Wir haben heute zum International Podcast Day erstmalig das Livestream-Setup getestet, das wir auch für die Übertragung der Keynotes der KnowTouch einsetzen wollen. Den Aufbau wollten wir so einfach wie möglich haben: als Kamera kommt eine Canon XA25 zum Einsatz, die über SDI an einem ATEM Telvision Studio (TVS) angeschlossen ist. Die Folien des Vortragenden kommen von der Bühne über HDMI und einen Scaler (720p) in das TVS.

Über die iOS App “Strata Lite” kann man mit einem iPod Touch zwischen Kamera und Folien wechseln. Der Ton kommt über drei Sennheiser XSW Funkstrecken (Vortragener mit t.bone Earmic 500, Publikum mit Handmikrofonen) und einen HDMI-Audio-Extraktor (um den Ton vom Notebook des Vortragenden zu übertragen) in ein Behringer XENYX UFX1204 Mischpult und von dort über die Aux-Sends in eine A/D-Wandler und in das TVS. Das Programm-Signal des TVS geht direkt in ein Matrox Monarch HD, der den Videostream an YouTube Live schickt.

Verbesserungspotential: idealerweise kann man in das Setup noch eine Kamera mit der Totalen und eine Detailkamera für die Bühne aufnehmen. Außerdem müssen wir die Lichtsituation auf der Bühne noch verbessern, da war es etwas dunken (vermutlich mit LED-Strahlern, die wir an einer Travers vor der Bühne montieren). Falls Ihr noch Ideen zur Professionalisierung habt, gerne unten in die Kommentare posten!

Bei der KnowTouch vom 26.-27. Oktober 2016 übertragen wir die vier Keynotes (siehe PDF-Programm). Für nur € 49,- kann man sich ein Livestream-Ticket dafür zulegen und ist live dabei!

Vom 13.-15.11.2015 war ich auf dem 6. Podlove Podcaster Workshop (#ppw15w) in den Räumen von Wikimedia Deutschland in Berlin. Workshop ist dabei eigentlich der falsche Begriff, denn die beiden Tagen laufen eigentlich in einer hybriden Form Konferenz/Unkonferenz statt. Der Veranstaltungsort verfügt über einen großen Plenumsraum und außerdem vier weitere Räume (außer den Büros der Wikimedia-Mitarbeiter) für Breakouts. Die Vormittage am Samstag und am Sonntag waren jeweils mit 4-6 Vorträgen belegt, der Nachmittag wurde im Barcamp-Stil geplant und durchgeführt (s.a. Programm in frab). Durch Material und Knowhow des CCC VOC sind die Vorträge mit etwas Zeitversatz auch auf YouTube verfügbar (Playlist mit allen Vorträgen):

Derartige Veranstaltungen sind großartige Lernevents, da große Bandbreite von Material und Expertise direkt vor Ort ist. Ich habe dieses Mal im Kern zwei Lernziele verfolgt. Zunächst wollte ich lernen, wie ich mit USB-Audio-Interface (Focusrite Scarlett 2i4) und Reaper/Ultraschall statt Audacity aufnehmen kann. Dazu musste zunächst mal Reaper und Ultraschall instellieren. Der Vortrag von Ralf Stockmann zur neuen Version Ultraschall 2.0 war dazu sehr hilfreich:

Die Installation verlief problemlos, bis auf die Stellen, an denen ich mich nicht an die Anleitung gehalten habe :-) Da alle unsere Kunden und wir selber auch auf Windows sind (7 und 10), musste das natürlich auf dieser Plattform funktionieren. Mein Ziel war, in der DAW Reaper möglichst viel digital machen zu können und möglichst wenig Audio-Hardware verwenden zu müssen. Insbesondere wollte ich für den Podcast Knowledge on Air (KOA) mit Ulrich Schmidt, der ja mittlerweile in Hannover wohnt,  den gesamten Aufnahme- und Produktionsprozess in Software machen können (Stichwort: N-1-Schaltung mit Skype).

Hierfür ist es notwendig in das Audio-Routing im Windows-Betriebssystem einzugreifen. Auf dem Mac arbeitet man hier mit Soundflower, in Windows verwendet man die Virutal Audio Cables und den ASIO4All Treiber. Nach einer Anleitung von Ben habe ich beides installiert und nach ersten Verständnisproblemen dann auch zum Laufen bekommen. Ich habe jetzt in Reaper eine Vorlage liegen, mit der ich mit einem Klick für eine neue KOA-Episode alle Einstellungen einrichten und die Episode aufnehmen kann.

reaper-ultraschall

Durch die virtuellen Audiokabel kann man nicht nur Skybe ankabeln, sondern auch Google Hangouts, Lync & Co. Auch mit einem SIP-Client (Phoner Lite) habe ich den Verbindungsaufbau zu einem Telefon erfolgreich getestet. Was noch nicht ging ist der Aufbau einer HD Voice Verbindung (G.722 mit über 7kHz statt 3,5 kHz Bandbreite) ist mir noch nicht gelungen, aber da forsche ich noch etwas. Mit diesem Setup werden wir jetzt die zwei Medienarbeitsplätze in der Akademie ausstatten, so dass auch Gäste Podcasts unter Einbindung von Remote-Teilnehmern machen können. Dazu werden wir in naher Zukunft auch die Seiten rund um Corporate Podcasts im Wiki ausbauen.

Eines meiner Ziele beim 4. Podlove Podcaster Workshop (#ppw14b) in Berlin war, Audacity zusammen mit dem Podcast-Studio unseres Media Labs für Mehrspur-Audio-Aufnahmen verwenden zu können. Natürlich wurde ich hier mehrfach gefragt “WARUM AUDACITY???”, denn in der Podcast-Szene sind hauptsächlich Apple-Anhänger unterwegs und die nutzen natürlich eher Garageband oder Reaper/Ultraschall.

Unser Einsatzszenario ist allerdings etwas anders. Wir wollen Wissensarbeiter in Unternehmen in die Lage versetzen, selber Audio und Video im Kontext der Wissensteilung zu verwenden. Dabei haben wir mit zwei Grundproblemen zu kämpfen:

  1. Unternehmen sind i.d.R. reine Windows-Umgebungen (in unserem Kundenkreis z.B. fast ausschließlich Windows 7).
  2. Die Mitarbeiter haben keine Administrations-/Konfigurationsrechte und nutzen durch die IT vorkonfigurierte Rechner. Dort sind meist keine Audio- und/oder Videoeditoren vorhanden.

D.h. wir benötigen eine Windows-Audio-Software, die sich ohne lokale Installation auf dem Rechner nutzen lässt (Portable Software). Hierfür fiel die Wahl auf das einfach zu bedienende Audacity, das allerdings standardmäßig nur Mono- und Stereo-Aufnahmen unterstützt (s.a. Multichannel Recording mit Audactity). Für Mehrspuraufnahmen kann z.B. das Audio Stream Input/Output Protokoll (ASIO) verwendet werden, das aber aus Lizenzgründen nicht mit Audacity ausgeliefert werden kann.

Der einzige Weg Audacity Mehrkanal-fähig zu machen ist, sich die einzelnen Quellen herunterzuladen und von Grund auf neu zu kompilieren. Wahrscheinlich keine allzu schwere Aufgabe für einen Programmierer, aber von ein bisschen Raspberry-Pi-Programmierung mit Python abgesehen, waren meine letzten Software-Entwicklungen in der Uni Mitte der 90er Jahre.

Daher hat es mich gestern einen halben Tag gekostet, die Entwicklungsumgebung mit allen Quellen so einzurichten, dass man Audacity darauf für Windows kompilieren, mit den ASIO-Treibern versehen und portable auf einen USB-Stick kopieren kann. Das ganze habe ich mit einer 6-Kanal-Aufnahme mit dem Podcast-Studio heute morgen getestet und es hat ganz hervorragend geklappt :-) In unserem habe ich unter Tipps&Tricks zu Audacity die Hauptquellen mit den Anleitungen verlinkt. Wer Hilfe bei diesem Vorhaben braucht, kann sich gerne bei mir melden. Unten ein Screenshot des Ergebnisses.

In der letzten Episode des Podunion Magazins (PMB025) wurde darüber diskutiert, ob der Begriff “Podcast Cluster” für regionale Konzentrationen bzw. Vereinigungen von Podcastern ein guter ist. Alternative wurde über Begriffe wie “Podcast Netzwerk” oder “Podcast Stammtisch” gesprochen.

Ich persönlich finde den Cluster-Begriff sehr treffen. Seit knapp fünf Jahren beschäftigen wir uns mit dem Thema des regionalen Wissensmanagements. Dort gibt es zwei Ansatzpunkte: zum einen die Metropolregionen in Deutschland und zum anderen die sog. Cluster. In diesem Kontext bin ich in die Entwicklung von einem der bundesdeutschen Spitzencluster, die im Rahmen der nationalen Hightech-Strategie getrieben werden, involviert: dem Medical Valley in der Metropolregion Nürnberg.

Der Begriff Clustern werden dabei nach dem Wirtschaftswissenschaftler Michael Porter Definiert. Er schreibt in seinem Aufsatz “Clusters and the New Economics of Competition” aus dem Jahr 1998:

Clusters are geographic concentrations of intercon-nected companies and institutions in a particularfield.

Vorbild für Cluster ist natürlich das Silicon Valley in USA. Gerade den Aspekt der regionalen Nähe verschiedener Akteure finde ich für Ideenfluss und Innovation sehr förderlich. Dementsprechend befürworte ich die Beibehaltung des Begriffs (regionaler) Podcast-Cluster, die gemeinsam Innovationen im Bereich des Podcastings vorantreiben.

Und vielleicht übernimmt das eine oder andere Cluster auch die Aufgabe im Bereich der Spitzencluster das Podcasting voranzutreiben und damit den nationalen Wissenstransfer zu fördern.

Vom 29.-31.08.2014 findet nahe Wolfsburg Podstock statt, eine Mischung aus Barcamp und Festival für Podcaster. Ich werde am Freitag Nachmittag direkt von der OpenSym in Berlin dorthin fahren (falls jemand eine Mitfahrgelegenheit benötigt, habe noch Plätze frei).

Das Podstock finde ich aus zwei Perspektiven spannend. Zum einen, um die eigenen Podcasting-Fähigkeiten für meine beiden Podcasts Knowledge on Air und den Management 2.0 Podcast hier in diesem Blog (startet bald neu) zu verbessern.

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Wissenstransfer funktioniert am besten direkt von Mensch zu Mensch. Doch manchmal ist dieser direkte Transfer nicht möglich, z.B. wenn sich die Menschen an verschiedenen Orten befinden oder Wissen über einen großen Zeitraum hinweg bewahrt werden soll. In diesen Fällen kommt die Dokumentation ins Spiel, bei der man versucht, Wissen in Medien abzubilden. Häufiger werden dazu Texte und statische Bilder in Word- oder Powerpoint-Dokumenten verwendet. Manchmal reicht das aber nicht aus. Weiterlesen

Motiviert durch die Livestreams unserer Management 2.0 Lerntage entstand gemeinsam mit einem Kunden die Idee, Vorträge im Rahmen bestehender Wissenschaftskooperationen mit Hochschulen, live in das interne soziale Intranet zu übertragen. Um das Team der Abteilung in die Lage zu versetzen, den Livestream eigenständig durchführen zu können, habe ich mich in den letzten Tagen mit Auswahl und Test einer “Minimal-Ausrüstung” beschäftigt. Von dem Ergebnis möchte ich hier kurz berichten und das Setup vorstellen.

Einige Vorüberlegungen: oberstes Kriterium für die Gestaltung des Aufbaus war für mich “Simplicity”, da Multimedia-Unerfahrene Aufbau und Betrieb eigenständig beherrschen sollen. Kombinationen mit Mischpult, Kamera, SDI-Schnittstellen etc. fallen damit sofort aus dem Raum der Möglichkeiten heraus. Da es sich bei den Vorträgen ohnehin um öffentliche Veranstaltungen handelt, habe ich auch interne Streaming-Lösungen ausgeklammert. Die Übertragung erfolgt wie bei unserem Lerntag auch über Google Hangout on Air und wird im Intranet verlinkt bzw. eingebettet.

Der Aufbau im Einzelnen:

  • iPhone 4S als Kamera, Einschränkung sind die fehlenden Zoom-Möglichkeiten sowie die Notwendigkeit guter Lichtverhältnisse vor Ort
  • Manfrotto 190XPROB Videostativ (Amazon) mit Manfrotto 700RC2 Videokopf (Amazon), um bei Bedarf flüssige Schwenks machen zu können
  • Quenox Rail (Amazon), um mehrere Gegenstände auf dem Stativ montieren zu können
  • The Glif Stativ (Amazon), um das iPhone auf dem Stativ montieren zu können. Für die Montage des Glif auf dem Rail ist ein Blitzschuh-Adapter (Amazon) notwendig
  • Sennheiser ew100 G3 Audio-Funktstrecke (Thomann), um die Sprache des Referenten mit einem Lavallier-Mikrofon sauber abgreifen zu können. Hier ist auf die Funkfrequenz im E-Band zu achten, da andere Frequenzen in naher Zukunft evtl. Lizenz-pflichtig werden
  • Sandberg A/S Headset Konverter (Amazon), um den Sennheiser-Empfänger direkt an das iPhone anschließen zu können
  • Apps auf dem iPhone: Rode Rec (zum Einpegeln von Funkstrecke/Mikro) und Google Hangout (für das Streaming)

Am 27.05. ist die erste Veranstaltung, ich werde danach mal von den Erfahrungen aus der Praxis berichten.

Beim Management 2.0 MOOC letztes Jahr haben wir zum ersten Mal Erfahrungen mit Live-Streaming von Veranstaltungen sammeln können. Sieben von acht Übertragungen waren einfache Google Hangouts mit den Teilnehmern im eigenen Büro. Die Übertragung zur Themenwoche Lernen 2.0 mit Jochen Robes und Prof. Sauter fand live vom Corporate Learning Camp in Frankfurt statt. Wir hatten ein Lenovo IdeaCentre A720 vor Ort am LAN. Über zwei Microsoft Cinema Studio Webcams konnten wir zwei Kameraeinstellungen übertragen. Unzufrieden waren wir allerdings mit der Tonqualität (günstige Auna-Funkstrecke).

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Ab Mai 2014 wollen wir die regelmäßigen Live-Sessions aus dem MOOC, die sehr gut angekommen sind, fortführen. Wir haben ein Format mit dem Titel “Offene Lerntage” kreiert. Einmal pro Monat (2. Freitag) öffnen wir die Akademie in Nürnberg und laden zum Wissens- und Erfahrungsaustausch ein. Von 13:00-14:00 Uhr gibt es Beiträge zum Schwerpunktthema des Lerntags, die wir per Google Hangout live übertragen. Hierzu haben wir uns bei unserem Kunden Sennheiser nach besserer Mikrofon-Technik erkundigt. Die Wahl fiel auf die Sennheiser XS Wireless Systeme, die sehr gute Qualität zu einem guten Preis bieten. Die ersten Tests an unserem Podcasting-Mischpult waren sehr zufriedenstellend.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=ERmAjTNhDEM&w=448&h=252&hd=1]

Das Programm des nächsten Lerntags zu “Creative Spaces” findet sich unter www.cogneon.de/lerntag, die Anmeldung erfolgt über Xing Events.

Der ursprüngliche Plan für die Themenwochen im Management 2.0 MOOC war, einfach Google-Hangout-Sessions mit den Experten zu verwenden und diese per “Hangout on Air” zu streamen. Dann hat es sich in Gesprächen mit Karlheinz Pape ergeben, dass wir die Session zu Lernen 2.0 am 27.09. live auf dem Corporate Learning Camp in Frankfurt durchführen werden. Das zog die Notwendigkeit nach sich, für diesen Event neu über die Technik nachzudenken. Falls jemand so etwas auch mal machen möchte, hier eine kurze Dokumentation unseres Vorhabens.

Die drei Experten und den Moderator wollen wir an einem Tisch in der KostBar platzieren. Zunächst haben wir an Funkmikro-Strecken gedacht, das war in Summe dann aber zu teuer. Außerdem beeinflusst es die lockere Atmosphäre des Gesprächs, wenn man erst mal verkabelt werden muss. Deswegen sind wir zu zwei Grenzflächenmikrofonen (AKG CBL 99) übergegangen. Diese werden auf schweren Holzplatten montiert und durch Waschmaschinen-Matten aus dem Baumarkt isoliert auf den Tisch gelegt.
Die beiden Mikrofone werden an ein Behringer Xenyx X1204USB Mischpult angeschlossen. Dieses ist über ein USB-Kabel an den PC angeschlossen, mit dem wir per Google Hangout live streamen. Am gleichen PC hängt eine USB Webcam, die in Totale auf die Redner gerichtet ist. Als Backup werden wir einen HD Camcorder und ein Audioaufzeichnungsgerät (Tascam DR-40) mitlaufen lassen.
Nach der Veranstaltung werde ich kurz berichten, ob das funktioniert hat.

 

Der Trend in den Unternehmen geht immer mehr dahin, Ergebnisse, Konzepte etc. nur noch in Spiegelstrich-Folien zu präsentieren. Der Nachteil hierbei ist, dass der Nachwelt der gesamte Kontext und damit wichtiges Wissen verloren geht.

Ein Wissensfloater (http://www.wissensfloater.de) kann hier Abhilfe schaffen. Ein Wissensfloater  ist eine kurze Präsentation (z.B. PPT oder PPS), die mit vielen auditiven und visuellen Elementen einen kleinen, abgeschlossenen Wissensbereich dicht und interessant darstellt.

Wissensfloater können mit einfachsten Hilfsmitteln (Notebook, Headset, Digitalkamera, Scanner) selber hergestellt werden. Im Wissensmanagement können sie z.B. dazu verwendet werden, bestehende Präsentationen (Projektpräsentationen etc.) mit Kontext zu versehen und damit aufzuwerten. Durch die Einfachheit passen Wissensfloater sehr gut in Mitarbeiter-schulen-Mitarbeiter- oder Rapid-e-Learning-Konzepte.