Beiträge

In Gesprächen und auf Twitter kommt immer mal wieder die Frage auf, ob Plattformen wie Yammer eigentlich Enterprise Social Networks (ESN) sind, oder nicht. Dazu muss man für sich erstmal klären, was man mit dem Begriff ESN eigentlich meint. In unserem (uralten) Web 2.0 Workshop Ablauf haben wir zu sozialen Netzwerken ein Modul (Video).

Darin wird ein virtuelles soziales Netzwerk (also die Plattform, nicht die Menschen), definiert als eine Plattform, in der die Mitglieder sich vernetzen und miteinander kommunizieren können. Als zentrale Funktionen werden genannt:

  1. Profile
  2. Kontaktlisten/Buddylist
  3. Persönliche Nachrichten
  4. Benachrichtigungen
  5. Aktivitätenstrom
  6. Statusmeldungen/Microblogs
  7. Suche
  8. Gruppen

Vergleicht man die beiden prominenten öffentlichen sozialen Netzwerke Facebook und LinkedIn mit Yammer gelangt man zu folgendem Ergebnis:

Eigenschaft Facebook LinkedIn Yammer
Profil
X
X
X
Kontaktlisten
X
X
X
Nachrichten
X
X
X
Benachrichtigungen
X
X
X
Aktivitätenstrom
X
X
X
Statusmeldungen
X
X
X
Suche
X
X
X
Gruppen
X
X
X

Deswegen ist für mich die Antwort auf die Frage, ob Yammer ein ESN ist, ein klares JA. Oft kommt dann der Vergleich mit Plattformen wie Jive oder Connections, die über den oben genannten Funktionsumfang hinaus noch weitere Funktionen bieten (z.B. Dateiablage, Wiki, Aufgabenmanagement). Dazu würde ich aber argumentieren, dass diese Plattformen ESNs mit erweiterten Funktionen sind, als Yammer den ESN-Status abzusprechen.

Außerdem wird oft noch angemerkt, dass diese oder jene Plattformen bestimmte Funktionen besser umsetzen, als andere. Das stimmt natürlich auch. Hier hilft vielleicht der Vergleich mit dem Auto. Für mich ist der Begriff “ESN” wie der Begriff “Auto” (Blech/Alu-Rahmen mit vier Rädern dran und Dach, der sich fortbewegen kann). Natürlich gibt es große und kleine Autos, billige und teure, gute und schlechte. Trotzdem sind es alles Autos, weil sie bestimmte Grundfunktionen haben. Genau so sehe ich das bei Enterprise Social Networks auch.

Was denkt ihr dazu?

Episoden

Im Rahmen der “1st Knowlege Management Days” bei Airbus in Hamburg habe ich einen Vortrag mit dem Titel “Learning Organization 2.0 – Ideas & Tools” (Folien) gehalten. Am Nachmittag hatte ich die Gelegenheit mit dem Head of Knowledge Management Nicolas Chanchervier einen Podcast zu den Erfahrungen mit Wissensmanagement bei Airbus aufzunehmen. Der Podcast ist auf Englisch.

Airbus Knowledge Management located in HR & Learning Departement / Beginnings of KM in Engineering / KM located in France, Germany, UK and Spain / KM departement established 2004 (today: 10 people) / 1st KM Study Tour (2009) / ExTra Expertise Transfer for Expert Debriefing available as facilitated process and self-service guide / 300-400 cases per year / KMOD (no longer existing) / Knowledge Diagnosis available as service and self-service guide (criteria: criticality and maturity) / Yellow Pages not very successful in the beginning / Internal social media profile more successful (LinkedIn-Profile-Download possible) / Intranet portal “HUB” (s.a. Aerospace knowledge management toolkit p. 76, Screenshot 1, Screenshot 2) with people’s profiles, corporate news and collaboration / Communities of practice (formal and informal) can be started by everybody / Community health level is checked yearly / Innovation mangement as part of knowledge management/ Workshop format and formal training on innovation available / Lessons Learned with RISE method since 2001 / KCP for knowledge documentation / Enterprise search / Knowledge transfer with rich media (Video) / Self-learning organization as vision for the future