#lernOS Lighning Talk auf dem 36C3

Auf dem 36. Chaos Communication Congress (#36c3) habe ich an Tag 4 (30.12.2019) einen Lightning Talk zu lernOS gehalten. Gemäß des Lightning Talk Formats habe ich versucht, die große lernOS Idee für Individuen in 5 Minuten vorzustellen. Seht selbst, ob mir das gelungen ist (Kritik gerne in die Kommentare):

Lightning Talks gab es an 2, 3 und 4 des Kongresses mit jeweils 2,5 Stunden Talks (der erste ist immer eine Einführung in das Format). Das Programm gibt euch einen Überblick über die Themen, auf media.ccc.de. findet ihr die Aufzeichnungen von Tag 2, Tag 3 und Tag 4.

Spoiler: da ich sehr begeistert vom Lightning Talks Format bin, wird es auch eine Lightning Talks Session auf dem lernOS Camp 2020 (#loscamp20) geben. Dafür habe ich schon die richtige LED-Lampe als Stoppuhr vorbereitet:

Office 365 und der digitale Arbeitsplatz

In einem Tweet habe ich neulich geschrieben, dass wir mit der breiten Verfügbarkeit von Office 365 Themen wie Digital Workplace & Co. so langsam hinter uns lassen müssten, um uns mit den kommenden Themen zu beschäftigen. Meine Motivation war, mal aus der Community zu hören, was die großen neuen Themen im Kontext von Wissensgesellschaft und Lernenden Organsiationen sein werden.

Angeregt durch diesen Tweet hat Andreas Stiehler den Blog Zwischenruf im Echoraum: Office 365 = Digital Workplace!? geschrieben, in dem er meine Aussage kritisiert. Einige ausgewählte Zitate aus seinem Blog-Beitrag:

    Wer die Microsoft-Produktfamilie zum Quasi-Standard für den Digital Workplace (v)erklärt, verkennt die Tragweite des Themas und riskiert einen Verlust an Akzeptanz in der Belegschaft.
    Der Digital Workplace ist schließlich kein IT-Projekt, sondern ein ganzheitliches Transformationsvorhaben, das nur gelingen kann, wenn es von den Menschen mitgetragen wird.
    Sicher könnte man aus global-galaktischer Perspektive darüber diskutieren, dass mit der Vormachtstellung eines Anbieters die Innovationsfreude am Mark tendenziell sinkt.
    Aber bietet die Kombi(nation) aus MS Teams, SharePoint, Skype, Yammer & Co. Tatsächlich die bestmögliche Lösung?! Ich behaupte: Nein!
    […] Auch die “Blue Collar Worker” -dies wird in der Diskussion häufig vernachlässigt- sind zunehmend mit Wissensarbeit konfrontiert, haben aber oft ganz andere Anforderungen an die Zusammenarbeit.
    Vernachlässigt wird auch, dass die Integration der klassischen (DECT-)Telefonie zumeinst ein integraler Bestandteil Abreitsplatzkonzepten im Rahmen der digitalen Fabrik und weiterer vertikaler Use Cases ist.
    Bleibt noch hinzuzufügen: Wer den Austausch der Wissensarbeiter effektiv unterstützen will, sollte diese zunächst von Routinetätigkeiten befreien.
    […] das klingt eher nach Business-Theater denn nach “Future of Work”.
    Bevor wir Digital Workplace & Co. hinter uns lassen, sollten wir zunächst einmal versuchen, die Herausforderung der Wissensarbeit(er) in ihrer ganzen Tragweite zu begreifen.

Bevor ich die einzelnen Punkte aus meiner Perspektive kommentiere, möchte ich auf eine Hypothese kommen, die ich zu den Hochzeiten von Enterprise 2.0 schon einmal gemacht habe: wir müssen uns mehr und exakter mit der verwendeten Begriffswelt auseinandersetzen.

In meinem Tweet ging es um den digitalen Arbeitsplatz. Der Arbeitsplatz ist laut Organisationslehre eine “räumlich eingegrenzte, mit Arbeitsmitteln ausgestattete Stelle, an der eine Arbeiskraft ihr Arbeitsaufgaben verrichten kann. Im Fall von Wissensarbeiter*innen sind das dann eben wissensintensive Aufgaben, die wiederum Teil von wissensintensiven Prozessen sind.

Beim physischen Arbeitsplatz geht es dann um z.B. Sitzgelegenheiten, Tische, Regale, Rollcontainer, Ablage, Fax und Telefon. Beim digitalen Arbeitsplatz geht es um die digitalen Entsprechungen, im Wesentlichen sind das Computer/Laptops, Smartphones, Webcams, Headsets/Freisprecheinrichtungen, Monitore, Drucker sowie die zugehörige Softwareausstattung. Die Digitalisierung der Arbeitsmittel ermöglicht als neue Eigenschaft, den Arbeitsplatz von einer ortsgebundenen Stelle aus mobil zu machen, wie das bereits gut in der CSCW-Matrix nach Johansen aufgezeigt wurde.

Soweit zu meinem Begriffsverständnis zum digitalen Arbeitsplatz, jetzt zu den von mir herausgegriffenen Punkten.

Zu 1.) Eine (V)erklärung habe ich in meinen Augen nicht gemacht. Wir haben ja mit Unified Inbox, Sozialen Intranets, Wikis, Blog-Plattformen, ESNs etc. seit Anfang des Jahrhunderts eine Zeit hinter uns, in der extrem viel ausprobiert wurde. Dass sich jetzt Office/Microsoft 365 in Breite durchsetzt ist einfach eine Beobachtung, die ich in meinem (begrenzten) Ausschnitt des Marktes beobachte.

Zu 2.) Der digitale Arbeitsplatz ist in meinen Augen gerade kein ganzheitliches Transformationsvorhaben, sondern die Ausstattung der Mitarbeiter*innen mit zeitgemäßen Arbeitsmitteln. Wir sollten aufhören, schick klingende und englische Begriffe mit allen möglichen Hoffnungen, Wünschen und Sehnsüchten aufzuladen und stattdessen die Dinge sachlich beim Namen nennen. Wenn es um eine “ganzheitliche Transformation” geht, müssen die Bereiche benannt werden, die zur Ganzheit gehören und für alle ein Zustand vor und nach der Transformation beschrieben werden. Wenn es “nur” um den digitalen Arbeitsplatz geht, sollten wir das auch einfach so erklären, um nicht mehr Verwirrung als Nutzen zu stiften.

Zu 3.) Die “Anbieter” hatten jetzt ja recht lange Zeit, ihre Innovationsfreudigkeit unter Beweis zu stellen, denn Microsoft hat im Bereich des zeitgemäßen, digitalen Arbeitsplatzes ja sicher noch nicht lange eine “Vormachtstellung”. Leider wurden diese Chancen nicht ausreichend genutzt, jetzt konsolidiert sich der Markt und die alte Commodity-Lösung ist auch die neue.

Zu 4.) Zurecht weist Andreas an einigen Stellen auf die Notwendigkeit von “Bedarfsanalysen” hin, um passgenaue Lösungen zu finden. Fühle ich mich als Wissensarbeiter mit einem Windows 10 Laptop, Office 365 Konto, iPhone und 4G-Flatrate aber als Basisaustattung gut ausgerüstet? Definitiv. Brauche ich darüber für meine speziellen wissensintensiven Aufgaben angepasste Lösungen? Natürlich.

Zu 5.) Völlig richtig: die sog. Blue Collar Worker (auch direkete Mitarbeiter oder Produktionsmitarbeiter) stehen bei Projekten des digitalen Arbeitsplatzes selten im Fokus. Oft scheitert die Einbindung dieser Mitarbeiter*innen schon daran, dass an ihren Arbeitsplätzen keine persönlichen digitalen Endgeräte vorgesehen und BYOD-Ansätze nicht erlaubt sind. Microsoft bietet mit der F1 Lizenz, der Integration von Staffhub in Teams oder dem Messenger Kaizala interessante Ansätze, die ich so von anderen noch nicht gesehen habe. In diesem Feld kenne ich mich aber zugegebenermaßen nicht sehr gut aus, da ich meist in Forschungs- und Entwicklungsumfeldern aktiv bin.

Zu 6.) Zumindest im Büroumfeld beobachte ich, dass die Telefonie in Vergangenheit schon vielfach durch Skype for Business abgelöst wurde. Dieser Trend setzt sich aktuell mit Teams fort. Bei mir beobachte ich, dass ich durch die Integration der Teams-Anrufe in das CallKit auf dem iPhone schon gar nicht mehr merke, ob mich jemand über meine Telefonnummer oder Teams anruft. Schätzen würde ich, dass deutlich mehr als 50% der Anrufe bereits heute über Teams kommen.

Zu 7.) Spätestens seit der Osborne-Frey-Studie ist klar, das viele Tätigkeiten von Wissensarbeiter*innen in Zukunft durch (kognitive) Maschinen übernommen werden können und diese gleichzeitig verbleibende Wissensarbeit unterstützen. Anwendungen und Projekten wie Flow (jetzt Power Automation), PowerBI, Power Apps, Chatbots und das Projekt Cortex sind erste Gehversuche von Microsoft in die Richtung. Bei mir habe ich bisher noch nicht beobachtet, dass meine Arbeitsauslastung dadurch deutlich gesunken ist, aber es ist definitiv die Richtige Stoßrichtung.

Zu 8.) Die Begriffe Digital Workplace und Future of Work würde ich auf keinen Fall in einen Topf schmeißen, dass sind komplett unterschiedliche Dinge.

Zu 9.) Das Konzept der Wissensarbeit ist von den Anfängen mit Peter Drucker Ende der 1960er Jahre recht klar und z.B. durch durch die Studien des BIBB auf Berufsgruppen und auf Tätigkeiten exakt heruntergebrochen. Die Bausteine des Wissensmanagements nach Probst zeigen klar die Kategorien der Wissensarbeit auf, die Wissenstreppe von North unterstreicht die Bedeutung sowohl des operativen Wissensmanagements beginnend bei Daten und Informationen, als auch des strategischen Wissensmanagements, dessen Erfolg sich in der nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit einer Organisation zeigt. Ich glaube also nicht, dass wir 2019 erst versuchen sollten, die Herausforderungen der Wissensarbeit(er) zu verstehen. Vieles -vielleicht das meiste- ist schon verstanden, wir müssen das vorhandene Wissen nur anwenden. Wir sollten dabei nicht mehr so sehr unserem Techno-Fetischismus fröhnen und glauben, dass wir produktive Wissensarbeit nur durch immer neue IT-Tools erreichen. Viel mehr geht es darum, Wissensarbeiter*innen Zeit für das Lernen und die Kreativität zu geben und mit Ansätzen wie Barcamps, Coworking Spaces, 20%-Zeit, Communities of Practice, Lunch&Learn, Fuckup Nights uvm. Zeit und Raum für Austausch, Problemlösung und Ideenfindung zu legitimieren. Wenn hier der richtige Ansatz für die Organisation gefunden ist, kann zielgerichtet überlegt werden, welche über den Standard hinausgehenden Elemente des digitalen Arbeitsplatzes der Organisation noch weiterhelfen würden.

Über alle neun Punkte hinweg würde ich gerne für mehr sprachliche Schärfe im Diskurs plädieren. Unsere deutsche Sprache ermöglicht so viel Präzision, dass wir genau benennen können, worum es uns geht. Damit würden wir für viel Klarheit und weniger Verunsicherung sorgen und den Organisationen inkl. aller Mitarbeiter*innen einen großen Gefallen tun.

So viel zu meinen 5 Cent zu einigen der benannten Themen, ich bin gespannt auf weitere Diskussionbeiträge.

lernOS on Air Podcast – Wer hilft bei der Einreichung zum Deutschen Podcastpreis mit?

Im kommenden Jahr geht mal wieder ein neuer Podcast Preis an den Start. Das finde ich immer eine gute Gelegenheit, den eigenen Podcast mal wieder auf Vordermann (und -frau) zu bringen.

Die Geschichte

Mein Podcast ist als Management 2.0 Podcast gestartet. Im Management 2.0 MOOC (2013) hatten wir die Livesessions aufgezeichnet und als Podcast bereitgesetellt. Nach Ende des MOOCs haben viel nach neuen Episoden gefragt. Ich hatte dann zuerst eine bereits bestehende Aufnahme mit Prof. Rafael Capurro zu Knowledge Leadership veröffentlich.t Danach habe ich in unregelmäßigen Abständen Episoden mit Geschichten aus Unternehmen produziert, die in den Rahmen der Entwickung zur Lernenden Organisation passten.

Zum lernOS Rockstars Camp im Juni dieses Jahres habe ich den Podcast dann von “Management 2.0 Podcast” in “lernOS on Air” umbenannt. Außerdem hatten mich viele von euch angesprochen, warum der Podcast nicht auf Spotify ist. Eigentlich möchte ich (wie bei Blogs) die Plattformisierung von Audio nicht unterstützen. Da mittlerweile aber echt viele Spotify als Ersatz für einen echten Podcatcher verwenden, habe ich lernOS on Air dort nun auch bereitgestellt.

Der Preis

Um am Deutschen Podcast Preis teilzunehmen (Teilnahmebedingungen), muss man den Podcast bis 31.12.2019 über ein Formular einreichen. Man braucht eine Kurzbeschreibung (max. 850 Zeichen), das Cover-Bild (1500x1500px) und man kann eine Audio-Datei (max. 5 Minuten) als Bewerbung einreichen.

Die Jury besteht aus ca. 100 fachkundigen Expert*innen. Zusätzlich gibt es einen Publikumspreis. Die Preisverleihung findet am 19.03.2020 im Festsaal Kreuzberg in Berlin statt.

So könnt ihr mithelfen

Die 5 Minuten Bewerbungsaudio würde ich gerne aus verschiedenen Teilen zusammenbauen: einer kurzen Vorstellung des Podcasts durch mich, einige Highlight O-Töne aus den Episoden und einige Stimmen zum Podcast von euch, den Hörer*innen.

Das könntet ihr tun:

  1. Eure Highlights im lernOS on Air Podcast: welche Episoden oder Stellen in Episoden gefallen euch am besten. Einfach Link zur Episode, idealerweise mit Zeitangaben (hh:mm:ss) unten in die Kommentare schreiben.
  2. Eure Stimme in dem Bewerbungsaudio: was ist euer Statement zum lernOS on Air Podcast? Nehmt einfach 1-3 Sätze als Audio auf und schickt mir das als Sprachnachricht per Telegram oder über einen anderen Kanal.

Video vs. Audio – warum es sich manchmal lohnen kann, Videos auch als Audio-Dateien bereitzustellen

Die Diskussion Video vs. Audio kommt im Bereich von Kommunikation und Weiterbildung immer mal wieder hoch. Meist wird Video favorisiert, aus meiner Sicht oft, weil es durch YouTube und E-Learning bekannter ist und eingeübter ist. Als großer Fan von Podcasts versuche ich dann immer, die Beteiligten über Audio als Option mal nachdenken zu lassen.

Vor einige Tagen gab es so einen Fall mit dem New Work Chat von Gabriel. Er hat mittlerweile das siebte Gespräch zu Themen rund um New Work mit einer Videokonferenz-Software aufgezeichnet und dann auf YouTube bereitgestellt (dieses Mal mit Katha zu WOL):

Ich wollte mir den Mitschnitt auf dem Heimweg anhören und da hat YouTube in meinen Augen drei Nachteile:

  1. Bandbreite: es gibt keine Möglichkeit, eine Nur-Audio-Version anzuhören, was unnötig viel Bandbreite braucht (in Zeiten von Flatrates kein Problem).
  2. Akku: das Telefon muss die ganze Zeit an sein, da die YouTube-App nur spielt, wenn sie im Vordergrund ist (insbesondere Nachts störend).
  3. Offline-Modus: wenn man bei YouTube kein Geld einwirft, gibt es ohne Zusatzwerkzeuge wie youtube-dl keine Möglichkeit, das Video herunterzuladen. Man ist beim Hören/Sehen also auf Netz angewiesen (schwierig in DE).

Zusätzlich ist mir aufgefallen, dass die Abrufzahlen der Videos trotz der sehr guten Gesprächspartner sehr niedrig ist. Ich habe Garbiel dann auf Twitter gefragt, ob er seine Medien nicht auch per Podcast bereitstellen möchte:

Seine Antwort war wie folgt:

Der Aspekt der Audio-Qualität ist bei Podcasts natürlich wichtig. Die Videokonferenz-Tools sind hier meist nicht optimal, da sie eher auf geringe Latenz und Ausfallsicherheit und nicht Audioqualität optimiert sind. Außerdem sieht es im Video etwas komisch aus, wenn man mit einem guten Headset wie dem Beyerdynamic DT297 (Affiliate-Link) vor dem Rechner sitzt. Meist haben die Gesprächspartner dann einfach die Smartphone-Kopfhörer im Ohr, deren Audioqualität nicht sonderlich gut ist.

Aber auf die Audioqualität wollte ich mit meiner Antwort eigentlich gar nicht raus. Mir ging es eher um das Nutzungsszenario von Podcasts: den New Work Chat in einer Podcast App abonnieren und neue Folgen automatisch auf das Smartphone heruntergeladen zu bekommen. Im Idealfall noch mit Kapitelmarken, damit man im Podcast thematisch springen kann. Anders als von Gabriel angezweifelt finde ich die Audioqualität seiner Aufnahmen dafür auf jeden Fall ausreichend.

Ein Podcast, der das beispielsweise so macht, ist der Aufwachen Podcast rund um Stefan Schulz. Zwei bis drei Personen schauen sich gemeinsam Ausschnitte aus Nachrichtensendungen an und kommentieren diese. Die Aufzeichnungen landen auf YouTube und werden gleichzeitig als Audio-Podcast ausgespielt. Diese Sendung habe ich zuerst als Podcast entdeckt und mir ist erst viel später aufgefallen, dass es davon auch eine Video-Version gibt. Das hat mir klar gemacht, wie wenig einem der Video-Kanal in vielen Fällen fehlt (Tipp für ein Experiment: schaut mal die Tagesschau mit geschlossenen Augen und bewertet, ob ihr dadurch weniger Informationen erhaltet).

An Gabriels Stelle kann man den Audio-Podcast als Zweitverwertung der Aufzeichnung recht einfach ausprobieren:

  1. Im Blog eine Podcast-Erweiterung wie beispielsweise Podlove Publisher für WordPress installieren
  2. Aus der Video-Datei z.B. Mit ffmpeg eine Audio-Spur extrahieren (FLAC)
  3. Die Audio-Spur durch Auphonic laufen lassen, um die Audioqualität zu verbessern, Kompression hinzuzufügen und einen konstanten Pegel zu erzeugen (MP3)

    Die MP3-Datei über den Blog mit Podcast-Erweiterung bereitstellen
    Den Podcast-Feed bei Apple-Podcasts (dort holen sich fast alle Podcast Verzeichnisse die Feeds), fyyd und bei Spotifiy eintragen, um langfristig die Reichweite zu erhöhen

Gabriel, ich würde mich über den New Work Chat als Podcast sehr freuen und helfe gerne, wenn es irgenwo hakt :-)

lernOS Geschichten des Gelingens (GdG) – macht eure #lernOS Erfolgsgeschichten vom 12.09.-20.11.2019 sichtbar

Auf dem lernOS Rockstars Camp gab es in der lernOS Assembly eine Session mit Winfried Ebner von der Telekom. Winfried’s Idee ist, das Konzept der Geschichten des Gelingens der Telekom auf lernOS zu übertragen und damit einen offen verfügbaren Pool von Erfolgsgeschichten aufzubauen.

Die Telekom verwendet die Geschichten des Gelingens, um den Nutzen des Enterprise Social Networks You & Me (YAM) anhand kleiner Erfolgsgeschichten von echten Mitarbeiter*innen darzustellen. Die Geschichten können mit einer Vorlage digital direkt im Intranet gesammelt werden. Mittlerweile gibt es aber auch mehrere Ausgaben von kuratierten Büchlein mit thematisch sortierten Geschichten, die in gedruckter Fassung erschienen und verteilt worden sind.

Die Geschichten des Gelingens sind immer nach einem ähnlichen Muster aufgebaut:

  • Name des Hauptakteurs
  • Bild des Hauptakteurs
  • Aussagekräftiger Titel
  • Position/Rolle des Hauptakteurs
  • Organisation(seinheit) des Hauptakteurs
  • Die Geschichte in wenigen Absätzen (ca. 2.000 Zeichen ohne Leerzeichen)

Auf dem Camp in München haben wir vereinbart, uns bis zum Corporate Learning Camp (#clcko19) eine Vorgehensweise zur öffentlichen Sammlung von lernOS Geschichten des Gelingens zu überlegen und dann bis zum KnowledgeCamp (#gkc19) echte Geschichten aus der Community zu sammeln. Auf dem KnowledgeCamp wollen wir dann in einer Session ein Prototyp (Minimum Viable Product) in gedruckter Form vorliegen haben.

Um diesen Prototyp ohne großen Aufwand umzusetzen, brauchen wir eine minimale Infrastruktur, die ich im Folgenden mal versuche zu beschreiben. Es kann sein, dass sich diese Dokumentation in der Zeit vor dem #clc19ko im Austausch mit Winfried nochmal verändert:

  1. Google Sheet: wir verwenden ein Google Sheet, um die Inhalte für die Geschichten einzusammeln. Die Spalten der Tabelle entspricht den zu erhebenden Daten und Metadaten der Geschichte.
  2. Google Form: als Eingabemaske für die Geschichten verwenden wir ein Formular zur Table. Jeder kann offen Geschichten eingeben, die Tabelle mit den Inhalten ist offen für alle einsehbar und kann kommentiert werden.
  3. Scribus: wir erstellen eine Booklet-Vorlage in Scribus, mit der ein druckreifes Büchlein auf Basis ausgewählter Geschichten erstellt werden kann. Das Scribus-Format wird so gewählt, dass die Booklets bei Online-Druckdienstleistern einfach und kostengünstig bestellt werden können. Schriftarten, Farben und Grafiken sollten sich für die Übertragbarkeit auf Organisationen einfach austauschen lassen (wer in der Community hat Erfahrungen mit Scribus? Ich habe noch nie intensiv damit gearbeitet).

Falls ihr Kommentare und Verbesserungsvorschläge habt, oder euch gar im “Team GdG” beteiligen wollt, gerne unten in die Kommentare schreiben.

Kommunikation & Kollaboration bei Automattic – was können wir davon lernen?

Automattic ist das Unternehmen, das hinter der Entwicklung von WordPress steht. WordPress ist ein Blog- und Content-Management-System, mit dem ca. ein Drittel der Seiten des Internets betrieben werden.

Im Urlaub habe ich das Buch The Year Without Pants (Affiliate-Link) von Scott Berkun über das Arbeiten bei Automattic gelesen. Interessant ist, dass die knapp 1.000 Mitarbeiter*innen alle remote und über die Welt verteilt arbeiten. Automattic hatte eine sehr moderne (newworkige) Location am Pier 38, hat diese aber bereits 2007 geschlossen, weil dort nur selten jemand gearbeitet hat.

Im Gegensatz zu Präsenzkulturen muss man sich bei komplett verteilter Arbeit sehr viel mehr Gedanken über Routinen und Tools für die Kommunikation und die Kollaboration in der Organisation und den Teams machen.

Natürlich gibt es bei Automattic auch E-Mail, aber wie der Gründer von Automattic Matt Mullenweg in seinem Blog schreibt, kam E-Mail nach IRC und Skype schon immer an letzter Stelle der Kommunikationswege. Mit der Einführung von P2 (Project Log), einem auf Status-Updates basierendem Gruppen-Blog, hat sich das Gleichgewicht der Kommunikation noch weiter verschoben (Seite 48 im Buch):

  1. Blogs (P2): 75 Prozent
  2. IRC: 14 Prozent
  3. Skype: 5 Prozent
  4. E-Mail: 1 Prozent

Wichtig ist, dass alle P2s intern für alle offen einsehbar und kommentierbar sind, so dass komplette Transparenz entsteht. Für den Support von Nutzeranfragen gibt es nochvein Ticket-System, über das Tickets erstellt und nachverfolgt werden. Andere Werkzeuge wie Team-Videokonferenzen, Whiteboards etc. wurden zwar ausprobiert, haben sich aber bei verteilten Teams als nicht robust genug erwiesen.

Was können wir aus der Automattic Story lernen? Ich habe für mich folgende Punkte identifiziert:

  1. Open by Default als Leitprinzip: jeder sollte Informationen zu Zwecken der Kommunikation und Kollaboration offen einsehen können, um Silo-Bildung zu vermeiden.
  2. Blog als E-Mail-Ersatz: der gemeinsame Team-Blog kann die Team-internen E-Mails weitestgehend ersetzen. Die Öffnung des Blogs für alle ermöglicht Wissenstransfer aus dem Team heraus und Unterstützung des Teams von aussen.
  3. Chat und Audio-Konferenz als Gesprächsersatz: als Ersatz für das schnelle Gespräch im Büro braucht es Online Chats und Audio-Konferenz-Tools, die möglichst schnell und einfach funktionieren. Chat (asynchron) ist der synchronen Audiokonferenz oft überlegen.
  4. Digitaler Raum für das Team: wo das P2 eines Teams als dessen Whiteboard zur Dokumentation verstanden werden kann, bildet IRC das digitale Büro. Jedes Team hat dort einen Kanal als Raum, jeder kann jedem Raum Beitreten (digitale Open Door Policy). Ich kenne bis heute kein Werkzeug, dass das besser abbilden kann, als das Anfang der 1990er Jahre entstandene IRC.
  5. Tickets zur Nachverfolgung: für alle Themen (issues), die nicht verloren gehen dürfen und nachverfolgt werden müssen, braucht es ein Ticketsystem wie Trac, OTRS, Zendesk oder Zammad. Nur so können transparen Verantwortlichkeiten für wichtige Themen vergeben werden.

Habt ihr das Buch auch gelesen? Was sind eure Schlussfolgerungen für zeitgemäße Kommunikation und Zusammenarbeit in verteilten Teams?

Wer sich noch tiefer für die Arbeit bei Automattic interessiert, dem empfehle ich den Podcast Distributed mit Matt Mullenweg.

Eine Audiobook-Version für lernOS Leitfäden mit Open Source Anwendungen

Audiobooks sind mit Plattformen wie Amazon Unlimited oder Audible ein großer Trend geworden. Dort kann man sich gelesene Versionen von Büchern herunterladen und unterwegs anhören. Ende März hat Asja auf Twitter die Frage aufgebracht, ob man so ein Audiobook nicht auch für lernOS Leitfäden anbieten könnte:

Da die Inhalte gemäß einer agilen Entwicklungsmethode alle drei Monate in einer neuen Version erscheinen, ist das Einlesen der Texte von menschlichen Sprechern nicht realistisch – außer wir finden einen Sponsor, der uns regelmäßig Rufus Beck finanziert :-)

Also habe ich mich mal auf die Suche nach freien Sprachsynthese-Anwendungen begeben. Gedanklich waren die Anforderungen an die Anwendung ungefähr so (es gab kein Lastenheft):

  • Freie Software, damit alle damit experimentieren können
  • Verfügbarkeit gut klingender Stimmen
  • Kommandozeilen-Tool, damit wir es in unseren automatisierten Produktionsprozess einbinden können
  • Export-Funktion als MP3, idealerweise weiterer Audio-Formate
  • Kapitelmarken-Funktion, damit die Kapitel im Leitfaden auch im Audiobook einzeln ansteuerbar sind

Getestet haben wir z.B. auch, Siri auf dem iPhone den Leitfaden vorlesen zu lassen und dass dann über ein Audio-Interface aufzunehmen. Schließlich haben wir uns dann für die Freeware-Anwendung Balabolka entschieden.

Balabolka setzt auf dem Windows Speech Application Programming Interface (SAPI) auf. Dadurch kann auf eine Vielzahl kostenloser und kostenpflichtiger Stimmen zurückgegriffen werden. Für SAPI 5 sind noch nicht so viele Stimmen verfügbar, wie für SAPI 4, das wird sich aber in Zukunft noch ändern.

Balabolka kann Text aus einer großen Auswahl von Quellen einlesen, darunter die Zwischenablage und Dateiformate wie DOC, EPUB, HTML, MOBI, HTML und PDF. Da wir die lernOS Leitfäden auch in den eBook-Formate EPUB und MOBI erstellen, kam uns diese Flexibilität sehr entgegen. Die synthetisierten Texte können dann in den Audio-Formaten WAV, MP3, OGG und WMA abgespeichert werden. Perfekt.

Ich habe jetzt mal die deutsche und englische Version des lernOS for You Leitfaden als MP3 erstellt (Laufzeit ca. 1h, Größe ca. 50 MByte). Um für die experimentellen Audiobooks eine kompakte Seite mit Player und Feedback-Option zu erhalten, habe ich beide Dateien auf archive.org hochgeladen:

Es ist natürlich klar, dass die Sprachsynthese nicht an die Lösung mit Rufus Beck heranreicht. Aber hört bitte trotzdem mal rein und schreibt auf der Seite unten eine sog. Rezension mit eurem Feedback. Meine Frage ist, ob wir dieses Art Audiobooks bei den Leitfäden mal mit anbieten sollen, oder ob das noch zu weit von brauchbar entfernt ist.

Barcamp Moderation im Tandem – zusammen mit Pepper, dem Roboter

Ich mache Barcamp-Moderationen gerne gemeinsam mit 1-2 anderen Personen, weil man sich da gut gegenseitig die inhaltlichen Bälle zuspielen kann. Ähnlich wie bei einem Podcast sind zwei oder mehr Personen nach meinem Gefühl dynamischer und die Moderation droht weniger, langweilig zu werden.

Bisher habe ich diese Moderation immer gemeinsam mit anderen Menschen gemacht. Nächste Woche wird es bei einem internen Barcamp am 4. Juli eine Premiere geben: ich moderiere gemeinsam mit Pepper, einem humanoiden Roboter. Pepper ist 1,20 Meter groß und verfügt über vier Mikrofone, zwei HD-Kameras, einen 3D-Abstandssensor, einen Gyrosensor, zwei Sonarsensoren und sowie sechs Laserscannern. Auf der Brust hat er ein Touchscreen, über das er Informationen anzeigen kann.

Für die Moderation des Barcamps haben wir folgende Idee entwickelt: die Moderation ist an sich auf deutsch, die NLP-Engine von Pepper kann aber nur Englisch. Wir werden ihn daher im Ablauf der Moderation immer auf Englisch ansprechen müssen. Wir verwenden das Anmoderationsskript, das ich gerade für den lernOS Barcamp Leitfaden mit Karlheinz Pape erstelle. Wir werden Pepper sich vorstellen lassen und dann nach konkreten Begriffen wie beispielsweise “Barcamp” oder “Tim O’Reilly” fragen.

Anfang nächster Woche ist die Probe. Ich werde den Teil des Barcamps in einem kleinen Video aufzeichnen und hier im Blog veröffentlichen. Bis dahin könnt ihr Pepper in diesem kurzen YouTube-Video schonmal kennenlernen:

GfWM DIYMM Workshop am 11.05.2019

Am 11.05.2019 habe ich im Rahmen meiner GfWM-Aktivitäten einen Workshop zur “Dokumentation von GfWM Meetups mit multimedialen Bordmitteln” angeboten. Ziel dabei ist es, auszuprobieren und zu lernen, wie man eine Aufzeichnung von diversen Veranstaltungen der GfWM ganz einfach selbst durchführen kann. Beginn ist um 09:30 Uhr, Ende um 12:00. Hier meine OneNote-Notizen und Links aus der Vorbereitung für die Teilnehmer*innen:

The Transformers – von digitalen und anderen Transformationen

Heute morgen hat Till auf Twitter folgende Frage gestellt: “Wann ist eure Transformation im Unternehmen eigentlich erfolgreich? Wenn der Kunde eine “bessere” Leistung attestiert? Wenn das Unternehmensergebnis besser ist? Wenn die Menschen im Unternehmen zufriedener sind? Spielt Nachhaltigkeit eine Rolle?”. Ich habe nachgefragt, welche Transformation er meint, z.B die digitale Transformation, die agile Transformation” oder die lean Transformation. Seine Rückfrage war dann, ob die digitale Transformation nicht die beiden anderen umfasst.

Spontan war meine Antwort nein, weil jeweils etwas anderes im Fokus der Transformation. Aber mir wurde klar, dass ich auch keine scharfe Abgrenzung aus dem Ärmel schütteln konnte. Da solche Fragestellungen in der Praxis öfters vorkommen, habe ich angefangen etwas zu schmökern, z.B. in der Wikipedia bei Digitale Transformation (betrifft die ganze Gesellschaft) und Digitale Business Transformation (betrifft Unternehmen). Aus der zweiten Quelle stammt auch die Definition, die wir in unserem Wiki Copedia verwenden:

Die Digitalisierung verändert durch die Möglichkeiten und Potenziale digitaler Medien langfristig das Fundament jedes Unternehmens in seiner Strategie, Struktur, Kultur und seinen Prozessen.

Digital, Agil & Lean

Ein kleines Zwischenfazit nach einer halben Stunde lesen: der zentrale Treiber der digitalen Transformation ist die Informationstechnik. Durch das Moorsche Gesetz entwickelt sich die zur Verfügung stehende Rechenkapazität exponentiell. Das führt dazu, dass die Halbwertszeit des Wissens im Bereich IT- und EDV-Wissen besonders klein ist (Quelle):

Daraus entsteht insbesondere in technischen Bereichen wie z.B. Software-Entwicklung, Maschinen- und Automobilbau die Notwendigkeit, schnell und lebenslang zu lernen. Somit ist es auch kein Zufall, dass die agilen Methoden ihren Ursprung zunächst in der Produktinnovation (s.a. Nonaka, I.: The New New Product Developement Game) und dann in der Software Entwicklung (s.a. Scrum Guides) haben.

Die leichte Verbreitung von dokumentiertem Wissen durch Informationstechnik und die Globalisierung führen zusätzlich zu einem starken Wettbewerbsdruck in vielen Branchen. Neben dem Treiben von Innovationen können Unternehmen diesem Druck durch möglichst effiziente Prozesse begegnen. Ein wichtiger Ansatz in diesem Feld ist das Lean Management bzw. Lean Thinking (Mindset), bei dem alle Verschwendungen (jp.: Muda) systematisch aus Prozessen entfernt wird.

Randbemerkung: neben diesen drei von Till angesprochenen Transformationsarten bin ich bei der Recherche auf viele weitere gestoßen, z.B. New Work Transformation, Industrie 4.0 Transformation, Leadership Transformation und kulturelle Transformation. Ein Grund mehr bei Transformationen in Unternehmen sprachlich sehr sauber zu beschreiben, was gemeint ist, damit man nicht im Bullshit-Bingo-Spieler-Eck steht.

Tranformation

Ein finaler Gedanke noch zum Begriff der Transformation, der in unterschiedlichen Kontexten ganz verschiedene Bedeutung haben kann. In der Betriebswirtschaft bedeutet er “den Prozess der Veränderung, vom aktuellen Zustand (IST) hin zu einem angestrebten Ziel-Zustand in der nahen Zukunft. Eine Transformation repräsentiert einen fundamentalen und dauerhaften Wandel” (Quelle: Wikipedia). Wer sich also aktuell in einer begrifflichen Buzzwort-Wolke wiederfindet und vor lauter Transformationen gar nicht weiß, wo er anpacken soll, dem helfen vielleicht vier gedankliche Schritte aus dieser Misere:

  1. Transformationsobjekt: Was ist das Objekt, das transformiert werden soll? Ein Produkt? Ein Prozess? Die Zusammenarbeit? Der Führungsstil? Das Projektmanagement? Das Geschäftsmodell?
  2. Ist-Zustand: Wie können wir den Ist-Zustand beschreiben? Welche Eigenschaften charakterisiert das Transformationsobjekt heute?
  3. Ziel-Zustand: Wie können wir den gewünschten Ziel-Zustand beschreiben? Mit welchen Eigenschaften können wir das Transformationsobjekt in der Zukunft beschreiben?
  4. Transformationspfad: In welchen Schritten können wir die Transformation von Ist- zu Ziel-Zustand vollziehen? Welche Risiken und Barrieren sind zu erwarten und wie können wir diesen begegnen?

Bevor jetzt jemand in den Kommentaren schreit “aber alles ist doch so VUCA und wir wissen gar nicht was das Ziel ist”. Natürlich wird man sich in der Transformation darauf einstellen müssen, dass man nicht von einem stabilen Zustand in den nächsten geht. So lange das Moorsche Gesetzt gilt wird der Wandel beständig bleiben und sich weiter beschleunigen. Das ist aber kein Grund, die Transformation nicht in einem überlegten Prozess anzugehen und die Vorgehensweise wenn nötig agil anzupassen (inspect & adapt). Oder wie eines meiner Lieblingszitate von Deming lautet:

If you can’t describe what you are doing as a process, you don’t know what you’re doing.

Die Transformation sollte ruhig, überlegt und ohne Aktionismus oder Alarmismus angegangen werden.

Tipp für Führungskräfte und Führungskräfteentwickler*innen: wer eine der o.g. Transformationen in seinem Unternehmen fördern möchte oder muss, sollte sich mit dem Konzept der transformationalen Führung (Bass, B., 1985) beschäftigen