Den Begriff Wissensmanagement gibt es nun schon mehr als 10 Jahre und immer noch herrscht Unklarheit, was darunter genau zu verstehen ist. Das liegt sicherlich mit daran, dass der Wissensbegriff an sich schon sehr vielschichtig und mehrdeutig ist, wie z.B. bereits in dem Podcast mit Prof. Capurro angesprochen. Vielfach wird das Thema der Einfachheit halber in das IT-Eck geschoben, wie z.B. Prof. Wilson in seinem Beitrag The Nonsense of Knowledge Management festgestellt hat.

In meinen Augen ist es wichtig, Wissensmanagement nicht als neue Disziplin neben Businessmanagement, Prozessmanagement, Qualitätsmanagement, Changemanegement etc. zu sehen, sondern als Integrationsdisziplin, die eine Klammer um alle anderen Ansätze bildet. So schlägt z.B. das Canadian Institute of Knowledge Management vor, das Thema nicht “Knowledge Management” sondern “Knowledge-enabled Business Management” zu nennen, also eine wissensbewusste Art der Unternehmensführung.

Auch aus einem Draft für einen australischen KM Standard (AS 5037-2003) wird der Integrationsgedanke deutlich: “… knowledge management integrates a number of business and academic disciplines. These include:

  • human resource management
  • communications
  • philosophy
  • business management
  • change management
  • information management
  • information technology
  • sociology
  • organisational learning
  • strategic planning”

Ich denke, das ist die richtige Richtung, in die konsequent weitergedacht werden sollte. Was meinen Sie?

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