Learning Mindset 2.0 – auf die Grundannahmen kommt es an! (#CLsprint)

Heute findet der zweite Corporate Learning Sprint der Corporate Learning Community statt. Das Thema ist “Das Mindset von Learning Professionals” und mit diesem Beitrag möchte ich meine Gedanken zum Thema beisteuern.

Im Rahmen unserer Entwicklung von lernOS, einem Organisationssystem für Lernende Organisationen, hat mich Stefan Peter Roos bei einem Mittagessen auf den Dreiklang Mindset, Skillset und Toolset gebracht, der beim Staffing von Startup-Teams verwendet wird. Diesen Dreiklang haben wir in lernOS und unsere Projekte aufgenommen, er hat seitdem eine gewisse Verbreitung in der Community erfahren.

Mindset ist dort definiert als die Haltung, mit der man an Wissen und Lernen herangeht. Das ist aber nicht die einzige Definition. Google übersetzt Mindset mit Denkweise, die Wikipedia mit Mentalität. Carol Dweck, die Autorin von mindset – The New Psychology of Success (Amazon Affiliate Link) versteht Mindset als den Glauben an die persönliche Lernfähigkeit.

Ähnlich wie bei Working Out Loud zielt das meiner Meinung nach sehr stark auf die Disposition und die Verantwortung des Einzelnen. Die Entwicklung einer Lernenden Organisation sollte man aber nicht nur von der Haltung einzelner Personen abhängig machen, sondern auch die Rahmenbedingungen im “System der Organisation” entsprechend anpassen. Als Denkansatz dazu verwende ich gerne das Kulturebenen-Modell von Edgar Schein.

Quelle: File:Schein Ebenen.svg. (2014, September 7). Wikimedia Commons, the free media repository. Retrieved 06:31, April 13, 2018 from https://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=File:Schein_Ebenen.svg&oldid=134074859.

Die Basis (Ebene 3) bilden die Grundannahmen der Akteuere einer Organisation über die Welt und deren Zusammenhänge. Darauf aufbauend (Ebene 2) entstehen kollektive Werte (was ist mir/uns wichtig) und dadurch auch ein “Gefühl für das Richtige”. Daraus entstehen dann Verhaltensweisen, Artefakte, Rituale, Mythen etc. ,  die man beobachten kann (Ebene 1). Dazu gehören beispielsweise Gebäude, Prozesse, Veranstaltungsformate und technische Infrastruktur.

Übertragen auf den CLsprint und Learning Professionals könnte das bedeuten: es geht nicht darum, Werteposter aufzuhängen und über neue Kultur zu sprechen. Mit dem Kulturmodell von Schein im Hinterkopf sind folgende Ansätze erfolgsversprechender:

  • Neue Verhaltensweisen – z.B. alle Trainigsunterlagen offen für alle bereitstellen (Wert: Offenheit), Mitarbeiter in Trainingsentwicklung einbeziehen (Wert: Partizipation)
  • Neue Prozesse – z.B. Onboarding, Flipped Classroom, Lessons Learned als Corporate Learning, Expert Debriefing wenn Mitarbeiter gehen oder die Stelle wechseln, Unterstützung von Communities of Practice
  • Neue Gebäude- und Raumkonzepte – z.B. Kreativräume, Coworking Spaces, Innovationslabore
  • Neue technische Infrastruktur – z.B. Office 365 als Wissensinfrastruktur, Wiki als Wissensbasis, Enterprise Social Networks zum Lernen voneinander (die 20 in 70/20/10)
  • Neue Veranstaltungsformate – z.B. statt nur Trainings auch Barcamps, Hackathons, Booksprints, Fuckup Nights

Viele dieser Ansätze sind in Unternehmen im Ansatz schon vorhanden, werden aber von den Corporate Learning Professionals nicht wahrgenommen, oder – noch schlimmer! – abgelehnt und bekämpft. Hier gilt es, die eigenen Grundannahmen zu hinterfragen Ansätze auf Ebene 1 auszuprobieren. Mit den Praxisbeispielen im Corporate Learning 2025 MOOCathon und der entstandenen Corporate Learning Toolbox haben wir ja schon eine ganz gute Ausgangsbasis geschaffen. Jetzt gilt es, das in die Praxis umzusetzen.

Triaining is for dogs ... Learning is for humans! Fangen wir heute an, ein Corporate Learning 2.0 Mindset zu entwickeln. #CLsprint Klick um zu Tweeten

Was denkt Ihr zu dem Thema? Schreibt es unten in die Kommentare oder beteiligt Euch auf Twitter unter dem Hashtag #CLsprint.

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Am 1. Mai ist Tag der Wissensarbeit und die Cogneon Akademie kommt nach überall

Der 1. Mai 2018 als “Tag der Wissensarbeit” wird für uns in der Cogneon Akademie ein wichtiger Meilenstein unserer Entwicklung werden. In diesem Blog möchte ich die Gründe dafür darlegen.

Am Anfang war das Einzelprojekt

Angefangen bei der Entwicklung der Expert Debriefing Methodik Ende der 1990er Jahre und den EWITA-Projekten bei Audi (EWITA steht für “Entwicklungs-, Wissens-, Informations- und Tutorsysteme Audi) bestand unser Tagesgeschäft bei Cogneon hauptsächlich aus Kundenprojekten in den Bereichen Wissensbewahrung, Wissensinfrastrukturen und Lernenden Organisationen. Gemäß unserer Vision der “Wissensrepublik Deutschland” und unseres Slogans “Wissen muss frei sein!” war uns aber schon immer wichtig, Wissen und gemachte Erfahrungen einer größeren Menge von Personen zur Verfügung zu stellen.

So haben wir im Jahr 2005 unser Wiki Copedia, das bis dahin als Intranet fungierte, mit seinen mittlerweile weit über 1000 Seiten öffentlich im Internet zur Verfügung gestellt. Im gleichen Jahr startete die Veranstaltungsreihe der Knowledge Jams, in der wir ca. 2x pro Jahr Themen aus Praxis mit Impulsvorträgen und Barcamp-Sessions bearbeiten. Am 17. Mai findet zum Thema “Corporate Learning 2025” der inzwischen 30. Knowledge Jam statt.

Benchlearning zum Lernen über die Unternehmensgrenze hinweg

Über Projekte mit Schaeffler, adidas und Audi in den Bereichen Communities, Social Intranet, Enterprise 2.0 und New Work entstand ein enger Erfahrungsaustausch zwischen den Akteuren in diesen Unternehmen. Es war schnell klar, dass jeder Beteiligte schneller vorankommt, wenn man voneinander lernt und nicht alle Entwicklungen, Erfahrungen und Fehler doppelt machen muss. Aus dieser Einsicht entwickelte sich dann 2012 das erste Benchlearning Projekt, damals zum Thema Social Intranet.

Für die Entwicklung einer Lernenden Organisation braucht es Zusammenarbeit auf Augenhöhe von vielen Akteuren und Funktionen im Unternehmen. Klick um zu Tweeten

In einem Benchlearning Projekt tauschen sich je 3-5 Vertreter von ca. zehn Unternehmen über einen Zeitraum von 6-8 Monaten in Feldbesuchen vor Ort und in einer Online-Community virtuell aus. Das besondere: jedes Unternehmen sollte Vertreter aus den Disziplinen IT, HR, Unternehmenskommunikation und Wissensmanagement in das Projekt entsenden. Durch diese Interdisziplinäre Cross-Company-Sicht entsteht ein riesengroßer Lerneffekt für alle Beteiligten. Seither bin ich fest davon überzeugt, dass man eine Lernende Organisation nur im Schulterschluss vieler interdisziplinärer Akteure im Unternehmen über einen langen Zeitraum entwickeln kann. Im Rahmen eines Lego Serious Play Workshops auf dem Enterprise 2.0 Summit habe ich dazu die Idee vom Wissensmanagement als Brückenbauer in einem Lego-Modell gebaut und erklärt:

Konzept Cogneon Akademie Everywhere

Trotz der Aufweitung von Einzelprojekten zu Benchlearing-Projekten hat mich immer noch die Frage umgetrieben, wie man noch viel mehr Menschen für Wissen und Lernen begeistern und mit auf eine lebenslange Lernreise nehmen kann. Hierzu haben wir uns im Frühjahr 2018 hingesetzt und aus einzelnen, schon vorhandenen Bausteinen, ein Gesamtkonzept unter dem internen Projektnamen Cogneon Akademie Everywhere entwickelt. Von unserem Namensgeber, der Akademie von Platon, haben wir das uralte Prinzip des Lernens auf Augenhöhe übernommen.

Das “Everywhere” steht dafür, dass man in Zukunft von überall aus und zu jeder Zeit an den Aktivitäten in und um die Akademie teilnehmen kann. Diese Idee stammt vom Congress Everywhere des Chaos Computer Club, bei der eine ortsunabhängige Teilnahme am Kongress durch Livestreams, IRC-Chat, lokale Orte und die Plattform media.ccc.de ermöglicht wird. Zu den einzelnen Elementen des Konzepts gehört wie schon erzählt eine Online Community, der Knowledge Jam und die KnowTouch, eine Topic Map (früher Cogneon Wissenslandkarte), monatliche Community-Aktivitäten und das lernOS Toolkit.

Im März 2018 haben wir einen Pilotmonat mit 13 Unternehmensvertretern durchlaufen, sehr viel Feedback eingesammelt und jetzt im April in das Gesamtkonzept eingearbeitet. Und so werden wir Anfang Mai mit einem kostenlosen Schnuppermonat starten, in dem wir den Ansatz erklären werden und Ihr die Akademie in Aktion erleben könnt. Ab Juni starten dann auch die kostenpflichtigen Angebote Akademie Plus und Akademie Pro mit exklusiven Leistungen und Vergünstigungen bei bestehenden Angeboten. Zum Schnuppermonat könnt Ihr Euch ab jetzt anmelden, die detaillierten Informationen und Zugänge erhaltet Ihr dann Anfang Mai.

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

New Podcast-Recorder Kid on the Block

Bei unseren Podcast Labs geht es darum, Unternehmen beizubringen, wie Podcasts für den internen Wissenstransfer eingesetzt werden können. Neben den inhaltlichen Formaten geht es dabei natürlich auch um Hardware und Software für das Podcasting. Lange Zeit war der Zoom H6 Audio-Rekorder (Affiliate-Link) zusammen mit Beyerdynamic DT297 Headsets die Standard-Empfehlung. Doch seit kurzem haben wir eine weitere Option mit aufgenommen: den Zoom LiveTrack L12 (Affiliate-Link, Bild: Zoom).

Die Hauptvorteile des Zoom L12 im Vergleich zum H6 sind:

  1. 8 Mono-Kanäle in XLR-Ausführung mit Phantomspeisung und zwei Stereo-Kanäle mit 6,3 mm Klinke (8 Podcaster + 2 Zuspieler sind möglich)
  2. 5-kanaliger Kopfhörer-Verstärker integriert, es braucht keinen separaten Verstärker mehr
  3. Der L12 kann gleichzeitig aufnehmen und als USB-Audio-Interface agieren, d.h. es kann einfach ein Backup für den Notfall erstellt werden

Wir haben die Episode 34 des Podcast Knowledge on Air mit dem L12 aufgenommen, da könnt Ihr Euch die Qualität in Bälde mal anhören. So wie es aussieht werde ich den L12 auch auf das Corporate Learning Camp mitbringen, damit auch dort wieder Podcast-Aufnahmen möglich sein werden.

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Euer Input zur Wissensmanagement-Norm ist gefragt: ISO/DIS 30401 Knowledge Management Systems

Gerade ist in der International Organization for Standardization (ISO) ein Prozess im Gange, um eine Wissensmanagement-Norm mit dem Titel ISO 30401 Knowledge Management Systems – Requirements zu veröffentlicht. Federführend ist das Technical Committee (TC) 260 Human Resources Management. Der aktuelle Status ist “Draft International Standard” (DIS) und es wird über die nationalen Normungsinstitute Feedback eingesammelt. Über die BSI Group kann man den aktuellen Stand einsehen und zu allen Passagen der Norm Kommentare abgeben.

Um Euch ein bisschen neugierig auf die Norm zu machen, hier der Auszug mit den “Guiding Principles”:

  1. NATURE OF KNOWLEDGE: knowledge is intangible and complex. Knowledge primarily originates from human experience and insights.
  2. VALUE: knowledge is a key source of value for organizations to meet their objectives. The determinable value of knowledge is in its impact on organisational purpose, objectives, policies, processes and performance. Knowledge management is a means of unlocking the potential value of knowledge.
  3. FOCUS: knowledge management serves the organizational objectives, strategies and needs.
  4. ADAPTIVE: There is no one knowledge management solution that fits all organizations within all contexts. Organizations may develop their own approach to the scope of knowledge and knowledge management and how to implement these efforts, based on the needs and context.
  5. SHARED UNDERSTANDING: people create their own knowledge by their own understanding of the input they receive. For shared understanding, knowledge management should include interactions between people, using content, processes, and technologies where appropriate.
  6. ENVIRONMENT: knowledge is not managed directly; knowledge management focuses on managing the working environment thus nurturing the knowledge lifecycle.
  7. CULTURE: culture is critical to the effectiveness of knowledge management.
  8. ITERATIVE: implementation of knowledge management should be phased, incorporating learning and feedback cycles.

Klingt doch schon mal gar nicht schlecht, oder? Wenn Ihr Lust und Zeit habt, klinkt Euch gerne in den Feedback-Prozess ein, damit wir am Ende einen tollen Standard für das Wissensmanagement erhalten!

Falls Ihr Euch auch für das Thema Prozessorientiertes Wissensmanagement im Rahmen der ISO 9001:2015 interessiert, dann empfehle ich Euch diese Webinar-Aufzeichnung vom 12.05.2017:

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Podcast-Ideen für unternehmensinternes Podcasting gesucht

So langsam aber sicher kommt das Thema Podcasting auch in Unternehmen an. Vor einiger Zeit hatte ich auf der Subscribe mal eine Session dazu gemacht und im Vorfeld im Bekanntenkreis mal rumgefragt. Die Ressonanz war damals im Vergleich zu heute deutlich kleiner. Ich sehe dafür hauptsächlich drei Treiber:

  1. Smartphones: die Verbreitung dienstlicher Smartphones (hauptsächlich iPhones) nimmt deutlich zu. Waren diese Geräte früher oft Führungskräften vorbehalten, kommen sie jetzt verstärkt in Breite und auf allen Hierarchieebenen.
  2. Multimedia-Portale: über Soziale Intranets und aus dem Corporate Learning heraus getrieben sind Plattformen wie Vimp oder Kaltura in Unternehmen vorhanden. Über den Trend zu Office 365 kommt zusätzlich Office Stream dazu. Die Plattformen sind zwar auf Video ausgerichtet, können aber meist auch mit Audio umgehen.
  3. Pendler: fast 60% der Beschäftigten haben einen langen Anfahrtsweg zur Arbeit (siehe faz-Artikel vom 31.07.2017), Tendenz steigend. In Kombination mit der Podcast-App auf dem Smartphone wird für diese Menschen das Auto oder das Verkehrsmittel zum möglichen Lernort.

Vor einiger Zeit habe ich im Rahmen des Siemens Learning Campus mal einen eintägigen Workshop “Podcast Lab” angeboten. Ziel war, an einem Tag die Konzeption, Aufnahme, Nachbearbeitung und Veröffentlichung einer Podcast-Episode zu durchlaufen, um erste Erfahrungen mit dem Medium zu machen. Anfang Dezember werde ich etwas ähnliches bei Festo anbieten. Um potentielle Podcaster*innen in Unternehmen für Podcasts zu begeistern möchte ich eine Liste mit Format-Ideen erstellen (vielleicht mit einer kleinen Klassifizierung, so ähnlich wie die Blog-Klassifizierung von Ansgar Zerfaß damals). Hier ist die Liste von Gesprächs- und Interview-Formaten (mit öffentlichen Beispielen), die ich in den Workshops aktuell verwende:

  1. Knowledge-Podcasts: Expert*innen zu eine Fachthema reflektieren Wissen, Erfahrungen und neue Erkenntnisse zu ihrem Fachgebiet gegelmäßig in einem Podcast. Beispiel: Open Science Radio.
  2. Research-Podcast: externe und interne Forschung hat einen hohen Stellenwert in wissensintensiven Unternehmen. ImmPodcast werden Forschungsergebnisse kurz und knapp vorgestellt und somit Neugier für die jeweilige Forschung geweckt. Beispiel: Methodisch Inkorrekt.
  3. Schulungs-Podcast: die “Redepassagen” aus Schulungen werden aufgezeichnet und als Podcast veröffentlicht. Sie können somit als Audio-Dokumentation und in Flipped-Classroom-Szenarien verwendet werden. Beispiel: Opel Podcasts in der Vertriebsschulung.
  4. Kampagnen-Podcast: in vielen Unternehmen gibt es Kampagnen, die eine große Mitarbeiteranzahl erreichen muss (z.B. neue Strategie, Software-Rollout). Im Podcast wird regelmäßig über Stand und Hintergründe gesprochen. Beispiel: Siemens Podcast in Friday.
  5. Meetup-/Speaker-Series-Podcast: in Unternehmen gibt es eine vielzahl von regelmäßigen Vortragsveranstaltungen (z.B. Wissenschaft im Dialog bei Audi). Das Tonsignal der ohnehin vorhandenen Mikrofone kann aufgezeichnet und als Podcast bereitgestellt werden. Beispiel: TED Talks audio.
  6. Konferenz-Retrospektive-Podcast: sowohl externe als auch interne Konferenzen Unternehmen eine Rolle. Aber nicht alle Mitarbeiter können alle Konferenzen live miterleben. Eine Gruppe Podcaster lässt die Konferenz Revue passieren. Beispiel: WikiStammtisch Episode 70 über die Wikimania 2017.
  7. Executive-Podcasts: Führungskräfte sprechen über ihre strategischen Themen im Podcast. So können Mitarbeiter, die mit den Führungskräften nur selten in direktem Kontakt sind, an deren Gedankengängen teilhaben. Beispiel: Extraordinary Happens Podcast von Mark King (President adidas Group Nordamerika).
  8. Lessons-Learned-Podcast: Projektabschlussberichte mit Lessons Learned werden selten brauchbar verfasst und noch seltener in neuen Projekten systematisch verwendet. Projektteilnehmer können bei Meilensteinen und dem Projektende zusammenkommen und Erfahrungen zusammentragen.
  9. Expert-Debriefing-Podcasts: wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, geht auch deren Wissen. Es wird eine Wissenslandkarte des Mitarbeiters erstellt und über alle Wissensgebiete gesprochen.
  10. Hot-Topic-Podcast: Mitarbeiter müssen regelmäßig über Hintergründe zu strategischen Themen und anderen Hot Topics informiert werden (z.B. Diversity, Elektronobilität, neue Standorte, Compliance). Beispiel: Logbuch:Netzpolitik.

Frage: Welche Formate fallen Euch noch ein? Mit welchen Formaten habt Ihr unternehmensintern gute Erfahrungen gemacht?

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

12 Years of Working Out Loud – an overview of my repositories (#wolweek)

We are in the middle of the international Working Out Loud Week (#wolweek) which takes place from 13th to 18th of November 2017. I want to use this occasion to finish a task that’s in my task manager for a long time: “create an overview of repositories where I make my work visible”. The idea for that task came from the 2010 definition of WOL by Bryce Williams.

 

Working Out Loud = Observable Work + Narrating Your Work

 

The journey to making my work visible and talking about it began in 2005 when we at Cogneon decided to make our wiki, which was our intranet before 2005, openly accessible to anyone under a Creative Commons License. For a long time I was a member of the open source community and was convinced that open access to knowledge and content is a basic success factor for our society. From that starting point I added a lot of repositories to show my work an narrate it:

 

 

For all these repositories I made a table with a short description, the number of items and links. I think in the future I will go through the repositories an check if I can switch more licenses from proprietary to CC BY (e.g. YouTube videos).

RepositoryDescription# of items
BlogWe started our Blog in 2004 with the switch from a Microsoft Frontpage website to the open source drupal system. Later on we switched to wordpress. Both platforms are open source. The blog content is under CC BY license.289 blog posts
WikiIn 2005 we opened our intranet for the public. To do that we had to remove all critital content (e.g. customer information). The wiki is based on Mediawiki. The wiki content is under CC BY license.1098 articles, 530 images
SlideshareIn 2006 I began to publish slides on slideshare (e.g. conference presentation on knowledge retention method Expert Debriefing). I published the first slides with the simon.dueckert account until we switched to cogneon.107 slide decks
TwitterIn 2007 I posted my first tweet with my account @simondueckert. Via the bio text I declared that all tweets are under CC BY license.10.600 tweets
YoutubeIn 2011 we ran a “Web 2.0 Driving License” Mini-MOOC and published the videos in the youtube.com/cogneon channel. Since then we tried to record talks and workshops and put the videos there.70 videos
FlickrSince our first Knowledge Jam in 2005 we collected fotos of events and flipcharts on our fileserver but we never published it. In 2012 we startet our Flickr Account with albums for our major events.1.600 images
Podcast(s)Since I often drive to Ingolstadt I often called my friend Ulrich Schmitt and we talked about knowledge management. One day we had the idea to record that as podcast and started the Knowledge On Air podcast (KOA). In the 2013 Management 2.0 MOOC we recorded the friday livesessions (Google Hangout) and published them as podast. This was the beginning of the Management 2.0 podcast (M2P).32 KOA episodes, 31 M2P epidsodes

Right now we are about to migrate a lot of content from our internal fileserver and media server to Office 365. In this process we find a lot of content (slides, conceps, images, videos) that we will publish in the future as well. Happy WOLweek!

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Enterprise Messaging im Mainstream angekommen

Als wir 2012 unser erstes Benchlearning Projekt mit dem Titel „Soziale Intranets“ gestartet haben, war ein Ergebnisse aus einem Teilprojekt die Enterprise 2.0 Flower (s.a. Enterprise 2.0 in Copedia und blp12 Abschlussbericht). Inspiriert durch das Social Media Prism zeigte sie die Kategorien Sozialer Software, die in den Unternehmen damals relevant waren (Soziale Netzwerke, Weblogs, Wikis, Redaktionelle Intranets (CMS), Suchmaschinen, Videoportale, Dashboards/PIM, Groupware).

Auch wenn sich die wichtigsten Akteure im Inneren der Blume etwas verändert haben, stimmen die acht Kategorien meiner Meinung nach im Wesentlichen noch. Aber ein „New Kid on the Block“ gibt es: Enterprise Messenger. Unter einem Enterprise Messenger (EM) verstehe ich – ähnlich wie bei Enterprise Blogs, Enterprise Wikis und Enterprise Social Networks – Instant Messenger (IM), die besonders für den Einsatz im Kontext von Unternehmen geeignet sind.

Die Liste von Instant Messengern ist lang, doch in der Praxis kommt nach meiner Beobachtung nur eine überschaubare Anzahl von Produkten zum Einsatz. Ich zähle hier erweiterte SMS-Dienste wie iMessage oder eher privat genutzte Messenger wie WhatsApp nicht dazu, auch wenn diese in der Praxis durchaus eine Rolle spielen (WhatsApp dürfte einer der häufigsten genutzte Dienst kn der „Schatten-IT“ sein). Meine Top 5 EM‘s (Reihenfolge alphabetisch):

  1. Hipchat: Hipchat unterstützt Gruppenchats, Videochats und Bildschirmübertragung. Zunächst unabhängig wurde Hipchat 2012 von Atlassian (den Machern von Jira und Confluence) übernommen.
  2. Skype for Business: Skype4B (früher Lync) ist eigentlich eher eine Web-/Telefon-/Videokonferenz-Software, aber mit Chat-Funktion. Darüber hat es eine weite Verbreitung in Unternehmen. Mit Skype Live-Meeting lassen sich Konferenzen an bis zu 10.000 Teilnehmende streamen.
  3. Slack: erster Messenger, der intensiv auf Integration externer Dienste wie Github, Dropbox und Trello gesetzt hat. Slack unterstützt mehrere „Workspaces“ (wie Gruppen bei Facebook), Workspaces können durch „Channels“ strukturiert sein. das Beitragsbild dieses Blogs stammt aus einer einseitigen Slack-Anzeige im Handelsblatt.
  4. Teams: Microsoft Teams ist ein recht neues Produkt aus dem Hause Microsoft und Bestandteil von Office 365. In der grundsätlichen Nutzung erinnert es stark an Slack. In Teams können verschiedene Dienste aus Office 365 und dem Internet integriert werden.
  5. Threema: Threema ist ein Messenger aus der Schweiz, der besonders auf Sicherheit durch Schlüsseltausch per QR-Code und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung setzt. In Threema sind Gruppen mit bis zu 50 Personen möglich. Mit Threema Work lässt sich der Messenger in MDM-Systeme integrieren.

Wie sieht das in Euren Organisationen aus? Teilt Ihr die Beobachtung der Beduetungszunahme von Enterprise Messengern? Welche werden eingesetzt und wofür? Wis stehen die Messengern zu anderen Tools aus der Enterprise 2.0 Flower?

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Wikidata – wie aus strukturierten Daten Wissen werden kann

Vom 28.-29. Oktober 2017 fand in Berlin die erste WikidataCon in Berlin statt. Anlass war das 5-jährige Bestehen des Projekts. Wikidata ist ein Schwesterprojekt der Wikipedia, das sich mit der Erfassung und Organisation von strukturierten Daten rund um die Wikipedia beschäftigt.

Zwei wichtige Anwendungsfälle sind der schnelle Aufbau von Basisinformationen (in Form der Infoboxen und „ArticlePlaceholder“) in „kleineren Versionen“ der Wikipedia und die Möglichkeit von komplexen Suchanfragen z.B. Mit SPARQL (aktuell ca. 8,5 Mio. Abfragen/Tag). So können z.B. alle Städte ab einer bestimmten Einwohnerzahl mit weiblichen Bürgermeistern sehr schnell ermittelt werden. In ihrem Vortrag Wikidata: State of the Project gibt die Lydia Pintscher, die Produkmanagerin von Wikidata, einen tiefen Einblick in das Projekt:

Einige Informationen und Links zu Themen, die Lydia in Ihrem Vortrag anspricht:

Dank @c3voc gibt es die Vorträge der WikidataCon auch wieder als Aufzeichnung. Außerdem hat sich der Chaosradio Podcast in der Episode 240 ausführlich mit der Geschichte von Wikidata beschäftigt. Zu den Anfangsideen gibt es auch noch den CRE Podcast Episode 205 mit Jens Ohlig.

P.S.: schmunzeln muss ich, dass auch in diesem Kontext die Trennlinie zwischen Daten, Information und Wissen nicht sauber gezogen ist („data items“ vs. „knowledge base“). T.D. Wilson ist also immer noch aktuell (s.a. T.D. Wilson: The Nonsense of Knowledge Management)!

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Die 3. Podcasting Welle – warum Audio der Text der mobilen Generation ist

Am Wochenende fand mit der Subscribe 9 die halbjährliche Podcasting-Konferenz mit Barcamp beim Bayerischen Rundfunk in München statt. Das Programm der zweieinhalb Tage war wieder dicht gepackt mit Vorträgen und Workshops und dank des Video Operation Center des Chaos Computer Club (@c3voc) gibt es alle Vorträge auch online zum nachsehen.

In seiner Keynote am Freitag hat Tim (@timpritlove) schön beschrieben, warum wir uns aktuell in der dritten Welle des Podcasting befinden. Die erste Welle begann 2005, als Apple Podcasts zusammen mit dem iPod (daher auch der Name PODcast) in das Zentrum der Aufmerksamkeit gestellt hat. Die zweite Welle hat Tim im Zeitraum 2008-2011 verankert. Sie ist gekennzeichnet durch die Verbreitung von Smartphones, die Verfügbarkeit von schnellem Internet auf Smartphones und die Trennung der Medien Audio und Video (Stichwort YouTube). Die dritte Welle startete dann 2016/2017. In ihr wird der Nutzen des Mediums Podcast erst so richtig erkannt, es gibt sichtbare Leuchtturm-Projekte (Serial Podcast) und ein tieferes Verständnis für das Medium Podcast entsteht. Dazu gehören nach Tim insbesondere die Faktoren Persönlichkeit, Communities, Kommentar-Kultur sowie die Tatsache, dass Podcast das am besten parallel zu nutzende Medium ist (beim Bügeln, Kochen, Spazieren, Reisen, Pendeln).

Der zweite Vortrag von Sven (@graphorama) hatte den Titel Influencer A – Anstecken am Social Web. Darin zog er die Parallele zwischen Podcaster*innen und anderen Content Creators wie z.B. YouTuber und Instagrammer. Seine provokante These: Wir sind gar keine Podcaster*innen, wir sind Audio Creators. Und als solche dürfen wir nicht nur in unserem Medium, sondern müssen auch transmedial denken. Andere Medien wie YouTube und Instagram sollten wir in die Verbreitung unserer inhaltlichen Botschaften und die Erreichung unserer Zielgruppe einbeziehen. Wie an vielen anderen Stellen der Subscribe 9 war auch ihm das Digitale Storytelling über verschiedene Medien hinweg sehr wichtig (s.a. Transmediales Erzählen).

Die Subscribe war ursprünglich der Treffpunkt einer Community von Leuten, die privat oder im Kontext kleiner Unternehmen Podcasts erstellen und veröffentlichen. Doch seit einigen Jahren kommen immer mehr Akteure aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk wie beispielsweise dem Deutschlandfunk oder dem Bayerischen Rundfunk zu der Veranstaltung. Interessant fand ich den Vortrag BR Podcasts – Hinter den Kulissen, in dem Christoph und Eric mal die Geschichte des Relaunch der BR-Podcast-Webseite erzählen (geplant für Ende 2017). Eine ähnliche Überarbeitung werden in den kommenden Jahren sicherlich auch die bestehenden “Medienportale” in Unternehmen erfahren.

Neben dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk scheinen sich auch Verlage zunehmend mit dem Medium Podcast zu beschäftigen. Bekannte Beispiele sind der Spiegel (Spiegel Online Podcasts), Zeit (Zeit Online Podcasts), die c’t (c’t Uplink), t3n (Filterblase) und der Harvard Business Review (HBR IdeaCast). Luca Caracciolo erklärt in seinem Vortrag Community, Brand, Persönlichkeit – Warum t3n Podcasts macht sehr schön, wie der Verlag Podcasts als auditive Erweiterung des Print-Magazins versteht. Schönes Zitat im Vortrag auch die Aussage des Chefredakteurs der Rheinischen Post, der Audio als Text der mobilen Generation bezeichnet.

Ich denke in den kommenden Jahren werden wir in Unternehmen ähnliche Tendenzen der Nutzung von Podcasts zur Verbreitung von Wissen sehen. Zwei wichtige Handlungsfelder sind in meinen Augen die Unternehmenskommunikation (z.B. Kampagnen, Podcasts zu erklärungsbedürftigen Strategie-Themen wie Digitalisierung) und die Weiterbildung (Flipped-Classroom-Ansätze, Mitarbeiter-schulen-Mitarbeiter, Lessons-Learned-Podcasts). Zum Einsatz von Podcasts in Lehr- und Lernprozessen empfehle ich auch den Vortrag Mehr als nur Hören – Podcasts in Schule und Unterricht von Lothar.

Auch der Ansatz, Working Out Loud nicht nur über interne Tweets in Kurzform, sondern über Podcasts in Langform zu praktizieren, ist ein vielversprechender Ansatz. Die Verbreitung von Smartphones in Unternehmen wird immer besser (siehe z.B. Smartphone-Initiative von dm) und im Gegensatz zu Video ist für die Mitarbeiter der Einarbeitungs- und Produktionsaufwand viel geringer. Ich habe beispielsweise im Siemens Learning Campus letztes Jahr mal einen eintägigen Workshop mit dem Titel “Podcast Lab” gehalten. Die Teilnehmer*innen sahen sich nach diesem einen Tag schon in die Lage versetzt, ihre eigenen Podcasts in Lernkontexten zu verwenden. Im Online-Forum Sendegate gibt es einen Beitrag zu Corporate Podcasting, wer sich für das Thema interessiert, kann sich dort gerne einklinken.

Also: Podcast Out Loud!

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

5 Methoden, die Wissensarbeiter*innen kennen sollten!

Update 04.11.2017: auf Basis der Kommentare unten habe ich am Ende des Blogs eine Methodenliste kuratiert, die ich später noch in einer kleinen Umfrage bewerten lassen und dann zur ersten Version der Top 20 LernOS Apps verwenden möchte.

Ich bin aktuell in einem Working Out Loud Circle und meine Hausaufgabe aus Woche 9 ist, ein Blogbeitrag im Format Listicle zu verfassen und darin einige wertvolle Ressourcen zu listen. Da mein WOL-Ziel mit dem Aufbau eines Methodenpools in einem internen Wiki zu tun hat, stelle ich im folgenden kurz meine Top-5-Methoden für Wissensarbeiter*innen vor und verlinke meine wichtigsten Quellen dazu:

 

  1. Getting Things Done: Getting Things Done (GTD) ist eine Methode zur Selbstorganisation von Wissenarbeiter*innen. Sie geht davon aus, dass der Arbeitsalltag durch “Stuff” gestört wird, der intelligent organisiert werden will. Im Getting Things Done Podcast spricht Erfinder David Allen über viele Details.
  2. Memex: die Idee des Memex stammt von Vannevar Bush aus dem Jahr 1945. Es handelt sich um die Idee eines “Memory Extender”, der Daten und Inhalte speichert und abrufbar bereithält. Früher habe ich ein persönliches Wiki auf Basis von TiddlyWiki als Memex verwendet, heute spielt diese Rolle OneNote.
  3. Community of Practice: Eine Community of Practice (CoP) ist nach Etienne Wenger eine Gruppe von Personen mit einem gemeinsamen Interesse, die durch regelmäßige Interaktion voneinander lernt. Wenger stellt mit dem Artikel CoP – A Brief Introduction und dem CoP Quick Start-up Guide einen guten Einstieg zur Verfügung.
  4. Wissenslandkarte: eine Wissenslandkarte ist eine graphische Darstellung von Wissensgebieten und deren Zusammenhängen. Am einfachsten kann man Wissenslandkarten in hierarchischer Form mit einer Mind-Mapping-Software wie MindManager, XMind oder Freemind erstellen.
  5. Working Out Loud: mit Working Out Loud kann man sich sein eigenes Netzwerk strategisch so aufbauen, dass man die eigenen Ziele besser erreicht, als alleine (wer alleine arbeitet addiert, wer gemeinsam arbeitet multipliziert). Die Anleitung in Form der WOL Circle Guides sind frei verfügbar.

Was sind die Top 5 in Eurer Werkzeugkiste? Schreibt sie einfach unten in die Kommentare! Gerne auch nur als kurze Liste ohne große Erläuterung.


Kuratierte Methodenliste (siehe Update oben):

  1. Barcamp
  2. Brainstorming
  3. Brainwriting
  4. Community of Interest
  5. Community of Practice
  6. Dateisystem
  7. Enterprise Social Network (intern)
  8. Fragetechnik
  9. Getting Things Done
  10. Meetup
  11. Memex (OneNote)
  12. Microblog (Twitter)
  13. Mind Map
  14. Podcast
  15. Seek > Sense > Share
  16. SMART (Zielmanagement)
  17. Social Bookmarks (pinboard.in)
  18. Soziales Netzwerk (extern)
  19. Tagging
  20. Texteditor/-verarbeitung (Etherpad, Word, OpenOffice)
  21. Weblog
  22. Wissenslandkarte
  23. Working Out Loud
  24. World Cafe

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.