern des Lebenslangen Lernens. So wie man sich “das Neue” vorstellt ist es dann meist doch nicht exakt. Der Weg des Wandels ist also ein Weg des Lernens. Ein ständiger Wegbegleiter, der auf allen meinen mobilen Geräten greifbar ist, ist der Text My Life as a Knowlege Worker von Peter Drucker.

Schließlich sehe ich als wichtigsten Erfolgsfaktor für den Wandel die Vorbildfunktion und das Vorleben des Neuen (Leading By Example) oder wie Mahatma Ghandi es schön formuliert hat: “Be The Change You Wish To See In The World”. Das ist manchmal sehr anstrengend und geht unendlich langsam, ich glaube aber, es ist der einzige nachhaltige Weg. Auf der re:publica habe ich das schöne Video Domino Chain Reaction von Stephen Morris (nach einer Idee von Lorne Whitehead) gesehen, das mir Hoffnung gibt: auch wenn man nur ein kleiner Dominostein ist, der den nächst größer anstößt – in wenigen Iterationen ist damit das Große doch zu schaffen. Rock on!

Wissenschaftstag 2015 der Metropolregion Nürnberg

Am 28.7.2015 fand an der Hochschule in Hof der 9. Wissenschaftstag der Europäischen Metropolregion Nürnberg (Einwohner: 3,6 Mio., BIP: > 100 Mrd.) statt. Angemeldet waren über 850 Gäste. Die Veranstaltung wurde mit einer indischen Lichterzeremonie eröffnet, ein symbolischer Akt für das Partnerland der Hochschule Indien. Traditionell rotiert der Wissenschaftstag an den Hochschulen der Metropolregion, um die überregionale Wissensvernetzung zu fördern.

 

Dr. Wolfgang Streitenberger von der Europäischen Kommission stellte in seinem Eröffnungsvortrag “Die neue EU-Regionalförderpolitik für Forschung und Innovation” die Eckpunkte der Strategie Europa 2020 vor. Smart Specialization ist dabei ein neues Konzept der Innovationspolitik, das die regionalen Wettbewerbsvorteile berücksichtigen soll. Gefördert werden nicht nur technologische Innovationen, sondern auch soziale und ökologische Innovationen (magisches Dreieck der Nachhaltigkeit).

Danach wurden vier Fachpanels angeboten, in denen interdisziplinär und hochschulübergreifend diskutiert werden kann:

  • Internationalisierung – Metropolregion goes India
  • Demografischer Wandel – Chancen für die Region
  • Mehrwert durch Vernetzung
  • Zukunftswelt Wasser und Zukunftswelt Energie

Mein Vortrag “Open Innovation in Communities of Practice” am Beispiel des Spitzenclusters Medical Valley, werde ich im Nachgang der Veranstaltung auf YouTube bereitstellen.

Hackathon Community Management Playbook vom 3.-4.8.2015

Seit Januar 2015 läuft unser Benchlearning Projekt Internes Community Management, in dem wir gemeinsam mit acht Unternehmen lernen, wie man internes Community Management am besten aufsetzt und etabliert. Der Kick-off fand bei Audi in Ingolstadt statt, die ersten beiden Projekttermine bei Bosch in Stuttgart und Volkswagen in Wolfsburg. Die drei Schwerpunktthemen sind Community-Ansätze, Supportmöglichkeiten für Communities und das zugehörige Change Management. Im Rahmen des Projekts führen wir Literatur-Reviews und Benchmark-Umfragen durch und erarbeiten Best Practices in Kleingruppen im Rahmen der Projekttermine.

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Auf der Rückfahrt vom letzten Projekttermin in Wolfsburg fiel uns auf, dass wir im Projekt bislang meist aus der Perspektive von zentralen Enterprise-2.0-, Social-Intranet- oder Digital-Transformation-Teams und weniger aus Perspektive des einzelnen Community Managers gesprochen haben. Wir wollten einen Weg finden, auch Community Managern eine Arbeitshilfe an die Hand zu geben. Im Literatur-Pool waren bereits Community Playbooks von Yammer, von Cisco und vom Community Roundtable. Bosch war gerade daran, ein interaktives Playbook auf PDF-Basis zu erstellen.

Daraus entstand die Idee, gemeinsam ein deutschsprachiges Community Management Playbook als offene Ressource (OER) zu erstellen. Nachdem wir letztes Jahr bei der Erstellung des Buchs HR Innovation bereits sehr gute Erfahrungen mit der Methode Hackathon gemacht hatten, soll diese wieder zum Einsatz kommen. Hier ist der Plan:

  • Vom 03. bis 04. August machen wir einen Hackathon “Community Management Playbook” in der Cogneon Akademie in Nürnberg.
  • Teilnahmeberechtigt sind Mitglieder des Benchlearning Projekts, Mitarbeiter der teilnehmenden Unternehmen (Siemens, Telekom, Bosch, Continental, Deutsche Post, Henkel, Volkswagen, Audi) und ausgewählt Gäste.
  • Wir starten Montag um 10:30 Uhr, machen Abends bis wir keine Lust mehr haben und enden am Dienstag um 16:30 Uhr.
  • Die Teilnahme ist vor Ort oder virtuell möglich. Die virtuelle Teilnahme kann aktive (mitarbeiten) oder passiv (lurken) sein.
  • Als Räumlichkeiten vor Ort haben wir ein Plenum (aus dem wir live streamen) sowie vier Räume in denen Gruppenarbeit und Audio-/Videokonferenzen möglich sind.
  • Die erste Version des Playbooks entsteht als Google Doc und Papier-Prototyp, später ist eine gedruckte Version (DIN A4, Querformat, 30-40 Seiten) geplant.
  • Anmeldung erfolgt über Xing, alle weiteren Infos und Links werden wir unter cogneon.de/live bereitstellen. Hashtag ist #hcmp15.

Wer glaubt, bei den Einladungen übersehen worden zu sein, kann sich gerne bei uns melden.

Details zum Praxisseminar internes Community

Seit diesem Jahr haben wir unser Praxisseminar von einem auf zwei Tage verlängert. Dabei sind insbesondere praktischen Elemente wie die Übungen, Fallbeispiele und die offene Themensession zur Agenda des Seminars hinzugekommen:

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Tag 1 Tag 2
  • Grundlagen
  • Lifecycle- & Aufgabenmodell
  • Community Manager Aufgaben
  • Übung: Aufsetzen einer Community mit dem Community Canvas
  • Bekannte Fallbeispiele aus anderen Unternehmen
  • Übung: Community Startseite aufbauen
  • Übung: Community Fahrplan erstellen
  • Offene Themensession (Video und Audio selbst produzieren; partizipative Veranstaltungsformate)

Nach theoretischen Grundlagen, Community Einsatzszenarien und Aufgaben des Community Managers,  konzeptionieren die Teilnehmer mit Hilfe des Community Canvas  ihre eigene Community. Durch die gemeinsame Reflektion lernen die Teilnehmer darüber hinaus weitere Einsatzwecke von Communities kennen.

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In der darauf folgenden Übung konkretisieren die Teilnehmer erste Ideen für Aktivitäten aus dem Community Canvas in einem konkreten Community Fahrplan für den ersten Iterationszeitraum. In der Regel macht es hier Sinn einen Zeitraum von einem Jahr anzusetzen und im Fahrplan die sowohl die  Offline als auch die  Online Events, Kampagnen und Aktivitäten zu terminieren und grob zu planen.

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In der dritten Übung schließlich wird die Community Infrastruktur – sprich die Online Community aufgebaut. Hierbei geht es insbesondere um die Art der Community Berechtigung bzw. der Sichtbarkeit, der freizuschaltenden Funktionen, der Community Spielregeln, der Community Beschreibung sowie um das Thema Content Seeding (Erstellung initialer Inhalte in der Online Community).

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Im Anschluss an das Seminar erhalten die Teilnehmer das Cogneon Community Toolkit. Dabei handelt es sich um ein Vorlagenset für Arbeit des Community Managers. Mit den Community Manager Aufgabenkarten hat der Community Manager seine Aufgaben steht’s im Blick und kann ggf. einzelne Aufgaben oder ganze Aufgabenpakete delegieren. Der Community Canvas, der Community Fahrplan (werden beide im Seminar in einer Übung verwendet), der Community Steckbrief sowie der Community Steckbrief dienen darauf aufbauend der operativen Planung, Steuerung und Kontrolle der Community.

Flyer Grafiken

Von Communities, Management & Co. (Blogparade 02)

Nach der letzten Blogparade zu anachronistischen Wissensmanagement-Ideen gibt es nun einen Anlass für eine neue Runde. In unserem Benchlearning-Projekt zu internem Community Management (#blp15) fand im Januar die Kick-off-Veranstaltung statt. In einer strukturierten Vorstellungsrunde haben die beteiligten Firmen ihre Ansätze dargestellt. Schnell wurde klar, dass Begriffe wie Community, Online-Community, Community Management, Community Manager, Netzwerk, Soziale Medien, Soziale Netzwerke & Co. recht unterschiedlich verwendet werden.

Für das Benchlearning-Projekt soll es (wie auch zu sozialen Intranets 2012) wieder ein Abschlussbericht geben. Meine spontane Idee beim Kick-off am 28.01. war, diesen Bericht um ein Glossar zu ergänzen und das Glossar gemeinsam mit den ProjektteilnehmerInnen zu crowdsourcen. Zur Vereinfachung möchte ich in Anlehnung an Kim Casali und die legendären Liebe-ist-Cartoons eine Liste von Schlüsselbegriffen in gleichem Schema definieren (“xy ist …”).

Daher möchte ich von heute bis zum 29.05. hier im Blog zu einer Blogparade mit folgenden Fragestellungen aufrufen:

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Bitte tragt Eure Definitionsvorschläge zu den Begriffen einfach in die Kommentare unten ein.

Community Manager Aufgabenpaket 6: Community monitoren

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Das letzte Aufgabenpaket beschäftigt sich mit dem Thema Monitoring und Controlling. Die folgenden Aufgaben sollte man je nach Community Type iterativ alle 3-6 Monate ausführen:

image1) Gucken Sie sich die Community Statistiken ihrer Online-Community an. Insbesondere aggregierte Listen wie z.B. meist aufgerufene Seiten zeigen ihnen welchen Themen und Aktionen auf Resonanz stoßen und welche nicht. Ist die Informationsverteilung ein wichtiger Use Case in ihrer Community, so  ist auch die Mitglieder Anzahl als Wert interessant zu beobachten (=Reichweite).

image2) Neben der quantitativen Analyse, kann es sinnvoll sein qualitative Informationen zu erheben. Erstellen Sie z.B.  Umfragen & Fragen, um Feedback der Mitglieder bzgl. Nutzungsgewohnheiten und generierte Nutzen zu erheben. Die gewonnen Erkenntnisse können Sie dann auch dafür nutzen ihre Community bekannt zu machen (Kommunikation von Erfolgsgeschichten).

image3) Nutzen Sie den Community Check (Vorlage) um wesentliche Aspekte ihrer Community zu monitoren. Bei dem Community Check handelt es sich um eine 10-Fragen umfassende Checkliste, ähnlich wie der Community Canvas. Ob schriftlich oder nur in Gedanken – eine Auseinandersetzung mit den Fragen kann helfen die Community besser zu managen.

image4) Neben der Analyse der Community Aktivitäten ist auch hilfreich sich insbesondere die Online-Community anzuschauen und hier ggf. einen “Frühjahrsputz” zu machen – nicht umsonst gibt es in Wikis die dedizierte Rolle eines Wiki Gärtners. Überprüfen sie z.B. Strukturen, die Verortung und Verschlagwortung von Inhalten, oder aber löschen Sie nicht benötigte oder redundante Inhalte.

image5) Evaluieren Sie schließlich gemeinsam mit den Kern-Mitgliedern die Daten und Auswertungen aus dem Community Monitoring in regelmäßigen Abständen und passen Sie den Community Canvas und den Community Steckbrief entsprechend an.

Community Manager Aufgabenpaket 5: Community bekannt machen

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Je nach Community Typ möchte man mehr oder weniger Mitglieder in seiner Community haben. Die einfachste und zugleich wichtigste Maßnahme um seine Community bekannt zu machen ist die Online-Community offen zu lassen. Ist die Online-Community offen, so können Interessenten sie in der Liste aller Communities sehen. In der Praxis sind leider die meisten Online-Communities für Interessenten sogar unsichtbar. Neben dieser Einstellung der Community Art, sollte man darüber hinaus zwei Punkte verfolgen wenn man seine Community bekannt machen möchte:

  1. Ein sehr gute Strategie um seine Community nur bekannt sondern auch legitimiert zu machen ist es dass Management als Unterstützer ihrer Community zu positionieren. Dies hat zum Einen Signalwirkung auf Interessenten (Community ist gewollt), zum anderen können Führungskräfte je nach Ebene mit ihrer Kommunikationsreichweite und –Bedeutung ihre Community “bewerben”.
  2. Kommunizieren Sie über Aktivitäten ihrer Community und über Erfolgsgeschichten und Nutzen Beispiele ihrer Community auf unterschiedlichen Kommunikationswegen. Präsentieren sie z.B. ihre Community in Meetings, schreiben sie einen Beitrag in einem Newsletter der Unternehmens-kommunikation, nutzen Sie bestehende Emailverteiler um auf sich aufmerksam zu machen.

Community Manager Aufgabenpaket 4: Community Events veranstalten

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An dieser Stelle wird deutlich, dass eine Community mehr darstellt als ein Austausch in einer virtuellen Online-Community. Menschen leben und arbeiten gemeinsam im physischen Raum und als Community Manager sollte man Mitgliedern die Möglichkeit bieten sich physisch kennenzulernen und zu vernetzen. Denn ein auf Freiwilligkeit basierender Austausch setzt ein gewisses Maß an Vertrauen unter den Community Mitgliedern voraus. Dieses lässt sich am besten aufbauen wenn man sich persönlich kennenlernt.

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Community Events sind darüber hinaus sinnvoll um komplexe Themen diskutieren zu können, die nicht einfach in Schrift expliziert werden können. In solchen Situationen Bedarf es des persönlichen Gesprächs.

Generell sollte man ebenfalls versuchen die Online Community mit phsischen Events zu koppeln, z.B. vorab Themensammlung erstellen und im Nachgang eine Fotodokumentation und einen Bericht/ ein Protokoll in der Online Community bereitstellen.

Communities leben von der aktiven Teilnehmern vieler Mitglieder. Daher sollte man wenn möglich auch kollaborative Klein- und/oder Großgruppen-Formate bei der Planung von Community Events in Betracht ziehen. Hier ein paar Beispiele für solche Formate:

  • Appreciative Inquiry
  • Ask me anything Session
  • BarCamp
  • Design Thinking
  • Hackathon
  • Open Space
  • Workshops
  • World Cafe

Community Manager Aufgabenpaket 3 – Inhalte einstellen und Interaktionen anstoßen

Ein weiteres wichtiges Aufgabenpaket ist das Erstellen von Inhalte durch den Community Manager und das anstoßen eines aktiven Austausches der Mitgliedern. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.

Bild2 Weiterlesen

Episoden

M2P028 Coworking

avatar Christian Cordes
avatar Simon Dückert

Vom 31.03.-02.04.2017 fand in Leipzig die Cowork 2017 statt, eine Konferenz mit Barcamp zum Thema Coworking. Ich habe dort die Gelegenheit genutzt, mit Christian Cordes einen Podcast zu Coworking aufzunehmen. Christian leitet den Coworking Space Schiller40 in Wolfsburg und ist Mitglied des Vorstands der German Coworking Federation.

Coworking kommt 2009 aus Amerika nach Deutschland / Coworking = Menschen arbeiten an einem Ort selbstbestimmt zusammen / Defizite von Home Office und Café / Gemeinschaft (Community) im Coworking / Coworking Space Schiller40 (480 qm) / Main area mit Schreibtischen – fixed desk & flex desk / Besprechungsräume / Maker Bereich / Team Büros / Finanzierung von Coworking Spaces / Externe im Coworking Space / Community als Kern des Coworking Space / Meetups und Veranstaltungen / Digitale Transformation als gesellschaftliches Querschnittsthema / Coworking Spaces sind vielfältig / Coworking Space als Wertegemeinsacht / Coworking Manifesto5 Coworking Werte: Gemeinschaft, Offenheit, … / Geschichte Cowork Konferenz (Wolfsburg, Stuttgart, Hamburg, Leipzig) / Coworking (Betahaus Berlin) vs. Business Center (Regus, Design Offices) / Arbeiten in der digitalisierten Informationsgesellschaft / Buch von Frithjof Bergmann: Neue Arbeit, Neue Kultur / New Work vs. Old Work / Coworking vs. Barcamps / Coworking braucht Fähigkeit der Selbstorganisation / German Coworking Federation (gegr. 2015) als Dachverband zu Coworking / Coworking Konferenz / Christian’s Wünsche an das Coworking der Zukunft

M2P022 Community Management

avatar Katharina Perschke
avatar Ben Ellermann
avatar Benedikt Scheerer
avatar Simon Dückert

Auf der CeBIT hatte ich Gelegenheit mit Katharina Perschke (Bosch) und Ben Ellermann (BVCM) ausführlich über das Thema Community Management zu sprechen. Außerdem habe ich meinen Kollegen Benedikt noch zum Benchlearning Projekt Internes Community Management gefragt. Am Ende des Podcasts kommen die Projektbeteiligten zu Wort.

Bitkom Arbeitskreis Cognitive Computing / KnowTouch statt KnowTech / Buch High Tech und High Touch nach John Naisbitt / Buch Communities of Practice (2000) / Buch Cultivating Communities of Practice (2002) / Artikel Introduction to Communities of Practice / Buch Wissensgemeinschaften von Kai Romhardt / Buch The New Edge in Knowledge / Top 3 KM Methoden: CoP, Lessons Learned, Best Practice Transfer / Gespräch mit Katharina und Ben auf der CeBIT / Dank an Ragnar Heil und Microsoft! / Community-Historie von Katharina / New in Town, openBC (heute Xing), Facebook / Community-Historie von Ben / Regionale Plattform Stay Blue mit 600.000 Nutzern / Bundesverband Community Management (BVCM, seit 2009) / Berufsbilder Community Management / Internes Community Management / Renaissance durch Enterprise 2.0 / Zentrales Enterprise 2.0 Projekt bei Bosch / IBM Connections / Community Black Belt / managerSeminare Artikel Was macht eigentlich ein Corporate Community Manager? / Definition Community Management des BVCM / Community-Plattformen / BVCM-Podcast / Von Hierarchie- zur Netzwerkorganisation / Digital Leadership / Wertschöpfung im digitalen Raum / Micrososft Yammer / Benchlearning Projekt Internes Community Management (blp15) / Ablauf und teilnehmende Unternehmen / Schwerpunktthemen und Erkenntnisse / blp15 Bericht auf Slideshare / Video blp15 Vortrag auf der KnowTech 2015 / blp15 im Wiki / Persönliche Stimmen der blp15 Teilnehmer*innen

M2P014 Enterprise 2.0 Summit 2015 in Paris

avatar Katharina Perschke
avatar Harald Schirmer
avatar Björn Negelmann
avatar Simon Dückert

In dieser Episode spreche ich mit Björn Negelmann (Kongress Media), Katharina Perschke (Bosch) und Harald Schirmer (Continental) über den Enterprise 2.0 Summit, der vom 03.-05.02.2015 in Paris stattgefunden hat.

Wer ist Björn Negelmann / Kongress Media / Digitale Technologien in Management-Prozessen / Vom Content Management über Web 2.0 zu digitaler Zusammenarbeit / Enterprise 2.0 Summit seit CeBIT 2008 / E20 im Gartner Hype Cycle / Wikis, Blogs, Soziale Netzwerke und Prozessintegration / Zwei Dimensionen der Nutzung sozialer Medien im Unternehmen / Digitale Transformation / Zeit als wichtigster Faktor / Fallbeispiele / LIPPI / Beyer Material Science mit Laurie Miller / CIO vs. CDO (chief digital officer) / Patrick Hoffstetter CDO bei Renault /Keynotes von Jane McConnell (Slideshare), von Thorsten Hübschen (Business Group Lead Microsoft Office) und von Lee Bryant (Slideshare) / Buchtipp von Rawn Shah: Erin Meyer – The Culture Map / Interaktive Formate Hackathon und Lego Serious Play / Holocracy und Dual Operating System / Ausblick Social Business Arena und IOM Summit / Eindrücke von Katharina Perschke von Bosch (38:40) / Großer Schritte bei SIKA, Michelin, Beyer und BNP Paribas Cardif / Unternehmen sind mittlerweile sehr “bodenständig” unteregs / Multiplikatoren-Netzwerke sind im Trend (Guides, Ambassadore) / E-Mail vs. Enterprise Social Networks (ESN) / Bosch Business Case Return-of-Invested-Time im Community Management 1 Woche investierte Zeit armortisiert sich in 3 Monaten / Einschätzung zum Hype um Digitale Transformation und der “Human Centric” Sicht / Eindrücke von Harald Schirmer von Continental (52:50) / HR im Kontext von Enterprise 2.0 / Hackathon zur Organisation der Zukunft / Highlight Bayer / Vortrag Strategies for Corporate Change & the New Role of HR / Enterprise 2.0 hat mit Verhaltensänderung, Kultur und Werten zu tun / Management 1.0 vs. Management 2.0 / HR-Werkzeugkasten für den kulturellen Wandel / Fokus Lebenslanges Lernen / Be the change YOU want to see in the world!

Hinweis: die Telefonate mit Katharina und Harald habe ich per Telefon geführt. Die Verbindung war an manchen Stellen etwas “wackelig”, was ich zu entschuldigen bitte.