Mein #33c3 Liveblog

Vom 27.-30. Dezember bin ich auf dem 33. Chaos Communication Congress (#33cc, Fahrplan, LivestreamAssemblies, Projekte, Wiki). Hier schreibe ich einen kleinen Liveblog zu meinen Erlebnissen vor Ort. Fragen dazu oder zum Kongress generell gerne unten in die Kommentare.

Grafik: Stella Schiffczyk.

TAG 4

18:04 Uhr: leider schon im Zug zurück, aber dank ICE-WLAN noch live dabei. Hoffe, dass alle die Inspirationen der letzten vier Tage nutzen und ihr eigenes Moonshot-Projekt starten. Dank an alle! CU @CYBER


17:33 Uhr: am Bahnhof und auf dem Heimweg. Dank streaming.media.ccc.de kann ich mir den Rest der Veranstaltung unterwegs anhören :-)

16:00 Uhr: jetzt läuft der jährliche Infrastructure Review des Kongress. Einige Rohdaten: 2x reduntate 100-GB-Uplinks. Peak use 32,4 out und 34,5 GB in, Video CDN mit 17 edge relays, mehr als 100 TB ausgeliefert, Dash mit ffmpeg experimentell getestet, Intercom mit RasPi+Mumble+Voctomix, Flash eliminiert, über 250 Engel nur VOC, 12h engel-Schicht pro Vortrag, über 80 Engel für Untertitel, alle Videos auf media.ccc.de.

14:30 Uhr: jetzt im Vortrag Warum in die Ferne schweifen, wenn das Ausland liegt so nah. Da das nicht so ganz mein Thema ist habe ich angeregt durch das Library Pattern mal nach einem QR-Code-Generator für unser Wiki gesucht und mit QRLite auch gefunden. Einen ersten Prototy kann man sich auf der Seite des Audiorecorders Zoom H6 ansehen (nicht auf mobilen Endgeräten sichtbar). Jetzt fehlt nur noch die Ankopplung an unseren Brother-Labeldrucker, um für das Inventar mit einem Klick Label erstellen zu können. Vielleicht ist Labelz hier eine Option.

14:15 Uhr: da ich noch einige LED-Bastelsets gekauft habe, kam ich zum Vortrag Datenschutzgrundverordnung zu spät. Den muss ich mir spär ansehen.

12:22 Uhr: etwas verspätet im Vortrag Beyond Virtual and Augmented Reality angekommen. Interessanter Überblick, woran gerade geforscht wird und was aus dem ersten Cybathon der ETH Zürich herausgekommen ist. Kai hat zwei interessante Projekte erwähnt: Pubil Labs und PyGaze. Werde versuchen, Eyetracking damit mal in Usability-Projekten einzusetzen.

11:30 Uhr: im Vortrag Community von Mitch. Er hat TV-B-Gone entwickelt und ist Mit-Gründer von Noisebridge.In dem Vortrag erzählt er die Geschichte, wieer mit der Community der Hacker in Berührung gekommen ist und wie die Teilnahme an den Veranstaltungen Hope6, 23c3 und Chaos Communication Camp ihn mit den Hacker Space Design Patterns brachte und welch Bewegung sich daraus entwickelt hat. Er hat eine schöne Definition von Erfolg: “Doing what you love and by doing what you love you get enough to keep doing what you love”. Zentraler Punkt: das wichtigste an einem Hackerspace ist die COMMUNITY, ein Hackerspace ist also vor allem ein “Community Space”.

Mitch hat in Brüssel einen TEDx Vortrag zum Hacker Space Movement gemacht.

10:03 Uhr: habe mir beim Frühstück den Vortrag Hacking Collective as a Laboratory angesehen. Ich mag die Idee des Community Spaces als Ort, an dem Fehler erlaubt sind. Mit der Idee im Hinterkopf ist auch unser Media Lab (Lab = Laboratory) entstanden.

TAG 3

00:15 Uhr: die Live-Show von Methodisch inkorrekt. In Saal G, da feuerfest :-)

22:50 Uhr: gerade im Sendezentrum bei der Live-Show von Puerto Patida entdeckt, ein Flyer für das tolle Podcastpat*innen-Projekt.


22:09 Uhr: im Vortrag What We Can Learn about Creativity from 3D Printing von Sascha Friesike. Auf Basis der 3D-Druck-Plattform Thingiverse wurden die kreativen Prozesse der Community untersucht. Betrachtete Phasen des kreativen Prozesses sind: Trigger, Inspiration Phase (Remixing), Distribution Phase und Iteration Phase.

21:30 Uhr: lausche neben einigen WordPress-Arbeiten dem Vortrag Interplanetary Colonization. Den Referenten ist völlig klar, dass wir die Erde irgendwann verlassen müssen und sie suchen nach Lösungen für dieses Problem. Abgefahren.

20:20 Uhr: ich hatte jetzt etwas Leerlauf in meinem Programm, in der ich mir einen Ansatz für die Bereitstellung unserer Knowledge Experience Design Patterns überlegt habe. Auf github gibt es neben Open-Source-Projekten auch Open-Hardware- und Open-Educational-Resource-Projekte. Nachdem wir auch bei unseren Materialien eine Open-Access-Strategie (wenn möglich CC BY) verfolgen, sollen die Patterns als Repository auf github verwaltet werden. Auf diese Weise werden Weiterverwendung, Forking und Änderungswünsche ermöglicht. Die Synchronisation des github-Repositories mit einer lokalen Kopien übernimmt github-Desktop, eine Art Dropbox für Source Code.

Für die Formatierung verwenden wir Markdown, weil das sehr einfach zu Bearbeiten ist und in viele andere Formate konvertiert werden kann. Um Markdown nutzerfreundlich bearbeiten zu habe ich mir nach einigem recherchieren Typora ausgesucht. Als Konverter kommt Pandoc zum Einsatz. Mit folgender Kommandozeile konnte ich aus meiner Beispieldatei Leader-21.md (Markdown) eine Textdatei erstellen, die ich per Copy&Paste ganz einfach ins Wiki übertragen konnte:

pandoc Leader-21.md -t mediawiki -o Leader-21-mediawiki.txt

17:03 Uhr: jetzt kommt der Vortrag Dissecting HDMI mit Tim Ansell. Anhand der Erfahrungen aus dem Projekt HDMI2USB.tv zeigt er auf, welche Probleme beim Handling von Video über HDMI auftreten. Interessant für recording und streaming von Veranstaltungen. Anmerkung: der Vortrag war deutlich technischer, als ich erwartet hatte.

16:00 Uhr: ein Vortrag, auf den ich mich schon lange gefreut habe: Joscha Bach mit dem Vortrag Machine Dreams (Teil 1, Teil 2, Teil 3). Joscha ist jetzt im Harvard Program for Evolutionary Dynamics.

15:07 Uhr: höre mir den Beitrag OffeneFahrplanDaten der Deutschen Bahn an. Finde es super, dass ein Konzern sich so in die Hacker-Community einbringt, selber Hackathons macht und seine Daten offen  bereitstellt. Ergebnisbeispiel: naturtrip.org.

14:07 Uhr: im Open Science Workshop der Open Science AG, ein Projekt der Open Knowledge Foundation Deutschland. Statement auf der Postkarte: “Die Open Science AG ist eine offene Initiative mit dem Ziel, die Idee freier und offener Wissenschaft in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu unterstützen”. Workshop-Moderader Konrad betreibt den Podcast Open Science Radio.


13:30 Uhr: wie bei unserer 15-Jahres-Feier angekündigt, wollen wir unseren Ansatz des Knowledge Experience Designs mit einer Pattern Language beschreiben. Habe in Copedia angefangen, Basisinformationen zu Pattern Languages zusammenzutragen.

12:45 Uhr: im CCC-Jahresrückblick mit Constanze, Frank, Linus und nexus. Unser Verein hat jetzt über 9.000 Mitglieder, Snowden-Veröffentlichungen waren ein großer Treiber für Zuwachs.

11:34 Uhr: höre mir in Saal 1 den Vortrag Million Dollar Dissidents and the Rest of Us an. Parallel tausche ich hier im Blog die eingebetteten YouTube-Videos von den Accounts CCCde und CCCen gegen die von media.ccc.de aus. CCCxx “klaut” nämlich die frei verfügbaren CC-BY-lizensierten Videos (s.a. Blog)  und verdient auf YouTube Geld mit Werbung … Buh! :-(

11:03 Uhr: schaue den Beitrag von Linus zur Verbreitung von Fake-News in der Tagesschau an.

09:11 Uhr: schaue den 33 Jahre Rückblick an, in dem die Talks aus 33 Jahren Chaos Communication Congress analysiert werden. Besonders schön: die Datenschleuder mit dem Programm des 1c3 und ein Video mit einem Bericht vom 2c3. Die Rohdaten (nicht vergessen: “Rohdaten sind geil!”) gibt es auf gitlab zum Download.

TAG 2

22:35 Uhr: gerade hat die Freakshow im Sendezentrum begonnen. Alles ist bis auf den letzten Platz belegt.

21:45 Uhr: schaue mir im Stream den Vortrag zu SpiegelMining – Reverse Engineering von SpiegelOnline an, super-spannend. David hat über 700.000 SpON-Artikel zu verschiedenen Zeitpunkten heruntergeladen (60 GB) und zeigt, was ein Data Scientist mit diesen Rohdaten anstellen kann.

19:51 Uhr: im Sendezentrum findet gleich ein Science Slam statt. Der Name ist von Poetry Slams abgeleitet. Drei Wissenschaftler (Slammer) stellen in jeweils 10 Minuten ein wissenschaftliches Thema vor. Das Publikum bewertet und kührt den Gewinner des Slams. Bin gespannt, ob man das Format als “Knowledge Slam” auch im Kontext des Wissensmanagements anwenden kann.

18:01 Uhr: am Digital-Leadership-Podcast weitergearbeitet, alle O-Töne separiert, mit Textmarken versehen und in OneNote eine Seite für meine Stichpunkte angelegt. Jetzt muss ich nur alle Kapitel nochmal lesen und die O-Töne dazu anhören :-) Hoffe, dass der Podcast Ende 1/2017 erscheinen kann. Außerdem habe ich gleich noch ein bisschen an den Backup-Skripten unseres Blogs und unserer Webseite gefeilt.

16:56 Uhr: habe mir einen Platz in Saal 2 gesucht, dort gibt es gleich einen Vortrag mit einer Einführung zu Blockchains. Nachdem alle möglichen Bereiche in Zukunft angeblich durch Blockchains revolutioniert werden, will ich mein Halbwissen dazu mal etwas vertiefen. Blockchains sind wie Grundbuchämter “Besitzsysteme”, die anzeigen, wem etwas gehört (Geld, Grundstück etc.). Jeder Wechsel eines Besitzes sind Transaktionen in der Blockchain. Der Saal ist bis auf den letzten Platz belegt, das Interesse ist riesig! Podcast-Tipp: CRE 182 Elektronisches Geld.

16:06 Uhr: jetzt im Vortrag von Martin Haase, Sprachwissenschaftler an der Uni Bamberg, zur Sprache der Populisten. Er hat schöne visuelle Beispiele mit Google Trends und Google Ngram Viewer.

14:00 Uhr: im Rahmen des Junghackertags habe ich zusammen mit Nele Heise eine Stunde Einführung ins Podcasting für 11-17-jährige gemacht.


13:22 Uhr: Kongress ist, wenn die Mate mit der CCC-Rakete “Fairydust” gebrandet ist :-)


13:04 Uhr: bin am Podcasttisch im Sendezentrum in einer Runde mit Martin Rützler, Nicolas Wöhrl und Daniel Messner zum kuratiertem Angebot wissenschaftspodcasts.de. Geschriene wird das Wissen{schaft}spodcast, so dass auch “Knowledge Podcasts” (ähnlich den Knowledge Blogs nach Zerfaß) im nicht-wissenschaftlichen Kontext eingeschlossen sind.

12:43 Uhr: fange an eine Episode “Digital Leadership” für den Management 2.0 Podcast auf Reaper und Ultraschall 2.2 zu schneiden. Auf einem Autoren-Meetup des Buchs Digital Leadership von Prof. Petry im DB Skydeck hatte ich die kurzen Intros aller Kapitelautoren aufgenommen. Diese will ich mit eigenen Kommentaren zu den jeweiligen Kapiteln versehen.

12:26 Uhr: WordPress unter cogneon.de auf Version 4.7 aktualisiert und in ein Whitescreen-Problem gelaufen, dass ich mit dieser Anleitung beheben konnte. Nebenbei bemerkt: die WordPress App ist zum bloggen mittlerweile recht gut (z.B. copy&paste von YouTube-/Twitter-URLs führt zum Einbetten). Storify bietet für mich da im Vergleich kaum Vorteile.

11:35 Uhr: im ersten Vortrag des Tages, Andre Lampe (Blog) über die kleinen Dinge des Lebens, die Mikroskopie von Alltagsgegenständen und die Bedeutung von Open Science und Open Access. U.a. vorgestellte Software: micro-manager.org, fairsim.

10:47 Uhr: noch beim Frühstück im Radisson Blu, gleich neben dem Veranstaltungsort. Die meisten Videos von gestern stehen schon bereit, schaue mir gerade den Vortrag Software Defined Emissions (#dieselgate reverse engineered) an.

TAG 1
00:11 Uhr: letzte Session für heute, eine Einführung in Netzwerkanalyse mit Wireshark.

23:04 Uhr: war schon mal kurz in der @c3lounge in Halle H, dee Party Area des 33c3 (Livestream). Die Dekoration mit zwei gigantischen Diskokugeln ist wieder fantastisch. Gerade hat eine 3-Mann/Frau-Dub-Kombo performt. Jetzt bin ich in der vorletzten Session für heute, einem Vortrag über Sicherheit in IPv6-Netzen.

21:48 Uhr: sitze im Vortrag Lockping in the IoT … or why adding BTLE to a device sometimes isn’t smart at all. Ist interessant für unsere Aktivitäten rund um die Smart Academy. Ich glaube, dass das Medium Podcast sehr gut geeignet ist, Wissen über Projekte und andere Komplexe Themen zu donumentieren und zu verteilen. Das ist für Wissensarbeiter*innen viel einfacher, als textuelle Beschreibungen oder umfangreiche Videoproduktionen.

20:30 Uhr: Ich war in die Wisspod-Podcast-Show im Sendezentrum eingeladen, um ein paar Minuten etwas über Wissensarbeit und Podcasting in Unternehmen zu erzählen.

18:44 Uhr: habe mir schon einen Platz im Saal 1 gesichert, dort kommt gleich der Vortrag Dieselgate – a year later mit Daniel Lange.

17:26 Uhr: gleich startet der Vortrag Pegasus Internals über die iOS-Spyware Pegasus in Saal 1.

17:08 Uhr: in einer Bastelstunde mit @fernsehmuell, um aus dem Superlux HMC660 Headset ein universelles low-cost Podcasting Headset zu machen. Es soll mit reduzierter Phantomspannung (12 Volt, sonst rauscht es) am Zoom H5 funktionieren und über zwei Adapter (TRRS-Splitter, XLR-Stecker auf 3,5mm Klinke) auch am iPhone (s.a. Diskussion im Sendegate).

15:58 Uhr: nehme gleich mal wieder an einer Crypto Party teil. Würde gerne nächstes Jahr -wenn Interesse besteht- mal eine in der Akademie in Nürnberg anbieten. Es geht um E-Mail-Verschlüsselung, Festplatten-Verschlüsselung, anonymes Browsen (Tor, auch Betrieb von Tor-Services) und sichere Betriebssysteme (z.B. Qubes OS, Tails).

14:45 Uhr: habe mich im Himmel als Engel als anwesend gemeldet. Das Engelsystem ist die Plattform, über die die Arbeitskraft von über 1.000 Helfer*innen koordiniert wird. Die Engel erkennt man an dem entsprechenden Badge.


14:00 Uhr: Jetzt im Vortrag Chaos macht Schule – Zwischen Technikbegeisterung und kritischer Reflexion in Halle G. Würde Chaos macht Schule gerne in die Schule meiner Tochter bringen. Ziel ist die “Digitale Mündigkeit” von Kindern. Gezeigt wurden u.a. Beispiele der Handy-Ortung und der Sammlung von Daten durch die NSA.

13:48 Uhr: Ich habe die Windows-Version von Python installiert und dazu die IDE PyCharm. Ich will ein bisschen mit Visualisierung und Machine Learning mit Python experimentieren. Habe mir hierfür das Buch Mining the Social Web bestellt. Mit dem Python Modul “twitter” und der Registrierung einer Twitter App auf dev.twitter.com konnte ich in kürzester Zeit einen Tweet aus Python heraus absetzen:

13:13 Uhr: Habe einen ersten Gang über den Kongress gemacht und tolle Dinge entdeckt. Davon kann ich hier leider keine Bilder posten, da auf der Veranstaltung striktes Personen-Fotografierverbot herrscht. An allen Ecken und Enden spürt man die Community-Maxime “Be excellent to each other”.


10:49 Uhr: so far everything worked for me :) Hotelzimmer war schon fertig, Ticket war gültig. Jetzt sitze ich in Saal 1 mit über 3.000 anderen und warte auf die Eröffnung. Bin gespannt, mehr über das diesjährige Motto WORKS FOR ME zu erfahren. Für Daheimgebliebenen: es gibt einen Livestream unter streaming.media.ccc.de.


09:25 Uhr: in Hamburg gelandet. Habe mir auf dem Flug auch den 31c1 Vortrag von Joscha angehört und außerdem in der Congress App meine Favoriten markiert, damit mich die Apple Watch an die wichtigen Beiträge erinnert.

07:47 Uhr: kurz vor dem Boarding, kein Streik – what could possibly go wrong? Habe mich im Engelsystem angemeldet und höre mir zur Einstimmung die alten Vorträge von Joscha an (er spricht 29.12., 16:00 Uhr in Saal 2 über “Dreaming Machines”).

Cogneon 2.0 – die nächsten 15 Jahre

Am 21. Dezember 2001 wurde die Cogneon GmbH von Prof. Herbert Stoyan, Prof. Michael Müller, Marc Holfelder und mir in Erlangen gegründet. Der Geschäftszweck laut Satzung ist die Entwicklung und der Vertrieb von ganzheitlichen Lösungen zum Wissensmanagement in Form von Schulungen, Beratung, Dienstleistung und Software”. Mit den Erfahrungen aus der Wissensmanagement-Praxis der letzten 15 Jahre ist es jetzt an der Zeit, die inhaltliche Ausrichtung zu hinterfragen und anzupassen. Eine Veränderung, die auch mit der Änderung der Leitfarbe verbunden ist.

cogneon-20-1

Zur Feier hatten wir Gründer, Mitarbeiter, Alumni und enge Weggefährten nach Nürnberg in die Repräsentationsäume Altstadt mit schönem Blick auf die Stadt und die Burg geladen. Da sich die Gäste untereinander nicht alle kannten, gab es eine kleine Auslage, in der Personen und ihr Bezug zum Werdegang von Cogneon kurz vorgestellt wurden.

Der intensive Austausch wurde zwischen den Gängen durch zwei “kleine” Ansprachen von Herbert Stoyan (die Geschichte vor der Gründung) und mir (die Geschichte danach und der Blick in die Zukunft) unterbrochen. Die beiden Beiträge werden in Kürze noch in einer Episode des Management 2.0 Podcasts veröffentlicht.

Mit 15 Jahren sind wir quasi aus der Pubertät heraus, sind aber noch nicht volljährig. Wir werden die nächsten drei Jahre nutzen, um unsere neue Ausrichtung “Cogneon 2.0” entlang der folgenden vier Schwerpunkte zu entwickeln (für die Herleitung Podcast hören):

  • Das Leitbild der Lernenden Organisation bleibt bestehen, da im Lernen und Anpassen das Erfolgsrezept in einer VUCA-Welt liegt. Eng verbunden damit sehen wir Lebenslanges Lernen (Individuum), Lernende Gesellschaft (von lokal bis global) und Lernende Maschinen (als Teil des sozio-technischen Systems).
  • Ins Zentrum unseres Beratungsansatzes stellen wir das Knowledge Experience Design (KXD), also die Gestaltung von Lerngelegenheiten über die Mitarbeiter für Wissen und Lernen begeistert werden und die Führung vom Nutzen überzeugt wird. Zentrale Bestandteile werden der User-Experience-Design basierte Prozess nach ISO-9241-210, das Knowledge Experience Toolkit (ehem. Management 2.0 Toolkit) und eine Knowledge Experience Pattern Language, die interdisziplinäre Entwurfsmuster beschreibt und miteinander vernetzt.
  • Intensivierung unserer Open-Educational-Resource- (OER) und Open-Access-Strategie (OA). Alle unsere Inhalte sollen möglichst barrierefrei möglichst vielen Menschen offen zur Verfügung stehen.
  • Cogneon Akademie Everywhere: Nutzung der digitalen Möglichkeiten, um an den Aktivitäten rund um die Cogneon Akademie an jedem Ort und zu jeder Zeit partizipieren können. Vorbild ist die Idee Congress Everywhere des Chaos Computer Clubs.

Zum Ende der Veranstaltung haben wir auch die Gedanken zum Wechsel der Cogneon-Leitfarbe bekannt gegeben. Dazu haben uns bereits im Vorfeld viele Mails erreicht. Der lustigste Tweet kam von Christoph:

Aber wir konnten beruhigen: zur Vereinfachung der Darstellung unseres Slogans “Wissen ist orange” (ist natürlich in Anlehnung an “Strom ist gelb” entstanden) wechseln wir unsere Farbe nur von 60% Magenta und 100% Yellow auf den Hex-Wert #ed7d31 (mit #ff6600 hatte sich da gestern der Fehlerteufel eingeschlichen :-) Das ist nämlich die Farbe aus dem MS Office Color-Picker und lässt sich somit in Word- und Powerpoint-Dokumenten viel leichter durchgängig verwenden.

Geschlossen habe ich mit einem Zitat von Dread Pirate Roberts, dem Gründer von Silk Road: “Will it happen over night? No. Will it happen in a lifetime? I don’t know. Is it worth fighting for until my last breath. Of course. Once you’ve seen what’s possible, how can you do otherwise?”.

Unsere Bitte jetzt an Euch: gebt uns über dieses kurze Formular Feedback, was Euch in den letzten Jahren an unseren Aktivitäten gut gefallen hat, was wir besser hätten machen können und welche Wünsche Ihr an uns für die Zukunft habt. Danke!

Blogparade “Ein Tag an meinem Wissensarbeitsplatz”

Diese Blogparade ist für Teilnehmerinnen des Webinars “Ein Tag an meinem Wissensarbeitsplatz” (Folien in PPT und PDF) und alle anderen Wissensarbeiterinnen, die gerne ihre Tipss und Tricks teilen möchten.

Was sind Eure Lieblings-Tools? Welche Methoden, Werkzeuge und Hilfsmittel nutzt Ihr? Schreibt sie unten in die Kommentare!