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Working Out Loud – Methode mit Potential

Im ständigen Gewitter von Marketingbregriffen und Schlagworten sind selten Ansätze mit echtem Potential für das Wissensmanagement dabei. Doch manchmal gibt es Ausnahmen. Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit sind aus meiner Sicht Barcamps, Flipped Classroom, Podcast, MOOCs, Design Thinking und auch Working Out Loud (#WOL).

Vor kurzem hatte sich auf Basis des Ansatzes von John Stepper (Deutsche Bank, USA) eine deutschsprachige Community formiert. Um erste Erfahrungen mit der Methode zu sammeln, gingen aus dieser Community drei “Working Out Loud Circle” hervor, die den Ansatz im Selbstversuch erproben. Ich bin einer der drei “Circle Facilitators” und mein Circle #3 mit Babs Koch, Harald Schirmer, Thomas Olsen und Tim Miksa ist vergangenen Freitag gestartet.

  
Über die inhaltlichen Gespräche aus dem Circle kann ich natürlich nicht sprechen, denn im Circle herrscht strenge Vertraulichkeit. Aber ich teile gerne erste Erfahrungen zum Ablauf:

  • Persönliches Wissensmanagement – WOL beginnt nicht mit der Nutzung von Technik. WOL beginnt mit dem eigenen Ziel und dem Netzwerk das zum Erreichen dieses Ziels notwendig ist. Daran gefällt mir der strategische Ansatz des persönlichen Wissensmanagements, der auf Geben und Nehmen im Netzwerk basiert.
  • Open Educational Resource – Der Ansatz der WOL Circle mit fünf Teilnehmern und einem Facilitator, die über 12 Wochen zusammenarbeiten ist sehr gut geeignet, um Verhalten zu ändern und zu stabilisieren. Die Gruppe trifft sich jede Woche für eine Stunde mit vorgegebener Agenda. Dieser Ablauf ist in Form der WOL Circle Guides frei verfügbar.
  • Virtuelles Meeting – gemäß Anleitung sollten die Circle Meetings persönlich stattfinden. Das ist in unserer Gruppe aber nicht möglich. Wir haben unser erstes Treffen daher über Google Hangout (s.o.) gemacht, was sehr gut funktioniert hat. Die Circle-Mitglieder kannten sich allerdings alle vorher, was sicherlich hilfreich ist.
  • Enterprise 2.0 – bei WOL denken viele direkt an Internet und Twitter. Denkt man an McAfees Enterprise-2.0-Defintion “Einsatz sozialer Medien im Unternehmen und zwischen Unternehmen, Partner und Kunden” so eignet sich WOL auch für den internen Einsatz z.B. in Enterprise Social Networks (ESN). Über interne WOL-Circle kann die Methode verbreitet und MitarbeiterInnen bereichs-, funktions- und standortübergreifend vernetzt werden.

Da es sich bei WOL um eine Methode des informellen Lernens handelt, werde ich auf dem Corporate Learning Camp (9.-10.10.2015) eine Session dazu vorschlagen. Bis dahin liegen die Erfahrungen aus allen drei Circles der deutschsprachigen Community vor.

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Technisches Setup für die Lernen-2.0-Session auf dem CLC13

Der ursprüngliche Plan für die Themenwochen im Management 2.0 MOOC war, einfach Google-Hangout-Sessions mit den Experten zu verwenden und diese per “Hangout on Air” zu streamen. Dann hat es sich in Gesprächen mit Karlheinz Pape ergeben, dass wir die Session zu Lernen 2.0 am 27.09. live auf dem Corporate Learning Camp in Frankfurt durchführen werden. Das zog die Notwendigkeit nach sich, für diesen Event neu über die Technik nachzudenken. Falls jemand so etwas auch mal machen möchte, hier eine kurze Dokumentation unseres Vorhabens.

Die drei Experten und den Moderator wollen wir an einem Tisch in der KostBar platzieren. Zunächst haben wir an Funkmikro-Strecken gedacht, das war in Summe dann aber zu teuer. Außerdem beeinflusst es die lockere Atmosphäre des Gesprächs, wenn man erst mal verkabelt werden muss. Deswegen sind wir zu zwei Grenzflächenmikrofonen (AKG CBL 99) übergegangen. Diese werden auf schweren Holzplatten montiert und durch Waschmaschinen-Matten aus dem Baumarkt isoliert auf den Tisch gelegt.
Die beiden Mikrofone werden an ein Behringer Xenyx X1204USB Mischpult angeschlossen. Dieses ist über ein USB-Kabel an den PC angeschlossen, mit dem wir per Google Hangout live streamen. Am gleichen PC hängt eine USB Webcam, die in Totale auf die Redner gerichtet ist. Als Backup werden wir einen HD Camcorder und ein Audioaufzeichnungsgerät (Tascam DR-40) mitlaufen lassen.
Nach der Veranstaltung werde ich kurz berichten, ob das funktioniert hat.

 

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.