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Rund um die erneuten Änderung der Nutzungsbedingungen der Working Out Loud Circle Guides durch John Stepper gab es ja bereits einige kontroverse Diskussion auf Twitter. Ich weiß, viele lesen Blogs nicht zu Ende, sondern reagieren direkt. Deswegen vorab eine klare Aussage: John hat das Markenrecht am Begriff “Working Out Loud” in drei Produktkategorien (z.B. dem Anbieten von Workshops mit WOL im Titel). Die Änderungen der Nutzungsbedingungen sind also aus rechtlicher Sicht völlig in Ordnung, da sie gutes Recht des Rechteinhabers sind.

Jochen Adler und Ragnar Heil, zwei der Initiatoren der deutschsprachigen Working Out Loud Community auf Yammer und Betreiber von @wol_de auf Twitter, hatten am 26.05.2020 ein kurzes Treffen arrangiert, um über die neue Situation zu sprechen. Für den 16.06.2020 ist ein weiteres Treffen mit einem erweiterten Teilnehmerkreis geplant. Ich schreibe diesen Blog, um uns von Seiten der Cogneon Akademie zum Thema Working Out Loud zu positionieren.

Ursprung: Blogging, Podcasting, vLogging

Working Out Loud hat seinen Ursprung in der Blogger-Szene, also bei Menschen, die ihre Weblogs, Audio-Blogs (Podcasts), und Video-Blogs (vLogs) für den offenen und vernetzten Austausch von Gedanken und Wissen verwenden (Blog Thinking and Working Out Loud von Glyn Moody vom 20.09.2006). Grundproblem war (und ist), dass Wissensarbeit durch die Digitalisierung “unsichtbar” wird (Blog Managing the visibility of knowledge work von Jim McGee vom 23.06.2010) und dadurch die Produktivität leidet.

Im Rahmen der Enterprise 2.0 Community haben sich zwischen 2006 und 2010 dafür zunächst die zwei Begriffe “observable work” (#owork) und “narrating your work” herausgebildet (Präsentation In the Flow: Patterns of Observable Work von Brian Tullis und Joe Crumpler im November 2010):

Der Kern von Working Out Loud

Bryce Williams hat, angeregt durch die Enterprise 2.0 Konferenz 2010 die drei Begriffe in seiner Definition von Working Out Loud zusammengebracht und dabei nebenher in genialer weise die Brücke zu einer Szene aus dem Film Spaceball geschlagen, in der das Jetzt im Jetzt sichtbar gemacht wird (Blog When will we start to Work Out Loud? Soon!):

Working Out Loud = Observable Work + Narrating Your  Work

Im Gründungsteffen der deutschsprachigen WOL Community 2015 hatten wir diskutiert, ob wir “Working Out Loud” ins Deutsche übersetzen wollen und uns dagegen entschieden. Diese Entscheidung trage ich nach wie vor mit. Trotzdem kann es in Kontexten, in denen Englisch nicht normal ist, eine gewisse Barriere darstellen. Daher der Versuch, die Definition ins Deutsche zu Übertragen (ja ich weiß, Storytelling ist Englisch, aber es steht in der deutschsprachigen Wikipedia):

Working Out Loud = Offene & Transparente Wissensarbeit + Storytelling

Dieser Ansatz, Wissensarbeit sichtbar und transparent zu machen sowie über Zielsetzung, Durchführung und Ergebnis von Wissensarbeit zu erzählen (Storytelling), ist für mich der Kern von Working Out Loud. Sichtbar wird Wissensarbeit z.B. durch Bereitstellung in offenen Wikis oder offen verfügbaren Dateiablagen (statt in verrechteten Silos). Das Storytelling zur Wissensarbeit kann, wie im Blog von Bryce beschrieben, durch “Journaling” in Blogs und Microblogs (intern z.B. in einem Enterprise Social Network) erfolgen.

Offenheit und die Wahl des Lizenzmodells

Als letztes noch meine Gedanke zu den geänderten Nutzungsbedingungen der Working Out Loud Circle Guides. Ich kann verstehen, dass es aus Gründen der Monetarisierung ein verlockender Ansatz ist, einen möglichst geschlossenen Ansatz (closed source) zu verfolgen. Bei den WOL Circle Guides hatten die ersten Ausgaben keine spezielle Lizenz (was nach unserer Rechtssprechung einem normalen Copyright gleichzusetzen ist), die Version 4 die geschlossenste Form der Creative Commons Lizenz (CC BY ND NC) und ab Version 5 ein normales Copyright.

Die Lizenzmodelle Copyright und Creative Commons kann man auf einer Skala von “most open” bis “least open” darstellen. Auf den Seiten der Creative Commons Corporation gibt es ausführliche Beschreibungen der Lizenzen und auch Argumente, warum die Lizenzen mit der Einschränkung “non-commercial” (keine Nutzung zur Verfolgung geschäftlicher Interessen und monetärer Vorteile) oft kontraproduktiv sind.

Quelle: Wikipedia

Die Arbeitshaltung “Working Out Loud” ist so breit angelegt, dass es meiner Meinung nach nicht die “eine richtige Sicht” darauf geben kann. Es braucht eine Vielzahl von Perspektiven, Meinungen, Schulen und Zugängen zum Thema. Die Working Out Loud Circle Guides sind dabei ein Weg unter vielen, sich dem Themenfeld zu nähern. Gerade für Neueinsteiger*innen sind sie mit ihrer detaillierten Anleitung natürlich nach wie vor eine sehr gute Option für die ersten Schritte auf einer langen Reise.

Fazit

Wenn ich in Zukunft von “Working Out Loud” (#wol) spreche und schreibe, meine ich damit die Arbeitshaltung oben beschrieben und definierten Sinne. Wenn ich die Circle Guides von John meine, werde ich von “Working Out Loud Circle Guides” (#wolcg) sprechen und schreiben. Meine Hoffnung, dass wir auf diesem Weg wieder einen breiten und diversen Diskurs zum Thema gibt und die Vielfalt der Ansätze uns alle weiter bringt.

Unsere Benchlearning Projekte, die sich aus der Kooperation in Projekten mit Audi, Schaeffler und adidas entwickelt haben, gibt es seit dem Jahr 2012. Die letzten beiden Jahre hatten wir erstmalig zwei Benchlearnings parallel laufen: das blp19 “Digital & Connected Work” (Bericht) und das blp19o365 “Office 365 Evolution” (Bericht). In den Abschlussworkshops waren sich alle einige, dass wir die Themenfelder der Digitalen & vernetzten Zusammenarbeit (blp19) und der Rolle, die Office 365 darin spielt (blp19o365), ausreichend intensiv behandelt haben und eine Fortsetzung keinen größeren Erkenntnisgewinn mehr bringen würde.

Deswegen haben wir uns im Abschlussworkshop über die nächsten wichtigen Lernthemen Gedanken gemacht und sind zu folgendem Thema für das Benchlearning Projekt 2020 gelangt: blp20 “Offenes und vernetztes Arbeiten und Lernen” (OVAL). Darin wollen wir uns insbesondere um diese zwei Aspekte der Arbeit der Zukunft kümmern:

  1. Offenheit und Vernetzung: wie können wir die Prinzipien Offenheit und Vernetzung konkret in der Zusammenarbeit verankern (Tags: Open by Default, Open Collaboration, Open Innovation, Open Educational Resources, Open Source, Open Science, Open Spaces, Vernetzung Mensch/Mensch, Mensch/Inhalt, Inhalt/Inhalt, Vernetzung Cross-Company).
  2. Arbeiten und Lernen: wie können wir Harold’s Satz “Working is Learning and Learning is the Work” in der Praxis verankern? Damit kommen wir auch wieder ein bisschen zu den Wurzeln des Benchlearning 2020 zurück, bei dem die Bildung von internen interdisziplinären Netzwerken zur Entwicklung einer Lernenden Organisation (z.B. HR, IT, Com, KM) im Fokus stand.

Für das Benchlearning Projekt 2020 sind noch einige wenige Plätze frei. Mit von der Partie sind bisher Audi, Deutsche Telekom, Schaeffler, Siemens Healthineers, Volkswagen und ZF Friedrichshafen. Das Format und die Termine für die Projekttreffen sind dieses Jahr:

  • 19.-20.02.: Kick-off, Nürnberg (Tag 1 ab 14:00 Uhr)
  • 08.04.: Online-Treffen
  • 15.-16.06.: Präsenz-Treffen, Nürnberg (Tag 1 ab 14:00 Uhr)
  • 21.09.: Online-Treffen
  • 16.-17.11.: Abschluss-Workshop, Nürnberg (Tag 1 ab 14:00 Uhr)
  • Virtuelle Zusammenarbeit: Parallel zu den fünf Treffen wird in Arbeitsgruppen an Themen gearbeitet, die wir im Kick-off festlegen. Dafür verwenden wir eine geschlossene Gruppe auf CONNECT.
  • Thematische Calls: begleitend werden wir 4-5 offene Calls (ca. 1h) machen, in den wir uns Gastredner*innen zu den Schwerpunktthemen des Benchlearnings einladen.

Wer kann beim Benchlearning 2020 noch mit dabei sein? Ihr solltet folgende Kriterien erfüllen:

  • Organisationsgröße 10.000+ Mitarbeiter*innen
  • Organisation global und interkulturell verteilt
  • Entsand von 3-5 Projektteilnehmer*innen in das Projekt, idealerweise interdisziplinär (HR, IT, Kommunikation, Wissensmanagement)

Die Teilnahme an dem Projekt kostet € 5.900,-. Darin enthalten sind die Organisation der fünf Termine, der Online-Zusammenarbeit, die Erstellung des Abschlussberichts, die Erstellung einer Dokumentbibliothek mit allen Materialien und die Verpflegung während der Präsenztreffen.

Interesse und/oder offene Fragen? Dann kontaktiert uns oder schreibt unten in die Kommentare.

Als wir 2012 unser erstes Benchlearning Projekt mit dem Titel „Soziale Intranets“ gestartet haben, war ein Ergebnisse aus einem Teilprojekt die Enterprise 2.0 Flower (s.a. Enterprise 2.0 in Copedia und blp12 Abschlussbericht). Inspiriert durch das Social Media Prism zeigte sie die Kategorien Sozialer Software, die in den Unternehmen damals relevant waren (Soziale Netzwerke, Weblogs, Wikis, Redaktionelle Intranets (CMS), Suchmaschinen, Videoportale, Dashboards/PIM, Groupware).

Auch wenn sich die wichtigsten Akteure im Inneren der Blume etwas verändert haben, stimmen die acht Kategorien meiner Meinung nach im Wesentlichen noch. Aber ein „New Kid on the Block“ gibt es: Enterprise Messenger. Unter einem Enterprise Messenger (EM) verstehe ich – ähnlich wie bei Enterprise Blogs, Enterprise Wikis und Enterprise Social Networks – Instant Messenger (IM), die besonders für den Einsatz im Kontext von Unternehmen geeignet sind.

Die Liste von Instant Messengern ist lang, doch in der Praxis kommt nach meiner Beobachtung nur eine überschaubare Anzahl von Produkten zum Einsatz. Ich zähle hier erweiterte SMS-Dienste wie iMessage oder eher privat genutzte Messenger wie WhatsApp nicht dazu, auch wenn diese in der Praxis durchaus eine Rolle spielen (WhatsApp dürfte einer der häufigsten genutzte Dienst kn der „Schatten-IT“ sein). Meine Top 5 EM‘s (Reihenfolge alphabetisch):

  1. Hipchat: Hipchat unterstützt Gruppenchats, Videochats und Bildschirmübertragung. Zunächst unabhängig wurde Hipchat 2012 von Atlassian (den Machern von Jira und Confluence) übernommen.
  2. Skype for Business: Skype4B (früher Lync) ist eigentlich eher eine Web-/Telefon-/Videokonferenz-Software, aber mit Chat-Funktion. Darüber hat es eine weite Verbreitung in Unternehmen. Mit Skype Live-Meeting lassen sich Konferenzen an bis zu 10.000 Teilnehmende streamen.
  3. Slack: erster Messenger, der intensiv auf Integration externer Dienste wie Github, Dropbox und Trello gesetzt hat. Slack unterstützt mehrere „Workspaces“ (wie Gruppen bei Facebook), Workspaces können durch „Channels“ strukturiert sein. das Beitragsbild dieses Blogs stammt aus einer einseitigen Slack-Anzeige im Handelsblatt.
  4. Teams: Microsoft Teams ist ein recht neues Produkt aus dem Hause Microsoft und Bestandteil von Office 365. In der grundsätlichen Nutzung erinnert es stark an Slack. In Teams können verschiedene Dienste aus Office 365 und dem Internet integriert werden.
  5. Threema: Threema ist ein Messenger aus der Schweiz, der besonders auf Sicherheit durch Schlüsseltausch per QR-Code und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung setzt. In Threema sind Gruppen mit bis zu 50 Personen möglich. Mit Threema Work lässt sich der Messenger in MDM-Systeme integrieren.

Wie sieht das in Euren Organisationen aus? Teilt Ihr die Beobachtung der Beduetungszunahme von Enterprise Messengern? Welche werden eingesetzt und wofür? Wis stehen die Messengern zu anderen Tools aus der Enterprise 2.0 Flower?

Im Jahr 2013 haben wir im Management 2.0 MOOC erstmals ganz bewusst den Begriff Lernen 2.0 für eine der Themenwochen verwendet. Seitdem gab es viele Anfragen, Vorträge, Workshops und Projekte zum Thema. Doch bis heute gibt es noch viele Gelegenheiten, bei denen man merkt, dass die Grundidee von “2.0” eigentlich noch gar nicht verstanden ist – und das obwohl die Marketing-Karawane schon zu “4.0” weitergezogen ist. Da diese beiden Konzepte aber weitgehend synonym gebraucht werden, möchte ich meine Sicht auf Lernen 2.0 hier mal in groben Zügen darlegen.

Der Begriff Web 2.0 wurde erstmals von Darcy DiNucci in Ihrem Beitrag Fragmented Future im Jahr 1999(!) erwähnt. Darin schreibt sie, die grundlegende Eigenschaft des Web 2.0 ist, keine sichtbaren Eigenschaften zu haben. In Breite bekannt wurde Web 2.0 dann durch den Autor und Verleger Tim O’Reilly mit seinem Artikel What is Web 2.0? aus dem Jahr 2005. Hören wir zunächst, wie Tim Web 2.0 in knapp einer Minuten definiert:

Sein zentrales Argument ist, dass das Web als Plattform begriffen werden muss, auf der die Regeln für Unternehmen grundlegend anders sind. Insbesondere ist neu, dass Nutzer zur Wertschöpfung beitragen. Zentrale Aufgabe für Unternehmen muss also sein, Geschäftsmodelle zu finden, die das berücksichtigen. Neben dieser Eigenschaft nennt Tim in der Web 2.0 Meme Map in seinem Beitrag noch 20 weitere, darunter z.B.:

  • 2.0 ist eine Einstellung, keine Technologie
  • Tagging statt Taxonomie
  • Partizipation statt Publikation durch Weblogs
  • Radikales Vertrauen wie bei Wikipedia
  • Radikale Dezentralisierung wie bei BitTorrent
  • Den Long Tail ermöglichen
  • Daten als das neues “Intel Inside” (s.a. Big Data Diskussion)
  • Anpassung durch Hackability
  • Der Zustand des Perpetual Beta
  • Das Recht der Wiederverwendung durch “some rights reserved” (s.a. Diskussion zu Open Access, Open Content, Open Science)
  • Das Prinzip der Emergenz, statt der Vorherbestimmtheit
  • Das Web als Baukasten oder auch Small Pieces Loosley Joined

Kurze Zeit später prägte MIT-Professor Andrew McAffee den Begriff Enterprise 2.0. Wie er in seiner kurzen Definition im Video darlegt, geht es dabei wenig überraschend um den Einsatz von Web-2.0-Technologien (Wikis, Soziale Netzwerke, Microblogs, Social Bookmarks) in Unternehmen zur Verfolgung der organisationalen Ziele:

In seinem Aufsatz Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration aus dem Jahr 2006 verwendet er die Abkürzung SLATES, um die sechs Komponenten von Enterprise 2.0 Technologien zu beschreiben:

  • Search: die Suche als zentrale Funktion neben der Navigation, um sich in großen Informationssystemen zurecht zu finden.
  • Links: In vielen Intranets wird Querverlinkung sehr sparsam und von kleinen Redakteursgruppen eingesetzt. Alle Nutzer müssen in die Lage versetzt werden, Links einzufügen (z.B. über Kommentare).
  • Authoring: Mitarbeiter über einfache Werkzeuge zu Autoren machen, damit diese Wissen, Einsichten, Erfahrungen, Kommentare, Fakten, Links usw. beitragen können.
  • Tags: durch einfaches Hinzufügen von Tags ermöglichen, dass Nutzer ihre Struturn hinzufügen können, statt die Strukturen der Autoren verwenden zu müssen (siehe dazu auch Vortrag von David Weinberger in der Library of Congress).
  • Extensions: durch die Anzeige weiterer Inhalte auf Basis von ähnlichen Inhalten oder Amazon’s Nutzer-die-dieses-Buch-gelesen-haben-Strategie Nutzer aktiv weitere Inhalte vorschlagen.
  • Signals: Nutzer in Form von E-Mail-Benachrichtigungen oder RSS-Feeds auf neue Inhalte hinweisen und diese aggregieren, damit sie nicht aktiv einzelne Webseiten regelmäßig öffnen müssen.

Gary Hamel, Gastprofessor für Strategisches Management an der London Business School und Co-Autor von The Core Competence of the Corporation, spannt den zeitlichen Bogen gleich über ein ganzes Jahrhundert. In seinem 2007 erschienenen Buch The Future of Management verwendet er die Metapher des Software Forking, um auf die Notwendigkeit der Entwicklung komplett neuartiger Management-Ansätze hinzuweisen. Mit dem finalen Kapitel Forking Management 2.0 will er Management 2.0 als “21st Century Management” verstanden wissen. Ich lege allen dringend ans Herz, sich knapp 17 Minuten Zeit zu nehmen und den Vortrag Reinventing the Technology of Human Accomplishment anzusehen, den wir damals auch als Eröffnung des Management 2.0 MOOCs verwendet haben:

Im Management 2.0 Hackathon, 2011 gemeinsam von der Plattform Management Innovation Exchange (MIX), Saba und der Enterprise 2.0 Conference durchgeführt, haben die über 900 Teilnehmer*innen gemeinsam die 12 Prinzipien von Management 2.0 ermittelt:

  1. Offenheit
  2. Community
  3. Meritokratie
  4. Aktivismus
  5. Zusammenarbeit
  6. Sinn
  7. Autonomie
  8. Entdeckungen durch glückliche Zufälle (serendipity)
  9. Dezentralisierung
  10. Experimentieren
  11. Geschwindigkeit
  12. Vertrauen

Ich finde, dass von Web 2.0 über Enterprise 2.0 hin zu Management 2.0 eine klare Linie zu erkennen ist, wie wir im 21. Jahrhundert Arbeiten, Management und Lernen sollten.

Doch bevor ich hier an dieser Stelle meine Interpreation von Lernen 2.0 ergänze, mache ich das gleiche wie in Vorträgen an dieser Stelle: ich frage Sie/Euch die Leser*innen wie die persönliche Interpretation von Lernen 2.0 aussieh? Gerne als Kommentar hier im Blog oder Link zu Blog/Video etc. unten eintragen.

P.S. bitte keine Kommentare wie “2.0 ist doch schon alt, wir sind längst bei 3.0, 4.0, X.0” – die hier beschriebene Idee von 2.0 gilt für das kommende Jahrhundert :-)

enterprise-20-summit

Vom 3.-5. Februar fand in Paris der Enterprise 2.0 Summit mit dem Schwerpunktthema Digitale Transformation statt. Wie in den Jahren zuvor bestand der Summit aus Keynotes von Vordenkern wie z.B. Jane McConnell, Lee Bryant, Dion Hinchcliffe sowie Praxisbeiträgen von Unternehmen. Nachdem die E20-Community meist sehr offen mit ihren Inhalten umgeht, gibt es einige der Inhalte frei im Internet zu finden. Ich habe mal die aus meiner Sicht interessantesten zusammengesucht:

Tipp: in der neuen Episode des Management 2.0 Podcast hatte ich den Organisator Björn Negelmann von Kongress Media sowie Katharina Perschke von Bosch und Harald Schirmer von Continental zu Gast. Wir sprechen über Geschichte, Hintergründe und aktuelle Trends des Summits.

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p align=”justify”>Warum ist das Thema Communities und damit einhergehend das Thema Community Management für Unternehmen heutzutage eigentlich wichtig? Um diese Frage zu beantworten müssen eine Zeitreise zurück zu Beginn des 20. Jahrhunderts machen. In dieser Zeit waren die Markteintrittsbarrieren sehr hoch und Unternehmen konkurrierten vornehmlich in lokalen Märkten.

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p align=”justify”>Folglich waren die Märkte recht stabil und die Haupt Herausforderung war es eine ausreichende Anzahl an Produkten in ausreichender Qualität herzustellen. Diese Herausforderung konnte nur mit der Einführung einer starken Arbeitsteilung erfolgreich begegnet werden. Diese damals etablierte Arbeitsteilung bedingte die uns auch heute noch bekannt und verbreitete hierarchische Organisationsform von Unternehmen.

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p align=”justify”>Seit dieser Zeit haben sich die Marktbedingungen, insbesondere mit Aufkommen des Internets und den Möglichkeiten der elektronischen Datenverarbeitung stark verändert. Unternehmen agieren in globalen Märkten mit immer komplexer werdenden Produkten & Dienstleistungen bei gleichzeitig rapide sinkenden Markteintrittsbarrieren. Unter solchen Umweltbedingungen sind die klassischen hierarchischen Organisationsformen zu starr. Unternehmen haben darauf auch schon seit längerer Zeit mit der Einführung von CoPs, Gremien, Arbeitskreisen und Projekten.

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p align=”justify”>Diese ergänzen die hierarchische Struktur damit Unternehmen flexibel auf sich ändernde Umweltbedingungen reagieren und sich verstärkt über innovative Produkte und Dienstleistungen am Markt behaupten können. Gleichzeitig können Produkte & Dienstleistungen durch die hierarchische Struktur in Standardprozessen effizient hergestellt bzw. angeboten werden. „Hierarchies won‘t be replaced but rather extended by social technology enabled Communities“. Prof. Kotter (Harvard) nennt dies ein „Dual Operating System“.

Wenn man sich mit einem Thema wie Enterprise 2.0 beschäftigt, wie das z.B. aktuell im Enterprise 2.0 MOOC geschieht, sollte man sich zunächst auf eine Definition bzw. ein gemeinsames Begriffsverständnis einigen. Dazu ein kurzer Blick in die Historie. Der Begriff Web 2.0 wurde im Jahr 2004/2005 durch den Verleger Tim O'Reilly bekannt gemacht, der seine Sicht auf die neue Nutzungsform des Webs in dem Artikel What is Web 2.0? beschreibt. Wichtige Aspekte darin sind die tabellarische Gegenüberstellung zwischen Web 1.0 und Web 2.0 (z.B. Britannica vs. Wikipedia, persönliche Hompages vs. Weblogs), die Web 2.0 Meme Map, das Prinzip der Nutzung kollektiver Intelligenz, die Hervorhebung der Bedeutung von Daten (“Data is the Next Intel Inside”) sowie eine Liste von acht Web 2.0 Design Patterns, zu denen auch der Long Tail und User Generated Content gehören.

 

Andrew McAfee, Direktor des Center for Digital Business am MIT, übertrug die Grundidee des Web 2.0 auf Unternehmen und beschrieb seine Sicht in dem 2006 veröffentlichten Artikel Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration. Darin führte er das SLATES Meme ein (Search, Links, Authoring, Tags, Extensions, Signals), benannte zwei “ground rules” von Enterprise 2.0 (Ease of Use, Nutzungsoffenheit) sowie die wichtige Rolle von Führungskräften. Als kleine Randnotiz kann man noch anführen, dass McAfee das Ende von “Knowledge Management Systems” durch Enterprise 2.0 zu einer Zeit prognostiziert, als der Disziplin Wissensmanagement längst klar war, dass es so etwas wie Wissensmanagementsysteme gar nicht gibt. Systeme sind immer nur Teil der Infrastruktur, ob dadurch Wissen generiert, transferriert oder dokumentiert wird, hängt maßgeblich von der Motivation der Nutzer und den Rahmenbedingungen im Unternehmen ab.

In dem genannten Artikel war keine klare Enterprise-2.0-Definition enthalten, sondern nur die Umschreibung “I use the term Enterprise 2.0 to focus only on those platforms that companies can buy or build in order to make visible the practices and outputs of their knowledge workers”. Später brachte McAfee in seinem Blog zwei Versionen von Definitionen:

  1. Enterprise 2.0 is the use of emergent social software platforms by organizations in pursuit of their goals.
  2. Enterprise 2.0 is the use of emergent social software platforms within companies, or between companies and their partners or customers.

Mittlerweile gab es auch Versuche, Definitionen zu erstellen, die nicht auf die technischen Werkzeuge abzielen, sondern den übergeordneten Nutzen der Werkzeuge für Wissenstransfer und Lernen herausstellen. Dazu gehört z.B. “Ein Enterprise 2.0 ist eine Lernende Organisation, die ihre Ziele durch lernförderliche Handlungsmuster und den Einsatz von sozialen Medien erreicht” im GfWM Positionspapier Wissensmanagement und Enterprise 2.0 (englisch). Eine wichtige Erkenntnis in der Erarbeitung des Positionspapier war aus meiner Sicht, dass man Enterprise 2.0 nur “werden” und nicht “einführen” kann. Trotzdem bin ich mittlerweile überzeugt, dass die Ankopplung an das Konzept der Lernenden Organisation für einen Großteil der Zielgruppe zu abstrakt und zu wenig greifbar ist. Daher schlage ich für den Enterprise 2.0 MOOC folgende Definition vor, die eine deutschsprachige Zusammenführung der beiden Definitionen von McAfee darstellt:

Enterprise 2.0 beschreibt den Einsatz sozialer Medien in Unternehmen, sowie zwischen Unternehmen, Partnern und Kunden, um die eigenen Ziele zu erreichen.

Dabei finde ich “Soziale Medien” griffiger, als eine wörtlichere Übersetzung von “emergent social software platforms”. Die beiden Definitionen habe ich zusammengeführt, da mir sowohl der organisationsübergreifende Aspekt (“within companies, or between companies and their partners or customers”), als auch der Strategiebezug (“in pursuit of their goals”) bei Enterprise-2.0-Ansätzen wichtig sind.

P.S. die aus “Social Software” abgeleitete Begriffe (z.B. Social Enterprise, Social Business) nutzen wir insbesondere im deutschen Sprachraum nicht, da das soziale Unternehmen hier ganz anders belegt ist.

 

 

Seit knapp vier Jahren beschäftige ich mich nun beruflich mit den Themen Enterprise 2.0, Social Collaboration und internes Community und konnte dabei einen großen Kunden über einen langen Zeitraum in diesen Themenfeldern unterstützen. Seit 2014 führe ich dort zusätzlich seit dem Launch des Corporate Social Networks die zweitägigen Trainings der internen Community Manager durch.

Genauso besonders wie das Thema des internen Community  Managements, ist auch die Trainings Location, die wir nutzen. Abseits der herkömmlichen Arbeitsumgebung ermöglicht die offen gestaltete Architektur der Location den Teilnehmern eine inspirierende Kommunikation um Erfahrungen auszutauschen und kreativ an neuen Ideen zu arbeiten.

Mit den Trainings verfolgen wir zwei Zielsetzungen. Zum einen wollen wir den Kontext für internes Community Management schaffen und aufzeigen warum Communities als Ergänzung der klassischen hierarchischen Aufbauorganisation in einer vernetzten, schnelllebigen und immer komplexer werdenden Welt notwendig sind.

Zum anderen wollen wir den Community Managern das operative Rüstzeug für die Wahrnehmung ihrer Rolle mitgeben – sowohl fachlich als auch technisch, insbesondere mit den Möglichkeiten interner sozialer Medien.

Dementsprechend spannen wir an Tag 1 zunächst den Rahmen auf, indem wir Hintergrund und Grundlagen des internes Community Management unter Berücksichtigung der Möglichkeiten sozialer Medien beleuchten.

Darauf aufbauend lernen die Teilnehmer entlang eines iterativen Community LifeCycle- und Aufgabenmodells mit insgesamt 8 Aufgabenpaketen praxisnah in Kopplung mit den Möglichkeiten interner sozialer Medien, Communities zu starten, zu betreiben und weiter zu entwickeln.

Bis Ende 2014 werden wir in diesem Jahr voraussichtlich ca. 14 Trainings mit insgesamt ca. 130 Teilnehmern absolviert haben. Genauso vielfältig wie die Einsatzszenarien für Communities in Unternehmen sind auch die Fragen und Probleme von angehenden internen Community Managern.

In den nächsten Blog-Beiträgen werde ich diese Themen als auch das Community LifeCycle- und Aufgabenmodell näher betrachten.

Vor einiger Zeit hat Frau Back in Ihrem Blog eine erste Version einer Begriffslandkarte Web 2.0 und Social Media veröffentlicht. In einigen aktuellen Projekten habe ich die Problematik, dass die Begrifflichkeiten rund um “2.0” und soziale Medien recht unterschiedlich verwendet werden. Deswegen habe ich auch versucht, die Schlüsselbegriffe in einer Konzeptkarte Enterprise 2.0 neu zu ordnen (s.u.).

Zu unterscheiden ist prinzipiell zwischen Firmen-interner (Intranet, Business2Employees) und Firmen-externer Anwendung. Bei der externen Anwendung ist, so wie das auch schon im GfWM Positionspapier Wissensmanagement und Enterprise 2.0 gemacht wurde, zwischen der Endkunden-orientierten Nutzung (Web 2.0, Business2Customer) und der Anwendung zwischen Unternehmen und Partnern/Lieferanten (Extranet, Business2Business) zu unterscheiden.

Gemäß der Definition von McAfee (“Enterprise 2.0 is the use of emergent social software platforms within companies, or between companies and their partners or customers”) wird von Enterprise 2.0 dann gesprochen, wenn Web-2.0-Werkzeuge in Unternehmen und/oder zwischen Unternehmen, Partnern und Kunden eingesetzt werden. Aktuell hat Enterprise 2.0 hauptsächlich den Fokus des Einsatzes im Intranet, zur Firmen-übergreifenden Nutzung gibt es erste Gehversuche. Wie der Diskussion im Blog von Fr. Back zu entnehmen ist ist es wichtig, dass Enterprise 2.0 neben dem Einsatz sozialer Software auch auf die Förderung einer partizipativen Unternehmenskultur abzielt.

Bei der internen Anwendung bin ich im Gegensatz zu anderen Stimmen überzeugt, dass redaktionelle Intranets (z.B. mit News und eher statischen Inhalten) auch im Kontext von Enterprise 2.0 eine wichtige Rolle spielen werden. Aus dieser Perspektive würden soziale Intranets (oder Extranets) aus den bereits bestehenden redaktionellen Intranets, angereichert um soziale Funktionen (z.B. Kommentieren, Sharen, Liken), und zusätzlicher sozialer Software wie z.B. sozialen Netzwerken (Corporate Facebook), Weblogs (Corporate WordPress), Wikis (Corporate Wikipedia), Videoportalen (Corporate YouTube) etc. bestehen. Dieses Raster kann helfen, Enterprise-2.0-Ansätze in einem Unternehmen schärfer voneinander abzugrenzen.

Da sich die meisten Unternehmen in Bezug auf Enterprise 2.0 noch in einem sehr frühen und experimentellen Stadium befinden, beschäftigen sie sich aktuell stark mit den Einzelthemen. Ich glaube, dass es in naher Zukunft vier Themen geben wird, die dringend zu klären sind:

  1. Übergeordnete Informationsarchitektur: wie kann ein Ansatz einer übergeordneten Informationsarchitektur aussehen, der eine für die Mitarbeiter logische Klammer um die einzelnen Bestandteile des sozialen Intranets bildet.
  2. Persönliches Dashboard: welches Werkzeug verwenden Mitarbeiter, um den Überblick sowohl über E-Mails, Termine, Aufgaben und Kontakte, als auch die neuen Medien (Stichwort: Aktivitätenstrom) zu behalten. Für mich ist noch offen, ob das Systeme wie iGoogle/Netvibes sein werden, oder ob sich klassische PIM-Software wie Outlook in diese Richtung entwickeln werden.
  3. Übergänge/Schnittstellen Intranet/Internet: wie sehen die Übergänge zwischen Informationen im Internet, im Extranet und im Intranet aus? Das gilt sowohl für den Informationsfluss von außen nach innen, als auch umgekehrt.
  4. Medienkompetenz der Mitarbeiter: mit welchen Maßnahmen bauen wir bei den Mitarbeitern die notwendige Medienkompetenz auf? Standardisiert verfügbare Workshops wie unser Web-2.0-Führerschein können helfen, sind aber sicher noch durch Programme in Bereichen wie “virtuelle Führung”, “selbstgesteuertes, informelles Lernen” und “Selbstorganisation 2.0” zu ergänzen.
  • Referent: Dominik Friedel (Accenture)
  • Forschungsfrage: Wie transformiert man eine Oganisation erfolgreich zum “Enterprise 2.0”?
  • Umfrage 2011 mit 196 Internehmensvertretern brachte positive Wahrnehmung von Enterprise 2.0
  • Errechnung eines Maturity Levels mit den Dimensionen IT, Prozesse, Strategie und Mensch mit jeweils vier Kategorien
  • Technologiediffusionskurve nach Rogers (2,5% innovators, 13,5% early adopters, 34% early majority, 34% late majority, 16% laggards)
  • 5 Leitprinzipien: Begeisterung der Führungsebene, Vermittlung kongreter Zielbilder, Effektiver Umgang mit verunsicherten Mitarbeitern, situativer Ansatz, klare/verständliche/intuitive Anwendung
  • Standardaktivitäten nach McAfee, McKinsey, O'Reilly Radar, 2.0 Adoption Council Quellen
  • Enterprise 2.0 Methodenset mit den vier Gestaltungsbereichen Unternehmensstrategie, Geschäftsprozesse, IuK-Technologie und Menschen
  • Maßnahmenkatalog mussmin der Anwendung durch die Zielgruppe iterativ erweitert und angepasst werden
  • Emterprise 2.0 Canvas
  • Pfad des integrierten Bezigsrahmens: Auslöser und Konsequenzen, SWOT, interner/externer Kontext, Projektkontext, Steuerung, Sozialkompetenz, Wunschziel

Episoden

Am 20.11.2019 fand das 3. Working Out Loud Camp in Berlin statt. Gemeinsam mit Katharina Krentz habe ich dort eine Session zur Erfolgsmessung bei Barcamps, Community Management, WOL & Co. gehalten. Wir haben erst gemeinsam einen Überbick über die Möglichkeiten und Beispiele bei Siemens und Bosch gegeben (Präsentation) und dann die Teilnehmer in kleinen Gruppen eigene Ansätze erarbeiten und vorstellen  lassen.

Treiber für Key Performance Indikatoren (KPI) zur Messung der Produktivität von Wissensarbeit / Beispiele Wissensbilanz, Intellectual Capital Statement, Balanced Scorecard (inkl. Strategy Map) / Formelle und informelle Organisation / Dual Operating System (Communities, Netzwerke, Guiding Coalition) / Zweck (Purpose) als übergeordnetes Ordnungskriterium / KPIs vs. OKRs / Enterprise 2.0 / McKinsey Artikel The Rise of the Networked Enterprise: Web 2.0 finds its payday (2010) / Präsentation Social Media and ROI: Why use-cases are more compelling than Excel sheets von Michael Heiss (2010) / Artikel Social Collaboration Metrics  von Manfred Langen (2015) / Über 100 Millionen Eure Einsparung und Versiebenfachung der Wahrscheinlichkeit für erfolgreiche Ideen / Fallbeispiel Bosch / Messung über Feedback-Umfrage in jeder Woche mit Likert Skala möglich / Feedback reicht CEO Volkmar Denner nicht (“Business Benefit Proof” ist nötig) / WOL nimmt Einfluss auf Prinzipien der Führung und Zusammenarbeit / Messbare Effekte auf Basis von 12 WOL Anwendungsfälle / Social Collaboration Studie 2019 / Nachhaltigkeitsdreieck (ökonomisch, ökologisch, sozial) / Vorstellung der Gruppenergebnisse / Sichtbarkeit in sozialen Netzwerken / Verbesserung Employer Branding / Verkaufsförderung / Einsparung von Recruiting-Kosten / Durchlaufzeit von Projekten und Prozessen / Kundenzufriedenheit / OKRs und Dachthemen definieren / Weitere Vorgehensweise (s.u.)

Das Fotoprotokoll aller Gruppenergebnisse werden wir auch noch als Blog bereitstellen. Außerdem haben sich knapp 30 der Session-Teilnehmer*innen gemeldet, die im Nachgang beginnend mit einer Webkonferenz an der Bündelung der Ergebnisse zu einem Messmodell mitarbeiten wollen.

Im Vorfeld des Abschluss-Workshops des Benchlearning Projekts 2019 “Working, Collaborating and Leading in the Digital Age” habe ich mit Katharina Krentz (@Katha_Pe) von Bosch über ihre persönliche Lernreise von Enterprise 2.0 über die Etablierung von Community Management bis zu dem aktuellen Thema Working Out Loud (WOL) gesprochen.

Katharina im Firmenfunk Podcast FF004 / Katharina im DigiTalk Podcast (Teil 1 und Teil 2) / Katharina im Gespräch mit Isabel zu Social Technologies in Business auf YouTube / Kathas LinkedIn Profil und Lebenslauf / Dipl. Community & Social Media Manager (Social Media Mannheim) / Systemberater Enterprise 2.0 & Social Business / Certified Community Manager / Rolle Lead Corporate Community Management / Studium Medien- und Kommunikationsmanagement (ongoing :-) / Enterprise 2.0 Topic Owner & Chief Community Manager im Geschäftsbereich Diesel Systems / Senior Consultant Digital Collaboration & New Work / Enterprise 2.0 @ Bosch (2012) / Fernbeziehung, NewInTown und openBC / Social Media, Web 2.0 statt E-Mail / Jive als Enterprise Social Network bzw. Digital Collaboration Plattform / Zentralprojekt Enabling Enterprise 2.0 @ Bosch / Bosch Connect auf Basis IBM Connections / Bosch Intranet und Confluence-Wiki (Dokupedia) / Organisationale Rahmenbedingungen und Befähigung / 26 Lighthouse Use Cases (Anwendungsfälle) / Nick Netzwerk Erklärvideos / Von den 8 Social Business Principles über Digital Collaboration Principles zu We Lead Bosch / Unternehmen der zwei Geschwindigkeiten (Massenproduktion & Start-Up) / Community Management @ Bosch (2014) / Definition Community Manager / Führungskräfte als Community Manager / Community Management ROT (return on invested time) / Community Management als Haltung / Projekt Agile Company in the Digital Age (2014-2015) mit Digital Collaboration als Basis für das agile Unternehmen / VUCA Welt / Ausbildung von Community Managern (Junior CM, Senior CM, Chief Corporate CM, Lead Corporate CM) / Anti-Pattern Facebook-affiner Praktikant / Ausbildungsformate Community Management (halbtägiger Workshop, zweitägiges Seminar, 10-wöchiger Zertifikatskurs) über Weiterbildungskatalog buchbar / Parallelen Projektmanagement (klassisch, agil) und Community Manager / Stellenprofil Corporate Manager mit BVCM / Über 80% der Communities sind offen / 66% täglich aktive Nutzer auf Bosch Connect / Working Out Loud @ Bosch (2015) / Blog When Do Start To Work Out Loud von Bryce Williams (2010) / WOL als ESN-Anwendungsfall für das Individuum / Link zu WOL in den Unterlagen zur Community Manager Ausbildung (2013) / Gründungstreffen der deutschsprachigen WOL-Community am 08.06.2015 in Frankfurt am Main / 3 Pilot-Circle zum Ausprobieren / Versionierung der Circle Guides / Fehlende Unternehmensbeispiele in den frühen Versionen / “Grey Ghosts” im ESN kommen über WOL zum Vorschein / 98% aller WOL-Teilnehmer empfehlen die Methode Kollegen weiter / Stand 11/2018: 4000 Community-Mitglieder und über 500 Circle / Interne jährliche Konferenz WOLcon seit 2015 mit John Stepper (siehe WOL@Bosch auf LinkedIn) / WOLcon 2018 gemeinsam mit Daimler / Hybride Formate (virtuell und face-to-face) / Arbeitsdirektor Christoph Kübel als WOL Supporter (s.a. Interview zu WOL) / WOL als ein Instrument für die Lernende Organisation / Blick in die Zukunft (2018+) / WOL Mindset / WOL zum Kulturwandel / Studie mit Uni Potsdam, Uni Bielefeld und Metaplan (siehe Artikel auf haufe.de) / Bereichswechsel durch Reorganisation / Tool- und Methodenübersicht Digital Collaboration als Auswahlhilfe für Individuen und Team / Kulturwandel (Inbox vs. transparente Zusammenarbeit) / Globale, virtuelle Zusammenarbeit / Danke Katharina für Deinen unermüdlichen Einsatz seit mehr als 10 Jahren!

Auf der CeBIT hatte ich Gelegenheit mit Katharina Perschke (Bosch) und Ben Ellermann (BVCM) ausführlich über das Thema Community Management zu sprechen. Außerdem habe ich meinen Kollegen Benedikt noch zum Benchlearning Projekt Internes Community Management gefragt. Am Ende des Podcasts kommen die Projektbeteiligten zu Wort.

Bitkom Arbeitskreis Cognitive Computing / KnowTouch statt KnowTech / Buch High Tech und High Touch nach John Naisbitt / Buch Communities of Practice (2000) / Buch Cultivating Communities of Practice (2002) / Artikel Introduction to Communities of Practice / Buch Wissensgemeinschaften von Kai Romhardt / Buch The New Edge in Knowledge / Top 3 KM Methoden: CoP, Lessons Learned, Best Practice Transfer / Gespräch mit Katharina und Ben auf der CeBIT / Dank an Ragnar Heil und Microsoft! / Community-Historie von Katharina / New in Town, openBC (heute Xing), Facebook / Community-Historie von Ben / Regionale Plattform Stay Blue mit 600.000 Nutzern / Bundesverband Community Management (BVCM, seit 2009) / Berufsbilder Community Management / Internes Community Management / Renaissance durch Enterprise 2.0 / Zentrales Enterprise 2.0 Projekt bei Bosch / IBM Connections / Community Black Belt / managerSeminare Artikel Was macht eigentlich ein Corporate Community Manager? / Definition Community Management des BVCM / Community-Plattformen / BVCM-Podcast / Von Hierarchie- zur Netzwerkorganisation / Digital Leadership / Wertschöpfung im digitalen Raum / Micrososft Yammer / Benchlearning Projekt Internes Community Management (blp15) / Ablauf und teilnehmende Unternehmen / Schwerpunktthemen und Erkenntnisse / blp15 Bericht auf Slideshare / Video blp15 Vortrag auf der KnowTech 2015 / blp15 im Wiki / Persönliche Stimmen der blp15 Teilnehmer*innen

Working Out Loud (#WOL) ist eine Methode zum strategischen Networking, die gerade aus USA nach Deutschland kommt. Die Methode wurde von John Stepper entwickelt und in dem gerade veröffentlichtem Buch mit gleichem Namen beschrieben. Zu dieser Episode habe ich mich mit Barbara Schmidt getroffen, die zu den ersten SchülerInnen von John gehörte. Mit ihr spreche ich über ihren Weg zu Working Out Lout, den Ablauf der Methode in der Praxis sowie Tipps und Tricks für die eigene Anwendung.

Shownotes: Barbara Schmidt / Background Steuerfachgehilfing und BWL / 14 Jahre bei der Deutschen Bank / Kommunikation in Transformationsprojekten / Social Intranet der Deutschen Bank / Working Out Loud seit 2011 / Die Idee des Teilens / Working Out Loud Coaching / Transparentes und öffentliches Arbeiten / Mein(!) Wissen vermehrt sich durch Teilen / Communities of Practice / 5 Elemente von WOL / Änderung von Einstellung statt Technologie / Menschen und Themen vernetzen / Fehlerkultur / Passive Beteiligung / Working Out Loud Circles /12 Wochen sind besser als 1 Tag / Wiederholung und Übung macht’s / Working Out Loud Facilitator / Keine Hierarchie im Circle / Arbeiten mit Listen / Ziele / Relationship List / Contribution List / Erfahrung mit der Einführungen von WOL / Working Out Loud, informelles Lernen und HR / Deutsche Übersetzung notwendig? / Deutschsprachige WOL-Community

In dieser Episode spreche ich mit Björn Negelmann (Kongress Media), Katharina Perschke (Bosch) und Harald Schirmer (Continental) über den Enterprise 2.0 Summit, der vom 03.-05.02.2015 in Paris stattgefunden hat.

Wer ist Björn Negelmann / Kongress Media / Digitale Technologien in Management-Prozessen / Vom Content Management über Web 2.0 zu digitaler Zusammenarbeit / Enterprise 2.0 Summit seit CeBIT 2008 / E20 im Gartner Hype Cycle / Wikis, Blogs, Soziale Netzwerke und Prozessintegration / Zwei Dimensionen der Nutzung sozialer Medien im Unternehmen / Digitale Transformation / Zeit als wichtigster Faktor / Fallbeispiele / LIPPI / Beyer Material Science mit Laurie Miller / CIO vs. CDO (chief digital officer) / Patrick Hoffstetter CDO bei Renault /Keynotes von Jane McConnell (Slideshare), von Thorsten Hübschen (Business Group Lead Microsoft Office) und von Lee Bryant (Slideshare) / Buchtipp von Rawn Shah: Erin Meyer – The Culture Map / Interaktive Formate Hackathon und Lego Serious Play / Holocracy und Dual Operating System / Ausblick Social Business Arena und IOM Summit / Eindrücke von Katharina Perschke von Bosch (38:40) / Großer Schritte bei SIKA, Michelin, Beyer und BNP Paribas Cardif / Unternehmen sind mittlerweile sehr “bodenständig” unteregs / Multiplikatoren-Netzwerke sind im Trend (Guides, Ambassadore) / E-Mail vs. Enterprise Social Networks (ESN) / Bosch Business Case Return-of-Invested-Time im Community Management 1 Woche investierte Zeit armortisiert sich in 3 Monaten / Einschätzung zum Hype um Digitale Transformation und der “Human Centric” Sicht / Eindrücke von Harald Schirmer von Continental (52:50) / HR im Kontext von Enterprise 2.0 / Hackathon zur Organisation der Zukunft / Highlight Bayer / Vortrag Strategies for Corporate Change & the New Role of HR / Enterprise 2.0 hat mit Verhaltensänderung, Kultur und Werten zu tun / Management 1.0 vs. Management 2.0 / HR-Werkzeugkasten für den kulturellen Wandel / Fokus Lebenslanges Lernen / Be the change YOU want to see in the world!

Hinweis: die Telefonate mit Katharina und Harald habe ich per Telefon geführt. Die Verbindung war an manchen Stellen etwas “wackelig”, was ich zu entschuldigen bitte.