Die 75. Ausgabe unseres Keep Calm & Learn On Newsletters ist erschienen. Aus der Einleitung:

Gerade findet ein #TwitterExodus in Richtung Mastodon, einem verteilten sozialen Netzwerk statt. Um den Einstieg zu erleichtern machen wir das zum Thema beim 38. KnowledgeJam am 25.11.2022 in der Cogneon Akademie in Nürnberg. Außerdem in diesem KCLO: natürlich wieder ein Workhack.

Ihr findet den Newsletter wie immer im Archiv, für zukünftige Ausgaben könnt ihr euch auf der Startseite unten anmelden.

Auf Twitter bin ich seit September 2007 aktiv. Es war für mich immer ein Ort für Austausch, neue Begegnungen und für das Lernen. Jetzt hat Elon Musk Twitter gekauft und die letzten Tage dort kann man mit Massenentlassung und erratischen Ankündigungen wohl zurecht als chaotisch bezeichnen.

Die Prognosen sehen auch nicht sonderlich gut aus. Musk hat Twitter schon für Wahlempfehlung zu den Midterms verwendet und Leute gebannt, die sich über ihn lustig gemacht haben. Der blaue Haken (Twitter Blue) wird in Zukunft $ 8,-, wenn man ihn nicht hat, wird die eigene Reichweite ausgebremst. Auch mit blauem Haken wird die Werbung nur zur Hälfte verschwinden.

Deswegen bereite ich mich -mit einem lachenden und einem weinenden Auge- schonmal langsam auf den Umzug in Richtung Fediverse, insbesondere Mastodon vor. Ein Konto auf der Instanz chaos.social des Chaos Computer Clubs habe ich schon seit 2018. Dort bin ich jetzt aktiver geworden. Einige Informationen und Erfahrungen von meinem :

  • Viele Infos und Links, die ich hilfreich fand, habe ich auf der COPEDIA-Seite zu Mastodon gesammelt
  • Neben der normalen Timeline (Startseite) gibt es auf Mastodon noch eine lokale Timeline und eine föderierte Timeline, über die man oft auf interessante Themen stößt.
  • Auf dem iPhone nutze ich die App Metatext, auf dem Desktop den Browser
  • Mit Fedifinder habe ich ermittelt, welche Personen, denen ich auf Twitter folge, schon auf Mastodon sind
  • Mit dem Mastodon Twitter Crossposter habe ich eingestellt, dass meine Tröts aus Mastodon auch als Tweets auf Twitter erscheinen (nicht die Antworten und die Boosts). Mein Twitter-Konto lösche ich vorerst noch nicht, werde dort aber seltener nachsehen.
  • In meinen WordPress-Blogs habe ich das Plugin ActivtityPub installiert, damit man dem Blog auch im Fediverse folgen kann (z.B. diesem Blog über @simon.dueckert@cogneon.de)
  • Mit dem Umzug der geschäftlichen Konten warte ich noch, bis Nextcloud mit dem Update der Social App auch den ActivityPub-Standard unterstützt und damit mit Mastodon kompatibel ist.
  • Um in Zukunft ein paar Bilder aus der Cogneon Akademie zu veröffentlichen, habe ich das Konto @cogneon@pixelfed.de angelegt. Pixelfed ist die Instagram-Alternative im Fediverse.
  • Für den Podcast lernOS on Air habe ich ein Konto auf podcasts.social angelegt.

Wer mag, kann mir gerne von jeder beliebigen Mastodon-Instanz aus unter @sdueckert@chaos.social folgen.

CU in the Fediverse

Vor einigen Tagen hat John Stepper in seiner Working Out Loud (#wol) Community Änderungen an den Nutzungsbedingungen der Working Out Loud Circle Guides (#wolcg) angekündigt. Unbestritten, das Lernprogramm der Circle Guides ist sehr gut und hat schon vielen Menschen bei den ersten Schritten in die digital-vernetzte Welt des 21. Jahrhunderts geholfen. Auch klar: WOL in die Breite zu bringen ist John's Beruf und er muss damit Geld verdienen.

Die Änderung der Terms of Use in Richtung Geschlossenheit und Kommerzialisierung fühlt sich für mich aber nach einem weiteren Schritt an, rund um die WOLCG eine Atmosphäre zu schaffen, die nicht zum Kern des Themas passt. Ungefähr so, wie wenn man ein Lernprogramm zu Nachhaltigkeit anbieten würde, aber alle Teilnehmer_innen mit dem Privatjet einfliegt. Aber fangen wir mal ganz vorne an.

Die Wurzeln von Working Out Loud (WOL)

Die Ursprünge von Working Out Loud habe ich ausführlich in unserem Wiki beschrieben. Die Kurzfassung: der Begriff taucht erstmals 2006 im Blog Thinking and Working Out Loud von Glyn Moody auf. Dort beschreibt Glyn, wie ein offener Blog ihm dabei hilft, aufgenommenes Wissen zu "verdauen", zu verstehen, in einen Kontext zu setzen und ihn über die offene Verfügbarkeit der Inhalte quasi ganz nebenbei anderen zur Verfügung zu stellen. Man könnte das als Lernen durch Lehren bezeichnen, mit der Wissensteilung als Abfallprodukt.

Dave Winer weist in seinem Blog Narrate Your Work 2009 darauf hin, dass es bei der eigenen Wissensarbeit auch wichtig ist, über die eigene Arbeit zu erzählen (neudeutsch könnte man von "Storytelling" sprechen). Es ist nicht nur wichtig, dass andere wissen, woran man arbeitet, sondern auch, wo es Probleme gibt und was nicht funktioniert hat. Dave nennt Microblogs (Twitter) als wichtiges Tool dafür.

Angeregt durch den Blog Managing the visibility of knowledge work von Jim McGee schrieben Brian Tullis und Joe Crumpler 2010 ihren Beitrag Observable Work: The Taming of the Flow. Darin beschreiben sie, welche Rolle Plattformen wie SharePoint oder Jive dabei spielen können, Wissensarbeit von Anfang an sichtbar zu machen. Diesen Prozess hat Greg Lloyd in seinem Blog Enterprise 2.0 and Observable Work als "observable work" (#owork) bezeichnet hat.

Auf Basis dieser Vorarbeiten hat dann Bryce Williams in seinem Blog When will we Work Out Loud? Soon! im Jahr 2010 die Definition von Working Out Loud als Observable Work + Narrating Your Work (für mich nach wie vor die beste Definition). WOL ist also das sichtbar machen der eigenen Arbeit, das Erzählen darüber mit Hilfe von Tools wie Blogs, Microblogs, Wikis und Sozialen Netzwerken sowie der Aufbau eines persönlichen Netzwerks, das an der eigenen Arbeit interessiert ist und das einem bei Fragen und Problemen helfen kann.

Die Working Out Loud Guides (WOLCG)

Die heutigen Working Out Loud Circle Guides entstanden im Rahmen der Einführung von Jive als Enterprise Social Network (ESN) bei der Deutschen Bank. Zunächst als klassisches Seminar angelegt entwickelte sich der Inhalt Schritt für Schritt in Richtung eines 12-wöchigen Lernprogramms. John griff die Idee der LeanIn Circles (Frauennetzwerk zur persönlichen Entwicklung) von Sheryl Sandberg auf, um kleine Lerngruppen von 4-5 Personen das Lernprogramm gemeinsam durchlaufen zu lassen.

Ab August 2015 standen die WOLCG mit der Version 3.01 erstmals auch im Internet bereit. Zunächst ohne Lizenzvermerk erhielten sie von Version 3.5 (Mai 2016) bis Version 4.51 (Februar 2018) die Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0. Das ist eine vergleichsweise geschlossene Lizenz, die keine kommerzielle Nutzung und keine Bearbeitung zulässt. Anders als manchmal behauptet, waren die WOLCG nie Open Source, weil zu keinem Zeitpunkt bearbeitbare Quellen vorlagen (s.a. Open Definition).

Mit der Version 5 (März 2019) wurde die Creative Commons Lizenz entfernt und ein normaler Copyright-Vermerk eingefügt. Die Speicherung dieser Version in einem Intranet war aber noch erlaubt. Das änderte sich dann mit der Version 6, die die Ablage der WOLCG im Intranet explizit untersagt. Die persönliche Nutzung der Guides ist in Version 6 noch erlaubt.

Bei den aktuelleren Version des WOLCG gibt es meines Wissens nach keine nach außen sichtbare Versionierung mehr (kann man die aktuelle Version als 7 bezeichnen?). Im Jahr 2018 erschien das Working Out Loud Circle Journal, 2020 dann das Working Out Loud Circle Workbook. Das Circle Workbook gibt es aber nicht mehr als PDF oder Buch offen zu kaufen, sondern nur noch in einer Flipbook-Version online.

Ich hatte mal einen Versionsvergleich der Versionen 4.51 bis 7 gemacht. Über die Versionen hat sich das Design und das Format (PDF->Flipbook) stark verändert. Natürlich haben sich auch einige Übungen und Links verändert, die Grundstruktur des Lernprogramms ist aber seit Version 4.51 recht stabil geblieben. Da die Version 4.51 in sehr vielen Sprachen und der Creative Commons Lizenz verfügbar war, habe ich diese bei uns im Wiki mit Links auf archive.org archiviert, eine weitere Quelle ist das WOL.wiki von Magnus Rode (wichtig: falls ihr in den alten Versionen auf kaputte Links stoßt, müsst ihr euch die selber raussuchen :-)

Die Depublikation des WOL Blogs

Letzte Woche hat dann mein Linkchecker-Tool gemeldet, dass Links auf "workingoutloud.com/blog/..." nicht mehr funktionieren. Eine kurze Recherche ergab, das John seine Webseite neu gestaltet hat (sieht sehr schick aus) und dabei aber die über 400 Blogs offline genommen hat. Ich dachte zunächst, das sei ein technischer Fehler, aber es scheint wohl so, dass der Blog offline bleibt. Nicht gut.

Wie kann man mit einem WOL Mindset auf so eine Idee kommen? In dem Blog ist ein großer Teil der "Narration", wie es zu den WOLCG kam und welche Einflüsse und auch Fehltritte es gab. Es gibt vom W3C die schöne Regel Cool URIs don't change, die sollten alle Blog-Betreiber_innen beherzigen. Jetzt laufen viele Links auf Webseiten, Blogs und Intranets ins Leere und viele Inhaltsverantwortliche müssen Frage beantworten, warum denn die Links nicht mehr funktionieren. Auch nicht gut.

Glücklicherweise gibt es einen recht einfachen Weg, die Blog-Inhalte zumindest in das persönliche Archiv zu bringen. Der Dienst archive.org archiviert alle Seiten im Internet. Mit dem Ruby-Skript wayback-machine-downloader kann man sich ganze Websites von archive.org ziehen. Eine Befehlszeile und wenige Minuten später hat man alle Inhalte des Blogs auf seiner Festplatte liegen (wichtig: die darf man aus Urheberrechtsgründen natürlich NICHT im Internet veröffentlichen). Falls Interesse besteht, dass ich zeige wie das geht, kann ich gerne mal eine Session dazu machen.

Die neuen WOLCG Terms of Use

Die gerade angekündigten neuen Terms of Use (ToU) lassen die Verwendung der WOLCG Guides außerhalb von WOL Programmen oder Lizenzen jetzt überhaupt nicht mehr zu:

Effective February 15, 2022, access to WOL Workbooks will only be offered as part of a WOL program or license.

Es soll zwar immer wieder offene Programme und Pro-Bono-Lizenzen geben, aber die selbstgesteuerte Verwendung der WOLCG in einem Circle ist ab jetzt nicht mehr möglich. Für Unternehmen gibt es zwar über das WOL Circles Programm die Möglichkeit, die Inhalte für interne Nutzung zu lizensieren, mit einem Einstiegspreis von € 5.000,-/Jahr für 25 Personen dürfte aber die Einstiegsbarriere insbesondere für Graswurzelbewegungen sehr hoch liegen (Vergleich: Kauf eines 200-seitigen Buchs für € 200,-).

Das schrittweiße Schließen des WOLCG-Ansatzes zusammen mit der Depublikation der Blogs und den neuen Terms of Use hat mich zu der Phrase "Rolle Rückwärts" im Titel dieses Blogs bewogen, denn in Bezug auf die ursprüngliche Idee von Working Out Loud werden da nach meinem Gefühl (und jeder kann dazu gerne andere Gefühle haben) einige der WOL Werte nicht mehr gelebt (z.B. Visible Work, Growth Mindset->Develop an open curious approach). Aber wie Katha ganz richtig auf Twitter schreibt, die WOLCG sind John's Baby und er muss entscheiden, wie er es aufzieht. Auch wenn das nicht allen von uns passt.

Der offene Weg von lernOS & Co.

Ich selber war in der WOL Bewegung ja auch von Anfang an mit dabei. Nach vielen eigenen Zirkeln hatte ich versucht unter dem Label WOL+ meine Ideen und Verbesserungsvorschläge zum Lernprogramm in die Community einzubringen (s.a. Blogs zu WOL+ Canvas oder WOL+ - What happens after a WOL Circle?).

John bat mich damals allerdings, den Begriff WOL nicht dafür zu verwenden, da er von ihm geschützt und seinen eigenen Inhalten vorbehalten ist. Von der Session "In Search of a WOL Business Model" auf dem Knowledge Jam am 24.11.2016 bis zu einer Videokonferenz mit John im Juni 2018 habe ich immer wieder versucht, John von den Vorzügen eines offenen Geschäftsmodells im Stile von WordPress & Co. zu setzen. Leider ohne Erfolg.

Die Bemühungen habe ich dann wegen geringer Aussicht auf Erfolg eingestellt und unsere bis dahin erstellten WOL+ Inhalte in die Entwicklung des lernOS für Dich Leitfadens einfließen lassen. Dort haben wir zunächst im Lernpfad "Offenheit & Vernetzung" (ursprünglich noch WOL Lernpfad genannt) die Übungsfolge aus den WOLCG leicht modifiziert nachgebildet, den Lernpfad dann aber nach und nach an die ursprünglichen Ideen zu Working Out Loud wie oben beschrieben angepasst.

Der lernOS für Dich Leitfaden steht -wie alle anderen lernOS Leitfäden auch- unter der sehr offenen Creative Commons CC BY Lizenz. D.h. ihr könnt die Inhalte verwenden (auch kommerziell), verändern und natürlich auch in euer Intranet kopieren. Alle Inhalte (auch Grafiken) sind auf GitHub in bearbeitbaren Formaten vorhanden. Wenn ihr uns nicht traut? Kein Problem, ihr könnt euch die Releases als ZIP-Dateien herunterladen oder die Repos forken. Sollten wir die lernOS Inhalte mal depublizieren, habt ihr eure eigenen Kopien. Aber das werden wir nicht.

Kleiner Veranstaltungshinweis noch am Ende: auf der lernOS Convention am 05./06. Juli 2022 (#loscon22) werden wir ein Inhaltspakete vorstellen, mit dem man eine lernOS Anlaufstelle im eigenen Intranet (z.B. SharePoint Online Websites, Confluence) schaffen, das selbstorganisierte Lernen in Learning Circles fördern und eine Community dazu aufbauen kann. Auf der loscon22 werden wir natürlich auch über WOL und das WOL Circle Workbook sprechen. Alle Anwender_innen der WOLCG (egal welcher Version) sind herzlich willkommen. We're open, all creatures welcome!

KEEP CALM & LEARN ON!

Am 22. September 2005 fand, damals noch in unseren Räumlichkeiten in Erlangen, der erste Cogneon Knowledge Jam (CKJ) statt. Ich hatte kurz davor von einer Veranstaltung mit dem Namen "Lexthink! No Agenda. No Powerpoint. No Kidding." in USA gelesen und fand den Ansatz der selbstorganisierten Programmerstellung gemeinsam mit den Teilnehmer_innen super. Das Thema des ersten Jams war "Wikis" und wir haben uns mit der Übertragung des Wiki-Ansatzes der Wikipedia in Organisationen beschäftigt, weil das gerade in den Wissensmanagement-Projekten bei Schaeffler und bei 3SOFT (heute Elektrobit) Thema war.

In den folgenden Jahren haben wir dann immer 2-3 Knowledge Jams pro Jahr zu aktuellen Themen des Wissensmanagements angeboten. Das Format war meist so wie bei heutigen BarCamps: Tln. schlagen Themen vor, die dann auf einen Sessionplan übertragen wurden. Einige Jams haben wir auch dafür verwendet, eine konkrete Methode in Tiefe auszuprobieren (z.B. Design Thinking oder Lego Serious Play).

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Durch die Vielzahl anderer offener Formate, die wir von Cogneon angeboten haben (z.B. KnowTouch, lernOS Convention) oder an denen wir beteiligt sind (z.B. Corporate Learning Camp, Knowledge Camp) sind die Jams ab 2018 etwas eingeschlafen. Das fand ich eigentlich schon immer schade, weil die Sessions fast immer interessant und spannend waren.

Der erste lernOS Community Call fand am 17. September 2018 zum Release des lernOS für Dich Leitfadens in Version 1.0 statt. Der Community Call hat sich zu einem monatlichen Format entwickelt, bei dem ich und andere Mitglieder der lernOS Community zu Neuigkeiten bei lernOS berichten (YouTube-Playlist).

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Für den Austausch zu lernOS verwenden wir unsere Community Plattform CONNECT. Da es dort neben lernOS auch noch andere Themen gibt, bestand schon eine Weile die Idee, den lernOS Community Call in CONNECT Community Call umzubenennen, um daron auch anderen Themen und Menschen Raum geben zu können. Diese Umbenennung haben wir zum 1. Januar 2022 vollzogen.

Mit Tobias und Moritz habe ich vor über einem Jahr schonmal zur Idee gesprochen, dass wir in der Community auch längere Zeiträume für Austausch, Ausprobieren und Zusammenarbeit brauchen können. Dadurch bin ich auf die Idee gekommen, den Knowledge Jam wieder aufleben zu lassen und ihn mit dem Community Call zu verbinden.

Folgendes Konzept werden wir 2022 jetzt mal ausprobieren:

  • Der lernOS Community Call wird zum CONNECT Community Call und der Cogneon Knowledge Jam wird zum CONNECT Knowledge Jam.
  • Beides findet wie der Call bisher schon jeweils am 1. Freitag im Monat von 13:00-16:00 Uhr statt (außer Januar und August).
    • Von 13:00-13:50 Uhr machen wir den Community Call, bei dem wie bisher alle ihre Themen vorab einbringen können (Tool: MS Teams).
    • Von 14:00-14:45 Uhr und 15:00-15:45 Uhr machen wir zwei Session-Runden im Stil Knowledge Jam's mit ein oder mehreren Tracks parallel (Tool: BYOT, Session Owner stellen ein Tool und tragen die Zugangsdaten im Sessionplan ein).
  • Für die Planung jedes Termins wird ein Beitrag auf CONNECT in der Kategorie zum Community Call verwendet (Call und Jam gemeinsam in einem Beitrag), der über den Wiki-Modus von allen bearbeitet werden kann.

Alle Termine werden im Cogneon Kalender angekündigt, der per iCal-Feed auch abonniert werden kann (z.B. in Outlook). Außerdem stehen die Termine im CONNECT Community Kalender, alle Dokumentationen befinden sich wie bisher in der zugehörigen Kategorie.

Am 17.01.2022 ist die Kick-off-Veranstaltung der Aktion #meinziel22 der Corporate Learning Community und am 21.02.2022 geht es dann mit der Auftaktveranstaltung richtig los. Anders als bei Corporate Learning 2.0 MOOC, Corporate Learning 2025 MOOCathon und Corporate Learning 2025 MOOCamp basiert diese Aktion nicht auf einem Massive Open Online Course (MOOC).

Vielmehr geht es darum, dass ihr euch selber ein Lernziel aus dem Kontext das organisationalen Lernens sucht und das alleine im Tandem oder einer Lerngruppe über den Zeitraum verfolgt. Abschluss von bildet das Corporate Learning Camp am 25.05.2022, bei dem wir uns dann die vielen schönen Lernergebnisse gemeinsam ansehen können. In diesem kurzen Video habe ich die ganze Aktion nochmal erklärt, das Video könnt ihr gerne teilen und auf euren Webseiten, Blogs und Intranets einbetten. Hoffentlich bis bald!

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Für Menschen, die es eilig haben: nein. Da mir die Frage öfter gestellt wird, schreibe ich hier die Unterschiede der beiden Formate mal zusammen. Die Inhalte zu Barcamps stammen teilweise aus dem lernOS Barcamp Leitfaden (Buchtipp: Barcamps & Co.: Peer to Peer-Methoden für Fortbildungen), die zu Open Spaces aus dem Artikel A Brief User’s Guide to Open Space Technology (Buchtipp: Open Space Technology: A User's Guide) von Harrison Owen.

Format: Barcamp

Ursprung des Formats Barcamp ist das Foo Camp, das im August 2003 mit ungefähr 200 Teilnehmer_innen stattfand. Ausgangspunkt für die Veranstaltung war eine Witzelei zwischen Verleger Tim O'Reilly und Sara Winge (damals VP Corporate Communications), die auf einer der O'Reilly Konferenzen mit der "foo bar" eine offene Bar für die Freunde des Verlags (FOO = Friends Of O'Reilly) organisieren wollte. Da nach dem Platzen der Dotcom-Blase im Verlag viele Räume leer leer standen, konnte die Idee des Foo Camps mit einer foo bar in die Tat umgesetzt werden.

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Das erste BarCamp entstand als eine öffentliche Alternative zum Foo Camp. Es  fand vom 19.-21.08.2005 bei Socialtext in Palo Alto mit 200 Teilnehmer_innen statt und wurde in weniger als einer Woche organisiert. Von dort aus hat sich das Barcamp-Format schnell weltweit verbreitet.

Kernelemente eines klassischen Barcamps:

  • Teilnahme: Offene Einladung zur Teilnahme an eine große Zielgruppe (z.B. offen im Internet oder alle Mitglieder einer Organisation). Typisch Gruppengröße sind 50-300 Personen.
  • Thema: die Themen in einem klassischen Barcamp sind völlig frei wählbar, es gibt kein vorgegebenes Thema. Als Variante gibt es sog. Themen-Barcamps, die der Veranstaltung ein Thema als Rahmen setzen.
  • Dauer: ein Barcamp dauert i.d.R. 1-2 Tage, es ist nur der Rahmen vorgegeben, die Inhalte bestimmen die Teilnehmer_innen
  • Raum: benötigt wird ein großer Raum für alle Teilnehmer_innen und Einzelräume (oft Breakouts genannt) für die Sessions
  • Regeln: ein kleines Set an Regeln hilft bei der Orientierung (ursprüngliche Barcamp Regeln, mittlerweile gibt es viele Variationen, z.B. die 10 goldenen Regeln für ein gutes Barcamp)
  • Ablauf: nach der Eröffnung des Barcamps stellen sich in einer Vorstellungsrunde alle mit Namen und drei Hashtags (Schlagworte) vor, um potentielle Beziehungen sichtbar zu machen. Danach können alle Vorschläge für Sessions einbringen ("pitchen"). Besteht Interesse an der Session wird der Vorschlag in den Sessionplan aufgenommen. Dieser besteht mehreren Spalten (Räume) und Zeilen (Sessionrunden hintereinander). Typisch sind 5-10 Räume parallel und 4-5 Sessionrunden hintereinander. Eine Session dauert 45 Minuten, der Sessioninhalt liegt in der Verantwortung des "Session Owners". Vorträge in Sessions sind eher unüblich, meist gibt es kurze Impulse mit Diskussion oder eine Fragestellung mit einer Gesprächsrunde (s.a. Formate für Barcamp-Sessions).
  • Dokumentation: die Session Owner werden angehalten, sich um eine Dokumentation ihrer Session zu kümmern. Zentral bereitgestellte Dokumentation gibt es nicht.

Format: Open Space

Aus dem Wikipedia-Artikel Open Space: Die Open Space Technology wurde in den USA von Harrison Owen um 1985 entwickelt und ist inzwischen weltweit verbreitet. Seiner Erzählung nach habe er 1983 ein Jahr lang einen Kongress für 250 Organisations­entwickler vorbereitet und durchgeführt. Am Ende der Konferenz kamen alle Beteiligten einhellig zu dem Schluss, dass der „wirklich nützliche Teil“ des im Übrigen gelungenen Treffens in den Kaffeepausen bestanden habe.

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Diese „Coffee-break“ Anekdote ist bis heute prägend für das Selbstverständnis von Open Space. Im Versuch, diese Erkenntnis zu systematisieren, um Grundmechanismen von Meetings zu ergründen, erinnerte sich Owen an ein alle vier Jahre stattfindendes Initiationsfest in Balamah, Nigeria: „Soweit ich es beurteilen konnte, gab es nichts, das in irgendeiner Weise mit einem Planungskomitee zu vergleichen gewesen wäre, weder während der Feierlichkeiten noch davor. Trotzdem gelang es den 500 Dorfbewohnern, diese viertägige Veranstaltung auf höchst geordnete, zufriedenstellende und, wie ich sagen muß, höchst vergnügliche Weise zu organisieren. Wie war das möglich?“

Nach Owen sind die wesentlichen Bedingungen für Open Space: 1.) Ein echtes "Business Issue", das den Menschen wirklich am Herzen liegt. 2.) Viel Komplexität 3.) Ein hohes Maß an Vielfalt in Bezug auf Meinungen, Berufe, ethnische Zugehörigkeit - oder wie auch immer Vielfalt sonst gemessen werden kann. 4.) Ein hohes Maß an Leidenschaft und Konflikt. 5.) Ein echtes Gefühl der Dringlichkeit.

Kernelemente eines klassischen Open Space:

  • Teilnahme: die Teilnahme am Open Space muss freiwillig sein. Typische Gruppengröße ist 20-2000 Personen
  • Thema: Die Erstellung eines aussagekräftigen Themas ist von entscheidender Bedeutung, da es der zentrale Mechanismus für die Fokussierung der Diskussion und die Anregung zur Teilnahme sein wird. Das Thema darf jedoch keine langatmige, trockene Aufzählung von Zielen und Vorgaben sein. Es muss die Eigenschaft haben, die Teilnahme zu inspirieren, indem es spezifisch genug ist, um die Richtung anzugeben, und gleichzeitig genügend Offenheit besitzt, um der Vorstellungskraft der Gruppe freien Lauf zu lassen.
  • Dauer: 1-3 Tage
  • Raum: benötigt wird ein großer Raum für alle Teilnehmer_innen und Einzelräume (oft Breakouts genannt) für die Sessions
  • Regeln: bei einem Open Space gibt es vier Prinzipien und ein Gesetz: Die Prinzipien: 1.) Wer auch immer kommt, es sind die richtigen Leute 2.) Was auch immer passiert, ist das Einzige, was hätte passieren können 3.) Wann immer es beginnt, ist der richtige Zeitpunkt 4.) Wenn es vorbei ist, ist es vorbei. Das eine Gesetz ist das Gesetz der zwei Füße: jeder geht im Open Space an die Stelle, an der er/sie am meisten zum Thema beitragen kann.
  • Ablauf: ähnlich dem Barcamp gibt es beim Open Space eine Eröffnung mit Vorstellungsrunde (Name und kurz die eigene Geschichte), eine Agendaplanung, den Open Space und den gemeinsamen Abschluss. Beim Abschluss werden "commitments" und nächste Schritte bekannt gegeben und über Beobachtungen im Prozess gesprochen. Bei mehrtägigen Open Space gibt es am Morgen noch zusätzlich die "Morning Announcements" und Abends die "Eventing News".
  • Dokumentation: in der "report-out session" wird gemeinsam ein formaler Abschlussbericht des Open Space verfasst. Jeder Gruppen-Organisator ist für die Dokumentation des Ergebnisses seiner Gruppe verantwortlich. Der Abschlussbericht wird direkt ausgedruckt und/oder an alle Teilnehmende verteilt.

Zusammenfassung

Die räumlichen Anforderungen und die Gruppengrößen sind bei Open Spaces und Barcamps fast gleich. In der Zielstellung und den Ablauf unterscheiden sich die beiden Formate jedoch deutlich:

Beim Open Space steht ein zu lösendes Problem oder eine zu beantwortende Fragestellung im Mittelpunkt. Gruppen von Personen arbeiten so lange an diesen Teilproblemen/-fragen, bis dieses gelöst oder beantwortet sind. Eine 45-Minuten-Taktung wie bei einem Barcamp gibt es nicht. Die Ergebnisse der einzelnen Gruppen wird am Ende in Abschlussbericht zusammen mit nächsten Schritten zusammengestellt und veröffentlicht.

Ein Barcamp hat entweder gar kein Thema oder es gibt ein Thema, das aber nur einen schwachen Rahmen vorgibt. Die Barcamp Sessions dauern immer 45 Minuten, länger an einem Thema arbeitende Gruppen gibt es nicht. Im Abschluss des Barcamps wird meist nur allgemeines Feedback geteilt, eine gemeinsame Dokumentation oder die Vereinbarung von nächsten Schritten gibt es nicht.

So erkläre ich immer den Unterschied zwischen den beiden Formaten in ihrer klassischen Form. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht. Schreibt gerne eure Perspektive dazu unten in die Kommentare.

In den letzten Jahren hat man gemerkt, dass Audio-Medien so langsam auf dem Weg von der Nische in die Breite sind. Zu den bekannten Ereignissen zählen für mich der Serial Podcast, die steigende Anzahl von Zeitungs-Podcast (Spiegel, Sueddeutsche etc.), die Aufkäufe von Podcast-Label durch Plattformen (z.B. Kauf von Gimlet durch Spotify für $ 230 Mio.), der "Drosden-Podcast" und jetzt zuletzt der Hype um Clubhouse.

Ich glaube, es ist an der Zeit, eine alte Idee von mir mal wieder zu entstauben: ein reines Audio-Barcamp, d.h. ein virtuelles Barcamp, bei dem es keine Videokonferenzen und keine geteilten Bildschirme gibt, sondern nur Audio. Da im ersten Halbjahr 2021 größere Präsenz-Veranstaltungen nicht möglich sein werden und viele Leute der Videokonferenzen überdrüssig sind (Zoom Fatique), ist das vielleicht eine gute Gelegenheit?

Die grobe Idee für dieses Audio-Barcamp lässt sich so beschreiben:

  1. Das Audio-Barcamp findet auf einer Audio-Chatplattform statt, die gute Audio-Qualität und schnellen Raumwechsel bietet (wahrscheinlich Mumble). Dort gibt es ein Plenum und Räume für Sessions und Zwischenräume.
  2. Die Vorstellungsrunde läuft im Vorfeld per Einreichung einer Audio-Dateien. Alle Vorstellungen werden zu einem Podcast zusammengeschnitten und veröffentlicht (wahrscheinlich H5P).
  3. Der Session-Pitch läuft auch im Vorfeld per Audio-Einreichung. Auch diese werden zu einem Podcast zusammengeschnitten. Die Abstimmung läuft über ein Formular (wahrscheinlich H5P).
  4. Für die Session-Geber*innen wird eine kleine Beschreibung bereitgestellt, welche Sessionarten sich besonders gut im Medium Audio eignen.

Als einen ersten Schritt würde ich gerne recht zeitnah mal einen Lasttest auf unserem Mumble-Server machen, um abschätzen zu können, wie viele Leute der bei einem Barcamp verkraftet. Wer Lust hat, bei diesem Lasttest mitzumachen und dabei einfach mal Mumble auszuprobieren kann sich einfach im Lauf der Woche in das Formular eintragen, ich schicke dann Anfang kommender Woche eine Terminabstimmung rum.

Ich mache gerne beim Lasttest mit

Am 10. und 11. Dezember 2020 habe ich in der Jahresabschluss-Veranstaltung der Continental GUIDEs einen kurzen Vortrag zu hybrider Zusammenarbeit (Präsenz + virtuell gemischt) gehalten. Darin habe ich über einige Mythen gesprochen, mit Automattic und GitLab zwei Beispiele vorgestellt sowie über die beiden Probleme Audio/Video-Qualität und Serendiptiy/informelle Kommunikation gesprochen.

Der Vortrag lief über MS Teams, das mach Spotme gestreamt wurde. Ich habe meinen Teil mit OBS und einem USB-Lavalier-Mikrofon aufgezeichnet:

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Vom 29.-30. Oktober findet das nächste Corporate Learning Camp 2020 statt und in diesem Rahmen wir die Aktion stattfinden. Dabei werden wir das Spiel Minetest für einen Wettbewerb verwenden, in dem Teams ihren Lernraum 2025 bauen können. Am 29.10. um 15:00 Uhr gibt es eine Session zur Einführung. Ihr könnt aber jetzt schon anfangen, Gruppen zu bilden, Lernräume zu bauen und zu beschreiben. Alles was ihr dafür wissen müsst, ist in diesem Blog-Beitrag beschrieben.

Hinweis: am Freitag 23.10. von 14:30 Uhr machen wir die zweite Testsession (Aufzeichnung der Testsession am 16.10.). Wir treffen uns direkt in Minetest und nutzen den Sprachkanal "cl20crafting/allgemein" auf dem Discord-Server der Akademie (Beitrittslink siehe Schritt 1).

SCHRITT 1: Dem Discord Server beitreten

In Online-Spielen gibt es meist nur Text-Chat und keinen Audio-Chat. Will man sich im Spiel live unterhalten, muss man den Audio-Chat außerhalb des Spiels organisieren. Dafür kommen z.B. Mumble, Teamspeak und Discord zum Einsatz. Bei cl20crafting verwenden wir den Discord-Server der Cogneon Akademie.

  1. Über diesen Beitrittslink kannst du unserem Discord Server beitreten. Discord kann man auf dem Smartphone oder dem Computer verwenden.
  2. Auf Discord haben wir eine Kategorie "clc20crafting" angelegt. Dort gibt es den Text-Kanal "allgemein" für allgemeine Ankündigungen, Fragen und Tipps. Außerdem gibt es mehrere Sprachkanäle für die Kommunikation im Spiel. Dort findet ihr auch die Zugangsdaten zum verwendeten Minetest-Server.

SCHRITT 2: Gruppen bilden

Ziel von cl20crafting ist es, bis zum Abendprogramm des Corporate Learning Camp am 29. Oktober 2020 gemäß des Corporate Learning Jahresthemas "Lernräume gestaltet" die Vision eures perfekten Lernraums 2025 im Spiel Minetest zu bauen. Mitmachen kann man nur als Team, nicht als Einzelperson.

  • Suche dir Mitstreiter*innen, die gemeinsam im Team mit dir einen Lernraum 2025 bauen wollen.
  • Gemäß den Empfehlungen zur Teamgröße im Scrum Guide sollte die Gruppe nicht größer als 9 Personen sein, da sonst die Koordination zu aufwändig wird.
  • Nutzt dieses COPAD, um alle Gruppenmitglieder einzutragen. Wenn ihr wollt, könnt ihr eurer Gruppe auch einen coolen Namen geben, lasst die Nummern im Pad aber bestehen, damit die Zuordnung zu den Arealen im Minetest klar ist.
  • Gemäß den Tuckman Stufen der Teamentwicklung "forming, storming, norming, performing" durchläuft ein Team mehrere Phasen, bis es richtig produktiv ist. Macht zum "Formung" ein kleines Auftakttreffen zum Kennenlernen (z.B. als Videokonferenz) und plant eure Vorgehensweise. Stellt dabei sicher, dass alle Teammitglieder sich in Minetest bewegen können.

SCHRITT 3: Minetest installieren

Minetest ist ein Spiel, das dem bekannten Minecraft sehr ähnlich ist. Minetest ist kostenlos und für Windows, Mac, Linux und Android verfügbar. Um bei cl20crafting mitzumachen, musst du dir Minetest auf deinem Computer installieren.

  • Lade dir Minetest von der Webseite minetest.net unter Download herunter und installiere es.
  • Windows: die Heruntergeladene ZIP-Datei musst du auf deinem Rechner entpacken (rechte Maustaste auf der Datei). Im Unterordner "bin" findest du die Datei "minetest.exe", die du per Doppelklick öffnen kannst.
  • Mac: am einfachsten kannst du Minetest über Homebrew installieren. Dafür den Befehl "brew install minetest" in den Terminal eingeben.
  • Android: Achtung, hier ist die Bedienung etwas anders, als auf dem Computer.
  • Das Minetest Wiki bietet viele Informationen zum Spiel. Wenn ihr noch nie Minetest oder Minecraft gespielt habt, solltet ihr vielleicht das Minetest Tutorial einmal durchspielen. Das Tutorial bringt einem die grundlegende Spielmechanik bei.

SCHRITT 4: Die ersten Schritte in Minetest

Zunächst musst du mal lernen, dich in Minetest zu bewegen. Wer andere Computerspiele kennt, wird sich hier vermutlich schnell zurecht finden. Ansonsten muss man das ein kleines bisschen üben. Für die Bewegung nutzt man Tastatur und Maus (oder Trackpad).

  • Mit den vier Tasten W, A, S und D bewegst du dich vorwärts, links, rückwärts und rechts
  • Mit der Maus steuerst du deine Blickrichtung. In Kombination mit der Taste W verwendest du die Maus, um die in Minetest zu bewegen
  • Mit der linken Maustaste nutzt du deine Hand (siehst du vor dir). Hast du etwas in der Hand, nutzt du das (z.B. Essen). Achtung: wenn du deine Hand bei einem Mitspieler nutzt, schlägst und verletzt du ihn.
  • Zeigst du mit der Maus auf einen Gegenstand und drückst die rechte Maustaste, verwendest du den Gegenstand (z.B. eine Tür öffnen).
  • Mit der Leertaste springst du hoch.
  • Mit der Taste C kannst du deinen Blickwinkel ändern (Ich-Perspektive, von hinten, von vorne)

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SCHRITT 5: Crafting & Bauen in Minetest

Minetest ist ein sog. Open World Spiel, d.h. du kannst im Spiel alles bauen und abbauen. Normalerweise muss man sich Werkzeuge und Objekte erst herstellen. Wir spielen aber im Kreativmodus, d.h. du hast alles in deinem Inventar schon zum Start zur Verfügung.

  • Wenn du mit der linken Maustaste in Minetest z.B. auf Erde oder Bäume klickst, baust du diese ab.
  • Die abgebaute Gegenstände landen in deinem Inventar (die Leiste unten).
  • Mit der Taste I gelangst du zu deiner Werkbank und siehst dein gesamtes Inventar.
  • Die Werkbank besteht aus einer 3x3 Matrix. Dort platzierte Gegenstände erzeugen neue Gegenstände. Aus dem Holz eines Baumes kannst du so beispielsweise eine Axt bauen.
  • Wir spielen im sog. Kreativmodus, d.h. du hast in deinem Inventar schon sehr viele Gegenstände zur Verfügung.
  • Übung: ein einfaches Haus kannst du bauen, indem du Erde abbaust und daraus ein rechteckiges Gebäude baust.

SCHRITT 6: Baut euren Lernraum 2025

Die Aufgabe beim cl20crafting ist, einen kreativen Lernraum 2025 zu bauen. Dafür bilden wir sieben Gruppen die jeweils ein eigenes Areal in Minetest bebauen können. Die Lernräume können an die echte Welt angelehnt (Gebäude, Räume) oder abstrakte Ideen sein.

  • Lest den Blog von Karlheinz zum Jahresthema 2020 "Lernräume gestalten" der Corporate Learning Community
  • Lest unsere Corporate Learning Vision 2025 aus dem MOOCathon 2017. Die vier Handlungsfelder der Vision könnten/sollten sich in eurem Lernraum 2025 wiederfinden.
  • Diskutiert im Team, welche Aspekte aus Jahresthema und Vision euch am wichtigsten sind. Die Diskussion könnt ihr gleich in Minetest führen. Trefft euch im Areal eurer Gruppe und unterhaltet euch auf Discord im Sprachkanal eurer Gruppe (zu eurem Areal kommt ihr in Minetest durch Eingabe von "/poi_jump Gruppe ", die "1" steht für die Nummer der Gruppe).
  • Überlegt euch dann, wie ihr die in Minetest an eurem Lernort umsetzen wollt.
  • Go Crafting! Baut euren Lernraum 2025 in Minetest. Verwendet dafür Naturmaterialien und die Gegenstände aus dem Inventar.
  • Dokumentiert euren Lernort. Dafür könnt ihr in Minetest Schilder (signs) oder das Wiki verwenden. In das Wiki kommt ihr über den Wiki-Block, der in jedem Gruppen-Areal platziert ist. Im Wiki hat jede Gruppe eine eigene Seite zum Dokumentieren.

SCHRITT 7: Am cl20crafting Wettbewerb teilnehmen

Im Rahmen des Abendprogramms des Corporate Learning Camps am 29.10.2020 kann jede Gruppe ihren Lernraum 2025 kurz vorstellen. Eine Publikumswahl bestimmt die Sieger des Wettbewerbs.

  • Im Rahmen des Abendprogramms des clc20da haben alle Gruppen die Möglichkeit, ihren Lernort 2025 in Minetest vorzustellen und zu erklären (Uhrzeit steht noch nicht fest).
  • Die Vorstellung werden wir live streamen, damit auch Nicht-Minetest-Spieler*innen zuschauen können.
  • Alle Zuschauer*innen können dann abstimmen, an welchem der gezeigten Lernorte sie 2025 am liebsten lernen möchten.
  • Die Gewinnerteams bekommen viel Lob und Ehre und ein Siegerfoto auf dem Treppchen an der Akademie.

FAQ

Hier sammeln wir alle Fragen und Antworten zu cl20crafting, die uns oft gestellt werden. Bookmarkt euch diese Seite am besten, damit ihr sie schnell im Zugriff habt. Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr diese gerne auch unten in die Kommentare schreiben.

Im Vorfeld des diesjährigen KnowledgeCamps der Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM) wird ein Dossier zur Zukunft des Wissensmanagements unter dem Titel "Wissensmanagement quo vadis" erscheinen. Dafür habe ich auch einen Artikel mit dem Titel "Wissensmanagement 2040 - vom Werkzeugkasten zur Koalition des Lernens" geschrieben. In dem Artikel behandele ich u.a. folgende Themen:

  • Meine persönliche Lernreise Wissensmanagement von 1999 bis heute
  • Die Entwicklung der fachlichen Sicht auf Wissensmanagement in der GfWM
  • Die wichtigsten Werkzeuge des Wissensmanagements
  • Der rote Faden durch die Themen im Journal of Knowledge Management
  • Die Bedeutung des Management-Standards ISO 30401 "KM Systems - Requirements" für die Zukunft des Wissensmanagements
  • Die nächste Evolutionsstufe: "Einladungsbasiertes Wissensmanagement"

Den Artikel stelle ich gerne hier auch als Preprint zum Download über Researchgate bereit (DOI: 10.13140/RG.2.2.35685.42724). Feedback und Kommentare sind ausdrücklich erwünscht!