Vom 29.-30. Oktober findet das nächste Corporate Learning Camp 2020 statt und in diesem Rahmen wir die Aktion #cl20crafting stattfinden. Dabei werden wir das Spiel Minetest für einen Wettbewerb verwenden, in dem Teams ihren Lernraum 2025 bauen können. Am 29.10. um 15:00 Uhr gibt es eine Session zur Einführung. Ihr könnt aber jetzt schon anfangen, Gruppen zu bilden, Lernräume zu bauen und zu beschreiben. Alles was ihr dafür wissen müsst, ist in diesem Blog-Beitrag beschrieben.

Hinweis: am Freitag 23.10. von 14:30 Uhr machen wir die zweite Testsession (Aufzeichnung der Testsession am 16.10.). Wir treffen uns direkt in Minetest und nutzen den Sprachkanal “cl20crafting/allgemein” auf dem Discord-Server der Akademie (Beitrittslink siehe Schritt 1).

SCHRITT 1: Dem Discord Server beitreten

In Online-Spielen gibt es meist nur Text-Chat und keinen Audio-Chat. Will man sich im Spiel live unterhalten, muss man den Audio-Chat außerhalb des Spiels organisieren. Dafür kommen z.B. Mumble, Teamspeak und Discord zum Einsatz. Bei cl20crafting verwenden wir den Discord-Server der Cogneon Akademie.

  1. Über diesen Beitrittslink kannst du unserem Discord Server beitreten. Discord kann man auf dem Smartphone oder dem Computer verwenden.
  2. Auf Discord haben wir eine Kategorie “clc20crafting” angelegt. Dort gibt es den Text-Kanal “allgemein” für allgemeine Ankündigungen, Fragen und Tipps. Außerdem gibt es mehrere Sprachkanäle für die Kommunikation im Spiel. Dort findet ihr auch die Zugangsdaten zum verwendeten Minetest-Server.

SCHRITT 2: Gruppen bilden

Ziel von cl20crafting ist es, bis zum Abendprogramm des Corporate Learning Camp am 29. Oktober 2020 gemäß des Corporate Learning Jahresthemas “Lernräume gestaltet” die Vision eures perfekten Lernraums 2025 im Spiel Minetest zu bauen. Mitmachen kann man nur als Team, nicht als Einzelperson.

  • Suche dir Mitstreiter*innen, die gemeinsam im Team mit dir einen Lernraum 2025 bauen wollen.
  • Gemäß den Empfehlungen zur Teamgröße im Scrum Guide sollte die Gruppe nicht größer als 9 Personen sein, da sonst die Koordination zu aufwändig wird.
  • Nutzt dieses COPAD, um alle Gruppenmitglieder einzutragen. Wenn ihr wollt, könnt ihr eurer Gruppe auch einen coolen Namen geben, lasst die Nummern im Pad aber bestehen, damit die Zuordnung zu den Arealen im Minetest klar ist.
  • Gemäß den Tuckman Stufen der Teamentwicklung “forming, storming, norming, performing” durchläuft ein Team mehrere Phasen, bis es richtig produktiv ist. Macht zum “Formung” ein kleines Auftakttreffen zum Kennenlernen (z.B. als Videokonferenz) und plant eure Vorgehensweise. Stellt dabei sicher, dass alle Teammitglieder sich in Minetest bewegen können.

SCHRITT 3: Minetest installieren

Minetest ist ein Spiel, das dem bekannten Minecraft sehr ähnlich ist. Minetest ist kostenlos und für Windows, Mac, Linux und Android verfügbar. Um bei cl20crafting mitzumachen, musst du dir Minetest auf deinem Computer installieren.

  • Lade dir Minetest von der Webseite minetest.net unter Download herunter und installiere es.
  • Windows: die Heruntergeladene ZIP-Datei musst du auf deinem Rechner entpacken (rechte Maustaste auf der Datei). Im Unterordner “bin” findest du die Datei “minetest.exe”, die du per Doppelklick öffnen kannst.
  • Mac: am einfachsten kannst du Minetest über Homebrew installieren. Dafür den Befehl “brew install minetest” in den Terminal eingeben.
  • Android: Achtung, hier ist die Bedienung etwas anders, als auf dem Computer.
  • Das Minetest Wiki bietet viele Informationen zum Spiel. Wenn ihr noch nie Minetest oder Minecraft gespielt habt, solltet ihr vielleicht das Minetest Tutorial einmal durchspielen. Das Tutorial bringt einem die grundlegende Spielmechanik bei.

SCHRITT 4: Die ersten Schritte in Minetest

Zunächst musst du mal lernen, dich in Minetest zu bewegen. Wer andere Computerspiele kennt, wird sich hier vermutlich schnell zurecht finden. Ansonsten muss man das ein kleines bisschen üben. Für die Bewegung nutzt man Tastatur und Maus (oder Trackpad).

  • Mit den vier Tasten W, A, S und D bewegst du dich vorwärts, links, rückwärts und rechts
  • Mit der Maus steuerst du deine Blickrichtung. In Kombination mit der Taste W verwendest du die Maus, um die in Minetest zu bewegen
  • Mit der linken Maustaste nutzt du deine Hand (siehst du vor dir). Hast du etwas in der Hand, nutzt du das (z.B. Essen). Achtung: wenn du deine Hand bei einem Mitspieler nutzt, schlägst und verletzt du ihn.
  • Zeigst du mit der Maus auf einen Gegenstand und drückst die rechte Maustaste, verwendest du den Gegenstand (z.B. eine Tür öffnen).
  • Mit der Leertaste springst du hoch.
  • Mit der Taste C kannst du deinen Blickwinkel ändern (Ich-Perspektive, von hinten, von vorne)

SCHRITT 5: Crafting & Bauen in Minetest

Minetest ist ein sog. Open World Spiel, d.h. du kannst im Spiel alles bauen und abbauen. Normalerweise muss man sich Werkzeuge und Objekte erst herstellen. Wir spielen aber im Kreativmodus, d.h. du hast alles in deinem Inventar schon zum Start zur Verfügung.

  • Wenn du mit der linken Maustaste in Minetest z.B. auf Erde oder Bäume klickst, baust du diese ab.
  • Die abgebaute Gegenstände landen in deinem Inventar (die Leiste unten).
  • Mit der Taste I gelangst du zu deiner Werkbank und siehst dein gesamtes Inventar.
  • Die Werkbank besteht aus einer 3×3 Matrix. Dort platzierte Gegenstände erzeugen neue Gegenstände. Aus dem Holz eines Baumes kannst du so beispielsweise eine Axt bauen.
  • Wir spielen im sog. Kreativmodus, d.h. du hast in deinem Inventar schon sehr viele Gegenstände zur Verfügung.
  • Übung: ein einfaches Haus kannst du bauen, indem du Erde abbaust und daraus ein rechteckiges Gebäude baust.

SCHRITT 6: Baut euren Lernraum 2025

Die Aufgabe beim cl20crafting ist, einen kreativen Lernraum 2025 zu bauen. Dafür bilden wir sieben Gruppen die jeweils ein eigenes Areal in Minetest bebauen können. Die Lernräume können an die echte Welt angelehnt (Gebäude, Räume) oder abstrakte Ideen sein.

  • Lest den Blog von Karlheinz zum Jahresthema 2020 “Lernräume gestalten” der Corporate Learning Community
  • Lest unsere Corporate Learning Vision 2025 aus dem MOOCathon 2017. Die vier Handlungsfelder der Vision könnten/sollten sich in eurem Lernraum 2025 wiederfinden.
  • Diskutiert im Team, welche Aspekte aus Jahresthema und Vision euch am wichtigsten sind. Die Diskussion könnt ihr gleich in Minetest führen. Trefft euch im Areal eurer Gruppe und unterhaltet euch auf Discord im Sprachkanal eurer Gruppe (zu eurem Areal kommt ihr in Minetest durch Eingabe von “/poi_jump Gruppe “, die “1” steht für die Nummer der Gruppe).
  • Überlegt euch dann, wie ihr die in Minetest an eurem Lernort umsetzen wollt.
  • Go Crafting! Baut euren Lernraum 2025 in Minetest. Verwendet dafür Naturmaterialien und die Gegenstände aus dem Inventar.
  • Dokumentiert euren Lernort. Dafür könnt ihr in Minetest Schilder (signs) oder das Wiki verwenden. In das Wiki kommt ihr über den Wiki-Block, der in jedem Gruppen-Areal platziert ist. Im Wiki hat jede Gruppe eine eigene Seite zum Dokumentieren.

SCHRITT 7: Am cl20crafting Wettbewerb teilnehmen

Im Rahmen des Abendprogramms des Corporate Learning Camps am 29.10.2020 kann jede Gruppe ihren Lernraum 2025 kurz vorstellen. Eine Publikumswahl bestimmt die Sieger des Wettbewerbs.

  • Im Rahmen des Abendprogramms des clc20da haben alle Gruppen die Möglichkeit, ihren Lernort 2025 in Minetest vorzustellen und zu erklären (Uhrzeit steht noch nicht fest).
  • Die Vorstellung werden wir live streamen, damit auch Nicht-Minetest-Spieler*innen zuschauen können.
  • Alle Zuschauer*innen können dann abstimmen, an welchem der gezeigten Lernorte sie 2025 am liebsten lernen möchten.
  • Die Gewinnerteams bekommen viel Lob und Ehre und ein Siegerfoto auf dem Treppchen an der Akademie.

FAQ

Hier sammeln wir alle Fragen und Antworten zu cl20crafting, die uns oft gestellt werden. Bookmarkt euch diese Seite am besten, damit ihr sie schnell im Zugriff habt. Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr diese gerne auch unten in die Kommentare schreiben.

Im Vorfeld des diesjährigen KnowledgeCamps der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM) wird ein Dossier zur Zukunft des Wissensmanagements unter dem Titel “Wissensmanagement quo vadis” erscheinen. Dafür habe ich auch einen Artikel mit dem Titel “Wissensmanagement 2040 – vom Werkzeugkasten zur Koalition des Lernens” geschrieben. In dem Artikel behandele ich u.a. folgende Themen:

  • Meine persönliche Lernreise Wissensmanagement von 1999 bis heute
  • Die Entwicklung der fachlichen Sicht auf Wissensmanagement in der GfWM
  • Die wichtigsten Werkzeuge des Wissensmanagements
  • Der rote Faden durch die Themen im Journal of Knowledge Management
  • Die Bedeutung des Management-Standards ISO 30401 “KM Systems – Requirements” für die Zukunft des Wissensmanagements
  • Die nächste Evolutionsstufe: “Einladungsbasiertes Wissensmanagement”

Den Artikel stelle ich gerne hier auch als Preprint zum Download über Researchgate bereit (DOI: 10.13140/RG.2.2.35685.42724). Feedback und Kommentare sind ausdrücklich erwünscht!

Vor einiger Zeit war das Thema Gamification (auch Spielifizierung) ein Trend in der betrieblichen Weiterbildung. Gemäß der Definition in der Wikipedia ist unter der Spielifizierung die Anwendung spieltypischer Elemente in spielfremden Kontexten zu verstehen.

Darüber haben wir uns in einer Gruppe bei der Abendveranstaltung beim letzten Corporate Learning Camp (#clc20hybrid) unterhalten. Im Rahmen des Sessionplans gab es tagsüber eine Session in der 3D-Welt TriCAT. Dort kann man recht einfach Lehr- und Workshop-Elemente umsetzen und sich mit einem Avatar in einer dreidimensionalen Welt bewegen. Ähnliches hatten wir beim Corporate Learning Camp im Frühjahr auch schon in Mozilla Hubs gemacht.

Nachteil dieser 3D-Welten ist, dass man mit der Welt nur in sehr geringem Umfang interagieren kann. Man hungert nicht, man kann nichts kaputt machen und nur wenig bauen. In dem Gespräch hat sich die Idee entwickelt, mal nicht ein formelles 3D-Lernmanagement-System zu verwenden und da etwas Gamification “dranzubasteln”, sondern ein Spiel zu verwenden und darin eine Lernsituation einzubetten.

1. Idee: Minecraft

Die erste Idee war Minecraft, das in Schulen in Lehr-/Lernszenarien eingesetzt wird, weil fast alle Kinder das Spiel kennen. Als meine Tochter Marlene in der Corona-Pandemie von zuhause am Unterricht teilehmen musste war die Idee im Klassenchat auf Discord auch, einen Minecraft-Server für die Schule aufzusetzen. Problem war damals, dass der Server recht schwierig zu installieren war und die Spielversionen auf Windows, PS4, XBox, iOS etc. untereinander nicht kompatibel waren. Wir sind dann schließlich bei SuperTuxKart hängen geblieben.

2. Idee: Minetest

Nach dem Gespräch beim Corporate Learning Camp habe ich dann nochmal recherchiert und bin auf das Spiel Minetest gestoßen, dass wie Minecraft auch auf der Grundidee einer offenen Voxelwelt von Infiniminer aufsetzt. Der Minetest-Server war auf unserem Jitsi-Server parallel schnell installiert und in kürzester Zeit konnte ich und Marlene mich mit dem Server verbinden und darauf spielen. Meine Entscheidung war daher schnell klar: ich will beim nächsten Corporate Learning Camp am 29. Oktober 2020 eine Session und ein Online-Spiel in Minetest anbieten.

Im Netz bin ich dann recht schnell auf das Minetest Bildungsnetzwerk gestoßen, habe Thomas dort kontaktiert und wir haben eine kurze Videokonferenz gemacht. Er hat mir die wichtigsten Tipps & Tricks aus deren Erfahrung zum Einstieg in das Lernen mit Minetest, die Serverkonfiguration und die notwendigen Erweiterungsmodule gegeben. Unser Server war schnell angepasst und ist seit letzer Woche einsatzbereit.

Jetzt geht es darum, sich zu überlegen, wie wir Minetest in das Corporate Learning Camp einbetten können. Auf unserer Community-Plattform CONNECT habe ich dazu erste Gedanken beschrieben. Das ist die grobe Idee:

  • Eine Session tagsüber, bei der ich in die Verwendung von Minetest als Lernwelt einführe und ein paar Beispiele zeige
  • Wir machen dann einen Wettbewerb zu unserem Motto “Lernräume gestalten”, bei denen Gruppen ihre ideale Lernwelt zu bauen und zu beschreiben.
  • Da die Teilnehmer des CLC von zuhause aus teilnehmen und ihre Kinder als Minecraft-Expert*innen mit einbeziehen können :-)
  • Im Rahmen der Abendveranstaltung können alle Gruppen dann ihr Ergebnisse vorstelle und das Publikum wählt einen Gewinner.

Ich möchte nächste Woche eine Vorbereitungssession machen und dabei gemeinsam mit ein paar Interessierten an der Idee noch etwas feilen. Kontaktiert mich gerne, wenn ihr dabei sein wollt (Kontaktdaten unten).

Wie könnt ihr euch vorbereiten?

Wer sich vorstellen kann, bei der Session und der Aktion am Abend dabei zu sein, kann sich schonmal vorab ein bisschen vorbereiten. Wer noch nie von Minecraft oder Minetest gehört hat und sich gar nicht vorstellen kann, wie man sich in einer solchen Welt bewegt, kann sich erstmal dieses Let’s Play Video ansehen:

Danach sollte man möglichst schnell ein paar Praxiserfahrungen sammeln. Dazu einige Tipps:

  • Ladet euch Minetest herunter, es ist kostenlos und für Windows, Mac, Linux und Android verfügbar. Auf Windows ist Minetest eine sog. Portable-Software, d.h. man braucht kein Administratoren-Recht, um die Software zu installieren.
  • Zum Spielen braucht man keinen Server, mit dem heruntergeladenen Spiel kann man sich schon eine Welt erzeugen und darin spielen. Außerdem wird ein Tutorial-Spiel mit installiert, das einem die Grundfähigkeiten mit einer Schnitzeljagd in einem Schloss beibringt.
  • Das Bewegen ist recht einfach: mit den Tasten WASD läuft man vor, links, zurück und rechts. Die Maus steuert die Blickrichtung und mit der Leertaste springt man. Ein Überblick über die vollständige Tastaturbelegung findet ihr im Minetest-Wiki.
  • Das Minetest Wiki bietet viele weitere Informationen für den schnellen Einstieg, unter anderem auch ein Getting Started und eine Anleitung zum Crafting.
  • Da Spiele i.d.R. nur Text-Chat und kein Audio-Chat bieten, werden wir für die Audio-Kommunikation den Discord-Server der Cogneon Akademie verwenden. Dort könnt ihr euch vorab schonmal anmelden, Anleitung dazu findet ihr in COPEDIA.

Damit müsstet ihr eigentlich ganz gut für die Minetest-Challenge auf dem Corporate Learning Camp gewappnet sein. Noch nicht angemeldet? Dann geht es hier lang!

BarCamps erfreuen sich als Veranstaltungsformat für den Wissenstransfer innerhalb und außerhalb von Organisationen. Dabei wird oft auch auf die Geschichte von BarCamps Bezug genommen. Die Geschichten, die man dabei hört, sind aber meist nur sehr wage an die originale Geschichte angelehnt. Deswegen schreibe ich hier mal die Geschichte mit den mir bekannten Quellen auf. Ihr könnt diese Gerne als Referenz in euren Barcamp-Moderationen verwenden.

Die mir bekannte Geschichte beginnt im Jahr 1998. In der Ankündigung zur XML Developers Conference (20.-21. August) wird erstmals der Begriff “unconference” erwähnt. Die Unkonferenz entwickelt sich später als Oberbegriff für Barcamps und Barcamp-artige Formate, obwohl die XML Konferenz selbst als klassische Konferenz mit Präsentationen in einem Vortragsstrang organisiert war. Benjamin Zimmer und Charles Carson definieren die Unkonferenz in ihrem Artikel Among the New Words wie folgt:

An unconference is a professional forum, especially one related to online media, in which the format is open-ended and the program is organized by the attendees themselves.

Der Gründer des O’Reilly Verlags Tim O’Reilly und seine damalige Kommunikationschefin Sara Winge trugen sich schon länger mit der Idee, eine “foo bar” als echte Bar (zum Trinken) auf einer der Konferenzen des Verlags zu haben. Der Begriff stammt aus dem militärischen Slang FUBAR, die Abkürzung steht für “Fucked/Fouled Up Beyond All Recognition”. Über eine länger Entwicklungsgeschichte, die zurück zum Tech Model Railroad Club (TMRC) in die 1960er Jahre reicht, entwickelten sich aus “foo” und “bar” zwei beliebte Platzhaltervariablen in der Programmierung.

Das erste FOO camp fand vom 10.-12.10.2003 im O’Reilly Hauptsitz in Sebastopol, Kalifornien mit ungefähr 200 Teilnehmern statt. In seiner Beschreibung des Camps zieht Tim die Parallel zwischen Wikis als Mitmach-Internet und dem Camp als Mutmach-Veranstaltung:

The Foo Camp is the the “wiki of conferences”, where the program is developed by the attendees at the event.

Ob es auf dem ersten Foo Camp tatsächlich auch eine Bar gegeben hat ist nicht ganz sicher, es gibt aber Blogs mit Bildern, die das nahe legen. Sicher ist, dass es neben der Veranstaltungslokation Platz für Zelte gab, auf dem die Teilnehmer campen konnten (daher das “camp”). Später wurde Foo dann als Abkürzung für Friends of O’Reilly umgedeutet. Ein kurzes Video von Doc Searls auf dem FOO camp 2003:

Tantek Celik, Andy Smith, Chris Messina, Ryan King, Mathew Mullenweg (Gründer von Automattic) und Eris Free kamen später bei einer Autofahrt auf die Idee, eine eigene Version des FooCamp’s zu veranstalten, die sie BarCamp nennen wollten. Die Planung für das erste BarCamp wurde innerhalb von sechs Tagen gemacht (Blog). Es fand als BarCamp Palo Alto 2005 vom 19.-21.08.2005 im Gebäude von Socialtext in Palo Alto, Kalifornien statt. Das noch heute verwendete BarCamp Logo stammt von Eris Free. Andy Smith weist auf den kleinen aber entscheidenden Unterschied zwischen BarCamp und FooCamp hin:

FOO Camp happens every year, it is an invite-only event for tech luminaries hosted in Sebastopol, CA at the O’Reilly headquarters. People camp out, have sessions, and work with other great tech minds to come up with awesome ideas. The problem is the exclusivity: everybody isn’t invited. Meet BAR Camp, an open, welcoming, once-a-year event for geeks to camp out for a couple days with wifi and smash their brains together. It’s about love and geekery and having a focal point for great ideas, like SHDH more in-tents (GET IT?!), like FOO but open.

Das Prinzip der Offenheit, das die Organisatoren in die BarCamps gebracht haben, ist in meinen Augen der Grund, warum wir heute – 16 Jahre später – immer noch von BarCamps sprechen. Und warum es auch 2020 immer noch Leute gibt, die ihr allererstes BarCamp besuchen. Die Macht von Open First :-) Einige schöne Eindrücke von Barcamps vermittelt die BarCamp Fotogruppe auf Flickr.

Wenn ich nochmal etwas Zeit finde, werde ich den Blog noch um die Geschichtenstränge von 2005 bis heute ausbauen. Falls ihr gute Geschichten und Links kennt, gerne über die Kommentare beisteuern.

In vielen Bundesländern werden gerade (wie bei uns in Bayern) Ausgangsbeschränkungen verhängt, weil die Ausbreitung des Corona-Virus mit den bisherigen Maßnahmen nicht genug abgebremst werden konnte. Viele Menschen trafen sich trotz Warnungen recht sorglos in Parks, Biergärten und an öffentlichen Plätzen. Scheinbar tut sich immer noch eine große Anzahl von Bürgern schwer, sich eine exponentielle Entwicklung vorstellen zu können (Tipp: den Link zur aktuellen Kurve findet ihr in unserem Wiki COPEDIA).

Quelle:Zeit Online

Das ist auch gar nicht schlimm, denn daran ist auch schon im 13. Jahrhundert ein indischer Herrscher verzweifelt (mehr dazu gleich). Bei einer exponentiellen Entwicklung verdoppelt sich eine Variable in konstanten Zeitabständen (wie aktuell die Corona-Infektionen alle paar Tage). Da wir Menschen in unserer Evolutionsgeschichte nur wenig mit exponentiellem Wachstum konfrontiert waren, sind unsere Gehirne dafür nicht optimiert. Zwei Beispiele:

  1. Sissa Ibn Dahir: als Dank für die Erfindung des Schachspiels hatte Sissa einen Wunsch beim Herrscher frei. Er wünschte sich ein Reiskorn auf dem Eckfeld des Schachbretts und auf jedem weiteren Feld die doppelte Menge. Der Herrscher gewährt amüsiert den Wunsch. Er konnte sich einfach nicht vorstellen, dass nach 64 Feldern die Gewaltige Menge von 730 Milliarden Tonnen Reis herauskommt.
  2. Moorsches Gesetz: in den 1960er Jahren entdeckte Gordon Moore den Zusammenhang, dass sich alle 12-18 Monate die Anzahl der Transistoren in Schaltkreisen wie beispielsweise Computer-Chips verdoppelt. Damit geht zwangsweise ein exponentielles Wachstum bei Rechenleistung, Speicherkapazität und Übertragungskapazität einher. Trotzdem sind viele Menschen heute überrascht, dass Computer im Go gewinnen, unsere Sprache (teilweise) verstehen und Entscheidungen in Organisationen übernehmen.

Da wir in unserer sog. VUCA-Welt oder etwas einfacher in der digital-vernetzten Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts immer öfter mit komplexen, vernetzten und exponentiellen Phänomenen zu tun haben werden, empfehle ich euch eines meiner Lieblingsbücher: Die Logik des Mißlingens – Strategisches Denken in komplexen Situationen von Dietrich Dörner.

In diesem Buch zeigt Dörner anhand des Simulationsspiels mit den fiktiven Stämmen der Tupis und der Moros sehr anschaulich auf, wie schlecht unser Kognitionsapparat eigentlich für komplexe, dynamische Situationen geeignet ist und wie wir damit umgehen können (s.a. Spiegel-Artikel Überall Tanakand). Das Buch lese ich alle paar Jahre aufs neue und finde immer wieder spannende Aspekte.

Wer lieber selber ausprobieren statt lesen mag, der kann ja mal den exponentiellen Verlauf desr Corona-Infektionen in Deutschland in der Tabellenkalkulation seiner/ihrer Wahl (z.B. Excel, Calc, Numbers) nachbilden. Man könnte beispielsweise mit dem Parameter der Verdopp,ungsrate herumspielen und den mit den richtigen Zahlen im Dashboard des Robert-Koch-instituts vergleichen. Falls Mathe bei euch schon etwas länger her ist, könnt ihr euch zu den Formeln für das exponentielle Wachstum im YouTube-Kanal von Daniel Jung aufschlauen:

Wer es etwas statt trockener Mathematik etwas unterhaltsamer und im Management-Stil bevorzugt, dem Empfehle ich das Video Reinventing the Technology of Human Accomplishment mit Gary Hamel, das wir auch 2013 im Management 2.0 MOOC als Fundament für die Themenwochen verwendet haben:

Aktuell sind wegen der Corona-Pandemie viele Aktivitäten gebremst, Dienstreisen und Trainings können nicht stattfinden (Tipp: aktuelle RKI Risikobewertung für Deutschland). Um aus der Not eine Tugend zu machen und Abteilungen sowie Teams fit für die moderne Zusammenarbeit zu machen, haben wir mal einige Ideen aus unserem Portfolio zusammengetragen:

 

1.) Workshop Office 365 Hands-on (1-tägig, Vor-Ort oder Remote)
Office 365 wird fester Bestandteil, der modernen digitalen Arbeitsplätze. In diesem Workshop lernt ihr wahlweise die wichtigsten Anwendungen wie Teams, Planner, OneDrive, To Do, Stream, Yammer, Forms,  Power Automate und SharePoint Online sowie deren Zusammenspiel ganz praktisch kennen. Eigener Rechner und Office 365 Konto sind notwendig.

 

2.) Workshop Moderne Zusammenarbeit in Teams (1-tägig, Vor-Ort oder Remote)
Die moderne Zusammenarbeit von Teams im 21. hat viele Facetten: sie ist digitaler, agiler und sinnorientierter, als früher. Dieser Workshop setzt auf Erkenntnissen aus dem Google Projekt Aristotle auf. Mit einem Team Canvas (strukturierte Checkliste) erarbeitet ihr zentrale Elemente moderner Teamarbeit und haltet diese in einem “Vertrag” (Collaboration Contract) für die Zukunft fest. Standardmäßig wird in diesem Workshop Microsoft Teams als E-Collaboration-Plattform verwendet (wg. Corona aktuell auch kostenfrei verfügbar). Der Workshop kann aber auch Tool-neutral durchgeführt werden.

 

3.) Workshop Podasting für den Wissenstransfer (1-tägig, Vor-Ort oder Remote)
Öffentliche und interne Fachkonferenzen werden aktuell reihenweise abgesagt. Damit gehen wichtige Gelegenheiten für den Wissenstransfer verloren. Podcasts sind ein ideales Medium für nachhaltige Wissensbewahrung und -transfer. An nur einem Tag könnt ihr lernen, wie ihr mit euren eigenen Rechnern Podcasts aufnehmen, bearbeiten und verbreiten könnt. Keine Multimedia-Vorkenntnisse notwendig.

 

4.) Swebinar Moderation von Expert Debriefings (2-tägig, Vor-Ort oder Remote)
Neben Corona belasten gerade weitere Krisen die Wirtschaft. Das führt zum Stop einzelner Aktivitäten und zum Zurückfahren der Zusammenarbeit mit Externen. Außerdem erreicht der Demografische Wandel Ende der 20er Jahre seinen Höhepunkt. Alles gute Gründe, sich jetzt mit der Methode Expert Debriefing zur Wissenssicherung bei Mitarbeiterwechseln zu beschäftigen und Prozessmoderator*innen auszubilden. Das Swebinar besteht aus einer Webkonferenz, einem Vorbereitungskurs, einer zweitägigen Praxisausbildung, einem Praxisprojekt und einer Abschluss-Webkonferenz. Dir Praxisausbildung kann in Präsenz, aber auch remote erfolgen.

 

Bei Interesse könnt ihr jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen. Am besten gleich 2-3 Wunschtermin mit angeben, da die Nachfrage aktuell sehr groß ist.

In the rising knowledge society more and more “early movers” produce so called intellectual capital reports (ICR) in addition to their traditional financial reports using methods like WB:Ö, Wissensbilanz made in Germany and InCaS.

To enable all the scientists and practitioners to learn from each other we suggest to upload all existing ICRs (and all the future ones) on scribd.com to get transparency.

How to upload an ICR on scibd.com?

  1. You need to sign up at scribd.com to get a login.
  2. Once you are signed up just login at scribd.com (you will see your username at the upper right if your logged in).
  3. Click on “Publish” in the main navigation bar (green arrow).
  4. Leave the publishing options like they are (Standard/Public) and click on “Publish” (yellow arrow!) to upload your ICR file (e.g. pdf or doc format).
  5. Accept scribd’s policies and make sure that you have the (copy)right to upload the ICR file.
  6. Once the file is processed you get a small form to add some metadata to the file. You should 1.) enter the right title 2.) choose “Government&Organizations” as category 3.) IMPORTANT add at least “icreport” as tag and 4.) enter a proper description (to enable easy finding of the file).
  7. Then click “Save” and your ICR is published.

How do I find ICRs?

There are two ways to monitor available ICRs:

Dieser Blog-Beitrag wurde von der ehemaligen Nutzerin kerstin.buecher verfasst.

Die Metropolregion Nürnberg will familienfreundlichste Wirtschaftsregion Deutschlands werden. Mit der Initiative Familienbewusste Personalpolitik und lokalen Bündnissen für Familie ist die Region bereits auf einem guten Weg. Nun wird sie unterstützt von der Bertelsmann Stiftung, dem Bundesfamilienministerium und dem Forum “Wirtschaft und Infrastruktur” der Metropolregion Nürnberg, die zusammen ein Modellprojekt zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf finanzieren.

Viele Unternehmen in der Region haben bereits ihre Good Practices als Anregung und zur Nachahmung für andere Unternehmen zur Verfügung gestellt. Auch Cogneon leistet einen Beitrag.

Dieser Blog-Beitrag wurde von dem ehemaligen Nutzer marc.nitschke verfasst.

Am Ende der Verhandlung sah es nicht gut aus für das Knollepöckske. Vor fünf Tagen, als die Kirmes (Kirchweih, Schützenfest) begann, war das Knollepöckske, eine zurechtgemachte und angekleidete Strohpuppe als Verkörperung der Kirmes, noch hoch angesehen. Es eröffnete die Kirmes und damit gleichzeitig den “Ausnahmezustand” für das kleine niederrheinische Dorf, in dem ich wohne. Nun war alles vorbei und das Knollepöckske stand vor “Gericht”.

Die Aperitivo-Idee kommt aus Italien und ist dort fester Bestandteil der Kultur geworden. Die Wikipedia schreibt: “Als Aperitivo wird in Italien nicht nur der Aperitif selbst, sondern auch die Gewohnheit bezeichnet, sich abends in den Städten zum Drink in Bars und Kneipen mit Freunden zu treffen, wozu kleine Häppchen gegessen werden”. Man trifft sich im Regelfall zwischen 17:00-21:00 Uhr in seinem bevorzugten “Third Place“…