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Helft uns, unsere Lern-Angebote für das 21. Jahrhundert zu finden

Wer den Podcast zu Cogneon 2.0 mit den Gedanken zu unserer Zukunft gehört hat weiß, dass wir uns kontinuierlich darüber Gedanken machen, wie wir unsere Leitbild der Wissensrepublik Deutschland noch besser unterstützen können. Bisher sieht unser Portfolio grob wie folgt aus:

  • Projekte mit einzelnen Organisationen: meist über einen längeren Zeitraum (Jahre), zu Themen rund um Lernende Organisation, Wissensmanagement, Digitaler Arbeitsplatz, wir agieren aber nicht als “klassische Berater” und liefern Folien ab, sondern eher als “Embedded Change Agents”.
  • Benchlearning-Projekte: seit 2012 Benchlearning Projekte mit jeweils 8-12 teilnehmenden Unternehmen, einer Laufzeit von 7-9 Monaten und wechselnden Themen (Social Intranet, Social Learning, Internes Community Management, Working/Collaborating/Leading in the Digital Age, Office 365), teilnehmen können 3-5 Personen aus den Unternehmen
  • Seminare und Werkstätten: zu klar definierten Themen bieten wir formale Lernangebote an, dazu gehören z.B. Expert Debriefing, Project Debriefing/Lessons Learned, Community Management, Podcast Lab, DIY Multimedia Lab, Digital Literacy Lab).
  • Community-Aktivitäten: der Knowledge Jam war und ist seit 2005 ein zentrales Instrument zur Community-Entwicklung der Akademie. Zweimal pro Jahr nehmen wir uns einen Tag Zeit für Impulsvorträge und interaktiven Austausch in Barcamp-Sessions. Weitere Beispiele sind Orange Night, KnowTouch und verschiedene Online-Community-Aktivitäten.
  • Offene Inhalte: im Jahr 2005 haben wir das Wiki, das vorher als unser Intranet diente, von vertraulichen Informationen befreit und unter offener Lizenz öffentlich zugänglich gemacht. Auch die Inhalte unsere Webseite und viele Beiträge auf YouTube und auf Slideshare stehen unter offener Lizenz und können weiterverwendet werden. Unter dem Namen lernOS fassen wir gerade unsere bisherigen Erfahrungen seit unserer Gründung 2001 in einem geschlossenen Ansatz zusammen, der auch unter offener Lizenz stehen wird.

Uns treibt um, wie wir unser Wissen und den Lernprozess in der Community der Akademie noch zugänglicher und unabhängiger von Zeit und Raum gestalten können. Daher haben wir uns für die Akademie Community ein neues Konzept überlegt, das wir jetzt im März mit einer Pilotgruppe von 13 Personen testen, im April auf Basis des Feedbacks anpassen und dann im Mai starten wollen. Die Elemente des Konzepts sind:

  1. Akademie Community: Exklusive Gruppe auf yammer.com, die als Plattform für Dialog, Wissens- und Erfahrungsaustausch, Ideengenerierung und Zusammenarbeit in Projekten und Mastermind Gruppen dient.
  2. Akademie Talks: Monatliche, einstündige Online-Vortragsreihe mit interaktivem Dialog. Die Themen werden gemeinsam jährlich in der Community bestimmt. Aufzeichnungen der Vorträge werden bereitgestellt.
  3. Akademie Meetup: Monatliches, persönliches Treffen, bei dem sich die Community-Mitglieder von Angesicht zu Angesicht treffen, Erfahrungen in geschütztem Kreis teilen und an gemeinsamen Themen arbeiten können.
  4. Akademie Community Call: Monatliche einstündige Webkonferenz der Community, bei der neue Mitglieder und Aktuelles aus der Community vorgestellt wird und Mitglieder ihre Themen platzieren können.
  5. Akademie Lernflix: Geschützter Download-Bereich, über den Mitglieder exklusive Inhalte wie Vortragsmitschnitte, Präsentationen, Methoden-Dokumentationen etc. beziehen können.
  6. Akademie Topic Map: Themenlandkarte, die jährlich gemeinsam erstellt wird und den Themenfahrplan der Lerngemeinschaft beeinflusst. Dient der strukturierten Bereitstellung weiterer Informationen.

Für den Zugang zu diesen Leistungen wir es nach aktuellem Stand verschiedene Modulen mit Preise zwischen € 500-1.500,- (für Einzelpersonen/Jahr) geben. Ganz nach dem Vorbild der Akademie von Platon versprechen wir uns davon, als “Gemeinschaft der Lernenden” schneller zu lernen, wie wir uns und unsere Organisationen fit für die digital-vernetzte Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts machen können.

Was haltet Ihr von diesem Konzept? Welche Gedanken, Ideen und Kritikpunkte habt Ihr auf Basis dieser kurzen Beschreibung dazu?

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Wissens-, Kompetenz- und Erfahrungsmanagement – drei Seiten der gleichen Medaille

Gerade habe ich den Podcast Bildung – Zukunft – Technik (btz) von Guido Brombach und Felix Schaumburg in meine Podroll aufgenommen und angefangen, die alten Episoden durchzuhören. Die Folge BZT035 Kompetenzoffensive hat mich motiviert, diesen Blog zu schreiben.

Denn seit mit Ansätzen wie Social Learning und dem 70/20/10-Modell verstärkt Personal- und Weiterbildungsmenschen das Wissensmanagement für sich entdecken, hört man plakative Sätze wie “Wissensmanagement war gestern, was wir brauchen ist Kompetenzmanagement”. Bei den darauf folgenden Erklärungsansätzen bin ich dann meist verwundert, weil die genannten Themen aus meiner Sicht zum Kern des ganzheitlichen Wissensmanagements gehören. So erkläre ich das für mich:


Zum Lernen gehört ein Gedächtnis, damit Gelerntes “gespeichert” werden kann. Das menschliche Gedächtnis kann man je nach Informationsart in die Bereiche deklaratives Gedächtnis (Zahlen, Daten, Fakten), episodisches Gedächtnis (Ereignisse, Erfahrungen) und prozedurales Gedächtnis (Vorgehensweisen, Fertigkeiten) einteilen. Aus dieser Perspektive würden dann folgende Felder zu einem ganzheitlichen Wissensmanagement gehören:

  • Informationsmanagement: Kommunikation und Dokumentation von Faktenwissen, z.B. Intranet, Dokumentenmanagement, Wissensdatenbanken, Wiki.
  • Kompetenzmanagement: formeller und informeller Erwerb von Fähigkeiten, z.B. Training, Tutorials, Workshops, Communities of Practice.
  • Erfahrungsmanagement: Erfassung und Übertragung, z.B. Lessons Learned, Storytelling, Expert Debriefing, Working Out Loud.

Alle Bereiche oben beziehen sich auf den Umgang mit bestehendem Wissen. Wenn man das Ideen- und Innovationsmanagement zur Schaffung neuen Wissens noch hinzunimmt, entsteht eine wirklich ganzheitliche Sicht.

Was denkt Ihr, ist das ein sinnvoller Erklärungsansatz?

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Wissenschaftstag 2015 der Metropolregion Nürnberg

Am 28.7.2015 fand an der Hochschule in Hof der 9. Wissenschaftstag der Europäischen Metropolregion Nürnberg (Einwohner: 3,6 Mio., BIP: > 100 Mrd.) statt. Angemeldet waren über 850 Gäste. Die Veranstaltung wurde mit einer indischen Lichterzeremonie eröffnet, ein symbolischer Akt für das Partnerland der Hochschule Indien. Traditionell rotiert der Wissenschaftstag an den Hochschulen der Metropolregion, um die überregionale Wissensvernetzung zu fördern.

 

Dr. Wolfgang Streitenberger von der Europäischen Kommission stellte in seinem Eröffnungsvortrag “Die neue EU-Regionalförderpolitik für Forschung und Innovation” die Eckpunkte der Strategie Europa 2020 vor. Smart Specialization ist dabei ein neues Konzept der Innovationspolitik, das die regionalen Wettbewerbsvorteile berücksichtigen soll. Gefördert werden nicht nur technologische Innovationen, sondern auch soziale und ökologische Innovationen (magisches Dreieck der Nachhaltigkeit).

Danach wurden vier Fachpanels angeboten, in denen interdisziplinär und hochschulübergreifend diskutiert werden kann:

  • Internationalisierung – Metropolregion goes India
  • Demografischer Wandel – Chancen für die Region
  • Mehrwert durch Vernetzung
  • Zukunftswelt Wasser und Zukunftswelt Energie

Mein Vortrag “Open Innovation in Communities of Practice” am Beispiel des Spitzenclusters Medical Valley, werde ich im Nachgang der Veranstaltung auf YouTube bereitstellen.

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Innovationsmanagement–Prozessintegrierter Einsatz virtueller Methoden bei BMW

Notizen zum Vortrag auf der KnowTech 2013.

  • Referent: Stephan Oertelt
  • Innovationsmanagement bei BMW ist ein Geschäftsprozess in der Vorentwicklung mit dem Ziel innovative Produkte mit Horizont 10-15 Jahren
  • Research & Devlopment Network mit globalen Herausforderungen(Ressoucenverteuerung, Wertewandel, Wachstum von Megacities, Regulierung von Mobilität)Die Phasen des Innovationsprozeses sind
    • Technologiefrüherkennung
      • Strategie
      • Ideengenerierung
      • Entscheidung (iteratives Verfahren in mehreren Stufen, Social Rating, Bewertung nach Nutzwertkriterien, Validierung durch “high management board” mit Vorstand und Bereichsleitern, in dem Projektleiter ihre Idee in 2 Minuten pitchen) –> Anmerkung: sehr gut! Alle Stakeholder sind eingebunden UND Partizipation muss NICHT Basisdemokratie heißen, am Ende waren alle zufrieden
      • Umsetzung (einige hundert Forschungs-, Vorentwicklungs- und Technologieprojekte)
      • Steuerung
      • Transfer
  • Führung, Prozess, Methoden und Tools müssen für Erfolg gemeinsam vorhanden sein
  • Integrierter Tool-Einsatz mit Redsquare:
    • Prozess von Idee bis zur Umsetzung unterstützen
    • Steigerung Zusammenarbeit & Kommunikation durch Expertenvernetzung
    • Verbesserung der Entscheidung durch Nutzung organisationaler Kollektivintelligenz
    • Reduktion Komplexität durch Anwernderfreundlichkeit und Navigation
    • Aktivierung der Eigeninitiative und Kreativität durch Motivationsmethoden (eher Partizipation und Selbstverwirklichung als Anreiz, als Geld; das unterscheidet Innovationsprozess von KVP)

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Episoden

M2P034 Bosch Experts Organization (BEO) mit Jürgen Ebmeyer

avatar Jürgen Ebmeyer
avatar Simon Dückert

Jürgen Ebmeyer von Bosch hat im Rahmen einer Veranstaltung der GfWM Regional Stuttgart und des Wissensmanagement MOOCs einen Vortrag zur Bosch Experts Organization gehalten. Die Aufzeichnung wurde unter CC BY Lizenz im Kanal open Academy veröffentlicht. Bei dieser Podcast-Episode handelt es sich um eine gekürzte Version des Vortrags (Fragerunde, Zwischenfragen und Störgeräusche entfernt).

Allgemeine Vorstellung Bosch / Bosch Forschungscampus Rennungen / Abteilung zur Beschaffung und Bereitellung von Wissen / Normen, Bibliothek, Bosch Experts Organization (BEO), Forschungsberichte, Think Tank Talks / Explizites vs. implizites Wissen / Warum Wissen teilen? / Wissen im Entscheidungsprozess / Ursprung BEO 1996 mit Kompetenznetzwerk Montagetechnik (später Kompetenznetzwerk Fertigungstechnik) / Kompetenzmatrix erstellt / 2000 Ausdehnung auf Regionalgesellschaften / 2001 um Software ergänzt / 2002 Förderung der Geschäftsführer / BEO-Bestandteile: BEO-Experte (hat Label in ESN Bosch Connect), Bosch Centers of Competence (übergreifend, Kapazität, Budget, Ziel, Ordnungsfunktion), Communities (selbstorganisiert, übergreifen) / Selbstorganisierter Prozess der Experten-Identifikation (Vorschlag Experte durch Mitarbeiter, Experte erhält E-Mail, Experte klärt Rolle mit Chef, Experte passt Profil an, Chef erhält Mail, Chef bestätigt Kapazität) / Rolle des BEO-Experten / Suche von BEO-Experten über Enterprise Search / BEO-Main-Community in Bosch Connect / Taxonomie Bosch Topic Areas (Hauptthemen: Technologien, Methoden, Produkte, Management & Support) / Von “Knowledge Management” über “Knowledge Sharing & Continuous Learning” zu “Competences” / Experten Discovery in bestehenden Datenbeständen / Verankerung von BEO im Bosch Engineering System (BES) / Zusammenarbeit mit Bosch Training Center (BTC) / Learning Portal / Virtual Classroom / BoschTube (User Generated Video Content) / Zahlen, Daten, Fakten / 5.400 Bosch Topic Areas / 211 BEO-Communities / 17.000 Mitglieder in BEO-Main-Community / 3.100 BEO-Experten / Zitat Robert Bosch “In a large, well managed company …” (s.a. Bosch Company History, S. 11 unten)

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.