Community Manager Aufgabenpaket 6: Community monitoren

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Das letzte Aufgabenpaket beschäftigt sich mit dem Thema Monitoring und Controlling. Die folgenden Aufgaben sollte man je nach Community Type iterativ alle 3-6 Monate ausführen:

image1) Gucken Sie sich die Community Statistiken ihrer Online-Community an. Insbesondere aggregierte Listen wie z.B. meist aufgerufene Seiten zeigen ihnen welchen Themen und Aktionen auf Resonanz stoßen und welche nicht. Ist die Informationsverteilung ein wichtiger Use Case in ihrer Community, so  ist auch die Mitglieder Anzahl als Wert interessant zu beobachten (=Reichweite).

image2) Neben der quantitativen Analyse, kann es sinnvoll sein qualitative Informationen zu erheben. Erstellen Sie z.B.  Umfragen & Fragen, um Feedback der Mitglieder bzgl. Nutzungsgewohnheiten und generierte Nutzen zu erheben. Die gewonnen Erkenntnisse können Sie dann auch dafür nutzen ihre Community bekannt zu machen (Kommunikation von Erfolgsgeschichten).

image3) Nutzen Sie den Community Check (Vorlage) um wesentliche Aspekte ihrer Community zu monitoren. Bei dem Community Check handelt es sich um eine 10-Fragen umfassende Checkliste, ähnlich wie der Community Canvas. Ob schriftlich oder nur in Gedanken – eine Auseinandersetzung mit den Fragen kann helfen die Community besser zu managen.

image4) Neben der Analyse der Community Aktivitäten ist auch hilfreich sich insbesondere die Online-Community anzuschauen und hier ggf. einen “Frühjahrsputz” zu machen – nicht umsonst gibt es in Wikis die dedizierte Rolle eines Wiki Gärtners. Überprüfen sie z.B. Strukturen, die Verortung und Verschlagwortung von Inhalten, oder aber löschen Sie nicht benötigte oder redundante Inhalte.

image5) Evaluieren Sie schließlich gemeinsam mit den Kern-Mitgliedern die Daten und Auswertungen aus dem Community Monitoring in regelmäßigen Abständen und passen Sie den Community Canvas und den Community Steckbrief entsprechend an.

Community Manager Aufgabenpaket 5: Community bekannt machen

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Je nach Community Typ möchte man mehr oder weniger Mitglieder in seiner Community haben. Die einfachste und zugleich wichtigste Maßnahme um seine Community bekannt zu machen ist die Online-Community offen zu lassen. Ist die Online-Community offen, so können Interessenten sie in der Liste aller Communities sehen. In der Praxis sind leider die meisten Online-Communities für Interessenten sogar unsichtbar. Neben dieser Einstellung der Community Art, sollte man darüber hinaus zwei Punkte verfolgen wenn man seine Community bekannt machen möchte:

  1. Ein sehr gute Strategie um seine Community nur bekannt sondern auch legitimiert zu machen ist es dass Management als Unterstützer ihrer Community zu positionieren. Dies hat zum Einen Signalwirkung auf Interessenten (Community ist gewollt), zum anderen können Führungskräfte je nach Ebene mit ihrer Kommunikationsreichweite und –Bedeutung ihre Community “bewerben”.
  2. Kommunizieren Sie über Aktivitäten ihrer Community und über Erfolgsgeschichten und Nutzen Beispiele ihrer Community auf unterschiedlichen Kommunikationswegen. Präsentieren sie z.B. ihre Community in Meetings, schreiben sie einen Beitrag in einem Newsletter der Unternehmens-kommunikation, nutzen Sie bestehende Emailverteiler um auf sich aufmerksam zu machen.

Community Manager Aufgabenpaket 4: Community Events veranstalten

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An dieser Stelle wird deutlich, dass eine Community mehr darstellt als ein Austausch in einer virtuellen Online-Community. Menschen leben und arbeiten gemeinsam im physischen Raum und als Community Manager sollte man Mitgliedern die Möglichkeit bieten sich physisch kennenzulernen und zu vernetzen. Denn ein auf Freiwilligkeit basierender Austausch setzt ein gewisses Maß an Vertrauen unter den Community Mitgliedern voraus. Dieses lässt sich am besten aufbauen wenn man sich persönlich kennenlernt.

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Community Events sind darüber hinaus sinnvoll um komplexe Themen diskutieren zu können, die nicht einfach in Schrift expliziert werden können. In solchen Situationen Bedarf es des persönlichen Gesprächs.

Generell sollte man ebenfalls versuchen die Online Community mit phsischen Events zu koppeln, z.B. vorab Themensammlung erstellen und im Nachgang eine Fotodokumentation und einen Bericht/ ein Protokoll in der Online Community bereitstellen.

Communities leben von der aktiven Teilnehmern vieler Mitglieder. Daher sollte man wenn möglich auch kollaborative Klein- und/oder Großgruppen-Formate bei der Planung von Community Events in Betracht ziehen. Hier ein paar Beispiele für solche Formate:

  • Appreciative Inquiry
  • Ask me anything Session
  • BarCamp
  • Design Thinking
  • Hackathon
  • Open Space
  • Workshops
  • World Cafe

Audacity für Mehrspuraufnahmen nutzen

Eines meiner Ziele beim 4. Podlove Podcaster Workshop (#ppw14b) in Berlin war, Audacity zusammen mit dem Podcast-Studio unseres Media Labs für Mehrspur-Audio-Aufnahmen verwenden zu können. Natürlich wurde ich hier mehrfach gefragt “WARUM AUDACITY???”, denn in der Podcast-Szene sind hauptsächlich Apple-Anhänger unterwegs und die nutzen natürlich eher Garageband oder Reaper/Ultraschall.

Unser Einsatzszenario ist allerdings etwas anders. Wir wollen Wissensarbeiter in Unternehmen in die Lage versetzen, selber Audio und Video im Kontext der Wissensteilung zu verwenden. Dabei haben wir mit zwei Grundproblemen zu kämpfen:

  1. Unternehmen sind i.d.R. reine Windows-Umgebungen (in unserem Kundenkreis z.B. fast ausschließlich Windows 7).
  2. Die Mitarbeiter haben keine Administrations-/Konfigurationsrechte und nutzen durch die IT vorkonfigurierte Rechner. Dort sind meist keine Audio- und/oder Videoeditoren vorhanden.

D.h. wir benötigen eine Windows-Audio-Software, die sich ohne lokale Installation auf dem Rechner nutzen lässt (Portable Software). Hierfür fiel die Wahl auf das einfach zu bedienende Audacity, das allerdings standardmäßig nur Mono- und Stereo-Aufnahmen unterstützt (s.a. Multichannel Recording mit Audactity). Für Mehrspuraufnahmen kann z.B. das Audio Stream Input/Output Protokoll (ASIO) verwendet werden, das aber aus Lizenzgründen nicht mit Audacity ausgeliefert werden kann.

Der einzige Weg Audacity Mehrkanal-fähig zu machen ist, sich die einzelnen Quellen herunterzuladen und von Grund auf neu zu kompilieren. Wahrscheinlich keine allzu schwere Aufgabe für einen Programmierer, aber von ein bisschen Raspberry-Pi-Programmierung mit Python abgesehen, waren meine letzten Software-Entwicklungen in der Uni Mitte der 90er Jahre.

Daher hat es mich gestern einen halben Tag gekostet, die Entwicklungsumgebung mit allen Quellen so einzurichten, dass man Audacity darauf für Windows kompilieren, mit den ASIO-Treibern versehen und portable auf einen USB-Stick kopieren kann. Das ganze habe ich mit einer 6-Kanal-Aufnahme mit dem Podcast-Studio heute morgen getestet und es hat ganz hervorragend geklappt :-) In unserem habe ich unter Tipps&Tricks zu Audacity die Hauptquellen mit den Anleitungen verlinkt. Wer Hilfe bei diesem Vorhaben braucht, kann sich gerne bei mir melden. Unten ein Screenshot des Ergebnisses.

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Community Manager Aufgabenpaket 3 – Inhalte einstellen und Interaktionen anstoßen

Ein weiteres wichtiges Aufgabenpaket ist das Erstellen von Inhalte durch den Community Manager und das anstoßen eines aktiven Austausches der Mitgliedern. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.

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Community Manager Aufgabenpaket 2 – Mitglieder akquirieren, unterstützen und moderieren

Im Betrieb einer Community gibt es insgesamt vier Aufgabenpakete. In diesem Beitrag möchte ich das erste dieser vier näher beschreiben:

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Podcast Cluster – ein guter Begriff?

In der letzten Episode des Podunion Magazins (PMB025) wurde darüber diskutiert, ob der Begriff “Podcast Cluster” für regionale Konzentrationen bzw. Vereinigungen von Podcastern ein guter ist. Alternative wurde über Begriffe wie “Podcast Netzwerk” oder “Podcast Stammtisch” gesprochen.

Ich persönlich finde den Cluster-Begriff sehr treffen. Seit knapp fünf Jahren beschäftigen wir uns mit dem Thema des regionalen Wissensmanagements. Dort gibt es zwei Ansatzpunkte: zum einen die Metropolregionen in Deutschland und zum anderen die sog. Cluster. In diesem Kontext bin ich in die Entwicklung von einem der bundesdeutschen Spitzencluster, die im Rahmen der nationalen Hightech-Strategie getrieben werden, involviert: dem Medical Valley in der Metropolregion Nürnberg.

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Der Begriff Clustern werden dabei nach dem Wirtschaftswissenschaftler Michael Porter Definiert. Er schreibt in seinem Aufsatz “Clusters and the New Economics of Competition” aus dem Jahr 1998:

Clusters are geographic concentrations of intercon-nected companies and institutions in a particularfield.

Vorbild für Cluster ist natürlich das Silicon Valley in USA. Gerade den Aspekt der regionalen Nähe verschiedener Akteure finde ich für Ideenfluss und Innovation sehr förderlich. Dementsprechend befürworte ich die Beibehaltung des Begriffs (regionaler) Podcast-Cluster, die gemeinsam Innovationen im Bereich des Podcastings vorantreiben.

Und vielleicht übernimmt das eine oder andere Cluster auch die Aufgabe im Bereich der Spitzencluster das Podcasting voranzutreiben und damit den nationalen Wissenstransfer zu fördern.

Wie die zunehmende Digitalisierung unsere Arbeitsweise beeinflusst

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Marko Cakalic stellte auf dem 31. internationalen Projektmanagement Forum die soziale Software projectplace zur Unterstützung des Projektmanagements vor.

  • PMI Studie “The High Cost of Low Performance 2014” (PDF).
  • Fallbeispiel Actemium (Teil eines französischen Baukonzerns), 19.000 Ingenieure und Techniker, 300 Business Units in 35 Ländern.
  • Herausforderungen: Wille des Managements und “Waterfall vs. Scrum/Agile”.
  • Ansatz “Agile Gantt” vereint klassisches und agiles Projektmanagement.
  • Die Benutzeroberfläche zeigt Zeitleiste mit Meilensteinen (klein am oberen Rand), Konversationen (Twitter-like), Projektbeschreibung und geplante Arbeiten (Aufgaben) mit Enddatum. Per Klick auf die Zeitleiste erscheint ein visualisiertes Balkendiagramm.
  • In einem Kanban-/Scrum-Board können alle Aktivitäten in Phasen (Sprints) unterteil dargestellt werden. Das Board ist wie ein klassisches Taskboard in ToDo – Doing – Done unterteilt.
  • Bei der Anzeige von Dokumenten (z.B. Word) werden in einer rechten Seitenleiste die bisherigen Leser und deren Kommentare.
  • Soziale Software kann als “Schweizer Taschenmesser” für das Projektmanagement gesehen werden.

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Mit dem Community Canvas eine Community richtig aufsetzen

Im Rahmen des Aufgabenframeworks für interne Community Manager haben wir für die strategische Community Planung (Aufgabenpaket 1) den Community Canvas kreiert. Dieser stellt eine Vorlage dar,  mit der man die wichtigsten Community Punkte auf einer Seite darstellen kann.

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Was sich hinter den einzelnen Punkten des Community Canvas verbirgt, erklärt die Legende:

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Idealerweise erarbeitet der Community Manager gemeinsam mit dem Kernteam die Inhalte des Community Canvas. Dazu kann man die Vorlage als A0 drucken und mit Post-Its Punkte zusammentragen. Wie dies aussehen kann zeigt das folgende Foto:

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Mein erstes Community Camp – ein Rückblick

Logo_Community-Camp-Berlin_neu-585x300Letztes Wochenende (25.-26.10) fand in Berlin das diesjährige Community Camp statt. Die als BarCamp konzeptionierte Veranstaltung zielt darauf einen Wissensaustausch von Social Media und Community Managern zu ermöglichen. Mit ca. 200 Teilnehmern war es das bisher größte BarCamp, das ich bisher besucht habe. So vielfältig die Teilnehmer und ihre Hintergründe, so vielfältig waren auch die insgesamt ca. 55 angebotenen Sessions der zwei Tage. Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei.

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B1HUwnkIUAERfGOAn dieser Stelle möchte ich mich auch noch bei dem Orga-Team bedanken. Beim Community Camp stimmte einfach alles – angefangen von der tollen Idee eines Community Camp Buches anstelle von losen Blättersammlungen, über die Qualität der Sessions, der Verpflegung, der Abendveranstaltung bis hin zu solchen kleinen Details wie den “gebrandeten” Seifenspender. In folgenden Zeilen ein paar Notizen zu meinen besuchten Sessions:

Thema Session Owner Notizen
Internes vs. externes Community Management Katharina Perschke

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Aufbauend auf einem 9-stufigen Community Lifecycle haben die Bosch Kollegen um Katharina Perschke ein sog. Wimmelbild entwickelt. Es visualisiert sowohl wichtige Aspekte des internen Community Managements als auch konkrete Aufgaben eines internen Community Managers. Ziel der Session war es neue Ideen für weitere Aufgaben als Feedback zu erarbeiten. eine interessante Parallele dazu ist die Aufgaben Visualisierung die wir bei unseren Community Management Seminaren einsetzen.

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Das Berufsbild des Community Managers Vivian Pein

In ihrer Session hat Vivian über die Prozess der Buchveröffentlichung (Social Media Manager) berichtet. Insbesondere die Themen Kompetenzen eines Community Managers und das dazu bald erscheinende Whitepaper des BVCM wurden näher betrachtet.

Ausbildung interner Community Manager Benedikt Scheerer

In meiner Session habe ich unser Community Manager Aufgabenframework inkl. dem Community Canvas vorgestellt. Darüber hinaus habe ich ein paar Praxisbeispiele gezeigt.

BVCM Mitglieder Versammlung

BVCM

Auch wenn ich inhaltlich an dieser Stelle keine Interna liefern kann, möchte kurz anmerken wie herzlich ich aufgenommen wurde. Im kommenden Jahr werde ich mich beim BVCM in dem Themenbereich des internen Community Managements engagieren.

Interkulturelles Community Management Franziska Hauck

Franziska berichtete aus ihrer erfahrung als Community Managerin für globale Expat Communities. Dabei haben wir spannende Aspekte und Anekdoten diskutiert. Konkrete Themen waren u.a.: Feiertage, Kultur, Events, Sprache, Bildsprache/Symbolik, Kommunikation (schriftlich vs. mündlich/zwischen den Zeilen), Stereotypen/Vorurteile, Storytelling, Perspektivenwechsel, emotionale Bindung.

Content Marketing Olliver Ueberholz

Olli präsentierte ein klasse durchdachtes Konzept für Content Marketing in Verbindung mit CRM Aktivitäten. Dabei greifen unterschiedliche Tools sehr gut ineinander. Eingesetzte Tools dabei sind: Salesforce als zentrales Informationssystem, MailChimp, Feedly (Research), Tweetable, CleverReach.

165+ Tools Olliver Ueberholz

Im Anschluss an seine Session “Content Marketing” präsentierte Olli seine Erfahrungen zu 165+ Tools aus den Bereichen Collaboration, Communication, Data & Content und Monitoring Productivity. Eine ausführliche Übersicht findet man in seinem Whitepaper.