Im Seminar "Wissensmanagement und die Zukunft der Arbeitswelt" der Steinbeis Hochschule (Dozent: Prof. Rafael Capurro) habe ich im Forum am 11.08.2006 Nachmittag einen Praxisbeitrag eingebracht.

Ich würde mich freuen, wenn die Teilnehmer unser Formular Veranstaltungsbewertung ausfüllen (Veranstaltungsnummer: 1313), damit auch wir uns kontinuierlich verbessern können. Das Formular ist kurz und anonym.

Wichtige Erkenntnisse

  • Wissensmanagement ist Chefsache und kann nicht delegiert werden.
  • Beim Wissensmanagement muss der Mensch und nicht die Technik im Mittelpunkt stehen (Sozio-technisches System).
  • Wissensbasierte Organisationen sollten nicht wie Maschinen, sondern eher wie lebende Organismen betrachtet werden. Das Ideal ist das Konzept der Lernenden Organisation.
  • Bei Organisationen handelt es sich um komplexe, adaptive Systeme, die nicht bis ins Detail gesteuert und kontrolliert werden können (s.a. Rethinking the Learning Organization - A Complexity Perspective).
  • Wissensmanagement hört nicht an der Unternehmensgrenze auf, sondern kann auch auf Regionen, Nationen und das globale Zusammenwirken bezogen werden.

Literatur und Weblinks

Die folgende Liste gibt Hinweise auf Literatur oder Quellen im Internet, die im Kontext des Seminars besprochen wurden oder relevant sind. Die Buchlinks verweisen auf Seiten, auf den Sie auch direkt Ideen, Kommentare, Exzerpte etc. zu den Büchern einbringen können (per Kommentar). Ein direkter Link zu Amazon ist ebenfalls vorhanden (in der rechten Spalte unter "Amazon").

  1. 2006 Global Most Admired Enterprises Report
  2. Karl Wiig (Knowledge Research Institute): Knowledge Management: An Emerging Discipline Rooted in a long History.
  3. Conversation with Professor Ikujiro Nonaka (Hitotsubashi ICS): Knowledge Has to Do with Truth, Goodness, and Beauty.
  4. T.D. Wilson: The nonsense of "knowledge management". (s.a. Blog Ist Wissensmanagement Unsinn?)
  5. Marc Demarest: Understanding Knowledge Management.
  6. Frederick Winslow Taylor: The Principles of Scientific Management.
  7. Peter F. Drucker: Die Kunst des Managements.
  8. Peter F. Drucker: Management Challenges for the 21st Century.
  9. Jack Welch: Winning.
  10. Jack Welch: Was zählt.
  11. Peter Senge: The Fifth Discipline.
  12. W.E. Deming: Out of the crisis.
  13. Dietrich Dörner: Die Logik des Misslingens - Strategisches Denken in komplexen Situatonen.
  14. Ludwig Wiesenbauer: Erfolgsfaktor Wissen.
  15. Giblbert Probst, Steffen Raub, Kai Romhardt: Wissen managen
  16. Ikujiro Nonaka, Hirotaka Takeuchi: The Knowledge Creating Company - How Japanese Companies Create the Dynamics of Innovation.
  17. James P. Womack, Daniel T. Jones, Daniel Roos: The Machine that changed the world.
  18. Knowledge-at-work: Weblog von Denham Grey
  19. Gesellschaft für Wissensmanagement e.V. (GfWM)
  20. Canadian Institute of Knowledge Management: Frid Framework for Enterprise Knowledge Management (Buch kostenlos zum Download)
  21. Knowledgeboard - European KM Community

Dieser Blog-Beitrag wurde von der ehemaligen Nutzerin kerstin.buecher erstellt.

Literaturempfehlungen

Micaela Andrich von mandrich führte beim letzten GfWM-Stammtisch Mittelfranken in das Terminologiemanagement ein. Der Vortrag sowie Literaturempfehlungen zur Einführung in die Terminologielehre sind unter der Veranstaltung abrufbar (http://www.gfwm.de/node/111).

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Nach dem Start 2005 lobt der Arbeitskreis Wissensmanagement Karlsruhe auch im Jahr 2006 den Deutschen Nachwuchspreis Wissensmanagement aus.

Vortrag von Manfred Hauer beim BITKOM KEM Treffen am 26.04.2006 in Bad Homburg. Meine Notizen:

  • Wissenschaftsportal dandelon.com
  • Leistungen
    • Automatische Erkennung relevanter Deskriptoren
    • Multilinguale. Polydimensionale Terminologien
    • Crosslinguales, semantisches Informationsretrival
  • Schätzung: in realen Kommunikation gibt es nur 10% sprachliche Übereinstimmung (hieraus resultieren Missverständnisse)
  • Aktiver Sprachwortschatz: 1000 Wörter bei Arbeitern, 5000 Wörter bei Akademiker
  • Ohne (Terminologie-)Abteilung keine Terminologie, mögliche organisatorische Verankerung:
    • Corporate D... (ungeeignet, zu oberflächlich)
    • IT (ungeeignet, außer für IT-Inhalte)
    • Technische Dokumentation (Bewusstsein vorhanden, meist aber nur Fokus auf Übersetzung)
    • Bibliothek, Wissensmanagement (geeignet, es muss aber explizite Ressource bereitgestellt werden)
  • Notwendige Kompetenzen für Terminologiemanagement
    • Fachliche Kompetenz (nicht zu tief, aber Verständnis)
    • Sprachanalytische Kompetenz (am besten Philosophen, da diese gelernt haben, "Haare zu spalten")
    • Teamfähigkeit
  • Standard-Thesauri
    • Medizin: Medical Subject Headings (MeSH),  multilingual, 39.000 englische Begriffe
    • Agrar: AGROVOC (multilingual, structured and controlled vocabulary), über Webservice verfügbar(!)
    • Parlamente: partes
    • FIZ-Technik-Thesaurus, 51.700 deutsche Fachwörter
  • Unterschiedlichste Betrachtungsweisen eines Objekts sind möglich, deswegen ist offener Terminologie-Ansatz notwendig
  • Regionalthesaurus Vorarlberg
  • Aufwand:
    • Projekte reichen nicht, ein Prozess mit Prozessbesitzer ist notwendig
    • Kleine Klassifikation: 15 Tage
    • Große Klassifikation: Jahrzehnte
    • Thesaurus für ein Unternehmen: x Mannjahre
  • Positives/Do's
    • Engagierte Personen
    • Kleines Team
    • Breite Anwendung im Unternehmen
    • Absicherung durch Richtlinien
    • Sprache tief in Organiation und Köpfe bringen!
  • Negatives/Dont's
    • Sprache geht unter die Haut (Dissenzen)
    • Ergebnis sieht ganz einfach aus
    • Ergebnis ist nicht nachvollziehbar
    • Ergebnis ist nicht mehr aktuell
    • Kosten

Arbeitsgruppe Strategie und Organisation beim BITKOM KEM Treffen am 26.04.2006 in Bad Homburg. Meine Notizen:

Vorschlag Dr. Peter Schütt

  • Ansatz: Problem-/Lösungsorientierte Herangehensweise (Wissensarbeit ist Problemlösen)
  • Zwei Schulen im Wissensmanagement: Systemische Ansätze und Ansätze, die aus der Komplexitätstheorie kommen
  • Produktivität von Wissensarbeitern im Fokus ("Wissen auf Wissensarbeit anwenden")
  • Modell 3D-KM (Anm.: im Kern identisch mit dem MOT-Modell, siehe auch die MOI-Wissenslandkarte der GfWM)
    • Organisation und Kultur (auch Motivation)
    • Prozesse (kollaborative, datenorientierte, persönliche)
    • Informationstechnik

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Technologietag des AK Wissensmanagement Karlsruhe (AKWM) zum Thema Social Software am 30.03.2006

Die neuen Tools: Web 2.0, Semantic Wiki, Social Tagging

  • Referent: Max Völkel (FZI Karlsruhe)
  • Vortrag: Präsentation
  • Definition von Web 2.0 als Liste der neuen Dienste, z.B.
    • G-Mail (Google-Mail)
    • Writely (von Google gekauft): Mehrbenutzer-Notepad im Web
    • Backpack: Projektmanagement als Webdienst
    • Flickr: Tagging von Fotos
    • Mesh-Ups: Kombination von Websites zur Erzeugung von Mehrwert
  • Neue Formen von Spams in Blogs, Wikis oder durch Tags.
  • Behandelte Trends:
  • Fazit:
    • Technisch neueste Entwicklung, die im Zusammenhang mit Web 2.0 genutzt werden: AJAX
    • Soziale Entwicklung
      • Kollektiv von Nutzern schafft Mehrwert
      • Freie Inhalte setzen sich durch (Creative Commons, Wikipedia)
      • Aufmerksamkeit wird monetarisiert (Text-Ads)
      • Mehrwert-Websites durch Rekombination (Mesh-Ups)
  • Semantic Web
  • Web 3.0
  • Demo: Wikipedia-Erweiterung zur Nutzung der Semantic-Web-Technologie
  • Einsatz: Semantic Wikipedia
    • Export neu strukturierten Wissens (RDF-Standard)
    • Zusammenwirken mit anderen Datenbanken (IMDB, CDDB, Amazon etc.)
    • aggregierte Suche über mehrere Seiten
    • Qualitätssteigerung durch Aufdecken von Widersprüchen und Fehlern
    • Offene Fragen: Benutzerschnittstellen
    • Automatisierte Hilfestellung (per statistische Auswertung)

Wikis, Wikipedia und Wikimedia - Die wunderbare Welt der Kollaboration

  • Referent: Mathias Schindler (Wikimedia e.V.)
  • Vortrag: Präsentation
  • Blog: www.mathiasschindler.de
  • Wiki (Arbeitsprinzip)
  • Wikipedia:: Enzyklopädie
  • Wikimedia: Stiftung
  • Mediawiki: Wiki-Engine
  • Arbeitsfelder im Bereich der Wikipedia:
  • Ausblicke Wikipedia
    • Semantic Wikipedia
    • Modelle für Datenstrukturierung (z.B. zur sprachübergreifenden Datenpflege)
    • WYSIWYG-Editoren
    • Stabilisierung von Inhalten

Demo: SmartWeb - mobile Applikationen des Semantic Web

  • Referent: Günter Ladwig (Uni Karlsruhe)Natürlich sprachliche Interaktion mit dem Handy
  • Vortrag: Präsentation
  • Anwendungsdomäne: WM 2006

Waren Sie dabei? Ich freue mich auf Ihren Kommentar (s.u.).

Alle am Thema Social Software Interessierten lade ich zu unserem nächsten Knowledge Jam am 29.06.2006 nach Erlangen ein, der genau diesen Schwerpunkt hat.

Für eine Präsentation habe ich eine überblicksartige Themenanalyse der Beiträge der deutschen, der europäischen und der asiatischen Wissensmanagementkonferenz gemacht. Hier die Ergebnisse (sortiert nach Häufigkeit der Kategorien, Häufigkeit in Klammern):

Die Knowtech 2005 ist vorüber und es gab viel interessante Gespräche und Erfahrungen. Mein Eindruck war auch, dass die ganzheitliche Sichtweise Mensch-Organisation-Technik dieses Mal mehr im Mittelpunkt stand, nachdem in den letzten Jahren der Fokus doch sehr stark auf der Technik lag.

Das Delfi-Netzwerk hat vom 04.-05.06.2005 den Workshop "Die Zukunft des Wissens - Eine transdisziplinäre Diskussion zum Aufbruch in die Wissensgesellschaft" durchgeführt. Die Leitfragen waren

  • Wie werden Zukunft und Wissens in der Wissensgesellschaft beobachtet?
  • Welche Wissensfelder werden unsere Zukunft prägen?
  • Welche Wissensformen erschließen uns die Zukunft?

Gerade auch vor dem Hintergrund der Halbzeitüberprüfung der Lissabon-Strategie ein interessante Diskussion. Nähere Informationen hier.

Gestern war das Anwendertreffen unseres Partners USU AG in Möglingen, bei dem neben dem Bereich Knowledge Solutions, der für uns interessant, ist auch die Bereiche Infrastructure Management und IT Management Solutions vertreten waren. Alles in allem mehr als 100 Anwender. Ein paar Notizen zu den Vorträgen, die ich mir angehört habe (die Vorträge werden am 13.07. unter www.usu.de/anwendertreffen veröffentlicht).