Ich habe begonnen, das Buch “Deutsche Wirtschaftsgeschichte” von Werner Abelshauser zu lesen. Ich habe mich gefragt, woran es liegt, dass die Wirtschaft in Deutschland trotz europäischer und globaler Wirtschaftskrise so gut funktioniert. Außerdem interessieren mich die genauen geschichtlichen Zusammenhänge zum Begriff der Wissensgesellschaft, da dieser ja auch oft mit Begriffen wie Dienstleistungs-, Bildungs- oder Informationsgesellschaft umschrieben werden, was meiner Meinung nach den Punkt aber nichtmoder zumindest nicht gut trifft. In diesem Blogbeitrag werde ich meine Erkenntnisse aus dem Buch festhalten.

 

Erkenntnisse:

  1. Die deutsche Industrie hat das Produktionsmuster “Massenfertigung” nicht in dem Maße übernommen, wie Amerika (S. 43).

 

Was sind überhaupt die Hintergründe von vermehrter Abteilungs-übergreifender, evtl. unternehmensweiter Zusammenarbeit? Im Buch werden dazu drei Gründe aufgeführt:

  • Innovationen & Innovationsfähigkeit
  • Besserer Verkauf (durch Cross-Selling und CRM)
  • Effizientere “Operations” (Best Practice Austausch und Wissen von Kollegen nutzen)

Es gibt somit ein enormes Potential für Zusammenarbeit, jedoch sollte nicht vergessen werden dass Zusammenarbeit kein Selbstzweck darstellt und mit Kosten verbunden ist (Opportunitäts- und Kosten für Zusammenarbeit an sich)

Basierenden auf den drei Anwendungsfelder gibt es wie auch in den meisten Management Bücher ein Modell bzw. ein Vorgehensvorschlag:

  1. Möglichkeiten für verbesserte Zusammenarbeit ausmachen (Beispiel, siehe Collaboration Matrix S.37)
  2. Barrieren identifizieren
  3. Individuelle Lösungen Anhand von 1 und 2

Im nächsten Post gehen wir detailliert auf die Barrieren der Zusammenarbeit ein.

Dieser Post ist der Auftakt einem vierteiligen Review des Buches “Collaboration”. Der Autor des Buches, Morten Hansen, ehemaliger BCG Consultant und Professor an der Haas School of Business der UC California Berkeley weiß wovon er spricht. Mit seinen breit gefächerten Praxisbeispielen wird die Thematik des Buches greifbar und leicht verständlich.

Der Anlass dieses Reviews kam mit nachdem ich dieses Buch im Hinblick auf die Thematik Enterprise 2.0 gelesen habe. Im Bereich Enterprise 2.0 werden häufig wage Ziele formuliert wie etwa mehr Zusammenarbeit und Wissensaustausch. Was aber sind die konkreten Ziele, die mit mehr Zusammenarbeit verfolgt werden? Wie kann ich diese Ziele erreichen? Was sind die Hindernisse? Hierbei hatte ich häufig dass Gefühl, dass in Beiträgen von E2.0 Evangelisten zwar Ziele formuliert und ein Change Prozess aufgezeigt wurde, eine tiefere Auseinandersetzung aus dem Blickwinkel des Einsatzgebietes E2.0 – nämlich der Nutzung von Social Media im Unternehmen, blieb meiner Meinung nach zu kurz (dies spiegelt sich auch in den sog. Fallen von Zusammenarbeit wieder, die im Buch genannt werden):

Nun aber zum Buch:                                                                                              Grundidee des Autors ist die sogenannte Disziplinierte Zusammenarbeit. Dabei stellt Zusammenarbeit keinen Selbstzweck dar sondern dient der Verfolgung konkreter Ziele mit positivem Einfluss auf den Geschäftserfolg und wird auch nur dann eingesetzt. Es geht somit nicht um eine Verflachung der Hierarchien sondern um eine differenzierte Arbeitsweise bei der zwischen zwei Modi gewechselt werden muss:

  • Dezentrale Arbeit in Abteilungen und Business Units
  • Zusammenarbeit über Abteilungs- und Business Units hinweg

Wie eine solche disziplinierte Zusammenarbeit erreicht werden kann und welche Maßnahmen dafür ergriffen werden müssen, sollten man folgende Fallen vermeiden:

  • Je mehr Zusammenarbeit desto besser
  • Unterschätzen der Kosten für vermehrte Zusammenarbeit

Mehr dazu im nächsten Post der Reihe.

Dieser Blog-Beitrag wurde von der ehemaligen Nutzerin kerstin.buecher verfasst.

Multidisziplinäre Projektteams sind im Blickpunkt der Forschungsarbeit von Violina Ratcheva (University of Sheffield).

Für das Thema wissensorientierte Führung interessante Artikel in den VDI-Nachrichten (Abonnenten können seit Anfang 2005 die Artikel im VDI-Nachrichten e-Paper-Archiv online herunterladen):

  • Nr. 42 (21.10.2005) S. 6: “Das schafft kein normales Büro”, E-Government-Masterplan des CIO des Landes Hessen Harald Lemke, Schritte: ein gemeinsames Hessenportal, ein einheitliches Netzwerk, eine neue Verwaltungssteuerung und die elektronische  Dokumentenverwaltung
  • Nr. 43 (28.10.2005) S. 7: Technologie-Transfer, wie geht das? Klaus Tschira (Geschäftsführender Gesellschafter European Media Laboratory), Tom Sommerlatte (Arthur D. Little), Gunter Dueck (Chief Technologists, IBM Global Services), Peter Mertens (Universität Erlangen Nürnberg), Andreas Reuter (Wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer European Media Laboratory) und Klaus Haasis (Geschäftsführer MFG Baden-Württemberg) präsentieren Ihre Sichtweisen.
  • Nr. 43 (28.10.2005) S. 10: Automobilzulieferer auf Crashkurs
  • Nr. 43 (28.10.2005) S. 13: CAD-Gemeinschaft verlässt den virtuellen Raum, Bericht über das Treffen der CAD-CAM-CAE-Community auf der Messe CAT.Pro

Folgende Bücher befinden sich neu in unserem Bücherregal:

Hinweis: In Zukunft werden wir die “Neu im COGNEON-Bücherregal-Reihe” kontinuierlich fortsetzen und jeweils neue Bücher sowie alle verfügbaren Bücher auflisten. Die einzelnen Bucheinträge sind so konfiguriert, dass Sie über Kommentare Ihre Meinung, Kritik, weitere Tipps etc. anhängen können. Wir würden uns freuen, wenn es dadurch zu einem regen Austausch kommt

Der Artikel “Von den Ameisen lernen” in der WELT am Sonntag vom 29.05.2005 sind einige interessante Aspekte der Schwarmintelligenz genannt.

Das Deutsche Institut für Betriebswirtschaft (http://www.dib.de) hat in der Studie “dib-Report 2004 – Ideenmanagement/BVW in Deutschland” (http://www.dib.de/download/dib-report2004.pdf) die 10 besten Unternehmen ermittelt.

Dieser Blog-Beitrag wurde von der ehemeligen Nutzerin kerstin.buecher erstellt.

Bereits 2001 wurde der Abschlussbericht  einer vom BMBF unterstützten Studie publiziert, die den Umgang mit nicht-explizitzem Wissen zum Gegenstand hatte. Herausgegeben vom FAW Ulm (Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung) umfasst der Bericht Beiträge aus verschiedenen akademischen Disziplinen. Ein Ergebnis der Studie ist, dass “ein erheblicher Wertschöpfungsfaktor darin liegen könnte, sich stärker auf den Umgang mit nicht-explizitem Wissen zu konzentrieren“.
Der Abschlussbericht mit dem Titel “Management von nicht-explizitem Wissen – Noch mehr von der Natur lernen” kann kostenlos heruntergeladen werden (Teil 1, Teil 2, Teil 3).

Dieser Blog-Beitrag wurde von der ehemaligen Nutzerin kerstin.buecher erstellt.

Aus einem Projekt der europäischen Normungs-Organisation CEN ist der “European Guide to Good Practice in Knowledge Management” entstanden, der in der deutschen Version (“Europäischer Leitfaden zur erfolgreichen Praxis im Wissensmanagement”) kostenlos heruntergeladen werden kann.