12 Years of Working Out Loud – an overview of my repositories (#wolweek)

We are in the middle of the international Working Out Loud Week (#wolweek) which takes place from 13th to 18th of November 2017. I want to use this occasion to finish a task that’s in my task manager for a long time: “create an overview of repositories where I make my work visible”. The idea for that task came from the 2010 definition of WOL by Bryce Williams.

 

Working Out Loud = Observable Work + Narrating Your Work

 

The journey to making my work visible and talking about it began in 2005 when we at Cogneon decided to make our wiki, which was our intranet before 2005, openly accessible to anyone under a Creative Commons License. For a long time I was a member of the open source community and was convinced that open access to knowledge and content is a basic success factor for our society. From that starting point I added a lot of repositories to show my work an narrate it:

 

 

For all these repositories I made a table with a short description, the number of items and links. I think in the future I will go through the repositories an check if I can switch more licenses from proprietary to CC BY (e.g. YouTube videos).

RepositoryDescription# of items
BlogWe started our Blog in 2004 with the switch from a Microsoft Frontpage website to the open source drupal system. Later on we switched to wordpress. Both platforms are open source. The blog content is under CC BY license. 289 blog posts
WikiIn 2005 we opened our intranet for the public. To do that we had to remove all critital content (e.g. customer information). The wiki is based on Mediawiki. The wiki content is under CC BY license.1098 articles, 530 images
SlideshareIn 2006 I began to publish slides on slideshare (e.g. conference presentation on knowledge retention method Expert Debriefing). I published the first slides with the simon.dueckert account until we switched to cogneon.107 slide decks
TwitterIn 2007 I posted my first tweet with my account @simondueckert. Via the bio text I declared that all tweets are under CC BY license.10.600 tweets
YoutubeIn 2011 we ran a “Web 2.0 Driving License” Mini-MOOC and published the videos in the youtube.com/cogneon channel. Since then we tried to record talks and workshops and put the videos there.70 videos
FlickrSince our first Knowledge Jam in 2005 we collected fotos of events and flipcharts on our fileserver but we never published it. In 2012 we startet our Flickr Account with albums for our major events.1.600 images
Podcast(s)Since I often drive to Ingolstadt I often called my friend Ulrich Schmitt and we talked about knowledge management. One day we had the idea to record that as podcast and started the Knowledge On Air podcast (KOA). In the 2013 Management 2.0 MOOC we recorded the friday livesessions (Google Hangout) and published them as podast. This was the beginning of the Management 2.0 podcast (M2P).32 KOA episodes, 31 M2P epidsodes

Right now we are about to migrate a lot of content from our internal fileserver and media server to Office 365. In this process we find a lot of content (slides, conceps, images, videos) that we will publish in the future as well. Happy WOLweek!

Was die Cogneon Akademie mit der Akademie von Platon gemein hat und was das für das Lernen dort bedeutet

Als wir vor gut sechs Jahren im Sommer 2011 vom Medical Valley Center in Erlangen in den rilkepark in Nürnberg gezogen sind, haben wir uns viel Gedanken über den Namen des neuen Standorts gemacht. Zu dem Zeitpunkt hatten wir uns am Coworking Space Nürnberg beteiligt und “Cogneon Coworking Space” in die Kandidatenliste aufgenommen. Zusätzlich waren wir vom Konzept des Future Center von Leif Edvinsson sehr angetan (s.a. M2P031 Podcast), so war auch “Cogneon Future Center” in der Liste vertreten.

Final hat sich dann der Name “Cogneon Akademie” in Anlehnung an die Akademie von Platon durchsetzt. Den Namen hatte die Platon’sche Akademie von einem Hain vor den Toren von Athen. Im Jahr 428 v.Chr. gegründet gilt sie als eine der ältesten und nachhaltigsten Bildungseinrichtungen dieser Art in Griechenland. Das Bild von Platon im Garten der Akademie hängt daher auch heute bei uns in der Bibliothek.

Akademie von Platon. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Platon-Akademie.jpg

Viele der Grundprinzipien und Eigenschaften der Akademie von Platon sind für uns auch heute noch richtungsweisend (siehe Abschnitt Unterrichtsbetrieb in Wikipedia):

  1. Der Unterricht fand teils auf Platons Grundstück, teils auf öffentlichem Grund statt. Wir sehen Konferenzen, Community-Meetups und auch den virtuellen Raum mit Blogs, Wikis, Livestream, YouTube, Twitter etc. als öffentlichen Grund außerhalb der Cogneon Akademie und bespielen diese aktiv.
  2. Fortgeschrittene Schüler übernahmen Lehr- und Forschungsaufgaben. In Bezug auf unser weites Themenfeld der digital-vernetzten Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts wäre es vermessen zu glauben, alle Themen selber beherrschen zu können. So verstehen wir die Cogneon Akademie als Plattform, die über Communities, Projekte und weitere Aktivitäten die Experten aus verschiedenen Disziplinen zu einem gemeinsamen Lernprozess zusammenbringt.
  3. Die Frage, ob bzw. inwieweit die Wissensvermittlung formell organisiert war und in welchen Formen sie stattfand, ist umstritten, insbesondere hinsichtlich der Rolle des Lehrvortrags. Formelle Wissensvermittlung, z.B. in Form der Expert Debriefing Moderatoren-Ausbildung oder der KnowTouch spielen auch eine Rolle in unserer Akademie. Der Anteil der informellen Wissensvermittlung in Form von Knowledge Jam und Meetups wie beispielweise dem Innovationsbeirat oder dem Podcasting Meetup Franken sind für uns aber deutlich wichtiger.
  4. Der Unterricht war normalerweise kostenlos. Gemäß unserer OER-Strategie versuchen wir möglichst viele Inhalte kostenfrei zum Selbststudium zur Verfügung zu stellen. Das gilt z.B. für unser Wiki Copedia, unsere Videos auf YouTube, unsere Folien auf Slideshare und auch die Online-Communities Lernende Organisationen auf Xing und Lernende Organisationen auf Facebook.
  5. Die Schulmitglieder verstanden sich als Lebensgemeinschaft, was unter anderem in gemeinsamen Mahlzeiten, Symposien und Festen zum Ausdruck kam. Das ist für uns der Kern einer Lern-Community. Nicht alles Lernen muss ernst und spaßfrei sein. Die Menschen müssen im Mittelpunkt stehen und sich bewusst als Teil der Lerngemeinschaft sehen. Ein Beispiel sind unsere Benchlearning-Projekte, die wir 2012 gemeinsam mit unseren Kunden Schaeffler und adidas ins Leben gerufen haben. In 2018 wird es zwei Benchlearning-Projekte zu “Working, Collaborating & Leading in the Digital Age” und “Office 365” geben.
  6. Forschung und Lehre waren im Prinzip frei, wobei der Umstand eine Rolle spielte, dass Platon eine dogmatische Fixierung seiner Lehre ablehnte. Auch wir gehen nicht von “dem richtigen Weg” zu Wissensmanagement und Lernenden Organisationen aus. Wir versuchen zwar gerade mit LernOS, unsere Erfahrungen in einem geschlossenen Konzept zu bündeln, jeder Einzelne und jede Organisation muss aber seinen/ihren individuellen Weg finden.
  7. Idee, dass die Schule nicht von der Präsenz des Gründers abhing, sondern nach seinem Tod fortbestand. Ich glaube nicht, dass die Entwicklung der globalen Wissensgesellschaft nach meinen Vorstellungen zu meinem eigenen Tod abgeschlossen sein wird. Daher hoffe ich, dass auch die Cogneon Akademie deutlich länger bestehen wird, als mein kurzes Leben es zulässt :-)

Im kommenden Jahr werden wir die Möglichkeiten auch aus der Ferne Mitglied der Cogneon Akademie zu sein deutlich ausbauen. Einige Gedanken dazu kann man im Podcast M2P026 (ab Minute 35:57) von unserer 15-jährigen Geburtstagsfeier nachhören. Eine zentrale Rolle wird dabei Cogneon Connect spielen, ein Mischung aus virtueller und physischer Teilnahme an den Aktivitäten der Akademie. Stay tuned & Learn on!

29. Knowledge Jam “Augenhöhe in der Praxis” (#ckj29)

Am 30. November 2017 findet der 29. Knowledge Jam in der Cogneon Akademie in Nürnberg statt. Nach dem eher technischen Thema Office 365 in der ersten Jahreshälfte haben wir für diesen Jam das Thema “Augenhöhe in der Praxis” ausgewählt. Als wir damals über das Crowdfunding zum ersten Augenhöhe Film gestolpert sind und kurz vor der Ziellinie nur noch einige Tausend Euro gefehlt haben, sind wir sofort eingesprungen und sind in den Kreis der Unterstützter eingetreten. So konnte der Film statt nur 12 Minuten über die volle Länge von 53 Minuten produziert werden. Gleichzeitig konnten wir unser damals laufendes Projekt zum adidas Learning Campus noch als Fallbeispiel einbringen.

 

 

Für den Jam haben wir Sven Franke gewinnen können, einen der Macher hinter Augenhöhe <) (> Film und Community. Er wird uns am Vormittag einen Überblick über die ganze Geschichte des Films und der Bewegung geben und darlegen, welche Schlussfolgerungen sich daraus für die praktische Umsetzung des Prinzips Augenhöhe in Unternehmen ziehen lassen. Der Nachmittag ist wie immer im Barcamp Modus, um allen Teilnehmer*innen viel Raum für Erfahrungsaustausch und Vernetzung zu geben. Programm:

  • 10:00 Uhr: Begrüßung durch den Moderator Karlheinz Pape
  • 10:15 Uhr: Impuls Sven Franke (CO:X): “Augenhöhe in der Praxis” – die Geschichte des Augenhöhe Films und der Augenhöhe Bewegung.
  • 11:30 Uhr: Vorstellungsrunde und Sessionplanung für den Barcamp-Teil
  • 12:00 Uhr: MITTAGSPAUSE
  • 12:45 Uhr: Sessionrunde 1 (drei Sessions parallel)
  • 13:45 Uhr: Sessionrunde 2 (drei Sessions parallel)
  • 14:45 Uhr: Sessionrunde 3 (drei Sessions parallel)
  • 15:30 Uhr: Zusammenfassung der Sessions und Feedbackrunde
  • 16:00 Uhr: ENDE

Falls Ihr den Film bisher noch gar nicht angeschaut habt, solltet Ihr das bis zum Jam auf jeden Fall nachholen, Das adidas Learning Campus Fallbeispiel ist ab Minute 36:43 zu sehen:

Enterprise Messaging im Mainstream angekommen

Als wir 2012 unser erstes Benchlearning Projekt mit dem Titel „Soziale Intranets“ gestartet haben, war ein Ergebnisse aus einem Teilprojekt die Enterprise 2.0 Flower (s.a. Enterprise 2.0 in Copedia und blp12 Abschlussbericht). Inspiriert durch das Social Media Prism zeigte sie die Kategorien Sozialer Software, die in den Unternehmen damals relevant waren (Soziale Netzwerke, Weblogs, Wikis, Redaktionelle Intranets (CMS), Suchmaschinen, Videoportale, Dashboards/PIM, Groupware).

Auch wenn sich die wichtigsten Akteure im Inneren der Blume etwas verändert haben, stimmen die acht Kategorien meiner Meinung nach im Wesentlichen noch. Aber ein „New Kid on the Block“ gibt es: Enterprise Messenger. Unter einem Enterprise Messenger (EM) verstehe ich – ähnlich wie bei Enterprise Blogs, Enterprise Wikis und Enterprise Social Networks – Instant Messenger (IM), die besonders für den Einsatz im Kontext von Unternehmen geeignet sind.

Die Liste von Instant Messengern ist lang, doch in der Praxis kommt nach meiner Beobachtung nur eine überschaubare Anzahl von Produkten zum Einsatz. Ich zähle hier erweiterte SMS-Dienste wie iMessage oder eher privat genutzte Messenger wie WhatsApp nicht dazu, auch wenn diese in der Praxis durchaus eine Rolle spielen (WhatsApp dürfte einer der häufigsten genutzte Dienst kn der „Schatten-IT“ sein). Meine Top 5 EM‘s (Reihenfolge alphabetisch):

  1. Hipchat: Hipchat unterstützt Gruppenchats, Videochats und Bildschirmübertragung. Zunächst unabhängig wurde Hipchat 2012 von Atlassian (den Machern von Jira und Confluence) übernommen.
  2. Skype for Business: Skype4B (früher Lync) ist eigentlich eher eine Web-/Telefon-/Videokonferenz-Software, aber mit Chat-Funktion. Darüber hat es eine weite Verbreitung in Unternehmen. Mit Skype Live-Meeting lassen sich Konferenzen an bis zu 10.000 Teilnehmende streamen.
  3. Slack: erster Messenger, der intensiv auf Integration externer Dienste wie Github, Dropbox und Trello gesetzt hat. Slack unterstützt mehrere „Workspaces“ (wie Gruppen bei Facebook), Workspaces können durch „Channels“ strukturiert sein. das Beitragsbild dieses Blogs stammt aus einer einseitigen Slack-Anzeige im Handelsblatt.
  4. Teams: Microsoft Teams ist ein recht neues Produkt aus dem Hause Microsoft und Bestandteil von Office 365. In der grundsätlichen Nutzung erinnert es stark an Slack. In Teams können verschiedene Dienste aus Office 365 und dem Internet integriert werden.
  5. Threema: Threema ist ein Messenger aus der Schweiz, der besonders auf Sicherheit durch Schlüsseltausch per QR-Code und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung setzt. In Threema sind Gruppen mit bis zu 50 Personen möglich. Mit Threema Work lässt sich der Messenger in MDM-Systeme integrieren.

Wie sieht das in Euren Organisationen aus? Teilt Ihr die Beobachtung der Beduetungszunahme von Enterprise Messengern? Welche werden eingesetzt und wofür? Wis stehen die Messengern zu anderen Tools aus der Enterprise 2.0 Flower?

Wikidata – wie aus strukturierten Daten Wissen werden kann

Vom 28.-29. Oktober 2017 fand in Berlin die erste WikidataCon in Berlin statt. Anlass war das 5-jährige Bestehen des Projekts. Wikidata ist ein Schwesterprojekt der Wikipedia, das sich mit der Erfassung und Organisation von strukturierten Daten rund um die Wikipedia beschäftigt.

Zwei wichtige Anwendungsfälle sind der schnelle Aufbau von Basisinformationen (in Form der Infoboxen und „ArticlePlaceholder“) in „kleineren Versionen“ der Wikipedia und die Möglichkeit von komplexen Suchanfragen z.B. Mit SPARQL (aktuell ca. 8,5 Mio. Abfragen/Tag). So können z.B. alle Städte ab einer bestimmten Einwohnerzahl mit weiblichen Bürgermeistern sehr schnell ermittelt werden. In ihrem Vortrag Wikidata: State of the Project gibt die Lydia Pintscher, die Produkmanagerin von Wikidata, einen tiefen Einblick in das Projekt:

Einige Informationen und Links zu Themen, die Lydia in Ihrem Vortrag anspricht:

Dank @c3voc gibt es die Vorträge der WikidataCon auch wieder als Aufzeichnung. Außerdem hat sich der Chaosradio Podcast in der Episode 240 ausführlich mit der Geschichte von Wikidata beschäftigt. Zu den Anfangsideen gibt es auch noch den CRE Podcast Episode 205 mit Jens Ohlig.

P.S.: schmunzeln muss ich, dass auch in diesem Kontext die Trennlinie zwischen Daten, Information und Wissen nicht sauber gezogen ist („data items“ vs. „knowledge base“). T.D. Wilson ist also immer noch aktuell (s.a. T.D. Wilson: The Nonsense of Knowledge Management)!