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Weblogs, Podcasts, Vlogs: Basis-Infrastruktur für Working Out Loud?

Vor kurzem habe ich beim 1. Siemens Working Out Loud Camp in München eine Session mit dem Titel “Infrastructure for WOLers” angeboten (Folien). Darin habe ich versucht herzuleiten, welche Art von technischer Infrastruktur im Intranet oder Internet für das Praktizieren von Working Out Loud (WOL) notwendig ist. Mit WOL meinte ich damit weniger die Durchführung eines Circle zur Initialisierung, sondern eher das langfristige und nachhaltige Umsetzen einer offenen und partizipativen Arbeitshaltung.

Aus meiner Sicht spielen dabei im Internet und im Intranet die persönliche Homepage und der persönliche Weblog eine ganz zentrale Rolle. Geht man zu der frühen Definition von WOL als observable work + narrating your work zurück, kann man schnell die Parallelen zwischen WOL und den Eigenschaften von Weblogs sehen.

Der Begriff Weblog setzt sich aus den Begriffen Web und Logbuch bzw. Tagebuch zusammen. Ein Tagebuch im Sinne von WOL ist ein Ort, wo wir unsere Arbeit sichtbar machen, ähnlich der Idee von E-Portfolios im Bereich des Lernens. Das geschieht durch die Veröffentlichung (digitaler) Artefakte unserer Arbeit im Weblog. Das können Ergebnisse, Zwischenergebnisse, Ideen, Fragen und Lessons Learned mit Bezug zur Arbeit sein. Die Langform eines Weblogs ist im Gegensatz zu Meso- und Mikroblogs (Twitter, Tumblr & Co.) eher für das Storrytelling rund um den Arbeitsprozess (“narrating your work”) geeignet. Wenn reiner Text mit statischen Bildern für die Darstellung nicht reicht, kann auf die verwandten Formate Podcast (früher Audio-Blog) oder Vlog (Video-Blog) zurückgegriffen werden.

Weblogs waren ab 2005 die erste Welle im Handlungsfeld Enterprise 2.0. Auf die Blogs folgten Wikis (2008) und Enterprise Social Networks (ESN, 2012). Leider sind Blogs im Hype rund um ESNs ein bisschen untergegangen und der Fokus hat sich mehr in Richtung Mikroblogs und Communities verschoben.

Ich glaube trotzdem fest daran, das Blogs und damit Langform-Formate auch im Intranet eine Renaissance erleben werden und dann eine wichtige Basis für Working Out Loud bilden können. Auf Plattformen wie LinkedIn ist beipielsweise schon der Trend zu erkennen, dass Nutzer nicht mehr nur Beiträge schreiben (Kurzform), sondern zunehmend auch Artikel verfassen (Langform), wenn sie nicht wie Harald Schirmer, Sebastian Hollmann oder Marcus Raitner über öffentliche Blogs verfügen.

Wie sind Eure Gedanken und Beobachtungen zu Weblogs als Basis-Infrastruktur für Working Out Loud?

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

How to use the lernOS Canvas as Tool in Working Out Loud Circles (#WOL)

Over the last years I developped a Canvas that can be used as tool in Working Out Loud Circles. I described that Canvas in this blog post. In the blog and also in a post in the WOL facebook group I offered to run a web conference to explain the canvas and how to use it in the context of WOL. Some 60 people liked the idea and responded to the doodle to find time and date for the web conference.

The result of the doodle poll: we run a web conference at Monday 2018/7/9 from 4-5pm CEST (find your time at time.is). We will use zoom.us as a video conferencing service (link for participation: zoom.us/j/497571515). If you plan to take part please put your name in that doodle so I have an idea how many people will join.

Agenda

  1. Explanation of the lernOS Canvas and how to use it in Working Out Loud Circles
  2. AMA – Ask Me Anything (about the Canvas :-) – you can put your questions in the comments below before the session

Preparation

I will put together some links and information here next week if you like to prepare for the session upfront (list will be updated until the web conference).

  • lernOS Guide including Canvas (#lernOS), list of lernOS Roots & Inspirations
  • Getting Things Done (#gtd)
  • Objective Key Results (#okr)
  • Observable Work (#owork)
  • Working Out Loud (#wol)
  • Business Model Canvas

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

lernOS Canvas – A Tool for #WOL(TM) Circle Alumni and Knowledge Workers

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Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Die 3. Podcasting Welle – warum Audio der Text der mobilen Generation ist

Am Wochenende fand mit der Subscribe 9 die halbjährliche Podcasting-Konferenz mit Barcamp beim Bayerischen Rundfunk in München statt. Das Programm der zweieinhalb Tage war wieder dicht gepackt mit Vorträgen und Workshops und dank des Video Operation Center des Chaos Computer Club (@c3voc) gibt es alle Vorträge auch online zum nachsehen.

In seiner Keynote am Freitag hat Tim (@timpritlove) schön beschrieben, warum wir uns aktuell in der dritten Welle des Podcasting befinden. Die erste Welle begann 2005, als Apple Podcasts zusammen mit dem iPod (daher auch der Name PODcast) in das Zentrum der Aufmerksamkeit gestellt hat. Die zweite Welle hat Tim im Zeitraum 2008-2011 verankert. Sie ist gekennzeichnet durch die Verbreitung von Smartphones, die Verfügbarkeit von schnellem Internet auf Smartphones und die Trennung der Medien Audio und Video (Stichwort YouTube). Die dritte Welle startete dann 2016/2017. In ihr wird der Nutzen des Mediums Podcast erst so richtig erkannt, es gibt sichtbare Leuchtturm-Projekte (Serial Podcast) und ein tieferes Verständnis für das Medium Podcast entsteht. Dazu gehören nach Tim insbesondere die Faktoren Persönlichkeit, Communities, Kommentar-Kultur sowie die Tatsache, dass Podcast das am besten parallel zu nutzende Medium ist (beim Bügeln, Kochen, Spazieren, Reisen, Pendeln).

Der zweite Vortrag von Sven (@graphorama) hatte den Titel Influencer A – Anstecken am Social Web. Darin zog er die Parallele zwischen Podcaster*innen und anderen Content Creators wie z.B. YouTuber und Instagrammer. Seine provokante These: Wir sind gar keine Podcaster*innen, wir sind Audio Creators. Und als solche dürfen wir nicht nur in unserem Medium, sondern müssen auch transmedial denken. Andere Medien wie YouTube und Instagram sollten wir in die Verbreitung unserer inhaltlichen Botschaften und die Erreichung unserer Zielgruppe einbeziehen. Wie an vielen anderen Stellen der Subscribe 9 war auch ihm das Digitale Storytelling über verschiedene Medien hinweg sehr wichtig (s.a. Transmediales Erzählen).

Die Subscribe war ursprünglich der Treffpunkt einer Community von Leuten, die privat oder im Kontext kleiner Unternehmen Podcasts erstellen und veröffentlichen. Doch seit einigen Jahren kommen immer mehr Akteure aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk wie beispielsweise dem Deutschlandfunk oder dem Bayerischen Rundfunk zu der Veranstaltung. Interessant fand ich den Vortrag BR Podcasts – Hinter den Kulissen, in dem Christoph und Eric mal die Geschichte des Relaunch der BR-Podcast-Webseite erzählen (geplant für Ende 2017). Eine ähnliche Überarbeitung werden in den kommenden Jahren sicherlich auch die bestehenden “Medienportale” in Unternehmen erfahren.

Neben dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk scheinen sich auch Verlage zunehmend mit dem Medium Podcast zu beschäftigen. Bekannte Beispiele sind der Spiegel (Spiegel Online Podcasts), Zeit (Zeit Online Podcasts), die c’t (c’t Uplink), t3n (Filterblase) und der Harvard Business Review (HBR IdeaCast). Luca Caracciolo erklärt in seinem Vortrag Community, Brand, Persönlichkeit – Warum t3n Podcasts macht sehr schön, wie der Verlag Podcasts als auditive Erweiterung des Print-Magazins versteht. Schönes Zitat im Vortrag auch die Aussage des Chefredakteurs der Rheinischen Post, der Audio als Text der mobilen Generation bezeichnet.

Ich denke in den kommenden Jahren werden wir in Unternehmen ähnliche Tendenzen der Nutzung von Podcasts zur Verbreitung von Wissen sehen. Zwei wichtige Handlungsfelder sind in meinen Augen die Unternehmenskommunikation (z.B. Kampagnen, Podcasts zu erklärungsbedürftigen Strategie-Themen wie Digitalisierung) und die Weiterbildung (Flipped-Classroom-Ansätze, Mitarbeiter-schulen-Mitarbeiter, Lessons-Learned-Podcasts). Zum Einsatz von Podcasts in Lehr- und Lernprozessen empfehle ich auch den Vortrag Mehr als nur Hören – Podcasts in Schule und Unterricht von Lothar.

Auch der Ansatz, Working Out Loud nicht nur über interne Tweets in Kurzform, sondern über Podcasts in Langform zu praktizieren, ist ein vielversprechender Ansatz. Die Verbreitung von Smartphones in Unternehmen wird immer besser (siehe z.B. Smartphone-Initiative von dm) und im Gegensatz zu Video ist für die Mitarbeiter der Einarbeitungs- und Produktionsaufwand viel geringer. Ich habe beispielsweise im Siemens Learning Campus letztes Jahr mal einen eintägigen Workshop mit dem Titel “Podcast Lab” gehalten. Die Teilnehmer*innen sahen sich nach diesem einen Tag schon in die Lage versetzt, ihre eigenen Podcasts in Lernkontexten zu verwenden. Im Online-Forum Sendegate gibt es einen Beitrag zu Corporate Podcasting, wer sich für das Thema interessiert, kann sich dort gerne einklinken.

Also: Podcast Out Loud!

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

6 Jahre Enterprise 2.0 bei Bosch – Von Social Business bis Working Out Lout

Die Robert Bosch GmbH gehört zu den Unternehmen, die vergleichsweise lange im Bereich Enterprise 2.0 aktiv sind. In einer Präsentation des technischen Projektleiters Dr. Erik Wüstners heißt wird beschrieben, dass Bosch sich im Jahr 2011 für die Plattform IBM Connections entschieden hat. In 2012 wurde dann eine Plattform mit dem Namen Bosch Connect für bis zu 60.000 Nutzer aufgebaut, die ab 2013 sukzessive erweitert wurde. Schon damals stand bei Enterprise 2.0 nicht nur die Technik, sondern auch Richtlinien (Governance), Führung und Organisation im Fokus. Die Erwartungshaltung des Top Managements waren neue Formen von Führung und Zusammenarbeit (Quelle: EFQM-Präsentation von Bosch 2013):

Das Handlungsfeld “Führung” wurde im Lauf der Zeit zu “Führung, Change und Enabling” erweitert und in diesem Rahmen Change-Methoden wie Community Management (s.a. Vortrag Corporate Community Management @ Bosch) und Working Out Loud (WOL, s.a. Blog Working Out Loud @ Bosch) eingesetzt. Die neuen Führungsprinzipien aus “We LEAD Bosch” bilden eine gute argumentative Basis für WOL, da doert alle Führungskräfte und Mitarbeiter adressiert werden. Im Zeitraum 2015 bis 09/2017 wurden bereits 185 interne WOL Circles absolviert, die interne WOL Community hat über 1.700 Mitglieder aus 38 Ländern und von 145 unterschiedlichen Standorten (Quelle: Twitter).

Jetzt hat Katharina Krentz, seit Beginn eine der Protagonistinnen von Enterprise 2.0, ein Interview mit Isabel De Clercq (Herausgeberin des Buchs Social Technologies in Business) gemacht, dass ich Euch allen wärmstens empfehle.

Meine Notizen zum Video mit Zeitmarken (Format: mm:ss):

  • 01:00: Erfolgsfaktoren von Bosch Connect, weltweit sind 60% der Nutzer aktiv.
  • 02:40: Wie wurde diese große Anzahl aktiver Nutzer erreicht?
  • 03:50: Support-Angebote im Team “Enabling Enterprise 2.0 @ Bosch” (Tool-Training, Community-based Working, Training Community Manager, Video Tutorials, User Tutorials, Wiki Pages, Call-the-Experts-Sessions, Open Chats).
  • 05:30: Die Bedeutung von Community Management und Community Managers, 4 verschiedene Trainings (Tool-Erklärung, 2-tägiges Training Tool und Theorie entlang des Community Lifecycle (s.a. Folien CCM @ Bosch DS, Folie 8), 10-wöchiger Blended Learning Kurs mit 10-15 Teilnehmenden durch einen Lerncoach geführt.
  • 10:50: Unterstützung durch das Top Management. Eine Person aus dem Vorstand ist verantwortlich für das Projektteam und das Thema. Für Working Out Loud ist ein anderer Vorstand aus dem Bereich Industrie der Sponsor.
  • 12:08: Unternehmensübergreifender Austausch und Teilnahme an Benchlearning-Projekten u.a. zusammen mit Daimler, Audi, Volkswagen, Deutsche Telekom, ZF Friedrichshafen, Siemens, Henkel, Deutsche Post DHL und Continental.
  • 15:45: Was sind die “Business Values” von Enterprise 2.0 für das Unternehmen? Beispiel WeChat in China: Profile mit Bildern, Kontakte, Vernetzung, Partizipation, Lernen, Feedback (beide Richtungen). Gleiche technologische Plattform ist Voraussetzung.
  • 19:25: Einsatz von Sozialen Medien in kleineren Organisationen. Abhängig davon, ob Personen zur gleichen Zeit am gleichen Ort arbeiten (Anm.: siehe hierzu auch die Raum-Zeit-Matrix aus dem Bereich CSCW).
  • 20:58: Die Rolle von Vertrauen für Enterprise 2.0. Offenheit und Vertrauen schon sehr lange in den Werten von Bosch verankert.
  • 23:05: Lessons Learned, Tipps & Tricks von Katharina: 1.) Trainiere Community Manager (der temporäre Praktikant kann das nicht!!!) 2.) Starte Working Out Loud sofort, es ist vermutlich der mächtigste Enabler (und durch die kostenlosen WOL Circle Guides der kostengünstigste) 3.) Bleibe neugierig und helfe den Menschen die Veränderungen zu bewältigen.

Tipp: wer nicht so lange Video schauen mag, kann sich mit youtube-dl auch eine Audio-Version des Videos für unterwegs herunterladen.

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Working Out Loud – 1. Treffen in Frankfurt am Main

Heute fand in Frankfurt am Main das erste Treffen der deutschsprachigen Working-Out-Loud-Szene statt. Raumsponsor ist die deusche Bank, die Organisation hat der Initiator der Webseite workingoutloud.de Jochen Adler übernommen. Der Begriff “Working Out Loud” (WOL) wurde von John Stepper (@johnstepper) geprägt, dessen Buch zum Thema in Kürze erscheint.

  
Der Untertitel “for a better carrer and life” der Webseite workingoutloud.com deutet an, dass es bei der Idee im Kern nicht um Altruismus, sondern um einen zentralen Erfolgsfaktor für Wissensarbeit im 21. Jahrhundert geht. Der Begriff WOL wurde urspünglich von Bryce Williams geprägt:

Working Out Loud = Observable Work + Narrating Your Work

John hat für sich mittlerweile eine breitere Definition erstellt. Wenn er gefragt wird, sagt er:

Working Out Loud starts with making your work visible in such a way that it might help others. When you do that – when you work in a more open, connected way – you can build a purposeful network that makes you more effective and provides access to more opportunities.

Für den einzelnen Wissensarbeiter liegt der Nutzen also darin, das eigenen Netzwerk und den Möglichkeitenraum zu erweitern. Für alle anderen stiftet der veröffentlichte Inhalt möglicherweise zusätzlichen Nutzen. Der effekt ist also ähnlich wie beim Social Bookmarking, man speichert die Links im Netz statt im Browser, um überall und von allen Endgeräten darauf zugreifen zu können. Durch die öffentliche Verfügbarkeit der Links können andere quasi als “Abfallprodukt” profitieren.

Aus der Definition leitet John Stepper die fünf Elemente des WOL ab:

  1. Making your work visible – das kann beispielsweise durch Blogs, Microblogs und e-Portfolios geschehen
  2. Making work better – durch die Sichtbarkeit werden Feedback und Hilfestellung durch andere ermöglicht
  3. Leading with generosity – durch die authentische Beiträge steigt die Wahrscheinlichkeit, dass andere sich engagieren
  4. Building a social network – im Lauf der Zeit wächst das eigene Netzwerk und darin die Wahrscheinlich, sich gegenseitig zu helfen
  5. Making it all purposefull – WOL sollte man nicht “einfach so”, sondern mit einem klaren eigenen Ziel

Für die Verbreitung im deutschen Sprachraum wäre sicher auch eine Übersetzung von “working out loud” hilfreich. Harald Schirmer hat in seinem Blog “Über die Schulter blicken” vorgeschlagen. Aus zwei Gründen gefällt mir das noch nicht so richtig. Zum einen, weil es sich im Deutschen nicht nach einem Namen für eine Methode anfühlt und ich mir schwer vorstellen kann, dass es in den allgemeinen Sprachgebraucht übergeht (=ein Mem wird). Außerdem ist bei “Über die Schulter schauen” der aktive und der passive Teil vertauscht. Während bei WOL der Arbeitende aktiv ist, ist es beim über die Schulter schauen der Beobachtende und das bedeutet eine andere Art von Veränderungsprozess (z.B. Not-Invented-Here-Syndrom abbauen). 

In der Psychologie gibt es die Methode “Lautes Denken” um kognitive Prozesses der Beobachtung zugänglich zu machen. Vielleicht wären “Laut Arbeiten”, “Laut Arbeiten Digital” oder “Laut Arbeiten 2.0” Kandidaten? Bin gespannt auf die Ideen der anderen heute.

Meine Notizen habe ich in Form einer Mind Map geführt. Hier ein Auszug daraus:

  

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Episoden

M2P036 Von Enterprise 2.0 über Community Management zu WOL mit Katharina Krentz

avatar Katharina Krentz
avatar Simon Dückert

Im Vorfeld des Abschluss-Workshops des Benchlearning Projekts 2019 “Working, Collaborating and Leading in the Digital Age” habe ich mit Katharina Krentz (@Katha_Pe) von Bosch über ihre persönliche Lernreise von Enterprise 2.0 über die Etablierung von Community Management bis zu dem aktuellen Thema Working Out Loud (WOL) gesprochen.

Katharina im Firmenfunk Podcast FF004 / Katharina im DigiTalk Podcast (Teil 1 und Teil 2) / Katharina im Gespräch mit Isabel zu Social Technologies in Business auf YouTube / Kathas LinkedIn Profil und Lebenslauf / Dipl. Community & Social Media Manager (Social Media Mannheim) / Systemberater Enterprise 2.0 & Social Business / Certified Community Manager / Rolle Lead Corporate Community Management / Studium Medien- und Kommunikationsmanagement (ongoing :-) / Enterprise 2.0 Topic Owner & Chief Community Manager im Geschäftsbereich Diesel Systems / Senior Consultant Digital Collaboration & New Work / Enterprise 2.0 @ Bosch (2012) / Fernbeziehung, NewInTown und openBC / Social Media, Web 2.0 statt E-Mail / Jive als Enterprise Social Network bzw. Digital Collaboration Plattform / Zentralprojekt Enabling Enterprise 2.0 @ Bosch / Bosch Connect auf Basis IBM Connections / Bosch Intranet und Confluence-Wiki (Dokupedia) / Organisationale Rahmenbedingungen und Befähigung / 26 Lighthouse Use Cases (Anwendungsfälle) / Nick Netzwerk Erklärvideos / Von den 8 Social Business Principles über Digital Collaboration Principles zu We Lead Bosch / Unternehmen der zwei Geschwindigkeiten (Massenproduktion & Start-Up) / Community Management @ Bosch (2014) / Definition Community Manager / Führungskräfte als Community Manager / Community Management ROT (return on invested time) / Community Management als Haltung / Projekt Agile Company in the Digital Age (2014-2015) mit Digital Collaboration als Basis für das agile Unternehmen / VUCA Welt / Ausbildung von Community Managern (Junior CM, Senior CM, Chief Corporate CM, Lead Corporate CM) / Anti-Pattern Facebook-affiner Praktikant / Ausbildungsformate Community Management (halbtägiger Workshop, zweitägiges Seminar, 10-wöchiger Zertifikatskurs) über Weiterbildungskatalog buchbar / Parallelen Projektmanagement (klassisch, agil) und Community Manager / Stellenprofil Corporate Manager mit BVCM / Über 80% der Communities sind offen / 66% täglich aktive Nutzer auf Bosch Connect / Working Out Loud @ Bosch (2015) / Blog When Do Start To Work Out Loud von Bryce Williams (2010) / WOL als ESN-Anwendungsfall für das Individuum / Link zu WOL in den Unterlagen zur Community Manager Ausbildung (2013) / Gründungstreffen der deutschsprachigen WOL-Community am 08.06.2015 in Frankfurt am Main / 3 Pilot-Circle zum Ausprobieren / Versionierung der Circle Guides / Fehlende Unternehmensbeispiele in den frühen Versionen / “Grey Ghosts” im ESN kommen über WOL zum Vorschein / 98% aller WOL-Teilnehmer empfehlen die Methode Kollegen weiter / Stand 11/2018: 4000 Community-Mitglieder und über 500 Circle / Interne jährliche Konferenz WOLcon seit 2015 mit John Stepper (siehe WOL@Bosch auf LinkedIn) / WOLcon 2018 gemeinsam mit Daimler / Hybride Formate (virtuell und face-to-face) / Arbeitsdirektor Christoph Kübel als WOL Supporter (s.a. Interview zu WOL) / WOL als ein Instrument für die Lernende Organisation / Blick in die Zukunft (2018+) / WOL Mindset / WOL zum Kulturwandel / Studie mit Uni Potsdam, Uni Bielefeld und Metaplan (siehe Artikel auf haufe.de) / Bereichswechsel durch Reorganisation / Tool- und Methodenübersicht Digital Collaboration als Auswahlhilfe für Individuen und Team / Kulturwandel (Inbox vs. transparente Zusammenarbeit) / Globale, virtuelle Zusammenarbeit / Danke Katharina für Deinen unermüdlichen Einsatz seit mehr als 10 Jahren!

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

M2P033 Working Out Loud Camp 2017 mit John Stepper

avatar John Stepper
Keynote Speaker
avatar Barbara Schmidt
Moderator
avatar Sabine Kluge
Moderator
avatar Sebastian Hollmann
Panelist
avatar Katharina Krentz
Panelist
avatar Claudia Mayer
Panelist
avatar Lukas Fütterer
Panelist
avatar Harald Schirmer
Panelist
avatar Simon Dückert
Technical Support

The 1st German Working Out Loud Camp (#wolc17) took place at December 7th 2017 in Wiezemann Space in Stuttgart/Germany and I recorded the talk of John Stepper and the Panel Discussion of the Working Out Loud Community of Practice (#wolcop) afterwards. The Talk is in English the panel discussion in German.

John also provided his slides: WOL – Why it works. Where it’s heading (THX John!)

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

M2P017 Working Out Loud

avatar Barbara Schmidt
avatar Simon Dückert

Working Out Loud (#WOL) ist eine Methode zum strategischen Networking, die gerade aus USA nach Deutschland kommt. Die Methode wurde von John Stepper entwickelt und in dem gerade veröffentlichtem Buch mit gleichem Namen beschrieben. Zu dieser Episode habe ich mich mit Barbara Schmidt getroffen, die zu den ersten SchülerInnen von John gehörte. Mit ihr spreche ich über ihren Weg zu Working Out Lout, den Ablauf der Methode in der Praxis sowie Tipps und Tricks für die eigene Anwendung.

Shownotes: Barbara Schmidt / Background Steuerfachgehilfing und BWL / 14 Jahre bei der Deutschen Bank / Kommunikation in Transformationsprojekten / Social Intranet der Deutschen Bank / Working Out Loud seit 2011 / Die Idee des Teilens / Working Out Loud Coaching / Transparentes und öffentliches Arbeiten / Mein(!) Wissen vermehrt sich durch Teilen / Communities of Practice / 5 Elemente von WOL / Änderung von Einstellung statt Technologie / Menschen und Themen vernetzen / Fehlerkultur / Passive Beteiligung / Working Out Loud Circles /12 Wochen sind besser als 1 Tag / Wiederholung und Übung macht’s / Working Out Loud Facilitator / Keine Hierarchie im Circle / Arbeiten mit Listen / Ziele / Relationship List / Contribution List / Erfahrung mit der Einführungen von WOL / Working Out Loud, informelles Lernen und HR / Deutsche Übersetzung notwendig? / Deutschsprachige WOL-Community

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.