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Vor einigen Tagen hat John Stepper in seiner Working Out Loud (#wol) Community Änderungen an den Nutzungsbedingungen der Working Out Loud Circle Guides (#wolcg) angekündigt. Unbestritten, das Lernprogramm der Circle Guides ist sehr gut und hat schon vielen Menschen bei den ersten Schritten in die digital-vernetzte Welt des 21. Jahrhunderts geholfen. Auch klar: WOL in die Breite zu bringen ist John's Beruf und er muss damit Geld verdienen.

Die Änderung der Terms of Use in Richtung Geschlossenheit und Kommerzialisierung fühlt sich für mich aber nach einem weiteren Schritt an, rund um die WOLCG eine Atmosphäre zu schaffen, die nicht zum Kern des Themas passt. Ungefähr so, wie wenn man ein Lernprogramm zu Nachhaltigkeit anbieten würde, aber alle Teilnehmer_innen mit dem Privatjet einfliegt. Aber fangen wir mal ganz vorne an.

Die Wurzeln von Working Out Loud (WOL)

Die Ursprünge von Working Out Loud habe ich ausführlich in unserem Wiki beschrieben. Die Kurzfassung: der Begriff taucht erstmals 2006 im Blog Thinking and Working Out Loud von Glyn Moody auf. Dort beschreibt Glyn, wie ein offener Blog ihm dabei hilft, aufgenommenes Wissen zu "verdauen", zu verstehen, in einen Kontext zu setzen und ihn über die offene Verfügbarkeit der Inhalte quasi ganz nebenbei anderen zur Verfügung zu stellen. Man könnte das als Lernen durch Lehren bezeichnen, mit der Wissensteilung als Abfallprodukt.

Dave Winer weist in seinem Blog Narrate Your Work 2009 darauf hin, dass es bei der eigenen Wissensarbeit auch wichtig ist, über die eigene Arbeit zu erzählen (neudeutsch könnte man von "Storytelling" sprechen). Es ist nicht nur wichtig, dass andere wissen, woran man arbeitet, sondern auch, wo es Probleme gibt und was nicht funktioniert hat. Dave nennt Microblogs (Twitter) als wichtiges Tool dafür.

Angeregt durch den Blog Managing the visibility of knowledge work von Jim McGee schrieben Brian Tullis und Joe Crumpler 2010 ihren Beitrag Observable Work: The Taming of the Flow. Darin beschreiben sie, welche Rolle Plattformen wie SharePoint oder Jive dabei spielen können, Wissensarbeit von Anfang an sichtbar zu machen. Diesen Prozess hat Greg Lloyd in seinem Blog Enterprise 2.0 and Observable Work als "observable work" (#owork) bezeichnet hat.

Auf Basis dieser Vorarbeiten hat dann Bryce Williams in seinem Blog When will we Work Out Loud? Soon! im Jahr 2010 die Definition von Working Out Loud als Observable Work + Narrating Your Work (für mich nach wie vor die beste Definition). WOL ist also das sichtbar machen der eigenen Arbeit, das Erzählen darüber mit Hilfe von Tools wie Blogs, Microblogs, Wikis und Sozialen Netzwerken sowie der Aufbau eines persönlichen Netzwerks, das an der eigenen Arbeit interessiert ist und das einem bei Fragen und Problemen helfen kann.

Die Working Out Loud Guides (WOLCG)

Die heutigen Working Out Loud Circle Guides entstanden im Rahmen der Einführung von Jive als Enterprise Social Network (ESN) bei der Deutschen Bank. Zunächst als klassisches Seminar angelegt entwickelte sich der Inhalt Schritt für Schritt in Richtung eines 12-wöchigen Lernprogramms. John griff die Idee der LeanIn Circles (Frauennetzwerk zur persönlichen Entwicklung) von Sheryl Sandberg auf, um kleine Lerngruppen von 4-5 Personen das Lernprogramm gemeinsam durchlaufen zu lassen.

Ab August 2015 standen die WOLCG mit der Version 3.01 erstmals auch im Internet bereit. Zunächst ohne Lizenzvermerk erhielten sie von Version 3.5 (Mai 2016) bis Version 4.51 (Februar 2018) die Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0. Das ist eine vergleichsweise geschlossene Lizenz, die keine kommerzielle Nutzung und keine Bearbeitung zulässt. Anders als manchmal behauptet, waren die WOLCG nie Open Source, weil zu keinem Zeitpunkt bearbeitbare Quellen vorlagen (s.a. Open Definition).

Mit der Version 5 (März 2019) wurde die Creative Commons Lizenz entfernt und ein normaler Copyright-Vermerk eingefügt. Die Speicherung dieser Version in einem Intranet war aber noch erlaubt. Das änderte sich dann mit der Version 6, die die Ablage der WOLCG im Intranet explizit untersagt. Die persönliche Nutzung der Guides ist in Version 6 noch erlaubt.

Bei den aktuelleren Version des WOLCG gibt es meines Wissens nach keine nach außen sichtbare Versionierung mehr (kann man die aktuelle Version als 7 bezeichnen?). Im Jahr 2018 erschien das Working Out Loud Circle Journal, 2020 dann das Working Out Loud Circle Workbook. Das Circle Workbook gibt es aber nicht mehr als PDF oder Buch offen zu kaufen, sondern nur noch in einer Flipbook-Version online.

Ich hatte mal einen Versionsvergleich der Versionen 4.51 bis 7 gemacht. Über die Versionen hat sich das Design und das Format (PDF->Flipbook) stark verändert. Natürlich haben sich auch einige Übungen und Links verändert, die Grundstruktur des Lernprogramms ist aber seit Version 4.51 recht stabil geblieben. Da die Version 4.51 in sehr vielen Sprachen und der Creative Commons Lizenz verfügbar war, habe ich diese bei uns im Wiki mit Links auf archive.org archiviert, eine weitere Quelle ist das WOL.wiki von Magnus Rode (wichtig: falls ihr in den alten Versionen auf kaputte Links stoßt, müsst ihr euch die selber raussuchen :-)

Die Depublikation des WOL Blogs

Letzte Woche hat dann mein Linkchecker-Tool gemeldet, dass Links auf "workingoutloud.com/blog/..." nicht mehr funktionieren. Eine kurze Recherche ergab, das John seine Webseite neu gestaltet hat (sieht sehr schick aus) und dabei aber die über 400 Blogs offline genommen hat. Ich dachte zunächst, das sei ein technischer Fehler, aber es scheint wohl so, dass der Blog offline bleibt. Nicht gut.

Wie kann man mit einem WOL Mindset auf so eine Idee kommen? In dem Blog ist ein großer Teil der "Narration", wie es zu den WOLCG kam und welche Einflüsse und auch Fehltritte es gab. Es gibt vom W3C die schöne Regel Cool URIs don't change, die sollten alle Blog-Betreiber_innen beherzigen. Jetzt laufen viele Links auf Webseiten, Blogs und Intranets ins Leere und viele Inhaltsverantwortliche müssen Frage beantworten, warum denn die Links nicht mehr funktionieren. Auch nicht gut.

Glücklicherweise gibt es einen recht einfachen Weg, die Blog-Inhalte zumindest in das persönliche Archiv zu bringen. Der Dienst archive.org archiviert alle Seiten im Internet. Mit dem Ruby-Skript wayback-machine-downloader kann man sich ganze Websites von archive.org ziehen. Eine Befehlszeile und wenige Minuten später hat man alle Inhalte des Blogs auf seiner Festplatte liegen (wichtig: die darf man aus Urheberrechtsgründen natürlich NICHT im Internet veröffentlichen). Falls Interesse besteht, dass ich zeige wie das geht, kann ich gerne mal eine Session dazu machen.

Die neuen WOLCG Terms of Use

Die gerade angekündigten neuen Terms of Use (ToU) lassen die Verwendung der WOLCG Guides außerhalb von WOL Programmen oder Lizenzen jetzt überhaupt nicht mehr zu:

Effective February 15, 2022, access to WOL Workbooks will only be offered as part of a WOL program or license.

Es soll zwar immer wieder offene Programme und Pro-Bono-Lizenzen geben, aber die selbstgesteuerte Verwendung der WOLCG in einem Circle ist ab jetzt nicht mehr möglich. Für Unternehmen gibt es zwar über das WOL Circles Programm die Möglichkeit, die Inhalte für interne Nutzung zu lizensieren, mit einem Einstiegspreis von € 5.000,-/Jahr für 25 Personen dürfte aber die Einstiegsbarriere insbesondere für Graswurzelbewegungen sehr hoch liegen (Vergleich: Kauf eines 200-seitigen Buchs für € 200,-).

Das schrittweiße Schließen des WOLCG-Ansatzes zusammen mit der Depublikation der Blogs und den neuen Terms of Use hat mich zu der Phrase "Rolle Rückwärts" im Titel dieses Blogs bewogen, denn in Bezug auf die ursprüngliche Idee von Working Out Loud werden da nach meinem Gefühl (und jeder kann dazu gerne andere Gefühle haben) einige der WOL Werte nicht mehr gelebt (z.B. Visible Work, Growth Mindset->Develop an open curious approach). Aber wie Katha ganz richtig auf Twitter schreibt, die WOLCG sind John's Baby und er muss entscheiden, wie er es aufzieht. Auch wenn das nicht allen von uns passt.

Der offene Weg von lernOS & Co.

Ich selber war in der WOL Bewegung ja auch von Anfang an mit dabei. Nach vielen eigenen Zirkeln hatte ich versucht unter dem Label WOL+ meine Ideen und Verbesserungsvorschläge zum Lernprogramm in die Community einzubringen (s.a. Blogs zu WOL+ Canvas oder WOL+ - What happens after a WOL Circle?).

John bat mich damals allerdings, den Begriff WOL nicht dafür zu verwenden, da er von ihm geschützt und seinen eigenen Inhalten vorbehalten ist. Von der Session "In Search of a WOL Business Model" auf dem Knowledge Jam am 24.11.2016 bis zu einer Videokonferenz mit John im Juni 2018 habe ich immer wieder versucht, John von den Vorzügen eines offenen Geschäftsmodells im Stile von WordPress & Co. zu setzen. Leider ohne Erfolg.

Die Bemühungen habe ich dann wegen geringer Aussicht auf Erfolg eingestellt und unsere bis dahin erstellten WOL+ Inhalte in die Entwicklung des lernOS für Dich Leitfadens einfließen lassen. Dort haben wir zunächst im Lernpfad "Offenheit & Vernetzung" (ursprünglich noch WOL Lernpfad genannt) die Übungsfolge aus den WOLCG leicht modifiziert nachgebildet, den Lernpfad dann aber nach und nach an die ursprünglichen Ideen zu Working Out Loud wie oben beschrieben angepasst.

Der lernOS für Dich Leitfaden steht -wie alle anderen lernOS Leitfäden auch- unter der sehr offenen Creative Commons CC BY Lizenz. D.h. ihr könnt die Inhalte verwenden (auch kommerziell), verändern und natürlich auch in euer Intranet kopieren. Alle Inhalte (auch Grafiken) sind auf GitHub in bearbeitbaren Formaten vorhanden. Wenn ihr uns nicht traut? Kein Problem, ihr könnt euch die Releases als ZIP-Dateien herunterladen oder die Repos forken. Sollten wir die lernOS Inhalte mal depublizieren, habt ihr eure eigenen Kopien. Aber das werden wir nicht.

Kleiner Veranstaltungshinweis noch am Ende: auf der lernOS Convention am 05./06. Juli 2022 (#loscon22) werden wir ein Inhaltspakete vorstellen, mit dem man eine lernOS Anlaufstelle im eigenen Intranet (z.B. SharePoint Online Websites, Confluence) schaffen, das selbstorganisierte Lernen in Learning Circles fördern und eine Community dazu aufbauen kann. Auf der loscon22 werden wir natürlich auch über WOL und das WOL Circle Workbook sprechen. Alle Anwender_innen der WOLCG (egal welcher Version) sind herzlich willkommen. We're open, all creatures welcome!

KEEP CALM & LEARN ON!

We are in the middle of the international Working Out Loud Week (#wolweek) which takes place from 13th to 18th of November 2017. I want to use this occasion to finish a task that's in my task manager for a long time: "create an overview of repositories where I make my work visible". The idea for that task came from the 2010 definition of WOL by Bryce Williams.

 

Working Out Loud = Observable Work + Narrating Your Work

 

The journey to making my work visible and talking about it began in 2005 when we at Cogneon decided to make our wiki, which was our intranet before 2005, openly accessible to anyone under a Creative Commons License. For a long time I was a member of the open source community and was convinced that open access to knowledge and content is a basic success factor for our society. From that starting point I added a lot of repositories to show my work an narrate it:

 

 

For all these repositories I made a table with a short description, the number of items and links. I think in the future I will go through the repositories an check if I can switch more licenses from proprietary to CC BY (e.g. YouTube videos).

RepositoryDescription# of items
BlogWe started our Blog in 2004 with the switch from a Microsoft Frontpage website to the open source drupal system. Later on we switched to wordpress. Both platforms are open source. The blog content is under CC BY license. 289 blog posts
WikiIn 2005 we opened our intranet for the public. To do that we had to remove all critital content (e.g. customer information). The wiki is based on Mediawiki. The wiki content is under CC BY license.1098 articles, 530 images
SlideshareIn 2006 I began to publish slides on slideshare (e.g. conference presentation on knowledge retention method Expert Debriefing). I published the first slides with the simon.dueckert account until we switched to cogneon.107 slide decks
TwitterIn 2007 I posted my first tweet with my account @simondueckert. Via the bio text I declared that all tweets are under CC BY license.10.600 tweets
YoutubeIn 2011 we ran a "Web 2.0 Driving License" Mini-MOOC and published the videos in the youtube.com/cogneon channel. Since then we tried to record talks and workshops and put the videos there.70 videos
FlickrSince our first Knowledge Jam in 2005 we collected fotos of events and flipcharts on our fileserver but we never published it. In 2012 we startet our Flickr Account with albums for our major events.1.600 images
Podcast(s)Since I often drive to Ingolstadt I often called my friend Ulrich Schmitt and we talked about knowledge management. One day we had the idea to record that as podcast and started the Knowledge On Air podcast (KOA). In the 2013 Management 2.0 MOOC we recorded the friday livesessions (Google Hangout) and published them as podast. This was the beginning of the Management 2.0 podcast (M2P).32 KOA episodes, 31 M2P epidsodes

Right now we are about to migrate a lot of content from our internal fileserver and media server to Office 365. In this process we find a lot of content (slides, conceps, images, videos) that we will publish in the future as well. Happy WOLweek!

Unternehmen

IHK Darmstadt

Abteilung

Ganzes Unternehmen

Ausgangssituation

Ablösung des Intranets durch ein Wiki, da…

  • Uneinheitlich strukturierte Dokumente in Datenbanken
  • Unzureichende Suchmöglichkeiten

Anwendungsfall

  • Organisationshandbuch
  • Fachlexikon
  • Schwarzes Brett
  • Projektabschlussberichte
  • Prozessleitfäden
  • Selbstdarstellung von Abteilungen

Ergebnis

  • Sehr hohe Nutzungsrate des Wikis
  • Verbesserte Lernprozesse. (z.B. Verringerung des Einarbeitungsaufwands bei neuen Mitarbeitern)
  • Schnelleres Auffinden, dokumentieren und verteilen von Informationen

Weiterführende Informationen

http://www.e20cases.org/fallstudien/ihk-darmstadt-das-wiki-als-intranet-2-0/

Unternehmen

Deutsche Werkstätten Hellerau

Branche

Produktion

Abteilung

Gesamtes Unternehmen

Ausgangssituation

Mangelnder Erfahrungs- und Wissenstransfer aus alten Projekten. Dies hat zur Folge, dass in neuen Projekten Mitarbeiter Sachen neu konzipieren, die eigentlich schon erarbeitet wurden – dadurch unnötiger Ressourceneinsatz.

Anwendungsfall

  • Startseite als Nachrichtenportal
  • Aktuelles aus der Geschäftsführung
  • Präsentation aller Abteilungen und Bereiche, den Aufgaben und den Mitarbeitern
  • Vorstellung aktueller und abgeschlossener Projekte
  • Informationen und Dokumentationen zu Technologien, Materialien, Verarbeitungsprozessen
  • Firmenspezifische Handbücher und Anleitungen für zum Beispiel EDV-Systeme oder dem Corporate Design
  • Vordrucke
  • Weitere Informationsseiten wie Vorstellung neuer Kollegen und kulturelle Veranstaltungen

Ergebnis

„In den Werkstätten wird das Wiki dazu genutzt, Wissen und Erfahrungen zu sammeln. Daneben ist es ein wichtiges Instrument des Erfahrungsaustauschs in Gesprächsrunden außerhalb von Projektteams, beispielsweise für die wöchentliche Runde von Führungskräften, Projektleitung, Fertigung, F&E und Konstruktion.“

Weiterführende Informationen

http://www.e20cases.org/fallstudien/deutsche-werkstatten-hellerau-unternehmenswiki-zur-wissens-und-erfahrungssammlung/

Unternehmen

Schaeffler AG

Branche

Automobilzulieferer

Abteilung

Gesamtes Unternehmen

Ausgangssituation

Ziel war es, dass generierte Expertenwissen aus Experteninterviews für alle in einem Wiki zugänglich zu machen. Nach der Befüllung mit diesem Wissen wurden darüber hinaus weitere nutzenstiftende Anwendungsfälle konzipiert, damit das Wiki auch direkt von Mitarbeitern zum Wissensaustausch genutzt werden konnte.

Anwendungsfall

  • Wettbewerberwissen
  • FAQ-Listen
  • Veranstaltungsdokumentation
  • technisches Know-How (Wälzlagerwissen & Getriebewissen)
  • Newsletter
  • Studienabschlussarbeiten

Weiterführende Informationen

http://www.cogneon.de/veranstaltungen/Vortrag_Erfahrungsbericht_Schaeffler_Wiki_Wissensvernetzung_und_-verteilung_im_Kontext_der_Lernenden

Unternehmen Siemens AG
Branche Diverse
Abteilung Gesamtes Unternehmen
Ausgangssituation Wikis sollen  den Austausch von Erfahrungswissen ermöglichen und Geschäftsprozesse unterstützen
Anwendungsfall
  1. Formloses Publizieren
  2. Unterstützung für Besprechungen
  3. Brainstorming
  4. Unterstützung von Trainings
  5. Wissensspeicher
  6. Unterstützung in der Entwicklung
  7. FAQ Listen
  8. Unterstützung im Service
  9. Glossare
  10. Unterstützung im Vertrieb
Ergebnis Wikis auf unterschiedlichen Ebenen – Wiki für alle Mitarbeiter, Wikis für einzelne Abteilungen
Weiterführende Informationen http://i-know09.know-center.tugraz.at/content/download/576/2164/file/I-KNOW_Bernd_Lindner_Der_Einsatz_von_Wikis_in_der_Siemens_AG.pdf

Dieser Post ist der Auftakt einer ganzen Postreihe in der wir anhand eines einheitlichen Steckbriefes unterschiedliche Wiki Fallbeispiele skizzieren. Den Anfang macht das Fallbeispiel der SFS Services AG:

Unternehmen SFS Services AG
Branche IT Services
Abteilung Technology & Operations (interne IT)
Nutzerzahl 80
Ausgangssituation
  • Heterogene Informationslandschaft – Dokumente wurden an unterschiedlichsten Stellen dokumentiert (Datenbanken, Office Dateien, Ordner etc.)
  • Das Auffinden von relevanten Informationen wurde als sehr aufwändig angesehen.
Anwendungsfall
  • Einheitliches Dokumentationssystem für Handbücher, Checklisten, Aufgaben und Kontrollberichte
  • Suchfunktion zum Auffinden relevanter Informationen
Ergebnis
  • Hohe Nutzerakzeptanz
  • Wiki Nutzung fest in bestehende Arbeitsprozesse integriert (täglich Bearbeitung von Kontrollberichten im Wiki)
  • Ausweitung auf weitere Abteilungen geplant
Weiterführende Informationen Fallstudie + Interview Videos

Zu unserem 10-jährigen Geburtstag nächste Woche wollen wir nicht nur unser Geschäftsmodell überdenken, sondern auch unserer Wissensinfrastruktur klarerer Strukturen und Formen geben. Wichtige Prinzipien sind Dezentralisierung und Einfachheit (simplicity). Hier eine erste Skizze zu den Bestandteilen:

Die Dreiteilung in "Über uns", "Akademie" und "Community" soll uns und unseren Zielgruppen bei der einfachen Orientierung helfen. Die Cogneon Webseite wird deutlich verschlankt werden und unsere Angebote und Referenzen in einfach Art darlegen. Den Bereich der Akademie (vorerst als Hauptnavigationspunkt innerhalb der Cogneon Webseite) werden wir dagegen deutlich ausbauen. Zur Akademie zählen wir neben den Kursen auch die Bibliothek (online und offline), das Wiki, das Blog Network und die KM News. Als Community-Plattform verwenden wir weiterhin ein einladungsbasiertes Netzwerkt auf mixxt mit dem Titel Orange People.

Es ist soweit! Pünktlich zu unserem 10 jährigen Bestehen erscheint auch der Cogneon Blog in neuem Gewand. Seit 2003 bloggen unsere Mitarbeiter in einem Bereich auf unserer Webseite cogneon.de. Seitdem hat sich in technischer Hinsicht einiges getan. Software wie WordPress haben sich zu professionellen Blogging-Werkzeugen entwickelt und integrieren viele Funktionen der sozialen Medien. Aus diesem Grund ziehen wir unseren Blog um und betreiben ihn so wie der Daimler Blog oder der Adidas Blog auch mit WordPress. Alle alten Blogeinträge bleiben selbstverständlich unter http://www.cogneon.de/blog erhalten. Unser Blog ist somit weiterhin ein wichtiger Bestandteil unserer Wissensinfrastruktur:

  • Cogneon Webseite: Informationen über den Ansatz von Cogneon, Kunden, Fallbeispiele, Referenzen sowie Angebote der Cogneon Akademie (http://www.cogneon.de).
  • Cogneon Wiki: Enzyklopädie zu Wissensmanagement, Wissensarbeit, Lernenden Organisationen und Wissensgesellschaft (http://www.cogneon.de/wiki).
  • Cogneon Blog: persönliche Sichtweisen und Reflexionen zum Wissensmanagement von Cogneon Mitarbeiter, Praktikern und Fachexperten.
  • Cogneon Tweet: Kanal für die schnelle Meldung zwischendurch. Tweeten können Mitarbeiter sowie Mitglieder unseres erweiterten Teams wie z.B. unsere Kommunikationsagentur sowie externe Mitarbeiter (http://www.twitter.com/cogneon).
  • Orange People Community: Plattform für den Dialog und Erfahrungsaustausch zum Ansatz von Cogneon. Die Community ist geschlossen, Mitglieder können aber eigenständig weitere Mitglieder einladen (http://www.orange-people.org).

Außerdem wollen wir den Blog auch für Nicht-Cogneon-Mitarbeiter öffnen. Hier haben wir zwei Zielgruppen im Kopf. Zum einen Wissensmanagement-Praktiker in Organisationen, die über keinen eigenen Blog verfügen, aber die Allgemeinheit trotzdem über ihre Ansätze und Erfahrungen informieren möchten. Zum anderen Fachexperten aus Disziplinen, die zum Wissensmanagement gehören.

Für Leser und Interessenten, die noch nicht über einen Feedreader verfügen, aber trotzdem auf dem Laufenden bleiben wollen, haben wir eine weitere Innovation parat: sie können rechts unter "E-Mail-Abonnement" ihre E-Mail-Adresse eintragen und werden benachrichtigt, wenn neue Einträge vorhanden sind. Die Benachrichtigung erfolgt wahlweise sofort oder in einer wöchentlichen Zusammenfassung.

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Im Vorfeld des Abschluss-Workshops des Benchlearning Projekts 2019 "Working, Collaborating and Leading in the Digital Age" habe ich mit Katharina Krentz (@Katha_Pe) von Bosch über ihre persönliche Lernreise von Enterprise 2.0 über die Etablierung von Community Management bis zu dem aktuellen Thema Working Out Loud (WOL) gesprochen.

Katharina im Firmenfunk Podcast FF004 / Katharina im DigiTalk Podcast (Teil 1 und Teil 2) / Katharina im Gespräch mit Isabel zu Social Technologies in Business auf YouTube / Kathas LinkedIn Profil und Lebenslauf / Dipl. Community & Social Media Manager (Social Media Mannheim) / Systemberater Enterprise 2.0 & Social Business / Certified Community Manager / Rolle Lead Corporate Community Management / Studium Medien- und Kommunikationsmanagement (ongoing :-) / Enterprise 2.0 Topic Owner & Chief Community Manager im Geschäftsbereich Diesel Systems / Senior Consultant Digital Collaboration & New Work / Enterprise 2.0 @ Bosch (2012) / Fernbeziehung, NewInTown und openBC / Social Media, Web 2.0 statt E-Mail / Jive als Enterprise Social Network bzw. Digital Collaboration Plattform / Zentralprojekt Enabling Enterprise 2.0 @ Bosch / Bosch Connect auf Basis IBM Connections / Bosch Intranet und Confluence-Wiki (Dokupedia) / Organisationale Rahmenbedingungen und Befähigung / 26 Lighthouse Use Cases (Anwendungsfälle) / Nick Netzwerk Erklärvideos / Von den 8 Social Business Principles über Digital Collaboration Principles zu We Lead Bosch / Unternehmen der zwei Geschwindigkeiten (Massenproduktion & Start-Up) / Community Management @ Bosch (2014) / Definition Community Manager / Führungskräfte als Community Manager / Community Management ROT (return on invested time) / Community Management als Haltung / Projekt Agile Company in the Digital Age (2014-2015) mit Digital Collaboration als Basis für das agile Unternehmen / VUCA Welt / Ausbildung von Community Managern (Junior CM, Senior CM, Chief Corporate CM, Lead Corporate CM) / Anti-Pattern Facebook-affiner Praktikant / Ausbildungsformate Community Management (halbtägiger Workshop, zweitägiges Seminar, 10-wöchiger Zertifikatskurs) über Weiterbildungskatalog buchbar / Parallelen Projektmanagement (klassisch, agil) und Community Manager / Stellenprofil Corporate Manager mit BVCM / Über 80% der Communities sind offen / 66% täglich aktive Nutzer auf Bosch Connect / Working Out Loud @ Bosch (2015) / Blog When Do Start To Work Out Loud von Bryce Williams (2010) / WOL als ESN-Anwendungsfall für das Individuum / Link zu WOL in den Unterlagen zur Community Manager Ausbildung (2013) / Gründungstreffen der deutschsprachigen WOL-Community am 08.06.2015 in Frankfurt am Main / 3 Pilot-Circle zum Ausprobieren / Versionierung der Circle Guides / Fehlende Unternehmensbeispiele in den frühen Versionen / "Grey Ghosts" im ESN kommen über WOL zum Vorschein / 98% aller WOL-Teilnehmer empfehlen die Methode Kollegen weiter / Stand 11/2018: 4000 Community-Mitglieder und über 500 Circle / Interne jährliche Konferenz WOLcon seit 2015 mit John Stepper (siehe WOL@Bosch auf LinkedIn) / WOLcon 2018 gemeinsam mit Daimler / Hybride Formate (virtuell und face-to-face) / Arbeitsdirektor Christoph Kübel als WOL Supporter (s.a. Interview zu WOL) / WOL als ein Instrument für die Lernende Organisation / Blick in die Zukunft (2018+) / WOL Mindset / WOL zum Kulturwandel / Studie mit Uni Potsdam, Uni Bielefeld und Metaplan (siehe Artikel auf haufe.de) / Bereichswechsel durch Reorganisation / Tool- und Methodenübersicht Digital Collaboration als Auswahlhilfe für Individuen und Team / Kulturwandel (Inbox vs. transparente Zusammenarbeit) / Globale, virtuelle Zusammenarbeit / Danke Katharina für Deinen unermüdlichen Einsatz seit mehr als 10 Jahren!

Der Podcast zur Plattform Ask the Brain bei Swisscom wurde im Rahmen einer Session auf dem KnowledgeCamp am 23. November 2016 in Berlin aufgenommen. Simon und Martin sprechen über die Entstehungsgeschichte, die Funktionsweise und die Zukunft der Plattform. In der zweiten Hälfte der Episode konnten die Teilnehmer*innen ihre Fragen stellen.

Corporate Learning Camp / KnowTouch / KnowledgeCamp / Artikel Vom Kollektiv zum Superhirn (wirtschaft + weiterbildung 9/2014) / Swisscom als Konglomerat von KMUs / Herausforderung: Finden von Experten / Starmind innerhalb von 3 Monaten implementiert / Treiber war Top Management (Top-Down-Ansatz) / 1000 aktive Teilnehmer nach einem Monat (nach 3 Jahren 12.000) / 5 Millionen Franken Einsparung / Gast 1: Beate / KPIs & ROI / Grown Leaders & Meritokratie / ROI vs. RONI / Langen, M.: Social Collaboration Metrics (2015) / Urgent Request bei Siemens: 100 Millionen Euro Einsparung in 3 Jahren / Gast 2: Benjamin / Systematische Erschließung in Starmind / Suche & Tagging / Wiki Gardening / Push-Nachrichten / Gast 3: Steffen / E-Mail vs. Intranet-Benachrichtigung / Gast 4: Peter / Starmind-Dashboard zur Analyse / Beispiel Screencast / Strategische vs. operative Themen / Shitstorms / Anknüpfung Communities und Schulungen / Lithium / Smart FAQ / Gast 5: Max / Tool-Portfolio / Swisscom Work Smart

In dieser Episode spreche ich mit Dr. Karsten Ehms von Siemens (Corporate Technology) über die Geschichte des Wissensmanagements bei Siemens und die Lehren, die man daraus ziehen kann.

Heinrich Pierer Zitat: Wenn Siemens wüsste, was Siemens weiss, dann wären unsere Zahlen noch besser (1995) / Hintergrund Karsten Ehms / Elektrotechnik, Psychologie, Usability / Douglas Rushkoff: Program or be programmed / Siemens Abteilung Wissensmanagement und Business Transformation / Die Siemens Wissensmanagement-Geschichte ab 1995 / Zentrale WM-Stelle "Corporate Knowledge Management" (2000-2004) / Communities of Practice / Wissensstrategie / Siemens "CoP Knowledge Management" als Multiplikatoren-Netzwerk / Wissensmanagement-Assessment (KMMM) mit acht Gestaltungsfelder und 60 Teilthemen / Siemens Wissensstrategieprozess (s.a. Measuring Knowledge and KM in an Organization) / Community Management und Support Modell / Dissertation Persönliche Weblogs in Organisationen: Spielzeug oder Werkzeug für ein zeitgemäßes Wissensmanagement? / Vernetzungspotential von Weblogs / Siemens Blogosphere (seit 2006) / Blog von Vorstand Klaus Kleinfeld und Siemens Blog 100 Initiative (s.a. Interview zu Corporate Blogging und Siemens Blog 100) / Siemens Wikisphere (seit 2008) / Wiki-Anwendungsfälle / Siemens TechnoWeb (s.a. Fallstudie Wissensvernetzung mit TechnoWeb 2.0 (seit 2010) / Highlight Urgent Request Prozess / Siemens Social Network (seit 2012) / Informations- und Medienkompetenz für die Auswahl von Werkzeugen / Trend Multimedia im Wissenstransfer / Enterprise 2.0 Wissensmanagement als Thema ab? / Mythen im Wissensmanagement / Management = Dinge systematisch tun / Herausforderung bei der Ausbildung von "Knowledge Professionals"

In dieser Episode spreche ich mit Björn Negelmann (Kongress Media), Katharina Perschke (Bosch) und Harald Schirmer (Continental) über den Enterprise 2.0 Summit, der vom 03.-05.02.2015 in Paris stattgefunden hat.

Wer ist Björn Negelmann / Kongress Media / Digitale Technologien in Management-Prozessen / Vom Content Management über Web 2.0 zu digitaler Zusammenarbeit / Enterprise 2.0 Summit seit CeBIT 2008 / E20 im Gartner Hype Cycle / Wikis, Blogs, Soziale Netzwerke und Prozessintegration / Zwei Dimensionen der Nutzung sozialer Medien im Unternehmen / Digitale Transformation / Zeit als wichtigster Faktor / Fallbeispiele / LIPPI / Beyer Material Science mit Laurie Miller / CIO vs. CDO (chief digital officer) / Patrick Hoffstetter CDO bei Renault /Keynotes von Jane McConnell (Slideshare), von Thorsten Hübschen (Business Group Lead Microsoft Office) und von Lee Bryant (Slideshare) / Buchtipp von Rawn Shah: Erin Meyer - The Culture Map / Interaktive Formate Hackathon und Lego Serious Play / Holocracy und Dual Operating System / Ausblick Social Business Arena und IOM Summit / Eindrücke von Katharina Perschke von Bosch (38:40) / Großer Schritte bei SIKA, Michelin, Beyer und BNP Paribas Cardif / Unternehmen sind mittlerweile sehr "bodenständig" unteregs / Multiplikatoren-Netzwerke sind im Trend (Guides, Ambassadore) / E-Mail vs. Enterprise Social Networks (ESN) / Bosch Business Case Return-of-Invested-Time im Community Management 1 Woche investierte Zeit armortisiert sich in 3 Monaten / Einschätzung zum Hype um Digitale Transformation und der "Human Centric" Sicht / Eindrücke von Harald Schirmer von Continental (52:50) / HR im Kontext von Enterprise 2.0 / Hackathon zur Organisation der Zukunft / Highlight Bayer / Vortrag Strategies for Corporate Change & the New Role of HR / Enterprise 2.0 hat mit Verhaltensänderung, Kultur und Werten zu tun / Management 1.0 vs. Management 2.0 / HR-Werkzeugkasten für den kulturellen Wandel / Fokus Lebenslanges Lernen / Be the change YOU want to see in the world!

Hinweis: die Telefonate mit Katharina und Harald habe ich per Telefon geführt. Die Verbindung war an manchen Stellen etwas "wackelig", was ich zu entschuldigen bitte.

In dieser Episode des Podcast spreche ich mit Paul Seren, der in den vergangenen 14 Jahren das Wissensmanagement in dem Maschinenbau-Unternehmen Schaeffler in Herzogenaurach aufgebaut hat.

Vorstellung Paul Seren / Geschäftsleitung COI / Ausgangspunkt 1999: IT und Informationsverteilung / Wissen ist mehr als Dokumente / Abteilungen für Wissensmanagement und Innovationsmanagement / Erster Schwerpunkt: Intranet / Inhalte und(!) Personen finden / Ansprechpartnersuche und Expertise Location / Schwarzes Brett als "Aktivitätenstrom" auf der Startseite / Beteiligung von mittlerem und Top-Management / Communities of Practice (CoP) bei Schaeffler: Networks of Competence (s.a Wissensmanagement in der Schaeffler Gruppe, S. 15ff.) / Aktuell ca. 150 NoCs/ Vorsitzender der Geschäftsleitung als Treiber / Integration von Wissen in die Bewertungskriterien der Mitarbeiter (Wissen weitergeben, aufnehmen und Freiraum geben) / Integration Wissensmanagement in Management-Trainings / Demografischer Wandel / Expert Debriefing bei Schaeffler 2004-2005 (s.a. Wissenstransfer und organisationales Lernen mit Expert Debriefing und Wikis) / Terminologiemanagement /  / Schaeffler Wiki (s.a. Erfahrungsbericht Schaeffler Wiki) / Erfolgsfaktor Wiki Anwendungsfälle / Schaeffler Wissensforen als offenes Veranstaltungsformat für den Wissensaustausch / Lessons Learned Workshops zur Reflexion von Erfahrungen in Projekten (s.a. Lessons Learned in der Schaeffler Gruppe) / Reifegrade des Wissensmanagement bei Schaeffler (s.a. Buchartikel von Paul in Wissensmanagement beflügelt) / Lernende Organisation Lebenslanges Lernen als A und O / 5 Thesen zum Wissensmanagement der Zukunft / Nächste Schritte bei Schaeffler / Wissensmanagement in der ISO/DIN 9001 als Instrument der "Beflügelung"