Learning & Skills for the 21st Century

Aktuell läuft der #feuer40 MOOC auf mooin. In einem Diskussionsbeitrag ging es um die Fähigkeiten, die wir brauchen, um im 21. Jahrhundert erfolgreich zu sein. Das hat mich an den Vortrag “21st Century Skills” von Prof. Andreas Schleicher (OECD) auf der re:publica 2013 erinnert, den ich hier nochmal hervorholen möchte.

Er stellt darin fest, dass sich Länder aus Wirtschaftskrise nicht durch Rettungspakete oder das Drucken von Geld retten kann. Wichtig ist vielmehr, möglichst viele Menschen durch Bildung auf die Wissensgesellschaft vorzubereiten.

Ein paar Stichworte aus der Tonspur: Kompetenzen statt formale Qualifikationen, Vom formalen Lernen zum Beginn des Lebens hin zum lebensbegleitenden Lernen, Growing Knowledge-intensity (# Forscher, # Patente), Different skills (routine manual, nonroutine manual, routine cognitive, nonroutine analytic, nonroutine interactive), Ways of thinking, working & tools for working, Learning Now & Then, Lernen ist kein Ort sondern eine Aktivität, Lernen als sozialer und kollaborativer Prozess, Vernetzung von Themen im Lernen statt Silos, Spezialisten vs. Generalisten, 21st century teachers, Beispiel Finnland, Enhanced teaching activities, Bildungsprozesse folgen dem Vorbild Industrialisierung, Beste Technologie kann schlechte Lernprozesse nicht ersetzen.

Livestreaming von Veranstaltungen auf dem Easterhegg 2017

Traditionell findet über Ostern mit dem Easterhegg das Oster-Treffen des Chaos Computer Clubs statt. Dort gibt es viel Co-Creation, Wissens- und Erfahrungsaustausch und ein breites Vortragsprogramm. Dieses Jahr auf dem #eh17 in Mühlheim am Main war auch ein Vortrag zu Livestreaming von Sebastian (@Livestream_de) dabei, der sicher auch für Veranstalter von Meetups im Kontext des Wissensmanagements interessant sein könnte:

Der Vortrag geht zum Thema Videostreaming zwar technisch nicht zu sehr in die Tiefe, bietet aber damit gerade Enisteiger*innen leicht Zugang zum Thema. Mir hat auch die Geschichte gefallen, wie sich aus der ehrenamtlichen Betätigung in dem Feld letztendlich ein Geschäftsmodell ergeben hat. Viel Glück damit!

Weitere Beiträge, die ich mir im Nachgang noch ansehen werden:

Alle Videos vom #eh17 findet Ihr auf media.ccc.de oder auf Youtube. Der nächste Easterhegg wird vom 30.03.-02.04.2018 in Würzburg stattfinden.

Corporate Learning 2025 MOOCathon startet am 8. Mai 2017

Das neue Projekt der Corporate Learning Community ist der Corporate Learning 2025 MOOCathon. Ähnlich wie 2015 im Corporate Learning 2.0 MOOC wird es auch in diesem Projekt einen MOOC-Teil geben, in dem acht Unternehmen (Merck, Continental, Ottobock, DNV, Viessmann, Aareal Bank, Bosch, Audi) ihren Status quo und ihre Vision für das organisationale Lernen im Jahr 2025 vorstellen und mit den Teilnehmer*innen diskutieren.

Um die Erkenntnisse aus dem MOOC-Teil in einem geschlossenen Konzept zusammenzufassen, wird vom 7.-9. September einen Hackathon in Frankfurt am Main durchgeführt, bei dem alle Teilnehmer*innen gemeinsam eine Zusammenfassung auf der Wikipedia-Plattform Wikibooks erstellen werden. Dieses Wikibook wird unter Creative Commons Lizenz (CC BY) offen verfügbar sein und kann beliebig weiterverwendet werden. Das Ergebnis des Hackathons wird im Rahmen einer Session auf dem Corporate Learning Camp (28.-29.09. in FFM) vorgestellt.

Wer sich zum MOOCathon noch nicht angemeldet hat, sollte das am besten jetzt gleich nachholen! Der Hashtag für den MOOCathon auf Twitter ist #cl2025.

Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft

Seit Oktober 2016 liegt mit dem Dokument Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft die neue Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung  vor.

Titelblatt des Dokuments Strategie für die digitale Wissensgesellschaft

Bundesministerin Wanka greift im Vorwort die Digitalisierung der Gesellschaft als Treiber auf und spannt den Bogen zum Lebenslangen Lernen:

Wir möchten Menschen in die Lage versetzen, sich selbstbestimmt in der digital geprägten Gesellschaft zurechtzufinden. Gute Bildung ist dafür die Voraus­setzung. Für eine freie Entfaltung, für gesellschaftliche und soziale Teilhabe wird das Beherrschen digitaler Technologien an Bedeutung gewinnen. Dazu gehört auch die Fähigkeit, Risiken einschätzen und mit ihnen umgehen zu können. Alle Bildungsbereiche – von der frühkindlichen Förderung über die Schulen, Ausbil­dung und Studium bis hin zum lebenslangen Lernen – müssen hier ihren Beitrag leisten.

Beim Lesen des Dokuments und Betrachtung der genannten Handlungsfelder hatte ich das Gefühl, dass es mehr um Digitale Transformation und Digitale Medien als um den Aspekt der Wissensgesellschaft geht (s.a. Merkmale der Wissensgesellschaft). Ich stolpere auch über den Begriff “digitale Wissensgesellschaft”, denn wir Menschen bilden diese Gesellschaft und wir werden ja auf absehbare Zeit analog bleiben. Ich spreche daher im Folgenden lieber von der “digital-vernetzten Wissensgesellschaft”.

Ich glaube, wir müssen in den nächsten Jahren in der Gesellschaft und in Unternehmen alle Bestandteile der digital-vernetzten Wissensgesellschaft in den Blick nehmen:

  • Digitalisierung: Digitale Medien, Digitale Fähigkeiten. Digitale Führung, Digitalisierung von Prozessen, Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen, Digitale Geschäftsmodelle
  • Vernetzung: insbesondere die Vernetzung über bestehende Silos hinweg (Abteilungen, Unternehmen, Wissenschaft/Wirtschaft, International), Formate, Veranstaltungen und Orte der Vernetzung (Barcamps, Podcasts, Blogs, Vlogs, Coworking Spaces, Science/Knowledge Slam, Communities of Practice)
  • Wissen und Lernen: Faktenwissen, prozedurales Wissen (know-how), Erfahrungswissen, Formelles und informelles Lernen, 70/20/10-Ansätze, Blended Learning

Wenn jeder diese Themen in seinen Einfluss- und Wirkbereich bringt, werden wir überrascht sein, wie schnell wir gemeinsam voran kommen.