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How to Record a Podcast in a Remote Setup

Today I recorded an episode of the Management 2.0 Podcast with Prof. Leif Edvinsson about Intellectual Capital, Knowledge Management and Future Centers. Leif was at home in Sweden and I in the library of the Cogneon Akademie in Nuremberg. He asked me to write a short tutorial on how to record a remote podcast so here we go.

First of all a list of the necessary equipment. There many alternatives to record audio like recording phone calls or skype calls (e.g. via a skype recorder). But the audio quality of telephone lines and skype conversations is poor and I suggest that only in emergency cases. My setup was based on a local USB audio interface with a high quality headset and the software package studio link for the remote connection. Here is what you will need for that setup:

  • PC or Mac with software Reaper (Digital Audio Workstation) and the Ultraschall extension (Ultraschall already comes with the needed studio link pluging build in)
  • The studio link standalone version (German page) for the remote podcaster
  • USB audio interface to connect the headset to the PC (I used a Focusrite Scarlett Solo)
  • A combination of microphone and a headphone for monitoring (I used a Beyerdynamic DT 297)
  • A good internet connection (use LAN not WIFI)

The workflow to record the podcast looks like this:

  1. Connect the headset to the audio interface
  2. Connect the audio interface to your computer
  3. Start Reaper
  4. Configure your audio interface in the settings
  5. Add a track with the input from your audio interface
  6. Add another track as „studio link track“
  7. After step 6. a browser opens with the studio links controls (Tip: put that side by side with the Reaper window)
  8. In the browser window you will the your studio link ID (it has the format of an email „XY@studio-link.de). You have to send that to your remote podcaster and he has to enter that in the studio link standalone version to call you
  9. If the remote podcaster calls you, you get a notification in the browser window. Accept the call and you can hear each other
  10. Hit the record button in Reaper, record the podcast and hit the stop button when you‘re finished. That‘s it.

If I find some time in the future, I will do a short screencast with the whole setup. If you have feedback, comments or questions just use the comment field below.

#clc17 Session “Meinen eigenen Podcast aufnehmen”

Auf dem Corporate Learning Camp 2017 werde ich eine Session “Meinen eigenen Podcast aufnehmen” anbieten. Ziel der Session ist, dass die Teilnehmenden lernen, wie man mit einem mobilen Podcast-Studio einen eigenen Podcast mit maximal sechs Personen aufnehmen kann. Ich möchte gleich zu Beginn des Barcamps eine Einführungssession machen und in die Nutzung des Studios einführen. Das Studio wird dann an beiden Barcamp-Tagen an einem eigens dafür vorgesehenen Tisch verfügbar sein, so dass man dort selbstorganisiert aufnehmen und das Ergebnis auf einem (eigenen) USB-Stick mitnehmen kann.

Corporate Learning Camp 2017 in der Fachhochschule Frankfurt (Universty of Apllied Sciences) in Frankfurt am Main am 28.09.2017. Foto Frank Rumpenhorst

In einer Session zur Einführung habe ich ein vorgefertigtes Flipchart verwendet, um die generelle Sendekette (von oben nach unten) zu erklären. Von den verwendeten Hör-Sprech-Kombinationen (Headsets) gelangt das Audio-Signal über ein USB-Audiointerface in einen Windows-PC. Dort wird die Digital Audio Workstation (DAW) Reaper zusammen mit der Podcasting-Erweiterung Ultraschall für die Aufnahme und den Schnitt genutzt. Über das Studio-Link-Plugin können auch Remote-Podcaster in die Aufnahme einbezogen und ein Livestream des Podcasts angeboten werden.

Kurzanleitung für die Aufnahme

  1. Auf dem Desktop des Aufnahme-PC den Link Podcast aufnehmen klicken. Es öffnet sich die Software Reaper mit der Erweiterung Ultraschall mit 6 aktivierten Spuren.
  2. Wenn Ihr weniger als 6 Personen seid, könnt Ihr an dem kleinen roten Knopf neben den Spuren in Reaper diese für die Aufnahme deaktivieren (Klicken, Knopf leuchtet dann nicht mehr).
  3. Jeder Podcaster erhält eine Hör-Sprech-Kombination (Headset) bestehend aus Mikrofonarm und Köpfhörer. Der Mikrofonarm sollte nicht im Luftstrom der Nase und ca. 4cm vom Mund weg sein (4-Finger-Regel).
  4. Am Audio-Interface könnt Ihr alle Spuren separat “einpegeln”. Die Pegel-Knöpfe sind mit Nummern versehen, die zugehörigen Nummern findet Ihr auch als Aufkleber auf den Headsets. Der Pegel sollte bei normaler Sprechlautstärke in Reaper zwischen -12 und -6 dB sein.
  5. Am Kopfhörerverstärker könnt Ihr die Lautstärke für jeden Podcaster separat einstellen.
  6. Zum Starten der Aufnahme in Reaper auf den Knopf Record (oben, rot, rund) klicken. Ihr seht dann rechts neben den Spuren die Aufnahme laufen.
  7. Zum Anhalten der Aufnahme in Reaper auf den Knopf Stop (open, weiß, rechteckig) klicken.
  8. Zum Bearbeiten der Aufnahme müsst Ihr Reaper über das Menü Podcast/Prepare all tracks for editing zur Bearbeitung vorbereiten. Damit Ihr für bei der Bearbeitung was hört, muss der Curser mit dem Knopf Go to start of project (open, ganz links) an den Anfang der Spur gestellt und in der Routing ein Kreuz bei master output/Mon 1 gesetzt werden.
  9. Die fertige Aufnahme könnt Ihr dann in Reaper unter File/Render… als MP3-Datei (Einstellung: Source: Master mix, Output format: MP3: Bitrate: 112 kbps) oder FLAC-Dateien (zu exportierende Spuren mit gedrückter Strg-Taste markieren, Source: Stems (selected tracks), Output format: FLAC) alle Spuren einzeln) zum Weiterverarbeiten exportieren.
  10. Am Kabel von Headset 1 ist ein USB-Stick befestigt, damit könnt Ihr Euch Eure Inhalte auf den eigenen Rechner kopieren. ACHTUNG: nicht gespeicherte Aufnahmen gehen spätestens nach dem clc17 verloren.

Verwendete Soft- und Hardware

Im Rahmen des Barcamps wurde ich öfters gefragt, ob es auch kleinere/kostengünstigere Lösungen für Podcast-Studios gibt. Hier habe ich z.B. auf den Zoom H6 Audiorecorder verwiesen, der im Podcasting oft verwendet wird. Eine Übersicht über die im Cogneon Media Lab verwendete Hard- und Software findet Ihr auf einer Seite in Copedia.

Ergebnisse

Insgesamt haben sich sechs Personen/Gruppen gefunden, die auf dem Corporate Learning Camp 2017 ihren ersten Podcast aufgenommen haben. Fünf davon wurden sogar im Corporate Learning Podcast veröffentlicht. Respekt und Dank an die Podcaster*innen:

  1. CLP041 Erfahrungsbericht des #cl2025 WOL Circle 1 mit Nicole Meinholz, Volkmar Langer, Stefan Deibel und Carsten Wittmer.
  2. CLP042 Erfahrungsbericht vom Corporate Learning Camp 2017 mit Evelyn Peppler, Benedikt Pape und Stephan Deierlein.
  3. CLP043 Was ist eigentlich Community Management? mit Sara Liddiard, Nicola Appel, Nicole Deuter und Karlheinz Pape.
  4. CLP044 LMS am Scheideweg? mit Axel Wolpert, Egon Fleischer und Björn Beil.
  5. CLP045 Eduaction Bildungsgipfel 2018 mit Karlheinz Pape und Davide (Nachname konnte ich leider nicht herausfinden).
  6. Laura Beck hat auch noch einen Podcast mit Ihren Eindrücken und Highlights vom Corporate Learning Camp aufgenommen, der im Sozialen Intranet ihrer Organisation veröffentlicht wird.

Podlove Podcaster Workshop #ppw15b

Vom 13.-15.11.2015 war ich auf dem 6. Podlove Podcaster Workshop (#ppw15w) in den Räumen von Wikimedia Deutschland in Berlin. Workshop ist dabei eigentlich der falsche Begriff, denn die beiden Tagen laufen eigentlich in einer hybriden Form Konferenz/Unkonferenz statt. Der Veranstaltungsort verfügt über einen großen Plenumsraum und außerdem vier weitere Räume (außer den Büros der Wikimedia-Mitarbeiter) für Breakouts. Die Vormittage am Samstag und am Sonntag waren jeweils mit 4-6 Vorträgen belegt, der Nachmittag wurde im Barcamp-Stil geplant und durchgeführt (s.a. Programm in frab). Durch Material und Knowhow des CCC VOC sind die Vorträge mit etwas Zeitversatz auch auf YouTube verfügbar (Playlist mit allen Vorträgen):

Derartige Veranstaltungen sind großartige Lernevents, da große Bandbreite von Material und Expertise direkt vor Ort ist. Ich habe dieses Mal im Kern zwei Lernziele verfolgt. Zunächst wollte ich lernen, wie ich mit USB-Audio-Interface (Focusrite Scarlett 2i4) und Reaper/Ultraschall statt Audacity aufnehmen kann. Dazu musste zunächst mal Reaper und Ultraschall instellieren. Der Vortrag von Ralf Stockmann zur neuen Version Ultraschall 2.0 war dazu sehr hilfreich:

Die Installation verlief problemlos, bis auf die Stellen, an denen ich mich nicht an die Anleitung gehalten habe :-) Da alle unsere Kunden und wir selber auch auf Windows sind (7 und 10), musste das natürlich auf dieser Plattform funktionieren. Mein Ziel war, in der DAW Reaper möglichst viel digital machen zu können und möglichst wenig Audio-Hardware verwenden zu müssen. Insbesondere wollte ich für den Podcast Knowledge on Air (KOA) mit Ulrich Schmidt, der ja mittlerweile in Hannover wohnt,  den gesamten Aufnahme- und Produktionsprozess in Software machen können (Stichwort: N-1-Schaltung mit Skype).

Hierfür ist es notwendig in das Audio-Routing im Windows-Betriebssystem einzugreifen. Auf dem Mac arbeitet man hier mit Soundflower, in Windows verwendet man die Virutal Audio Cables und den ASIO4All Treiber. Nach einer Anleitung von Ben habe ich beides installiert und nach ersten Verständnisproblemen dann auch zum Laufen bekommen. Ich habe jetzt in Reaper eine Vorlage liegen, mit der ich mit einem Klick für eine neue KOA-Episode alle Einstellungen einrichten und die Episode aufnehmen kann.

reaper-ultraschall

Durch die virtuellen Audiokabel kann man nicht nur Skybe ankabeln, sondern auch Google Hangouts, Lync & Co. Auch mit einem SIP-Client (Phoner Lite) habe ich den Verbindungsaufbau zu einem Telefon erfolgreich getestet. Was noch nicht ging ist der Aufbau einer HD Voice Verbindung (G.722 mit über 7kHz statt 3,5 kHz Bandbreite) ist mir noch nicht gelungen, aber da forsche ich noch etwas. Mit diesem Setup werden wir jetzt die zwei Medienarbeitsplätze in der Akademie ausstatten, so dass auch Gäste Podcasts unter Einbindung von Remote-Teilnehmern machen können. Dazu werden wir in naher Zukunft auch die Seiten rund um Corporate Podcasts im Wiki ausbauen.

Podstock 2014

Ich war am 29. und 30. August auf dem Podstock in Almke (eine Ortschaft nahe Wolfsburg), einer Kombination aus Barcamp und Festival für Podcaster. Vor Ort waren ca. 30 Podcaster und Podcasterinnen sowie einige Hörer, teils mit Plänen einen eigenen Podcast zu gestalten. Neben einem Bühnenprogramm mit Live-Podcasts (z.B. Grundrauschen, Quasselstrippen, Denkblasen, Netköppe) wurde in Unkonferenz-Art ein Programm in zwei parallelen Räumen gestaltet.

podstock-2014-programm

Die für mich interessanteste Session behandelte das Thema Audiotechnik. Zwei professionelle Audiotechniker gaben eine Einführung in Soft- und Hardware. Wir haben alle Schritte von der Mikrofonierung (Rode NT 1A), über Mischer und Audio-Interfaces (digidesign 002) bis zum Recording im Rechner (ProTools) durchgesprochen. In der Audio-Nachbearbeitung wurden Tiefpassfilter (bei Sprache 100-120 Hz), Noisegate (bei –27dB), Equalizer, De-Esser, Kompressor und Normalisierung erklärt.

Jede Stufe konnte vor Ort direkt ausprobiert und geübt werden. Generell sollte auf gute Ausrüstung (gute Mikros, gute Vorverstärker, gute Wandler) geachtet werden, um von Beginn an ein möglichst gutes Audiosignal zu erhalten. Bei Mikrofonen empfehlen sich Kondensatormikrofone (z.B. Beyerdynamic DT 297) für kontrollierte Umgebungen in geschlossenen Räumen, in unkontrollierten Umgebungen kommen eher dynamische Mikrofone zum Einsatz (z.B. Sennheiser MD 46). Für Podcaster und Sprecher gab es den Tipp, bei Gelegenheit eine kleine Sprecher oder Theater-Schulung für Sprecher zu machen, da die Qualität der Sprecher die wichtigste Voraussetzung für eine gute Aufnahme ist.