Podlove Podcaster Workshop #ppw15b

Vom 13.-15.11.2015 war ich auf dem 6. Podlove Podcaster Workshop (#ppw15w) in den Räumen von Wikimedia Deutschland in Berlin. Workshop ist dabei eigentlich der falsche Begriff, denn die beiden Tagen laufen eigentlich in einer hybriden Form Konferenz/Unkonferenz statt. Der Veranstaltungsort verfügt über einen großen Plenumsraum und außerdem vier weitere Räume (außer den Büros der Wikimedia-Mitarbeiter) für Breakouts. Die Vormittage am Samstag und am Sonntag waren jeweils mit 4-6 Vorträgen belegt, der Nachmittag wurde im Barcamp-Stil geplant und durchgeführt (s.a. Programm in frab). Durch Material und Knowhow des CCC VOC sind die Vorträge mit etwas Zeitversatz auch auf YouTube verfügbar (Playlist mit allen Vorträgen):

Derartige Veranstaltungen sind großartige Lernevents, da große Bandbreite von Material und Expertise direkt vor Ort ist. Ich habe dieses Mal im Kern zwei Lernziele verfolgt. Zunächst wollte ich lernen, wie ich mit USB-Audio-Interface (Focusrite Scarlett 2i4) und Reaper/Ultraschall statt Audacity aufnehmen kann. Dazu musste zunächst mal Reaper und Ultraschall instellieren. Der Vortrag von Ralf Stockmann zur neuen Version Ultraschall 2.0 war dazu sehr hilfreich:

Die Installation verlief problemlos, bis auf die Stellen, an denen ich mich nicht an die Anleitung gehalten habe :-) Da alle unsere Kunden und wir selber auch auf Windows sind (7 und 10), musste das natürlich auf dieser Plattform funktionieren. Mein Ziel war, in der DAW Reaper möglichst viel digital machen zu können und möglichst wenig Audio-Hardware verwenden zu müssen. Insbesondere wollte ich für den Podcast Knowledge on Air (KOA) mit Ulrich Schmidt, der ja mittlerweile in Hannover wohnt,  den gesamten Aufnahme- und Produktionsprozess in Software machen können (Stichwort: N-1-Schaltung mit Skype).

Hierfür ist es notwendig in das Audio-Routing im Windows-Betriebssystem einzugreifen. Auf dem Mac arbeitet man hier mit Soundflower, in Windows verwendet man die Virutal Audio Cables und den ASIO4All Treiber. Nach einer Anleitung von Ben habe ich beides installiert und nach ersten Verständnisproblemen dann auch zum Laufen bekommen. Ich habe jetzt in Reaper eine Vorlage liegen, mit der ich mit einem Klick für eine neue KOA-Episode alle Einstellungen einrichten und die Episode aufnehmen kann.

reaper-ultraschall

Durch die virtuellen Audiokabel kann man nicht nur Skybe ankabeln, sondern auch Google Hangouts, Lync & Co. Auch mit einem SIP-Client (Phoner Lite) habe ich den Verbindungsaufbau zu einem Telefon erfolgreich getestet. Was noch nicht ging ist der Aufbau einer HD Voice Verbindung (G.722 mit über 7kHz statt 3,5 kHz Bandbreite) ist mir noch nicht gelungen, aber da forsche ich noch etwas. Mit diesem Setup werden wir jetzt die zwei Medienarbeitsplätze in der Akademie ausstatten, so dass auch Gäste Podcasts unter Einbindung von Remote-Teilnehmern machen können. Dazu werden wir in naher Zukunft auch die Seiten rund um Corporate Podcasts im Wiki ausbauen.

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

adidas LC, ISO 9001 Jam, knt15 Videos (11/2015)

adidas Learning Campus, ISO 9001 Jam, knt15 Videos

Themen in diesem Newsletter:

  • adidas Learning Campus im Corporate Learing 2.0 MOOC
  • Benchlearning Projekt Internes Community Management (#blp15)
  • 26.11.: Knowledge Jam ISO 9001 und Wissensmanagement
  • KnowTech 2015: Videos und Eindrücke

adidas Learning Campus im Corporate Learning 2.0 MOOC

Die aktuelle Themenwoche im Corporate Learning 2.0 MOOC behandelt den Status quo und die Entwicklungsgeschichte (2011-2015) des adidas Learning Campus. In die Gestaltung dieses Projekts waren wir sehr intensiv involviert. Besonderheit: der Learning Campus hat sowohl Online-Anteile (Learning Campus Online, Social Intranet a-LIVE), als auch physische Anteile (The Shed, Elvis, Speaker Series).

Für den MOOC haben wir zwei Videos erstellt, die beides vorstellen, eine Seite mit Quellen zur Entwicklungsgeschichte kuratiert und einen Podcast mit Christian Kuhna zum Thema aufgenommen. Die Anmeldung zum MOOC und damit zum Zugriff auf die Inhalte ist auch jetzt noch unter http://bit.ly/cl20mooc möglich.

An der Livesession am Freitag von 14:00-15:00 Uhr direkt aus dem adidas Learning Campus kann man auch ohne MOOC-Anmeldung als Gast teilnehmen. Dazu einfach kurz vorher auf http://connect.oncampus.de/cl20 klicken.


Benchlearning Projekt Internes Community Management

Seit 2012 führen wir bei Cogneon sog. Benchlearning Projekte durch. Dabei geht es darum, Unternehmen zu einem bestimmten Thema gemeinsam Lernen zu lassen und somit die Lernkurve bei innovativen Themen schneller zu durchlaufen. Das erste Projekt dieser Art war das Benchlearning Social Intranet 2012 (Bericht auf Slideshare).

Dieses Jahr haben wir von Januar bis Oktober gemeinsam mit … das Benchlearning Projekt Internes Community Management (#blp15) durchgeführt. Die Erfahrungen haben wir wieder in einem Benchlearning Bericht veröffentlicht. Katharina Perschke (Bosch), Phi Tan Cao (Deutsche Post DHL) und Benedikt Scheerer von Cogneon waren auf die KnowTech 2015 geladen, um die Erfahrungen zum Projekt in einem Vortrag vorzustellen (Videomitschnitt, Folien).

Das Benchlearning zu internem Community Management wird auf Wunsch der teilnehmenden Unternehmen im kommenden Jahr fortgesetzt (#blp16). Zusätzlich wird es im März unter dem Titel “Benchlearning Day Social Intranet – 3 Years Later” einen Erfahrungsaustausch der Unternehmen aus dem Jahr 2012 in München geben.


26.11.: Knowledge Jam Wissensmanagement und ISO 9001

ISO 9001:2015 – Wissensmanagement wird Standard! Am 15. September erschien die neue Version der Management-Norm ISO 9001. Damit wird Wissensmanagement von Kür zur Pflicht. Organisationales Wissen, Kompetenzen und Leadership rücken in den Fokus. Unser Knowledge Jam am 26.11. widmet sich diesem Thema.

Der Vormittag startet mit zwei Vorträgen von Marc Pfefferler (Director Quality & Knowledge Management, LEONI AG) und Simon Dückert, der zu der Einordnung von Wissensmanagement-Methoden und -Ansätzen aus den letzten 20 Jahren in das Framework der neuen Management-Norm sprechen wird. Der Nachmittag ist wie immer im offenen Barcamp-Modus organisiert, um intensiven Austausch zu ermöglichen.


KnowTech 2015: Videos und Eindrücke

Die KnowTech 2015 war ein sehr gelungenes Event. Auf unserem YouTube-Kanal haben wir bereits die Mitschnitte der beiden Vorträge mit Cogneon Beteiligung veröffentlicht:

Zusätzlich haben wir noch die Vorträge von Dirk Dobiey (Soziale Medien im Überfluss und doch keine Zusammenarbeit) sowie Johannes Müller und Alexander Stocker (Zehn Jahre Wissensaustausch im Siemens-Intranet mit References+) aufgenommen. Diese werden wir in den nächsten Wochen auf Youtube bereitstellen.

Erstmalig fand auch die Cogneon Orange Night, ein After Work für alle Wissensmanagement-Begeisterte, direkt auf der KnowTech statt. Bei loungiger Atmosphäre, freien Getränken und entspannter Musik fanden sich ungefähr 160 Gäste ein. Im Rahmen der Orange Night haben wir fünf Exemplare unseres neuen Wissensmanagement-Standardwerks Wissensmanagement FAQ verlost. Vielen Dank an dieser Stelle an den Symposion-Verlag für die Bereitstellung und herzlichen Glückwunsch an die Gewinner.

In einem Fotoalbum auf Flickr haben wir einige Impression von KnowTech und Orange Night veröffentlicht.

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Prozessorientiertes Wissensmanagement nach ISO 9001

Mit der Neuauflage der Management-Norm ISO 9001 zum 15.09.2015 rückt das prozessorientierte Wissensmanagement wieder stärker in den Mittelpunkt der Diskussion. Die meisten Autoren und Konferenzbeiträge fokussieren dabei auf das Kapitel 7.1.6 “Organizational Knowledge”, in dem die Analyse der Geschäftsprozesse aus der Wissensperspektive beschrieben wird. Aus meiner Sicht ist die Herangehensweise aber zu verkürzt und wird dem Potential, das in der ISO 9001 steckt, nicht gerecht. In diesem Blog möchte ich kurz skizzieren, wie eine ganzheitliche Sicht auf das Wissensmanagement aus dem Blickwinkel ISO 9001 aussehen könnte.

Es ist kein Geheimnis, dass ich kein großer Fan von Modellen wie Wissenstreppe oder DIKW Pyramide (data, information, knowledge, wisdom) bin, da diese die Kausalität Daten-Informationen-Wissen zementieren und damit Wissensmanagement letztendlich immer zu einem EDV-Problem machen (siehe dazu auch Podcast M2P009 mit Prof. Capurro). Die Wissenstreppe nach North führt dennoch eine sehr wichtige und oft nicht beachtete Unterscheidung im Wissensmanagement ein (s.a. Buch Wissensorientierte Unternehmensführung. Wertschöpfung durch Wissen, S. 32). Es geht um die Differenzierung zwischen strategischem Wissensmanagement und operativem Wissensmanagement. Viele Konferenzen sind voll mit Vorträgen zu operativen Ansätzen und bei den Erfolgsfaktoren steht, das eine strategische Verankerung und damit eine Unterstützung durch die Führung für den Erfolg wichtig wäre. Zwischen den Zeilen steht meist “… und die gibt es aber nicht”.

Auch ein Blick in den Wissensmanagement-Klassiker Wissen managen. Wie Unternehmen ihre wertvollste Ressource nutzen von Probst et. al. lohnt. In Artikeln und Präsentationen wird meist nur das Modell der Bausteine des Wissensmanagements zitiert, das zwar im Baustein “Wissensziele” eine strategische Perspektive andeutet, diese aber eher mit der Wissensmanagement-Strategie in Beziehung setzt (S. 31: “Wissensziele geben den Aktivitäten des Wissensmanagements eine Richtung”). Dadurch fehlt eine explizite Kopplung zu allen anderen strategischen Aktivitäten der Organisation. Ich möchte den Blick auf Seite 41 des Buchs lenken, denn dort wird die Parallele zum klassischen St. Galler Management-Modell gezogen, das in den 1970er-Jahren von Hans Ulrich entwickelt wurde:

sg-mgmt-modell

St. Galler Management-Modell

Ein ganzheitlicher Ansatz des Wissensmanagements sollte alle drei Ebenen des Managements berücksichtigen und sich idealerweise top-down oder middle-up-down (Vorschlag von I. Nonaka) vorarbeiten. Diese Vorgehensweise wird auch in der ISO 9001 vorgeschlagen, dort heißt es: “The adoption of a […] management system is a strategic decision for an organization […]”. D.h. die Führung einer Organisation sollte bewusst die Entscheidung treffen, eine wissensorientierte Führung und Gestaltung der Organisation zu entwickeln und dafür entsprechende Rollen und Verantwortlichkeiten definieren (auf Leitungsebene können das z.B. Chief Knowledge Officer, Leiter Wissensmanagement, Wissensmanagement-Beauftragter sein). Gemäß St. Galler Management-Modell sind in einem ersten Schritt Ziele/Prinzipien/Normen/Spielregeln (geschrieben und ungeschrieben) nach ihrer “Wissensorientierung” zu hinterfragen. Auch in der ISO 9001 findet sich die entsprechende Forderung nach der Analyse des sog. Kontext der Organisation in den folgenden Dimensionen (Kapitel 4):

  • Werte, Kultur, Wissen, Leistungsfähigkeit
  • Bedürfnisse und Erwartungen von interessierten Parteien (Stakeholder, intern/extern)
  • Trends in den Bereichen Gesetzgebung, Technologie, Wettbewerber, Markt, Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft (jeweils international, national, regional, lokal)

Auf Ebene des strategischen Wissensmanagements gilt es dann die Frage zu beantworten, ob die geplanten Vorgehensweise, Geschäftsstrategien und -pläne eine Auswirkung auf die Wissensbasis der Organisation haben sollten. Hier kann es notwendig sein, Wissen auf-/abzubauen, zu entwickeln, zu (ver-)teilen und/oder zu bewahren. Als Instrumente können hier z.B. Wissenslandkarte und Wissensportfolien verwendet werden. Eine Wissenslandkarte stellt relevante Wissensgebiete z.B. in Form einer Mind Map grafisch dar. Über einfache Priorisierung kann angezeigt werden, welche Wissensgebiete aus Sicht des strategischen Wissensmanagements besonders relevant sind. Ein Wissensportfolio stellt in Matrixform relevante Wissensgebiete und Wissensträger gegenüber. Auch kann über einfache Visualisierungsansätze (z.B. Ampel-Logik rot/gelb/grün) angezeigt werden, wo besonderer Handlungsbedarf besteht. Hieraus lässt sich dann konsequent ein Portfolio an Maßnahmen des strategischen Wissensmanagements ableiten.

Im Bereich des operativen Wissensmanagements gilt es die Prozesse zu identifizieren, die besonders wissensintensiv sind. Das kann z.B. mit dem Kriterienkatalog für wissensintensive Prozesse nach Ulrich Remus erfolgen (s.a. Dissertation von Ulrich Remus, S. 116):

  • Prozessübergreifende Merkmale
    • Organisation und Kultur
    • Umfeld
    • Interprozessverflechtung
  • Prozessbezogene Merkmale
    • Komplexität
    • Variabilität
    • Strukturierungs-/Detaillierungsgrad
    • Beteiligung
    • Prozessobjekt
    • Controlling
    • Laufzeitverhalten
    • Prozesstyp
  • Aufgabenbezogene Merkmale
    • Controlling
    • Lernzeit
    • Arbeitsplatzgestaltung
    • Aufgabentyp
  • Mitarbeiterbezogene Merkmale
    • Entscheidungsspielraum
    • Regeln und Vorgaben
    • Kompetenz
  • Ressourcenbezogene Merkmale
    • Wissensmanagement-Instrumente und -Systeme
    • Wissensrepräsentation
    • Wissensaustausch
    • Wissensart
    • Zugang
    • Komplexität
    • Aktualität/Zeit
    • Budget

Auf Basis dieser Merkmale kann die Prozessstruktur der Organisation durchleuchtet und wissensintensive Prozesse (wiP) identifiziert werden. Für den Einstieg in das operative Wissensmanagement erhält man meist zu viele Prozesse, mit denen man starten könnten. Hier lohnt sich der Blickwinkel “Risk-based thinking” aus der ISO 9001 (Kapitel 0.3.3). So können beisielsweise die identifizierten wiP auf ihre Wissensrisiken hin untersucht werden. So kann es sein, dass ein stark auf Erfahrungswissen basierter Prozess als sehr wissensintensiv eingestuft wurde, das Wissensverlustrisiko aber auf Basis von geringer Fluktuationsrate und niedrigem Altersdurchschnitt der Wissensträger gering ist. Als Raster für die systematische Analyse des Wissensrisikos können z.B. die Wissensrisiken nach Bayer verwendet werden (s.a. Steuerung von Wissensriskien, S. 143):

  • Personen
    • Unbegleiteter Ruhestand
    • Beendigung der Erwerbstätigkeit
    • Unternehmenswechsel
    • Fahrlässiges Fehlverhalten
    • Vorsätzliches Fehlverhalten
  • Prozesse
    • Reorganisationsverlust
    • Nichtdokumentation
    • Nachfolgeverlust
    • Vertretungsverlust
    • Übergabeverlust
    • Zutrittsverletzung
    • Zugriffsverletzung
    • Unbegleitete Beendigung der Zusammenarbeit
  • Systeme
    • Technisches Versagen/Fehlfunktion
    • Mangelnde Wiederherstellbarkeit
  • Externe Faktoren
    • Abwerbung
    • Personalausfall
    • Diebstahl
    • Angriff auf IT-Systeme
    • Höhere Gewalt

Sind auf dieser Basis die relevantesten wissensintensiven Prozesse identifiziert, können für diese konkrete Maßnahmen des operativen Wissensmanagements eingeplant werden. Das kann im einfachsten Fall die Umsetzung des geforderten Plan-Do-Check-Act-Zyklus aus der ISO 9001 sein. Dieser fordert implizit die systematische Anwendung organisationalen Lernens auf alle Prozesse und damit die Entwicklung einer Lernenden Organisation. Alternativ können aber auch die bewährten Verfahren des (operativen) prozessorientierten Wissensmanagements wie beispielsweise SEKAM, MOCA oder GPO-WM angewendet werden.

Veranstaltungstipp: mit dem Thema Wissensmanagement und ISO 9001 werden wir uns auch beim nächsten Knowledge Jam am 26.11.2015 in Nürnberg beschäftigen. Dort werden wir uns in Tiefe mit einzelnen Maßnahmen des Wissensmanagements und deren ISO-9001-konformen Anwendung auseinandersetzen. Die Anmeldung erfolgt bequem über Xing.

Scholarch der Cogneon Akademie. Von der Ausbildung Dipl.-Ing. Elektrotechnik mit Schwerpunkt Digitale Nachrichtentechnik. Ich brenne für Lernende Organisationen, Wissensmanagement, New Work und Lebenslanges Lernen. Mitglied in Corporate Learning Community, Gesellschaft für Wissensmanagement, Chaos Computer Club uvm. Weiterer Podcast unter http://knowledge-on-air.de.

Rückblick Community Camp 2015

Letztes Wochenende (24.-25.10) fand in Berlin das diesjährige Community Camp statt. Die als BarCamp konzeptionierte Veranstaltung zielt darauf einen Wissensaustausch von Social Media und Community Managern zu ermöglichen. Mit ca. 200 Teilnehmern war es das bisher größte BarCamp, das ich bisher besucht habe. So vielfältig die Teilnehmer und ihre Hintergründe, so vielfältig waren auch die angebotenen Sessions der zwei Tage. Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei. Hier ein paar Impressionen der Veranstaltung:

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Meine persönliche Agenda für Tag eins startete mit einer Session „Geschäftsmodelle Youtube“. Vor dem Hintergrund unternehmensinterner Entwicklungen von Video Plattformen, war hier interessant zu erfahren, was ein gutes Video auszeichnet. Da ich persönlich jetzt auch stärker im internationalen Rollout involviert bin, besuchte ich im Anschluss eine Session zu interkulturellem Community Management. An dieser Stelle gab es eine Reihe von Aspekten, die wir in der Session diskutierten. Hier eine Liste der Themen: Sprache, Stereotypen und Vorurteile, Gestik und Mimik, Bildsprache und Symbolik, Emotionalität (Hofstede’s Distanz-Nähe Dimension), Multikulturalität, Werte und Moralvorstellungen, Minderheit und Mehrheit, Regeltreue, Zeit und Pünktlichkeit, Humor, Kanäle, Feiertage und Wochenende, Zeitunterschied, Events und Dresscode, Religion.

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Daraufhin haben Katharina Perschke von Bosch und Ich ebenfalls eine Session angeboten, in der wir das Benchlearning Projekt „Internes Community Management“ vorgestellt haben. Hier noch einmal eine Kurzbeschreibung des Projekts: Das Benchlearning-Projekt Internes Community Management (#blp15) war ein Projekt von Cogneon mit dem Ziel, die teilnehmenden Unternehmen in Bezug auf internes Community Management voneinander lernen zu lassen.. Das Projekt lief von Januar bis Oktober 2015. Hierfür wurden gemeinsam mit den Teilnehmern die drei Schwerpunktthemen “Community Ansatz”, “Community Kennzahlen und Erfolgsmessung sowie “Change Management und kultureller Wandel” definiert. Die Ergebnisse werden in einem Benchlearning-Bericht zusammengefasst und veröffentlicht. Auf dem Abschluss-Workshop im Oktober 2015 wurde gemeinsam beschlossen, das Projekt im Jahr 2016 fortzusetzen.

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Schließlich fand am späten Nachmittag die Hauptversammlung des BVCM statt – dem Bundesverband für Social Media und Community Manager. Erwartungsgemäß fiel der Sessionplan für Tag zwei etwas kürzer aus. Hier besuchte ich die Sessions „Vorstellung Telekom Social Network“ und „Mehr Community Engagement mit Lego“.