Viele von euch werden aktuell im Homeoffice verbringen und da droht natürlich die soziale Isolation. Deswegen bieten wir ab jetzt jeden Tag von 12:00 – 13:00 Uhr ein digitales Brownbag (#DigiBrownBag). D.h. wir essen einfach gemeinsam etwas und unterhalten uns ein bisschen. Das kann sich ähnlich entwickeln, wie bei einem Lean Kaffee (dass sich im Lauf der Unterhaltung Themen herauskristallisieren), muss es aber nicht. Uns geht es in dieser Kriese eher darum, das Gefühl zu vermitteln, dass aktuell keiner alleine ist, auch wenn man die anderen nicht sieht.

Für das #DigiBrownBag nutzen wir unseren Chat-Server Academy:Everywhere auf Basis von Discord. Dort verwenden wir den Sprachkanal #Küche. Der heißt so, weil in der Küche der Cogneon Akademie in Nürnberg das Gegenstück in Form einer Freisprecheinrichtung steht. Kommt einfach um die Mittagszeit in den Kanal, wenn ihr Lust habt.

Beitritt zum Chat-Server: discord.gg/3d6zEnt

Übrigens: Discord gibt es für alle gängigen Betriebssysteme (Windows, macOS, Linux), aber auch die mobilen Plattformen iOS und Android.

Tipp: wir arbeiten aktuell in vielen Projekten daran, die digitale Zusammenarbeit in verteilten Teams zu unterstützen. Unsere wichtigsten Quellen, Tipps, Tricks, Tools etc. sammeln wir unter wiki.cogneon.de/corona.

Simon DückertScholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de. cogneon.de/author/simon-dueckert/

Vom 01.-31. Mai 2018 bieten wir einen kostenlosen Schnuppermonat der Cogneon Akademie an, in dem Ihr unsere neuen Angebote kennenlernen könnt. Die zwei Webkonferenzen für den Onboarding Call (04.05.) und den Akademie Talk (18.05.) machen wir per Skype for Business. Die Teilnahme-Links dafür erhaltet Ihr nach der Anmeldung über Eventbrite.Die Teilnahmemöglichkeiten im Schnuppermonat im Einzelnen:

  • Die Xing-Gruppe Cogneon Akademie mit über 1000 Mitgliedern für den interaktiven Austausch. Die exklusive Community unter community.cogneon.de stellen wir im Onboarding Call am 04.05. vor.
  • In der Xing-Gruppe steht das Thema der Woche Corporate Podcasting – Podcasts für das Lernen und den Wissenstransfer in Unternehmen bereit.
  • Im Bereich Lernflix unter cogneon.de/lernflix stehen Euch sieben Vortragsmitschnitte (inkl. Folien und Audio-Version) der letzten KnowTouch zur Verfügung. Den Mitschnitt des Akademie Talks von Harald und zwei weitere Vorträge von der Zukunft Personal werden wir im Lauf des Schnuppermonats zusätzlich dort bereitstellen.
  • Freitag 04.05. von 11:00-12:00 Uhr: in einem Akademie-Onboarding-Call stellen wir Euch die Angebote der Akademie kompakt vor und gehen auf Eure Fragen ein (Skype for Business Link erhaltet Ihr nach Anmeldung über Eventbrite).
  • Donnerstag 17.05. von 10:00-16:00 Uhr: 30. Knowledge Jam zum Thema “Corporate Learning 2025” in der Akademie in Nürnberg (kostenpflichtige Anmeldung).
  • Freitag 18.05. von 10:30-11:30 Uhr: erster Akademie Talk mit Harald Schirmer zu “New Work Style bei Continental – Ergebnisse und Erfahrungen aus den letzten 5 Jahren” bei Continental. Zur Vorbereitung könnt Ihr Euch diesen Vortragsmitschnitt von Harald auf YouTube ansehen (Skype for Business Link erhaltet Ihr nach Anmeldung über Eventbrite).

Bis zum Tag vor dem Akademie Talk mit Harald Schirmer kann man sich noch zum Schnuppermonat anmelden. Sagt gerne noch interessierten Kolleg*innen und Bekannten Bescheid und leitet den Link zur Anmeldung weiter.

Der 1. Mai 2018 als “Tag der Wissensarbeit” wird für uns in der Cogneon Akademie ein wichtiger Meilenstein unserer Entwicklung werden. In diesem Blog möchte ich die Gründe dafür darlegen.

Am Anfang war das Einzelprojekt

Angefangen bei der Entwicklung der Expert Debriefing Methodik Ende der 1990er Jahre und den EWITA-Projekten bei Audi (EWITA steht für “Entwicklungs-, Wissens-, Informations- und Tutorsysteme Audi) bestand unser Tagesgeschäft bei Cogneon hauptsächlich aus Kundenprojekten in den Bereichen Wissensbewahrung, Wissensinfrastrukturen und Lernenden Organisationen. Gemäß unserer Vision der “Wissensrepublik Deutschland” und unseres Slogans “Wissen muss frei sein!” war uns aber schon immer wichtig, Wissen und gemachte Erfahrungen einer größeren Menge von Personen zur Verfügung zu stellen.

So haben wir im Jahr 2005 unser Wiki Copedia, das bis dahin als Intranet fungierte, mit seinen mittlerweile weit über 1000 Seiten öffentlich im Internet zur Verfügung gestellt. Im gleichen Jahr startete die Veranstaltungsreihe der Knowledge Jams, in der wir ca. 2x pro Jahr Themen aus Praxis mit Impulsvorträgen und Barcamp-Sessions bearbeiten. Am 17. Mai findet zum Thema “Corporate Learning 2025” der inzwischen 30. Knowledge Jam statt.

Benchlearning zum Lernen über die Unternehmensgrenze hinweg

Über Projekte mit Schaeffler, adidas und Audi in den Bereichen Communities, Social Intranet, Enterprise 2.0 und New Work entstand ein enger Erfahrungsaustausch zwischen den Akteuren in diesen Unternehmen. Es war schnell klar, dass jeder Beteiligte schneller vorankommt, wenn man voneinander lernt und nicht alle Entwicklungen, Erfahrungen und Fehler doppelt machen muss. Aus dieser Einsicht entwickelte sich dann 2012 das erste Benchlearning Projekt, damals zum Thema Social Intranet.

[bctt tweet=”Für die Entwicklung einer Lernenden Organisation braucht es Zusammenarbeit auf Augenhöhe von vielen Akteuren und Funktionen im Unternehmen.” username=”cogneon”]

In einem Benchlearning Projekt tauschen sich je 3-5 Vertreter von ca. zehn Unternehmen über einen Zeitraum von 6-8 Monaten in Feldbesuchen vor Ort und in einer Online-Community virtuell aus. Das besondere: jedes Unternehmen sollte Vertreter aus den Disziplinen IT, HR, Unternehmenskommunikation und Wissensmanagement in das Projekt entsenden. Durch diese Interdisziplinäre Cross-Company-Sicht entsteht ein riesengroßer Lerneffekt für alle Beteiligten. Seither bin ich fest davon überzeugt, dass man eine Lernende Organisation nur im Schulterschluss vieler interdisziplinärer Akteure im Unternehmen über einen langen Zeitraum entwickeln kann. Im Rahmen eines Lego Serious Play Workshops auf dem Enterprise 2.0 Summit habe ich dazu die Idee vom Wissensmanagement als Brückenbauer in einem Lego-Modell gebaut und erklärt:

Konzept Cogneon Akademie Everywhere

Trotz der Aufweitung von Einzelprojekten zu Benchlearing-Projekten hat mich immer noch die Frage umgetrieben, wie man noch viel mehr Menschen für Wissen und Lernen begeistern und mit auf eine lebenslange Lernreise nehmen kann. Hierzu haben wir uns im Frühjahr 2018 hingesetzt und aus einzelnen, schon vorhandenen Bausteinen, ein Gesamtkonzept unter dem internen Projektnamen Cogneon Akademie Everywhere entwickelt. Von unserem Namensgeber, der Akademie von Platon, haben wir das uralte Prinzip des Lernens auf Augenhöhe übernommen.

Das “Everywhere” steht dafür, dass man in Zukunft von überall aus und zu jeder Zeit an den Aktivitäten in und um die Akademie teilnehmen kann. Diese Idee stammt vom Congress Everywhere des Chaos Computer Club, bei der eine ortsunabhängige Teilnahme am Kongress durch Livestreams, IRC-Chat, lokale Orte und die Plattform media.ccc.de ermöglicht wird. Zu den einzelnen Elementen des Konzepts gehört wie schon erzählt eine Online Community, der Knowledge Jam und die KnowTouch, eine Topic Map (früher Cogneon Wissenslandkarte), monatliche Community-Aktivitäten und das lernOS Toolkit.

Im März 2018 haben wir einen Pilotmonat mit 13 Unternehmensvertretern durchlaufen, sehr viel Feedback eingesammelt und jetzt im April in das Gesamtkonzept eingearbeitet. Und so werden wir Anfang Mai mit einem kostenlosen Schnuppermonat starten, in dem wir den Ansatz erklären werden und Ihr die Akademie in Aktion erleben könnt. Ab Juni starten dann auch die kostenpflichtigen Angebote Akademie Plus und Akademie Pro mit exklusiven Leistungen und Vergünstigungen bei bestehenden Angeboten. Zum Schnuppermonat könnt Ihr Euch ab jetzt anmelden, die detaillierten Informationen und Zugänge erhaltet Ihr dann Anfang Mai.

Lern-Communities spielen eine zentrale Rolle im informellen Lernen und damit bei der Weiterbildung der Zukunft. So auch in den aktuellen Überlegungen, die Erfahrungen der Cogneon Akademie zur Entwicklung von Lernenden Organisationen über unsere Kundenprojekte hinaus einer breiteren Zielgruppe mit Hilfe einer Akademie Community zugänglich zu machen. In einer Pilotphase im März 03/2018 haben wir gemeinsam mit 13 Pilotnutzer*innen eine Plattform für die Online-Community ausgewählt. Überraschung für uns: es ist ein alter Bekannter geworden.

Seit unserer Gründung im Dezember 2001 haben wir viel Erfahrungen in hunderten Kundenprojekten gesammelt. Das Problem aus unserer Sicht: dieses Wissen liegt zum großen Teil in unseren Köpfen, zum Teil auf unseren Servern versteckt und ist damit nicht zugänglich. Das wollen wir ändern und dieses Wissen gemäß unseres Slogans “Wissen muss frei sein!” einem größeren Personenkreis zugänglich machen. Ab Mai 2018 werden wir mit der Akademie Community hierzu ein ganz neues Produkt für Professionals in mittleren und großen Organisationen an den Start bringen. Der Ansatz wird nicht die Beratung/Dienstleistung/Schulung, sondern die Community als Gemeinschaft der Lernenden in den Mittelpunkt stellt. Neben einer Online-Community wird es auch ein Jahres-Event, zwei Knowledge Jams, ein “Lernflix” mit Learning Nuggets, einen monatlichen Community Talk uvm. geben.

Im Bereich Online-Communities haben wir in der Vergangenheit schon eine ganze Menge Experimente durchgeführt und dabei Erfahrungen gesammelt:

  • Wiki und Knowledge Jam: unser Mediawiki-basiertes Wiki war vor der Öffnung unser internes Intranet. Anfang 2015 haben wir die  interne Informationen entfernt und am 22.05.2005 unter wiki.cogneon.de zugänglich gemacht. Erster Anwendungsfall war die Dokumentation der Knowledge Jams zusammen mit den Teilnehmern. Das Wiki verfügt zwar über Benutzerseiten (Profile), Diskussionsseiten und persönliche Nachrichten, ist aber hauptsächlich für die Dokumentation und nicht die Kommunikation von Wissen geeignet.
  • Benchlearning Projekt 2012 auf mixxt: gemeinsam mit Paul Seren von Schaeffler und Christian Kuhna von adidas haben wir 2012 das erste Benchlearning Projekt mit Fokus “Social intranets” (blp12) gestartet. Aus meinen verschiedenen Barcamps kannte ich die Community-Plattform mixxt (heute tixxt). Diese hatten wir damals  als Community-Plattform unter dem Namen “Orange People” ausprobiert und für Kommunikation und Dokumentation im blp12 verwendet.
  • Benchlearning Projekt 2013 auf G Suite: im blp13 mit dem Thema “Future of Learning & Future of Working” war auch Google Projektmitglied. Google bot an, die G Suite von Google für die Zusammenarbeit im Projekt zu testen. Gerade im Kontext größerer Industrieunternehmen gab es aber Schwierigkeiten mit der Nutzung von Google-Produkten.
  • Management 2.0 MOOC auf Xing Gruppe: ein Projektergebnis des blp13 war die Liste Innovative Lehr- und Lernmethoden. Diese haben wir im Projekt priorisiert, um einige Methoden Hands-on auszuprobieren. Die Wahl fiel u.a. auf die Methode Massive Open Online Course (MOOC), was zum Projekt Management 2.0 MOOCs führte. Die Struktur und Erfahrungen daraus (s.a. MOOCs als Anwendungsfall in sozialen Intranets auf der KnowTech 2013) bildeten später die Basis für den Zusammenarbeit 2.0 MOOC bei Audi und den Corporate Learning 2.0 MOOC.
  • Benchlearning Projekte 2015-2016 auf IBM Connections: die Teilnehmer des blp15 mit Thema “Internes Community Management” hatten alle seit 2-3 Jahren ein Enterprise Social Network (ESN) im Einsatz, überwiegend Jive oder IBM Connections. Bosch war gerade in einem Piloten, Connections nicht nur intern, sondern auch mit externen Partnern auszuprobieren. So konnten wir im Rahmen des Benchlearnings Connections als Plattform nutzen.
  • KnowTouch 2016 auf Discourse: die Bitkom hat die Wissensmanagement-Konferenz KnowTech 2015 eingestellt. Um der KnowTech-Community im Folgejahr einen Treffpunkt zu bieten, haben wir die KnowTouch ins Leben gerufen. Im Rahmen der Podcasting-Community sendegate.de wurde bereits seit Ende 2014 erfolgreich Discourse (von Jeff Atwood, einem der Macher von Stack Overflow) eingesetzt. Discourse haben wir erfolgreich zur Begleitung der KnowTouch eingesetzt (Konferenzplanung, Vortragsauswahl, Vorstellung der Teilnehmer, Programm, Bereitstellung Folien, Dokumentation, Diskussion zu den Vorträgen).
  • Benchlearning Projekte 2017-2018 auf Facebook Gruppe: die Teilnehmer in den Benchlearning-Projekten blp17/blp18 “Working, Collaborating & Leading in the Digital Age” sind in Bezug auf Social-Media-Nutzung wie z.B. Facebook, Twitter und LinkedIn sehr weit. So kam im Review 2016 der Wunsch auf, eine Facebook-Gruppe für die Kommunikation und eine private Cloud für Dokumente zu nutzen, was wir seitdem so erfolgreich umsetzen.
  • Benchlearning Projekt 2018 zu Office 365 auf Microsoft Teams: parallel zum blp18 haben wir dieses Jahr ein weiteres Benchlearning Projekt zu “Office 365 in der Unternehmenspraxis” gestartet. Da Microsoft Teams zu den Top-Prioritäten der teilnehmenden Unternehmen zählt, wurde Teams als Community-Plattform für das Projekt festgelegt.

Aus diesen Projekten lassen sich eine ganze Menge von Erfahrungen extrahieren. Viel hat funktioniert, viel hat aber auch nicht und wir haben daraus gelernt. Zusammenfassend kann man das vielleicht so sagen:

[bctt tweet=”Für den Erfolg einer Community kommt es auf die Faktoren Mensch UND Technik an. Community Management,  Beziehungsmanagement und Kommunikation sind genauso wichtig, wie technische Plattform, Usabilty und Dokumentation.” username=”cogneon”]

Einige Teilaspekte aus unseren Erfahrungen, die jetzt in die Akademie Community einfließen:

  • Community of Practice (CoP): wichtiger als die Technik ist das Selbstverständnis der Gemeinschaft der Lernenden. Hier kann nach wie vor das Konzept der CoP nach Etienne Wenger (s.a. CoP Quick-Start Guide) mit den drei Elementen Domain (Thema), Community (Menschen und Beziehungen) und Practice (praktisches Wissen) handlungsleitend sein.
  • Community Management: wie bei Unternehmen, Abteilungen und Projekten auch braucht es in Communities die Funktion des Koordinators, oft auch “Community Manager” genannt. Dieser sollte eher als “Wegbereiter” und “Katalysator” und weniger als “Bestimmer” auftreten. Auf jeden Fall ist es erfolgskritisch, das Community Management mit ausreichend Ressource zu versehen, da Aktivitäten sonst schnell einschlafen.
  • Dokumentation und Kommunikation: die eingesetzte Technik sollte die Kommunikation und die Dokumentation von Wissen unterstützen. Bei der Dokumentation sind sowohl Datei-basierter Inhalte (Ablage), als auch vernetzte und Web-basierte Inhalte (Webseiten, Wiki) zu unterstützen. Bei der Kommunikation sollte die schnelle, flüchtige Kommunikation (z.B. Chat, Messenger), aber auch die langandauernde, persistente Kommunikation (z.B. Forum, Blog) unterstützt werden.
  • Usability und User Experience (UX): die Technik muss vom Nutzer schnell verstanden und der eigene Nutzen erkannt werden (s.a. Technology Acceptance Model). Die Technik muss sich selbst erklären und ausreichend Hilfe anbieten (s.a. ISO 9241-11).
  • Mobile Nutzung und App: viele Anwender nutzen Online-Communities als “Zwischendurch-Medium” (im Bus, in der Bahn etc.). Daher muss die Technik auch auf mobilen Endgeräten vollumfänglich nutzbar sein (lesen, schreiben, partizipieren). Eine mobile App mit Push-Notifikation ist wichtig, um dem Nutzer schnell neue Aktivitäten der Community signalisieren zu können.
  • Kosten: für uns als Betreiber einer Community spielen natürlich auch die Kosten eine Rolle. Ein Pay-per-User-Modell haben wir ausgeschlossen, da neben den mit der Nutzerzahl steigenden Kosten auch ein großer Verwaltungsaufwand von Lizenzen entsteht.

Für die Pilotphase zu unserem neuen Produkt haben wir uns aufgrund der aktuellen Beliebtheit von Office 365 für Yammer entschieden. Im Gegensatz zu Microsoft Teams können in Yammer auch externe Personen als Nutzer ohne komplexes User Management eingeladen werden. Der Pilot hat allerdings gezeigt, dass Yammer für unser Konzept einige Nachteile mit sich bringt:

  • Unübersichtlich: schon bei 13 Pilotnutzern entstand der Eindruck, dass die Plattform unübersichtlich wird und Inhalte/Diskussionen nicht (mehr) gefunden werden können. Das gilt auch für die App, mit der die Pilotnutzer “nicht warm geworden” sind.
  • Zu Chat-artig: Yammer ist eher ein Chat-Werkzeug und nicht für ausführliche Kommunikation oder Dokumentation geeignet.
  • Keine Registrierung mit privaten E-Mail-Adressen: auch wenn in der Pilotphase alle Teilnehmer Professionals waren, bestand der Wunsch, sich mit einer privaten E-Mail an der Community zu beteiligen, z.B. weil bestimmte Apps auf dienstlichen Endgeräten nicht erlaubt sind.
  • Multiuser-Fähigkeit: wird in Organisationen bereits Yammer genutzt und ist gleichzeitig der Beitritt zu externen Gruppen verboten, muss sich der Nutzer kontinuierlich An- und Abmelden, was er natürlich in der Praxis nicht oft machen wird.

Nach der Pilotphase war recht schnell klar, dass Yammer nicht die Plattform der Wahl sein würde. Die Erfahrung ist vermutlich ähnlich, wie die der Microsoft Tech Community, die ja auch 2016 von Yammer nach Lithium umgezogen ist. Nach einigem Hin- und Herüberlegen haben wir in der letzten Woche der Pilotphase nochmal Discourse als Community-Plattform ausprobiert. Insbesondere die ausgewogene Abdeckung von Kommunikation und Dokumentation, die Übersichtlichkeit, die Usability, die Optimierung für mobile Nutzung und die guten Erfahrungen auf dem Sendegate sprachen dafür. Diese Einschätzung spiegelte sich dann auch in dem Feedback der Pilotnutzer wieder:

Erster Eindruck sehr positiv! Anmeldung ohne Probleme, App läuft bislang tadellos, UX besser als bei Yammer, da intuitiver, übersichtlicher und thematisch geordnet, zusätzlich die Möglichkeit, Lesezeichen zu vergeben. Möglichkeit zum Chat und Gruppenchat. Daumen hoch […]!

Ja, wesentlich übersichtlicher als Yammer. Scheint eine gute Wahl.

Ich finde vor allem die Timeline auf der rechten Seite prima, sowie die Möglichkeit, ein Lesezeichen auf einen interessanten Beitrag zu setzen, sonst findet sich bei längeren und komplexeren Themen ja irgendwann nichts mehr wieder.

Klasse finde ich auch dieses Gamification-Dings, dass man für Beteiligung Abzeichen (Badges) verliehen bekommt.

Discourse gefällt mir sehr gut als Alternative. Mehr Corporate Identity (orange) und einfach wesentlich übersichtlicher. Ich fühle mich jedenfalls wesentlich wohler in diesem System. Läuft auch gefühlt irgendwie besser. Ich würde Discourse beibehalten.

Ab dem 2. Mai 2018 geht das neue Akademie-Produkt inkl. Community an den Start. Im Mai wird es noch viele der Angebote offen zum “Schnuppern” geben. Ab Juni kann man sich dann mit einem Jahresticket einbuchen – in den ersten drei Monaten noch mit 20% Rabatt! Wer dazu auf dem Laufenden bleiben möchte, kann uns auf Twitter folgen oder sich zu unserem Lern-Newsletter Keep Calm & Learn On anmelden.

Wer den Podcast zu Cogneon 2.0 mit den Gedanken zu unserer Zukunft gehört hat weiß, dass wir uns kontinuierlich darüber Gedanken machen, wie wir unsere Leitbild der Wissensrepublik Deutschland noch besser unterstützen können. Bisher sieht unser Portfolio grob wie folgt aus:

  • Projekte mit einzelnen Organisationen: meist über einen längeren Zeitraum (Jahre), zu Themen rund um Lernende Organisation, Wissensmanagement, Digitaler Arbeitsplatz, wir agieren aber nicht als “klassische Berater” und liefern Folien ab, sondern eher als “Embedded Change Agents”.
  • Benchlearning-Projekte: seit 2012 Benchlearning Projekte mit jeweils 8-12 teilnehmenden Unternehmen, einer Laufzeit von 7-9 Monaten und wechselnden Themen (Social Intranet, Social Learning, Internes Community Management, Working/Collaborating/Leading in the Digital Age, Office 365), teilnehmen können 3-5 Personen aus den Unternehmen
  • Seminare und Werkstätten: zu klar definierten Themen bieten wir formale Lernangebote an, dazu gehören z.B. Expert Debriefing, Project Debriefing/Lessons Learned, Community Management, Podcast Lab, DIY Multimedia Lab, Digital Literacy Lab).
  • Community-Aktivitäten: der Knowledge Jam war und ist seit 2005 ein zentrales Instrument zur Community-Entwicklung der Akademie. Zweimal pro Jahr nehmen wir uns einen Tag Zeit für Impulsvorträge und interaktiven Austausch in Barcamp-Sessions. Weitere Beispiele sind Orange Night, KnowTouch und verschiedene Online-Community-Aktivitäten.
  • Offene Inhalte: im Jahr 2005 haben wir das Wiki, das vorher als unser Intranet diente, von vertraulichen Informationen befreit und unter offener Lizenz öffentlich zugänglich gemacht. Auch die Inhalte unsere Webseite und viele Beiträge auf YouTube und auf Slideshare stehen unter offener Lizenz und können weiterverwendet werden. Unter dem Namen lernOS fassen wir gerade unsere bisherigen Erfahrungen seit unserer Gründung 2001 in einem geschlossenen Ansatz zusammen, der auch unter offener Lizenz stehen wird.

Uns treibt um, wie wir unser Wissen und den Lernprozess in der Community der Akademie noch zugänglicher und unabhängiger von Zeit und Raum gestalten können. Daher haben wir uns für die Akademie Community ein neues Konzept überlegt, das wir jetzt im März mit einer Pilotgruppe von 13 Personen testen, im April auf Basis des Feedbacks anpassen und dann im Mai starten wollen. Die Elemente des Konzepts sind:

  1. Akademie Community: Exklusive Gruppe auf yammer.com, die als Plattform für Dialog, Wissens- und Erfahrungsaustausch, Ideengenerierung und Zusammenarbeit in Projekten und Mastermind Gruppen dient.
  2. Akademie Talks: Monatliche, einstündige Online-Vortragsreihe mit interaktivem Dialog. Die Themen werden gemeinsam jährlich in der Community bestimmt. Aufzeichnungen der Vorträge werden bereitgestellt.
  3. Akademie Meetup: Monatliches, persönliches Treffen, bei dem sich die Community-Mitglieder von Angesicht zu Angesicht treffen, Erfahrungen in geschütztem Kreis teilen und an gemeinsamen Themen arbeiten können.
  4. Akademie Community Call: Monatliche einstündige Webkonferenz der Community, bei der neue Mitglieder und Aktuelles aus der Community vorgestellt wird und Mitglieder ihre Themen platzieren können.
  5. Akademie Lernflix: Geschützter Download-Bereich, über den Mitglieder exklusive Inhalte wie Vortragsmitschnitte, Präsentationen, Methoden-Dokumentationen etc. beziehen können.
  6. Akademie Topic Map: Themenlandkarte, die jährlich gemeinsam erstellt wird und den Themenfahrplan der Lerngemeinschaft beeinflusst. Dient der strukturierten Bereitstellung weiterer Informationen.

Für den Zugang zu diesen Leistungen wir es nach aktuellem Stand verschiedene Modulen mit Preise zwischen € 500-1.500,- (für Einzelpersonen/Jahr) geben. Ganz nach dem Vorbild der Akademie von Platon versprechen wir uns davon, als “Gemeinschaft der Lernenden” schneller zu lernen, wie wir uns und unsere Organisationen fit für die digital-vernetzte Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts machen können.

Was haltet Ihr von diesem Konzept? Welche Gedanken, Ideen und Kritikpunkte habt Ihr auf Basis dieser kurzen Beschreibung dazu?

Der Januar ist fast schon wieder vorbei und unsere Kernthemen für das Jahr 2018 haben sich geklärt. In diesem Blog fasse ich die wichtigsten Aktivitäten mal kurz zusammen:

  1. Benchlearning Projekte: dieses Jahr wird es seit dem Start der Benchlearning Projekte im Jahr 2012 gemeinsam mit Schaeffler und adidas erstmals zwei Projekte geben: die Fortführung von “Working, Collaboration and Leading in the Digital Age” (#blp18) und “Office 365 in der Unternehmenspraxis nutzen” (#blp18o365). Für zweiteres sind wir eine kleine Kooperation mit dem Microsoft Business User Forum eingegangen und werden die Projektergebnisse dort vorstellen.
  2. LernOS: letztes Jahr haben wir angefangen, unsere Erfahrungen zu Wissensmanagement/Lernende Organisationen und Persönlichem Wissensmanagement/Lebenslanges Lernen in LernOS – Organisationssystem für Lernende Organisationen zu konsolidieren. Wir wollen LernOS außerdem noch kompatibel mit dem Wissensmanagement-Standard ISO 30401 Knowledge Management Systems machen. Unsere Gruppen auf Xing und auf Facebook werden wir in offene LernOS User Groups umwandeln. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf der Entwicklung und Dokumentation der LernOS Apps für die praktische Umsetzung liegen.
  3. Akademie als Gemeinschaft der Lernenden: seit Gründung der Cogneon Akademie 2001 spielt die Community-Idee -wie auch schon bei der Akademie von Platon– als zentraler Ort des Lernens schon immer eine zentrale Rolle. Der Knowledge Jam, das offene Wiki Copedia und unsere Community-Plattform(en) waren wichtige Meilensteine der Entwicklung. Dieses Jahr werden wir die Community-Aktivitäten professionalisieren und dazu ein monatliches Akademie Meetup (die KnowTouch geht darin auf), Talks, Online Community (auf Basis Yammer), Community Calls und einiges mehr anbieten. Im ersten Quartal läuft ein Pilot mit einer kleinen Gruppe von Teilnehmer*innen, ab dem zweiten Quartal könnt Ihr dann ganz offiziell Teil der Akademie werden und die Aktivitäten für den eigenen Lernweg nutzen.
  4. Expert Debriefing: das Expert Debriefing Moderatoren-Seminar wird weiterhin zwei mal pro Jahr offen und auf Anfrage Inhouse angeboten. Wir haben mittlerweile ein E-Learning Expert Debriefing erstellt, mit dem man interne Moderatoren ausbilden kann (SCORM-Container hierfür könnt Ihr ab Quartal 2 bei uns kaufen). Für alle ausgebildeten Expert Debriefing Moderator*innen bieten wir eine Online-Community (auf Basis Yammer) und jährlich jeweils einen Community Call und ein Community Meetup (18.10.2018) an.
  5. Corporate Learning Community: die CLC hat sich in den letzten Jahren sehr erfreulich entwickelt. Nach Corporate Learning 2.0 MOOC (2015, nach Vorbild des Management 2.0 MOOC), Vergrößerung Corporatel Learning Camp (2016) und Corporate Learning 2025 MOOCathon (2017) steht in diesem Jahr die Regionalisierung über die regionalen CLC-Communities (auch bei uns in der Akademie gibt es ein monatliches Treffen) und die Etablierung sog. monatlicher Corporate Learning Sprints (kompakte Lerneinheiten, siehe dazu auch den ausführlichen Blog-Beitrag von Karlheinz).

Wenn es Nachfragen oder Bemerkungen gibt, gerne unten in die Kommentare.

Als wir vor gut sechs Jahren im Sommer 2011 vom Medical Valley Center in Erlangen in den rilkepark in Nürnberg gezogen sind, haben wir uns viel Gedanken über den Namen des neuen Standorts gemacht. Zu dem Zeitpunkt hatten wir uns am Coworking Space Nürnberg beteiligt und “Cogneon Coworking Space” in die Kandidatenliste aufgenommen. Zusätzlich waren wir vom Konzept des Future Center von Leif Edvinsson sehr angetan (s.a. M2P031 Podcast), so war auch “Cogneon Future Center” in der Liste vertreten.

Final hat sich dann der Name “Cogneon Akademie” in Anlehnung an die Akademie von Platon durchsetzt. Den Namen hatte die Platon’sche Akademie von einem Hain vor den Toren von Athen. Im Jahr 428 v.Chr. gegründet gilt sie als eine der ältesten und nachhaltigsten Bildungseinrichtungen dieser Art in Griechenland. Das Bild von Platon im Garten der Akademie hängt daher auch heute bei uns in der Bibliothek.

Akademie von Platon. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Platon-Akademie.jpg

Viele der Grundprinzipien und Eigenschaften der Akademie von Platon sind für uns auch heute noch richtungsweisend (siehe Abschnitt Unterrichtsbetrieb in Wikipedia):

  1. Der Unterricht fand teils auf Platons Grundstück, teils auf öffentlichem Grund statt. Wir sehen Konferenzen, Community-Meetups und auch den virtuellen Raum mit Blogs, Wikis, Livestream, YouTube, Twitter etc. als öffentlichen Grund außerhalb der Cogneon Akademie und bespielen diese aktiv.
  2. Fortgeschrittene Schüler übernahmen Lehr- und Forschungsaufgaben. In Bezug auf unser weites Themenfeld der digital-vernetzten Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts wäre es vermessen zu glauben, alle Themen selber beherrschen zu können. So verstehen wir die Cogneon Akademie als Plattform, die über Communities, Projekte und weitere Aktivitäten die Experten aus verschiedenen Disziplinen zu einem gemeinsamen Lernprozess zusammenbringt.
  3. Die Frage, ob bzw. inwieweit die Wissensvermittlung formell organisiert war und in welchen Formen sie stattfand, ist umstritten, insbesondere hinsichtlich der Rolle des Lehrvortrags. Formelle Wissensvermittlung, z.B. in Form der Expert Debriefing Moderatoren-Ausbildung oder der KnowTouch spielen auch eine Rolle in unserer Akademie. Der Anteil der informellen Wissensvermittlung in Form von Knowledge Jam und Meetups wie beispielweise dem Innovationsbeirat oder dem Podcasting Meetup Franken sind für uns aber deutlich wichtiger.
  4. Der Unterricht war normalerweise kostenlos. Gemäß unserer OER-Strategie versuchen wir möglichst viele Inhalte kostenfrei zum Selbststudium zur Verfügung zu stellen. Das gilt z.B. für unser Wiki Copedia, unsere Videos auf YouTube, unsere Folien auf Slideshare und auch die Online-Communities Lernende Organisationen auf Xing und Lernende Organisationen auf Facebook.
  5. Die Schulmitglieder verstanden sich als Lebensgemeinschaft, was unter anderem in gemeinsamen Mahlzeiten, Symposien und Festen zum Ausdruck kam. Das ist für uns der Kern einer Lern-Community. Nicht alles Lernen muss ernst und spaßfrei sein. Die Menschen müssen im Mittelpunkt stehen und sich bewusst als Teil der Lerngemeinschaft sehen. Ein Beispiel sind unsere Benchlearning-Projekte, die wir 2012 gemeinsam mit unseren Kunden Schaeffler und adidas ins Leben gerufen haben. In 2018 wird es zwei Benchlearning-Projekte zu “Working, Collaborating & Leading in the Digital Age” und “Office 365” geben.
  6. Forschung und Lehre waren im Prinzip frei, wobei der Umstand eine Rolle spielte, dass Platon eine dogmatische Fixierung seiner Lehre ablehnte. Auch wir gehen nicht von “dem richtigen Weg” zu Wissensmanagement und Lernenden Organisationen aus. Wir versuchen zwar gerade mit LernOS, unsere Erfahrungen in einem geschlossenen Konzept zu bündeln, jeder Einzelne und jede Organisation muss aber seinen/ihren individuellen Weg finden.
  7. Idee, dass die Schule nicht von der Präsenz des Gründers abhing, sondern nach seinem Tod fortbestand. Ich glaube nicht, dass die Entwicklung der globalen Wissensgesellschaft nach meinen Vorstellungen zu meinem eigenen Tod abgeschlossen sein wird. Daher hoffe ich, dass auch die Cogneon Akademie deutlich länger bestehen wird, als mein kurzes Leben es zulässt :-)

Im kommenden Jahr werden wir die Möglichkeiten auch aus der Ferne Mitglied der Cogneon Akademie zu sein deutlich ausbauen. Einige Gedanken dazu kann man im Podcast M2P026 (ab Minute 35:57) von unserer 15-jährigen Geburtstagsfeier nachhören. Eine zentrale Rolle wird dabei Cogneon Connect spielen, ein Mischung aus virtueller und physischer Teilnahme an den Aktivitäten der Akademie. Stay tuned & Learn on!

Am 21. Dezember 2001 wurde die Cogneon GmbH von Prof. Herbert Stoyan, Prof. Michael Müller, Marc Holfelder und mir in Erlangen gegründet. Der Geschäftszweck laut Satzung ist die Entwicklung und der Vertrieb von ganzheitlichen Lösungen zum Wissensmanagement in Form von Schulungen, Beratung, Dienstleistung und Software”. Mit den Erfahrungen aus der Wissensmanagement-Praxis der letzten 15 Jahre ist es jetzt an der Zeit, die inhaltliche Ausrichtung zu hinterfragen und anzupassen. Eine Veränderung, die auch mit der Änderung der Leitfarbe verbunden ist.

cogneon-20-1

Zur Feier hatten wir Gründer, Mitarbeiter, Alumni und enge Weggefährten nach Nürnberg in die Repräsentationsäume Altstadt mit schönem Blick auf die Stadt und die Burg geladen. Da sich die Gäste untereinander nicht alle kannten, gab es eine kleine Auslage, in der Personen und ihr Bezug zum Werdegang von Cogneon kurz vorgestellt wurden.

Der intensive Austausch wurde zwischen den Gängen durch zwei “kleine” Ansprachen von Herbert Stoyan (die Geschichte vor der Gründung) und mir (die Geschichte danach und der Blick in die Zukunft) unterbrochen. Die beiden Beiträge werden in Kürze noch in einer Episode des Management 2.0 Podcasts veröffentlicht.

Mit 15 Jahren sind wir quasi aus der Pubertät heraus, sind aber noch nicht volljährig. Wir werden die nächsten drei Jahre nutzen, um unsere neue Ausrichtung “Cogneon 2.0” entlang der folgenden vier Schwerpunkte zu entwickeln (für die Herleitung Podcast hören):

  • Das Leitbild der Lernenden Organisation bleibt bestehen, da im Lernen und Anpassen das Erfolgsrezept in einer VUCA-Welt liegt. Eng verbunden damit sehen wir Lebenslanges Lernen (Individuum), Lernende Gesellschaft (von lokal bis global) und Lernende Maschinen (als Teil des sozio-technischen Systems).
  • Ins Zentrum unseres Beratungsansatzes stellen wir das Knowledge Experience Design (KXD), also die Gestaltung von Lerngelegenheiten über die Mitarbeiter für Wissen und Lernen begeistert werden und die Führung vom Nutzen überzeugt wird. Zentrale Bestandteile werden der User-Experience-Design basierte Prozess nach ISO-9241-210, das Knowledge Experience Toolkit (ehem. Management 2.0 Toolkit) und eine Knowledge Experience Pattern Language, die interdisziplinäre Entwurfsmuster beschreibt und miteinander vernetzt.
  • Intensivierung unserer Open-Educational-Resource- (OER) und Open-Access-Strategie (OA). Alle unsere Inhalte sollen möglichst barrierefrei möglichst vielen Menschen offen zur Verfügung stehen.
  • Cogneon Akademie Everywhere: Nutzung der digitalen Möglichkeiten, um an den Aktivitäten rund um die Cogneon Akademie an jedem Ort und zu jeder Zeit partizipieren können. Vorbild ist die Idee Congress Everywhere des Chaos Computer Clubs.

Zum Ende der Veranstaltung haben wir auch die Gedanken zum Wechsel der Cogneon-Leitfarbe bekannt gegeben. Dazu haben uns bereits im Vorfeld viele Mails erreicht. Der lustigste Tweet kam von Christoph:

Aber wir konnten beruhigen: zur Vereinfachung der Darstellung unseres Slogans “Wissen ist orange” (ist natürlich in Anlehnung an “Strom ist gelb” entstanden) wechseln wir unsere Farbe nur von 60% Magenta und 100% Yellow auf den Hex-Wert #ed7d31 (mit #ff6600 hatte sich da gestern der Fehlerteufel eingeschlichen :-) Das ist nämlich die Farbe aus dem MS Office Color-Picker und lässt sich somit in Word- und Powerpoint-Dokumenten viel leichter durchgängig verwenden.

Geschlossen habe ich mit einem Zitat von Dread Pirate Roberts, dem Gründer von Silk Road: “Will it happen over night? No. Will it happen in a lifetime? I don’t know. Is it worth fighting for until my last breath. Of course. Once you’ve seen what’s possible, how can you do otherwise?”.

Unsere Bitte jetzt an Euch: gebt uns über dieses kurze Formular Feedback, was Euch in den letzten Jahren an unseren Aktivitäten gut gefallen hat, was wir besser hätten machen können und welche Wünsche Ihr an uns für die Zukunft habt. Danke!

Mit Dr. Josef Hofer-Alfeis hatte ich seit langer Zeit viele und wertvolle Begegnungen auf Konferenzen und in Projekten. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir z.B. die Erarbeitung des DACH Wissensmanagement-Glossars (auch als iOS-App verfügbar), an dem er von Bitkom-Seite und ich von GfWM-Seite beteiligt waren. Aber auch die gemeinsame Erarbeitung der BITKOM Wissensmanagement-Prozess-Systematik war ein sehr spannendes Projekt.

joseph-2

Josef war bereits seit Mitte der 1990er Jahre im Wissensmanagement bei der Siemens AG aktiv. Er hat den Wissensmanagement Industrie-Arbeitskreis Wimip mitgegründet, war in der Lehre und nach seinem Weggang von Siemens als Wissensmanagement-Berater aktiv. Jetzt hat er sich entschieden, von seiner aktiven Phase in den wohl verdienten Ruhestand zu wechseln. Ich hatte die große Freude, mit ihm zusammen einen Podcast zu seinen Erfahrungen aus über 20 Jahren Wissensmanagement machen zu können.

Außerdem hat er seine private Sammlung von Wissensmanagement-Büchern der Bibliothek in der Cogneon Akademie vermacht, damit diese auch zukünftigen Generationen von Wissensmanagement-Profis nützlich sein kann.

josef-buecher

Dafür -und für alle Deine Beiträge in den letzten Jahrzehnten- sagen wir vielen herzlichen Dank!!! Hoffentlich bleibst Du dem Thema mit Deinen Einfällen und Ideen nach lange Zeit verbunden.