Podstock 2014

Ich war am 29. und 30. August auf dem Podstock in Almke (eine Ortschaft nahe Wolfsburg), einer Kombination aus Barcamp und Festival für Podcaster. Vor Ort waren ca. 30 Podcaster und Podcasterinnen sowie einige Hörer, teils mit Plänen einen eigenen Podcast zu gestalten. Neben einem Bühnenprogramm mit Live-Podcasts (z.B. Grundrauschen, Quasselstrippen, Denkblasen, Netköppe) wurde in Unkonferenz-Art ein Programm in zwei parallelen Räumen gestaltet.

podstock-2014-programm

Die für mich interessanteste Session behandelte das Thema Audiotechnik. Zwei professionelle Audiotechniker gaben eine Einführung in Soft- und Hardware. Wir haben alle Schritte von der Mikrofonierung (Rode NT 1A), über Mischer und Audio-Interfaces (digidesign 002) bis zum Recording im Rechner (ProTools) durchgesprochen. In der Audio-Nachbearbeitung wurden Tiefpassfilter (bei Sprache 100-120 Hz), Noisegate (bei –27dB), Equalizer, De-Esser, Kompressor und Normalisierung erklärt.

Jede Stufe konnte vor Ort direkt ausprobiert und geübt werden. Generell sollte auf gute Ausrüstung (gute Mikros, gute Vorverstärker, gute Wandler) geachtet werden, um von Beginn an ein möglichst gutes Audiosignal zu erhalten. Bei Mikrofonen empfehlen sich Kondensatormikrofone (z.B. Beyerdynamic DT 297) für kontrollierte Umgebungen in geschlossenen Räumen, in unkontrollierten Umgebungen kommen eher dynamische Mikrofone zum Einsatz (z.B. Sennheiser MD 46). Für Podcaster und Sprecher gab es den Tipp, bei Gelegenheit eine kleine Sprecher oder Theater-Schulung für Sprecher zu machen, da die Qualität der Sprecher die wichtigste Voraussetzung für eine gute Aufnahme ist.

Autor: Simon Dückert

Berater, Coach und Geschäftsführer bei Cogneon

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