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Enterprise Messaging im Mainstream angekommen

Als wir 2012 unser erstes Benchlearning Projekt mit dem Titel „Soziale Intranets“ gestartet haben, war ein Ergebnisse aus einem Teilprojekt die Enterprise 2.0 Flower (s.a. Enterprise 2.0 in Copedia und blp12 Abschlussbericht). Inspiriert durch das Social Media Prism zeigte sie die Kategorien Sozialer Software, die in den Unternehmen damals relevant waren (Soziale Netzwerke, Weblogs, Wikis, Redaktionelle Intranets (CMS), Suchmaschinen, Videoportale, Dashboards/PIM, Groupware).

Auch wenn sich die wichtigsten Akteure im Inneren der Blume etwas verändert haben, stimmen die acht Kategorien meiner Meinung nach im Wesentlichen noch. Aber ein „New Kid on the Block“ gibt es: Enterprise Messenger. Unter einem Enterprise Messenger (EM) verstehe ich – ähnlich wie bei Enterprise Blogs, Enterprise Wikis und Enterprise Social Networks – Instant Messenger (IM), die besonders für den Einsatz im Kontext von Unternehmen geeignet sind.

Die Liste von Instant Messengern ist lang, doch in der Praxis kommt nach meiner Beobachtung nur eine überschaubare Anzahl von Produkten zum Einsatz. Ich zähle hier erweiterte SMS-Dienste wie iMessage oder eher privat genutzte Messenger wie WhatsApp nicht dazu, auch wenn diese in der Praxis durchaus eine Rolle spielen (WhatsApp dürfte einer der häufigsten genutzte Dienst kn der „Schatten-IT“ sein). Meine Top 5 EM‘s (Reihenfolge alphabetisch):

  1. Hipchat: Hipchat unterstützt Gruppenchats, Videochats und Bildschirmübertragung. Zunächst unabhängig wurde Hipchat 2012 von Atlassian (den Machern von Jira und Confluence) übernommen.
  2. Skype for Business: Skype4B (früher Lync) ist eigentlich eher eine Web-/Telefon-/Videokonferenz-Software, aber mit Chat-Funktion. Darüber hat es eine weite Verbreitung in Unternehmen. Mit Skype Live-Meeting lassen sich Konferenzen an bis zu 10.000 Teilnehmende streamen.
  3. Slack: erster Messenger, der intensiv auf Integration externer Dienste wie Github, Dropbox und Trello gesetzt hat. Slack unterstützt mehrere „Workspaces“ (wie Gruppen bei Facebook), Workspaces können durch „Channels“ strukturiert sein. das Beitragsbild dieses Blogs stammt aus einer einseitigen Slack-Anzeige im Handelsblatt.
  4. Teams: Microsoft Teams ist ein recht neues Produkt aus dem Hause Microsoft und Bestandteil von Office 365. In der grundsätlichen Nutzung erinnert es stark an Slack. In Teams können verschiedene Dienste aus Office 365 und dem Internet integriert werden.
  5. Threema: Threema ist ein Messenger aus der Schweiz, der besonders auf Sicherheit durch Schlüsseltausch per QR-Code und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung setzt. In Threema sind Gruppen mit bis zu 50 Personen möglich. Mit Threema Work lässt sich der Messenger in MDM-Systeme integrieren.

Wie sieht das in Euren Organisationen aus? Teilt Ihr die Beobachtung der Beduetungszunahme von Enterprise Messengern? Welche werden eingesetzt und wofür? Wis stehen die Messengern zu anderen Tools aus der Enterprise 2.0 Flower?

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Was ist Lernen 2.0?

Im Jahr 2013 haben wir im Management 2.0 MOOC erstmals ganz bewusst den Begriff Lernen 2.0 für eine der Themenwochen verwendet. Seitdem gab es viele Anfragen, Vorträge, Workshops und Projekte zum Thema. Doch bis heute gibt es noch viele Gelegenheiten, bei denen man merkt, dass die Grundidee von “2.0” eigentlich noch gar nicht verstanden ist – und das obwohl die Marketing-Karawane schon zu “4.0” weitergezogen ist. Da diese beiden Konzepte aber weitgehend synonym gebraucht werden, möchte ich meine Sicht auf Lernen 2.0 hier mal in groben Zügen darlegen.

Der Begriff Web 2.0 wurde erstmals von Darcy DiNucci in Ihrem Beitrag Fragmented Future im Jahr 1999(!) erwähnt. Darin schreibt sie, die grundlegende Eigenschaft des Web 2.0 ist, keine sichtbaren Eigenschaften zu haben. In Breite bekannt wurde Web 2.0 dann durch den Autor und Verleger Tim O’Reilly mit seinem Artikel What is Web 2.0? aus dem Jahr 2005. Hören wir zunächst, wie Tim Web 2.0 in knapp einer Minuten definiert:

Sein zentrales Argument ist, dass das Web als Plattform begriffen werden muss, auf der die Regeln für Unternehmen grundlegend anders sind. Insbesondere ist neu, dass Nutzer zur Wertschöpfung beitragen. Zentrale Aufgabe für Unternehmen muss also sein, Geschäftsmodelle zu finden, die das berücksichtigen. Neben dieser Eigenschaft nennt Tim in der Web 2.0 Meme Map in seinem Beitrag noch 20 weitere, darunter z.B.:

  • 2.0 ist eine Einstellung, keine Technologie
  • Tagging statt Taxonomie
  • Partizipation statt Publikation durch Weblogs
  • Radikales Vertrauen wie bei Wikipedia
  • Radikale Dezentralisierung wie bei BitTorrent
  • Den Long Tail ermöglichen
  • Daten als das neues “Intel Inside” (s.a. Big Data Diskussion)
  • Anpassung durch Hackability
  • Der Zustand des Perpetual Beta
  • Das Recht der Wiederverwendung durch “some rights reserved” (s.a. Diskussion zu Open Access, Open Content, Open Science)
  • Das Prinzip der Emergenz, statt der Vorherbestimmtheit
  • Das Web als Baukasten oder auch Small Pieces Loosley Joined

Kurze Zeit später prägte MIT-Professor Andrew McAffee den Begriff Enterprise 2.0. Wie er in seiner kurzen Definition im Video darlegt, geht es dabei wenig überraschend um den Einsatz von Web-2.0-Technologien (Wikis, Soziale Netzwerke, Microblogs, Social Bookmarks) in Unternehmen zur Verfolgung der organisationalen Ziele:

In seinem Aufsatz Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration aus dem Jahr 2006 verwendet er die Abkürzung SLATES, um die sechs Komponenten von Enterprise 2.0 Technologien zu beschreiben:

  • Search: die Suche als zentrale Funktion neben der Navigation, um sich in großen Informationssystemen zurecht zu finden.
  • Links: In vielen Intranets wird Querverlinkung sehr sparsam und von kleinen Redakteursgruppen eingesetzt. Alle Nutzer müssen in die Lage versetzt werden, Links einzufügen (z.B. über Kommentare).
  • Authoring: Mitarbeiter über einfache Werkzeuge zu Autoren machen, damit diese Wissen, Einsichten, Erfahrungen, Kommentare, Fakten, Links usw. beitragen können.
  • Tags: durch einfaches Hinzufügen von Tags ermöglichen, dass Nutzer ihre Struturn hinzufügen können, statt die Strukturen der Autoren verwenden zu müssen (siehe dazu auch Vortrag von David Weinberger in der Library of Congress).
  • Extensions: durch die Anzeige weiterer Inhalte auf Basis von ähnlichen Inhalten oder Amazon’s Nutzer-die-dieses-Buch-gelesen-haben-Strategie Nutzer aktiv weitere Inhalte vorschlagen.
  • Signals: Nutzer in Form von E-Mail-Benachrichtigungen oder RSS-Feeds auf neue Inhalte hinweisen und diese aggregieren, damit sie nicht aktiv einzelne Webseiten regelmäßig öffnen müssen.

Gary Hamel, Gastprofessor für Strategisches Management an der London Business School und Co-Autor von The Core Competence of the Corporation, spannt den zeitlichen Bogen gleich über ein ganzes Jahrhundert. In seinem 2007 erschienenen Buch The Future of Management verwendet er die Metapher des Software Forking, um auf die Notwendigkeit der Entwicklung komplett neuartiger Management-Ansätze hinzuweisen. Mit dem finalen Kapitel Forking Management 2.0 will er Management 2.0 als “21st Century Management” verstanden wissen. Ich lege allen dringend ans Herz, sich knapp 17 Minuten Zeit zu nehmen und den Vortrag Reinventing the Technology of Human Accomplishment anzusehen, den wir damals auch als Eröffnung des Management 2.0 MOOCs verwendet haben:

Im Management 2.0 Hackathon, 2011 gemeinsam von der Plattform Management Innovation Exchange (MIX), Saba und der Enterprise 2.0 Conference durchgeführt, haben die über 900 Teilnehmer*innen gemeinsam die 12 Prinzipien von Management 2.0 ermittelt:

  1. Offenheit
  2. Community
  3. Meritokratie
  4. Aktivismus
  5. Zusammenarbeit
  6. Sinn
  7. Autonomie
  8. Entdeckungen durch glückliche Zufälle (serendipity)
  9. Dezentralisierung
  10. Experimentieren
  11. Geschwindigkeit
  12. Vertrauen

Ich finde, dass von Web 2.0 über Enterprise 2.0 hin zu Management 2.0 eine klare Linie zu erkennen ist, wie wir im 21. Jahrhundert Arbeiten, Management und Lernen sollten.

Doch bevor ich hier an dieser Stelle meine Interpreation von Lernen 2.0 ergänze, mache ich das gleiche wie in Vorträgen an dieser Stelle: ich frage Sie/Euch die Leser*innen wie die persönliche Interpretation von Lernen 2.0 aussieh? Gerne als Kommentar hier im Blog oder Link zu Blog/Video etc. unten eintragen.

P.S. bitte keine Kommentare wie “2.0 ist doch schon alt, wir sind längst bei 3.0, 4.0, X.0” – die hier beschriebene Idee von 2.0 gilt für das kommende Jahrhundert :-)

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Linkliste zum Enterprise 2.0 Summit

enterprise-20-summit

Vom 3.-5. Februar fand in Paris der Enterprise 2.0 Summit mit dem Schwerpunktthema Digitale Transformation statt. Wie in den Jahren zuvor bestand der Summit aus Keynotes von Vordenkern wie z.B. Jane McConnell, Lee Bryant, Dion Hinchcliffe sowie Praxisbeiträgen von Unternehmen. Nachdem die E20-Community meist sehr offen mit ihren Inhalten umgeht, gibt es einige der Inhalte frei im Internet zu finden. Ich habe mal die aus meiner Sicht interessantesten zusammengesucht:

Tipp: in der neuen Episode des Management 2.0 Podcast hatte ich den Organisator Björn Negelmann von Kongress Media sowie Katharina Perschke von Bosch und Harald Schirmer von Continental zu Gast. Wir sprechen über Geschichte, Hintergründe und aktuelle Trends des Summits.

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Interne Communities als Ergänzung der hierarchischen Aufbauorganisation

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p align=”justify”>Warum ist das Thema Communities und damit einhergehend das Thema Community Management für Unternehmen heutzutage eigentlich wichtig? Um diese Frage zu beantworten müssen eine Zeitreise zurück zu Beginn des 20. Jahrhunderts machen. In dieser Zeit waren die Markteintrittsbarrieren sehr hoch und Unternehmen konkurrierten vornehmlich in lokalen Märkten.

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p align=”justify”>Folglich waren die Märkte recht stabil und die Haupt Herausforderung war es eine ausreichende Anzahl an Produkten in ausreichender Qualität herzustellen. Diese Herausforderung konnte nur mit der Einführung einer starken Arbeitsteilung erfolgreich begegnet werden. Diese damals etablierte Arbeitsteilung bedingte die uns auch heute noch bekannt und verbreitete hierarchische Organisationsform von Unternehmen.

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p align=”justify”>Seit dieser Zeit haben sich die Marktbedingungen, insbesondere mit Aufkommen des Internets und den Möglichkeiten der elektronischen Datenverarbeitung stark verändert. Unternehmen agieren in globalen Märkten mit immer komplexer werdenden Produkten & Dienstleistungen bei gleichzeitig rapide sinkenden Markteintrittsbarrieren. Unter solchen Umweltbedingungen sind die klassischen hierarchischen Organisationsformen zu starr. Unternehmen haben darauf auch schon seit längerer Zeit mit der Einführung von CoPs, Gremien, Arbeitskreisen und Projekten.

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p align=”justify”>Diese ergänzen die hierarchische Struktur damit Unternehmen flexibel auf sich ändernde Umweltbedingungen reagieren und sich verstärkt über innovative Produkte und Dienstleistungen am Markt behaupten können. Gleichzeitig können Produkte & Dienstleistungen durch die hierarchische Struktur in Standardprozessen effizient hergestellt bzw. angeboten werden. „Hierarchies won‘t be replaced but rather extended by social technology enabled Communities“. Prof. Kotter (Harvard) nennt dies ein „Dual Operating System“.

Enterprise 2.0 – ein Definitionsversuch

Wenn man sich mit einem Thema wie Enterprise 2.0 beschäftigt, wie das z.B. aktuell im Enterprise 2.0 MOOC geschieht, sollte man sich zunächst auf eine Definition bzw. ein gemeinsames Begriffsverständnis einigen. Dazu ein kurzer Blick in die Historie. Der Begriff Web 2.0 wurde im Jahr 2004/2005 durch den Verleger Tim O'Reilly bekannt gemacht, der seine Sicht auf die neue Nutzungsform des Webs in dem Artikel What is Web 2.0? beschreibt. Wichtige Aspekte darin sind die tabellarische Gegenüberstellung zwischen Web 1.0 und Web 2.0 (z.B. Britannica vs. Wikipedia, persönliche Hompages vs. Weblogs), die Web 2.0 Meme Map, das Prinzip der Nutzung kollektiver Intelligenz, die Hervorhebung der Bedeutung von Daten (“Data is the Next Intel Inside”) sowie eine Liste von acht Web 2.0 Design Patterns, zu denen auch der Long Tail und User Generated Content gehören.

 

Andrew McAfee, Direktor des Center for Digital Business am MIT, übertrug die Grundidee des Web 2.0 auf Unternehmen und beschrieb seine Sicht in dem 2006 veröffentlichten Artikel Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration. Darin führte er das SLATES Meme ein (Search, Links, Authoring, Tags, Extensions, Signals), benannte zwei “ground rules” von Enterprise 2.0 (Ease of Use, Nutzungsoffenheit) sowie die wichtige Rolle von Führungskräften. Als kleine Randnotiz kann man noch anführen, dass McAfee das Ende von “Knowledge Management Systems” durch Enterprise 2.0 zu einer Zeit prognostiziert, als der Disziplin Wissensmanagement längst klar war, dass es so etwas wie Wissensmanagementsysteme gar nicht gibt. Systeme sind immer nur Teil der Infrastruktur, ob dadurch Wissen generiert, transferriert oder dokumentiert wird, hängt maßgeblich von der Motivation der Nutzer und den Rahmenbedingungen im Unternehmen ab.

In dem genannten Artikel war keine klare Enterprise-2.0-Definition enthalten, sondern nur die Umschreibung “I use the term Enterprise 2.0 to focus only on those platforms that companies can buy or build in order to make visible the practices and outputs of their knowledge workers”. Später brachte McAfee in seinem Blog zwei Versionen von Definitionen:

  1. Enterprise 2.0 is the use of emergent social software platforms by organizations in pursuit of their goals.
  2. Enterprise 2.0 is the use of emergent social software platforms within companies, or between companies and their partners or customers.

Mittlerweile gab es auch Versuche, Definitionen zu erstellen, die nicht auf die technischen Werkzeuge abzielen, sondern den übergeordneten Nutzen der Werkzeuge für Wissenstransfer und Lernen herausstellen. Dazu gehört z.B. “Ein Enterprise 2.0 ist eine Lernende Organisation, die ihre Ziele durch lernförderliche Handlungsmuster und den Einsatz von sozialen Medien erreicht” im GfWM Positionspapier Wissensmanagement und Enterprise 2.0 (englisch). Eine wichtige Erkenntnis in der Erarbeitung des Positionspapier war aus meiner Sicht, dass man Enterprise 2.0 nur “werden” und nicht “einführen” kann. Trotzdem bin ich mittlerweile überzeugt, dass die Ankopplung an das Konzept der Lernenden Organisation für einen Großteil der Zielgruppe zu abstrakt und zu wenig greifbar ist. Daher schlage ich für den Enterprise 2.0 MOOC folgende Definition vor, die eine deutschsprachige Zusammenführung der beiden Definitionen von McAfee darstellt:

Enterprise 2.0 beschreibt den Einsatz sozialer Medien in Unternehmen, sowie zwischen Unternehmen, Partnern und Kunden, um die eigenen Ziele zu erreichen.

Dabei finde ich “Soziale Medien” griffiger, als eine wörtlichere Übersetzung von “emergent social software platforms”. Die beiden Definitionen habe ich zusammengeführt, da mir sowohl der organisationsübergreifende Aspekt (“within companies, or between companies and their partners or customers”), als auch der Strategiebezug (“in pursuit of their goals”) bei Enterprise-2.0-Ansätzen wichtig sind.

P.S. die aus “Social Software” abgeleitete Begriffe (z.B. Social Enterprise, Social Business) nutzen wir insbesondere im deutschen Sprachraum nicht, da das soziale Unternehmen hier ganz anders belegt ist.

 

 

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Praxisbericht über die Ausbildung von internen Community Managern

Seit knapp vier Jahren beschäftige ich mich nun beruflich mit den Themen Enterprise 2.0, Social Collaboration und internes Community und konnte dabei einen großen Kunden über einen langen Zeitraum in diesen Themenfeldern unterstützen. Seit 2014 führe ich dort zusätzlich seit dem Launch des Corporate Social Networks die zweitägigen Trainings der internen Community Manager durch.

Genauso besonders wie das Thema des internen Community  Managements, ist auch die Trainings Location, die wir nutzen. Abseits der herkömmlichen Arbeitsumgebung ermöglicht die offen gestaltete Architektur der Location den Teilnehmern eine inspirierende Kommunikation um Erfahrungen auszutauschen und kreativ an neuen Ideen zu arbeiten.

Mit den Trainings verfolgen wir zwei Zielsetzungen. Zum einen wollen wir den Kontext für internes Community Management schaffen und aufzeigen warum Communities als Ergänzung der klassischen hierarchischen Aufbauorganisation in einer vernetzten, schnelllebigen und immer komplexer werdenden Welt notwendig sind.

Zum anderen wollen wir den Community Managern das operative Rüstzeug für die Wahrnehmung ihrer Rolle mitgeben – sowohl fachlich als auch technisch, insbesondere mit den Möglichkeiten interner sozialer Medien.

Dementsprechend spannen wir an Tag 1 zunächst den Rahmen auf, indem wir Hintergrund und Grundlagen des internes Community Management unter Berücksichtigung der Möglichkeiten sozialer Medien beleuchten.

Darauf aufbauend lernen die Teilnehmer entlang eines iterativen Community LifeCycle- und Aufgabenmodells mit insgesamt 8 Aufgabenpaketen praxisnah in Kopplung mit den Möglichkeiten interner sozialer Medien, Communities zu starten, zu betreiben und weiter zu entwickeln.

Bis Ende 2014 werden wir in diesem Jahr voraussichtlich ca. 14 Trainings mit insgesamt ca. 130 Teilnehmern absolviert haben. Genauso vielfältig wie die Einsatzszenarien für Communities in Unternehmen sind auch die Fragen und Probleme von angehenden internen Community Managern.

In den nächsten Blog-Beiträgen werde ich diese Themen als auch das Community LifeCycle- und Aufgabenmodell näher betrachten.

Cogneon Konzeptkarte Enterprise 2.0

Vor einiger Zeit hat Frau Back in Ihrem Blog eine erste Version einer Begriffslandkarte Web 2.0 und Social Media veröffentlicht. In einigen aktuellen Projekten habe ich die Problematik, dass die Begrifflichkeiten rund um “2.0” und soziale Medien recht unterschiedlich verwendet werden. Deswegen habe ich auch versucht, die Schlüsselbegriffe in einer Konzeptkarte Enterprise 2.0 neu zu ordnen (s.u.).

Zu unterscheiden ist prinzipiell zwischen Firmen-interner (Intranet, Business2Employees) und Firmen-externer Anwendung. Bei der externen Anwendung ist, so wie das auch schon im GfWM Positionspapier Wissensmanagement und Enterprise 2.0 gemacht wurde, zwischen der Endkunden-orientierten Nutzung (Web 2.0, Business2Customer) und der Anwendung zwischen Unternehmen und Partnern/Lieferanten (Extranet, Business2Business) zu unterscheiden.

Gemäß der Definition von McAfee (“Enterprise 2.0 is the use of emergent social software platforms within companies, or between companies and their partners or customers”) wird von Enterprise 2.0 dann gesprochen, wenn Web-2.0-Werkzeuge in Unternehmen und/oder zwischen Unternehmen, Partnern und Kunden eingesetzt werden. Aktuell hat Enterprise 2.0 hauptsächlich den Fokus des Einsatzes im Intranet, zur Firmen-übergreifenden Nutzung gibt es erste Gehversuche. Wie der Diskussion im Blog von Fr. Back zu entnehmen ist ist es wichtig, dass Enterprise 2.0 neben dem Einsatz sozialer Software auch auf die Förderung einer partizipativen Unternehmenskultur abzielt.

Bei der internen Anwendung bin ich im Gegensatz zu anderen Stimmen überzeugt, dass redaktionelle Intranets (z.B. mit News und eher statischen Inhalten) auch im Kontext von Enterprise 2.0 eine wichtige Rolle spielen werden. Aus dieser Perspektive würden soziale Intranets (oder Extranets) aus den bereits bestehenden redaktionellen Intranets, angereichert um soziale Funktionen (z.B. Kommentieren, Sharen, Liken), und zusätzlicher sozialer Software wie z.B. sozialen Netzwerken (Corporate Facebook), Weblogs (Corporate WordPress), Wikis (Corporate Wikipedia), Videoportalen (Corporate YouTube) etc. bestehen. Dieses Raster kann helfen, Enterprise-2.0-Ansätze in einem Unternehmen schärfer voneinander abzugrenzen.

Da sich die meisten Unternehmen in Bezug auf Enterprise 2.0 noch in einem sehr frühen und experimentellen Stadium befinden, beschäftigen sie sich aktuell stark mit den Einzelthemen. Ich glaube, dass es in naher Zukunft vier Themen geben wird, die dringend zu klären sind:

  1. Übergeordnete Informationsarchitektur: wie kann ein Ansatz einer übergeordneten Informationsarchitektur aussehen, der eine für die Mitarbeiter logische Klammer um die einzelnen Bestandteile des sozialen Intranets bildet.
  2. Persönliches Dashboard: welches Werkzeug verwenden Mitarbeiter, um den Überblick sowohl über E-Mails, Termine, Aufgaben und Kontakte, als auch die neuen Medien (Stichwort: Aktivitätenstrom) zu behalten. Für mich ist noch offen, ob das Systeme wie iGoogle/Netvibes sein werden, oder ob sich klassische PIM-Software wie Outlook in diese Richtung entwickeln werden.
  3. Übergänge/Schnittstellen Intranet/Internet: wie sehen die Übergänge zwischen Informationen im Internet, im Extranet und im Intranet aus? Das gilt sowohl für den Informationsfluss von außen nach innen, als auch umgekehrt.
  4. Medienkompetenz der Mitarbeiter: mit welchen Maßnahmen bauen wir bei den Mitarbeitern die notwendige Medienkompetenz auf? Standardisiert verfügbare Workshops wie unser Web-2.0-Führerschein können helfen, sind aber sicher noch durch Programme in Bereichen wie “virtuelle Führung”, “selbstgesteuertes, informelles Lernen” und “Selbstorganisation 2.0” zu ergänzen.

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Das St. Galler Enterprise 2.0 Methodenset

  • Referent: Dominik Friedel (Accenture)
  • Forschungsfrage: Wie transformiert man eine Oganisation erfolgreich zum “Enterprise 2.0”?
  • Umfrage 2011 mit 196 Internehmensvertretern brachte positive Wahrnehmung von Enterprise 2.0
  • Errechnung eines Maturity Levels mit den Dimensionen IT, Prozesse, Strategie und Mensch mit jeweils vier Kategorien
  • Technologiediffusionskurve nach Rogers (2,5% innovators, 13,5% early adopters, 34% early majority, 34% late majority, 16% laggards)
  • 5 Leitprinzipien: Begeisterung der Führungsebene, Vermittlung kongreter Zielbilder, Effektiver Umgang mit verunsicherten Mitarbeitern, situativer Ansatz, klare/verständliche/intuitive Anwendung
  • Standardaktivitäten nach McAfee, McKinsey, O'Reilly Radar, 2.0 Adoption Council Quellen
  • Enterprise 2.0 Methodenset mit den vier Gestaltungsbereichen Unternehmensstrategie, Geschäftsprozesse, IuK-Technologie und Menschen
  • Maßnahmenkatalog mussmin der Anwendung durch die Zielgruppe iterativ erweitert und angepasst werden
  • Emterprise 2.0 Canvas
  • Pfad des integrierten Bezigsrahmens: Auslöser und Konsequenzen, SWOT, interner/externer Kontext, Projektkontext, Steuerung, Sozialkompetenz, Wunschziel

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Aperto – ein Rahmenwerk zur Auswahl, Einführung und Optimierung von Corporate Social Software

  • Referent: Alexander Richter (Universität der Bundeswehr München)
  • Aperto wg. Nutzungsoffenheit (Social Software lässt die Art und Weise der späteren Nutzung größtenteils offen und ist nicht an ein typisches Nutzungsszenario gebunden)
  • Einführung von Social Software in Unternehmen ist nach wie vor ein großer Lernprozss
  • Prozess: Strategie, Auswahl, Einführung und Aneignung
  • 5-Ebenen-Modell: Geschäftsprozesse, Collaborative Use Cases (Anwendungsszenarien), Collaborative Usage Patterns, Funktionsbündel, Funktionen (s.u.)
  • 3 Dimensionen von Wissens-Informationsträgern: Personen, Dokumente, Nachrichten
  • 7 Funktionen: suchen, bearbeiten, bewerten, kennzeichnen, klären, teilen, hinweisen
  • Typische Arbeitsweisen in 2012 immer noch sehr Dokument-orientiert und E-Mail als Nachrichtenkanal
  • Nutzungs- meist quantitativ und Erfolgsmessung (geschäftlicher Nutzen) meist qualitativ
  • When-to-use-what-Matrix mit Social Network, Wiki, Teamräume/Laufwerke, Outlook, Intranet, Konferenzsystrm und Instant Messaging

 

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

IBM Connect im Porsche Museum in Stuttgart

IBM lud heute (19.09.2012) zur IBM Connect 2012 in das Porsche Museum in Stuttgart. In Ihreer Begrüßung verglich Maria Gomez von IBM Enterprise-2.0-Werkzeuge (ich mag die Begriffe "Social Business" und "Social Tools" nicht) mit dem Auto und dem Telefon in ihrer Funktion als Mensch mobil zu sein und sich mit anderen auszutauschen. Das war der Grund, das Porsche Museum als Veranstaltungsort auszuwählen. Im folgenden einige Notizen zu den Vorträgen (Bilder folgen in den nächsten Tagen noch).

Social Business

  • Referent: Alistair Rennie (General Manager Social Business, IBM)
  • Social Networks + Mobility + Social Content & Analytics.
  • Fallbeispiel cemex, die "networks of expertise" genutzt haben, um ein globales Produkt in einem Drittel der üblichen Zeit entwickelt haben.
  • Fallbeispiel TD Bank, die Mitarbeiter in offenen und kollaborativen Foren interagieren lässt, um Kundendienst und Entwicklung zu verbessern.
  • Fallbeispiel Reliance, haben ihre Betriebskosten um 30% gesenkt und sind dabei gleichzeitig gewachsen.
  • Weitere Fallbeispiele: Bayer, Bosch, GAD, Amadori, Primerica (Versicherung)
  • Human capital is the leading cited sourc of economic value (human capital 71%%, product/service innovation 66%, customer relationships 52%) but CEOs face significant workforce challenges (15% employee turnover per year in US, total costs of replacement can reach 200% of the annual salary).
  • Sources: VCC Case study, Bersin Report: The Science to Fit, 2012 IBM CEO Study, Cemex case study.
  • Hauptanwendungsfelder für Enterprise 2.0 sind Produktentwickung, Kundendienst und Vertrieb.
  • ROI sollte bei den Kernprozessen ansetzen und eine Idee entwickeln, wie durch Enterprise 2.0 die KPIs dieser Prozesse verbessert werden können (z.B. kürzere Durchlaufzeiten, mehr Output, geringer Kosten)
  • Änderungen in der aktuellen IBM Connections Version: connections mail ("increasingly we see people not want to leave it", integrated activity Stream (business systems like SAP etc.), embedded experiences, community pages.
  • Social analytics can replace/extend employee surveys.
  • Notes Social Edition: Integration von sozialen Funktionen wie Aktivitätenstrom in den E-Mail-Client (auf der Zugfahrt werde ich darüber nachdenken, was meine Wunschvorstellung eines modernen "Personal Dashboard" ist).
  • "Mobility is hard to overestimate".
  • Lessions Learned
    • Kernziele von Enterprise 2.0 sind "create smarter workforce" und "create exceptional customer experience".
    • Being purposful by defining business outcome and sponsorship is critical
    • Need leadership around strategy, culture by being authentic&iterative
    • Early engagement is the key to learn lessons for a successful long journey

Implementierung von IBM Connections bei der Robert Bosch GmbH

  • Referent: Dr. Erik Wüstner (Robert Bosch GmbH)
  • Projekt-Mission: "Das zentrale Projekt wird die unternehemsweiten Voraussetzungen schaffen, um die Social Business Adoption in allen operativen Einheiten zu unterstützen und voranzutreiben (intern und extern)".
  • Zu Enterprise 2.0 (intern) gehören Technologie (EINE Standardplattform, Anwendungsfallspezifische Ergänzungen), Führung (Förderung von Transparenz/Feedback/Diskussionen und organisationsübergreifender Zusammenarbeit), Richtlinien (Bereitstellung von Empfehlungen/Guidelines, Klärung von rechtlichen Aspekten),  und Organisation (Umsetzung der E2.0-Organisation, Sicherstellung von E2.0-Training und -Coaching).
  • Für alle Geschäftsbereiche wurden Enterprise-2.0-Koordinatoren definiert.
  • Prozess der Enterprise-2.0-Toolauswahl
    • Vier Marktführende E2.0-Plattformen plus Open-Source-Lösung als Kandidaten
    • Evaluation mittels Testinstallation (on-premise)
    • Produkt-Kriterien (Kosten, Funktionsumfang, IT-Anforderungen, Usability, Marktstärke/Strategie)
    • Anbieter-Kriterien (Support-/Servicekonzept, Unternehmensstärke)
    • Non-funktionale Anforderungen (Skalierbarkeit und Performanz, mobile Nutzung, Mehrsprachigkeit, weltweiter Support, einfache Integration in Bosch-Infrastruktur)
    • Auswertung externer Analysen sowie Zugriff auf die Erfahrungen anderer Nutzer
    • Konkreter Praxistest (sechs Wochen mit konkreten Praxisanforderungen)
  • Entscheidung wurde für IBM Connections gefällt (Version 3) mit folgenden Vor- (+) und Nachteilen (-)
    • + Nahezu alle funktionalen Anforderungen erfüllt
    • + Schnittstellen zu relevanten IT-Werkzeugen bei Bosch
    • + IBM nutzt Connections selbst für 400.000 Mitarbeiter
    • + Klare, einfache Benutzerschnittstelle
    • + Gute Strategie und Vision
    • + Support weltweit verfügbar
    • – Verknüpfung von Personen, Informationen und Aktivitäten noch nicht perfekt
    • – Überschneidung im IBM-Produkt-Portfolio
    • – Nicht die höchste Innovationsrate
  • Aufbau der Umgebung
    • Mehrtägiger Workshop mit Bosch-Experten (Storage, Netzwerk, Datenbank, Security) sowie IBM-Architekten
    • Auslegung für bis zu 60.000 Nutzer weltweit, weiterer Ausbau in 2013
    • Grundlegende Architekturentscheidung (dreistufige Landschaft (Entwicklungs-, Test-, Produktionssystem), zentrale Installation ohne regionale Komponenten (Caching), komplette Umgebung in isolierter Netzwerkzone (um System mobil/von zu Hause aus dem Internet zu ermöglichen), Nutzung virtualisierter Windows 2008 Server und Datenbank auf Linux-Cluster)
    • Rascher Aufbau einer Sandbox für Pilotanwender zum Kennenlernen des Systems (Vorteil: Menge an Power-Usern wurde gewonnen)
    • Nutzung der Hardware-Lieferzeit (Hardware mit über einem Terrabyte RAM) für detaillierte Planung und Vorbereitung
    • Installation Connections-Datenbank
    • Installation von mehr als 30 virtuellen Servern für alle drei Umgebungen
    • Paralleler Aufbau einer Lasttest-Umgebung
  • Landschaft besteht aus WebSEAL Instanzen, Caching Server (bei E2.0 kann nicht lange gecacht werden, da Inhalte sehr dynamisch), Loadbalancer, Tivoli Directory Integrator (Single Sign On), Web Server, WebSphere Application Server, File Storage und Datenbank
  • Tuning-Phase
    • Erfolgreicher Test des Profilimports von 200.000 Nutzern
    • Anpassung Corporate Design (eher dezente Anpassung, nur im Rahmen von IBM-Support)
    • Durchführung Lasttest
  • Insgesamt 14 Wochen Durchlaufzeit vom Architektur-Workshop bis zur Abnahme des Produktivsystems durch den internen Kunden
  • Probleme
    • Identifikation optimale Server/Server-Kommunikation zeitraubend und komplex
    • WebSphere-Konfiguration sehr komplex und damit fehleranfällig
  • Erfolgsfaktoren
    • Enge und frühzeitige Einbindung aller Bereiche, permanente Abstimmung
    • Tiefgehendes internes WebSphere Know-how (da viele Einstellungen über Websphere gemacht werden, "Connections sollte eigentlich ‘Social Websphere’ heißen")
    • Berücksichtigung der internen Komponenten (z.B. Oracle) bei Architekturentscheidungen
    • Sehr gute Unterstützung durch IBM vor Ort und Support/Labor
  • Herausforderungen
    • Automatisierung der WebSphere-Konfigurationsänderungen notwendig
    • Connections hat kein Transportsystem, daher war Aufbau eines Deployment-Prozesses notwendig
    • Große Umgebung fürht zu aufwändiger Fehlersuche (unzählige Logdateien!)
  • Ausblick
    • Erprobung ausgewählter Anwendungsfllo und anschließender unternehmensweiter Rollout
    • Upgrade auf Connections 4 im November/Dezember
    • Bereitstellung des mobilen Zugriffs
    • Einbindung in Intranet-Portal und Enterprise-Suche
    • Anbindung an Instant-Messaging/Telefonie-Lösung
    • Anbindung an Dokumentenmanagement-System
  • Reverse-Mentoring-Programm für Führungskräfte wurde gestartet (Hinweis kam, dass man es eigentlich in "Mentoring" umbenennen sollte, da Hierarchie nicht mehr so relevant)
  • Erster Anwendungsfall ist Community aller IT-Manager

Adios Capitano – Kommunikation und Führung im digitalen Umbruch

  • Referent: Prof. Ewald Wessling
  • Revolution 2.0: Nachkriegsgeneration hat im Schnitt 1,9 Medien gleichzeitig genutz, heutige Generationen 5,4
  • "Technologie wird immer nach der Geburt erfunden" (für einen 6-jährigen ist ein iPhone keine Technologie, sondern die Welt)
  • Viedeo: wir leben in einer exponentiellen Zeit
  • Beispiel zur Weisheit der Vielen: der Publikumsjoker ist weltweit in allen WWM-Sendungen der erfolgreichsten Joker
  • Handyenzug statt Stubenarrest (schickt man einen 15-jährigen für drei Stunden auf sein Zimmer, fragt er sich "womit habe ich das verdient?")
  • Führung 2.0: Unternehmen müssen Wissen organisieren unter den Rahmenbedingungen Komplexität und Geschwindigkeit. Hierfür ist "Führung durch Vernetzung" nicht "Führung durch Bestimmen" notwendig
  • Adios Capitano verdeutlicht anhand von Bildern von Ballak/Lahm, Schröder/Merkel/Piratenpartei
  • Beispiel FARC (Terrorgruppe) in Kolumbien, selbstorganisierte Facebook-Gruppe "No Mas FARC" zu deren Bekämpfung (nach kurzer Zeit über 200.000 Fans)

IBM Collaboration Solutions: ein bunter live Streifzug durch das aktuelle Software Portfolio

  • Live-Demonstration von IBM Lotus Notes Social Edition
  • Live-Demonstration von IBM Connections 4
    • Aktivitätenstrom im Inhaltsberich (mit Filtermechanismus), einzelne Aktivitäten haben rechts kleine Pfeile, um ein Vorschaufenster einzublenden
    • Microblog-Eingabefeld obendrüber (Microblogs können geliket und ge-repostet werden)
    • Externe Systeme können in den Aktivitätenstrom eingebunden werden (z.B. SAP)
    • Communities haben jetzt nicht mehr einzelne Widgets zu Forum etc., sondern einen integrierten Aktivitätenstrom
    • Communities haben jetzt Gruppen, Drag&Drop von Dokumenten
    • In Kalender gibt es die Funktion "Add to Personal Calender" mit RSS-Icon
    • Anmeldung bei Kalender-Einträgen ist möglich
    • Neu: auf Profilen  werden öffentliche Aktivitäten angezeigt
    • In Communities gibt es Metrics (dahinter steckt Cognos) mit number of unique authenticated visitors, number of new members, mumber of members who left the communiy, number of unique contributirs, number or new updates, number of unique people following the community, most active content
    • In der Toolbar oben gibt es ein Mail-Symbol an das Domino oder Exchange angebunden werden können
  • Live-Demonstration IBM Social Portal
    • Fiktive Firma Greenwell
    • Social media Aktivitäten in Connections, Facebook und Twitter sind im WCMS integriert

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Episoden

M2P022 Community Management

avatar Katharina Perschke
avatar Ben Ellermann
avatar Benedikt Scheerer
avatar Simon Dückert

Auf der CeBIT hatte ich Gelegenheit mit Katharina Perschke (Bosch) und Ben Ellermann (BVCM) ausführlich über das Thema Community Management zu sprechen. Außerdem habe ich meinen Kollegen Benedikt noch zum Benchlearning Projekt Internes Community Management gefragt. Am Ende des Podcasts kommen die Projektbeteiligten zu Wort.

Bitkom Arbeitskreis Cognitive Computing / KnowTouch statt KnowTech / Buch High Tech und High Touch nach John Naisbitt / Buch Communities of Practice (2000) / Buch Cultivating Communities of Practice (2002) / Artikel Introduction to Communities of Practice / Buch Wissensgemeinschaften von Kai Romhardt / Buch The New Edge in Knowledge / Top 3 KM Methoden: CoP, Lessons Learned, Best Practice Transfer / Gespräch mit Katharina und Ben auf der CeBIT / Dank an Ragnar Heil und Microsoft! / Community-Historie von Katharina / New in Town, openBC (heute Xing), Facebook / Community-Historie von Ben / Regionale Plattform Stay Blue mit 600.000 Nutzern / Bundesverband Community Management (BVCM, seit 2009) / Berufsbilder Community Management / Internes Community Management / Renaissance durch Enterprise 2.0 / Zentrales Enterprise 2.0 Projekt bei Bosch / IBM Connections / Community Black Belt / managerSeminare Artikel Was macht eigentlich ein Corporate Community Manager? / Definition Community Management des BVCM / Community-Plattformen / BVCM-Podcast / Von Hierarchie- zur Netzwerkorganisation / Digital Leadership / Wertschöpfung im digitalen Raum / Micrososft Yammer / Benchlearning Projekt Internes Community Management (blp15) / Ablauf und teilnehmende Unternehmen / Schwerpunktthemen und Erkenntnisse / blp15 Bericht auf Slideshare / Video blp15 Vortrag auf der KnowTech 2015 / blp15 im Wiki / Persönliche Stimmen der blp15 Teilnehmer*innen

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

M2P017 Working Out Loud

avatar Barbara Schmidt
avatar Simon Dückert

Working Out Loud (#WOL) ist eine Methode zum strategischen Networking, die gerade aus USA nach Deutschland kommt. Die Methode wurde von John Stepper entwickelt und in dem gerade veröffentlichtem Buch mit gleichem Namen beschrieben. Zu dieser Episode habe ich mich mit Barbara Schmidt getroffen, die zu den ersten SchülerInnen von John gehörte. Mit ihr spreche ich über ihren Weg zu Working Out Lout, den Ablauf der Methode in der Praxis sowie Tipps und Tricks für die eigene Anwendung.

Shownotes: Barbara Schmidt / Background Steuerfachgehilfing und BWL / 14 Jahre bei der Deutschen Bank / Kommunikation in Transformationsprojekten / Social Intranet der Deutschen Bank / Working Out Loud seit 2011 / Die Idee des Teilens / Working Out Loud Coaching / Transparentes und öffentliches Arbeiten / Mein(!) Wissen vermehrt sich durch Teilen / Communities of Practice / 5 Elemente von WOL / Änderung von Einstellung statt Technologie / Menschen und Themen vernetzen / Fehlerkultur / Passive Beteiligung / Working Out Loud Circles /12 Wochen sind besser als 1 Tag / Wiederholung und Übung macht’s / Working Out Loud Facilitator / Keine Hierarchie im Circle / Arbeiten mit Listen / Ziele / Relationship List / Contribution List / Erfahrung mit der Einführungen von WOL / Working Out Loud, informelles Lernen und HR / Deutsche Übersetzung notwendig? / Deutschsprachige WOL-Community

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

M2P014 Enterprise 2.0 Summit 2015 in Paris

avatar Katharina Perschke
avatar Harald Schirmer
avatar Björn Negelmann
avatar Simon Dückert

In dieser Episode spreche ich mit Björn Negelmann (Kongress Media), Katharina Perschke (Bosch) und Harald Schirmer (Continental) über den Enterprise 2.0 Summit, der vom 03.-05.02.2015 in Paris stattgefunden hat.

Wer ist Björn Negelmann / Kongress Media / Digitale Technologien in Management-Prozessen / Vom Content Management über Web 2.0 zu digitaler Zusammenarbeit / Enterprise 2.0 Summit seit CeBIT 2008 / E20 im Gartner Hype Cycle / Wikis, Blogs, Soziale Netzwerke und Prozessintegration / Zwei Dimensionen der Nutzung sozialer Medien im Unternehmen / Digitale Transformation / Zeit als wichtigster Faktor / Fallbeispiele / LIPPI / Beyer Material Science mit Laurie Miller / CIO vs. CDO (chief digital officer) / Patrick Hoffstetter CDO bei Renault /Keynotes von Jane McConnell (Slideshare), von Thorsten Hübschen (Business Group Lead Microsoft Office) und von Lee Bryant (Slideshare) / Buchtipp von Rawn Shah: Erin Meyer – The Culture Map / Interaktive Formate Hackathon und Lego Serious Play / Holocracy und Dual Operating System / Ausblick Social Business Arena und IOM Summit / Eindrücke von Katharina Perschke von Bosch (38:40) / Großer Schritte bei SIKA, Michelin, Beyer und BNP Paribas Cardif / Unternehmen sind mittlerweile sehr “bodenständig” unteregs / Multiplikatoren-Netzwerke sind im Trend (Guides, Ambassadore) / E-Mail vs. Enterprise Social Networks (ESN) / Bosch Business Case Return-of-Invested-Time im Community Management 1 Woche investierte Zeit armortisiert sich in 3 Monaten / Einschätzung zum Hype um Digitale Transformation und der “Human Centric” Sicht / Eindrücke von Harald Schirmer von Continental (52:50) / HR im Kontext von Enterprise 2.0 / Hackathon zur Organisation der Zukunft / Highlight Bayer / Vortrag Strategies for Corporate Change & the New Role of HR / Enterprise 2.0 hat mit Verhaltensänderung, Kultur und Werten zu tun / Management 1.0 vs. Management 2.0 / HR-Werkzeugkasten für den kulturellen Wandel / Fokus Lebenslanges Lernen / Be the change YOU want to see in the world!

Hinweis: die Telefonate mit Katharina und Harald habe ich per Telefon geführt. Die Verbindung war an manchen Stellen etwas “wackelig”, was ich zu entschuldigen bitte.

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.