Community Manager Aufgabenpaket 4: Community Events veranstalten

An dieser Stelle wird deutlich, dass eine Community mehr darstellt als ein Austausch in einer virtuellen Online-Community. Menschen leben und arbeiten gemeinsam im physischen Raum und als Community Manager sollte man Mitgliedern die Möglichkeit bieten sich physisch kennenzulernen und zu vernetzen. Denn ein auf Freiwilligkeit basierender Austausch setzt ein gewisses Maß an Vertrauen unter den Community Mitgliedern voraus. Dieses lässt sich am besten aufbauen wenn man sich persönlich kennenlernt.

Community Events sind darüber hinaus sinnvoll um komplexe Themen diskutieren zu können, die nicht einfach in Schrift expliziert werden können. In solchen Situationen Bedarf es des persönlichen Gesprächs.

Generell sollte man ebenfalls versuchen die Online Community mit phsischen Events zu koppeln, z.B. vorab Themensammlung erstellen und im Nachgang eine Fotodokumentation und einen Bericht/ ein Protokoll in der Online Community bereitstellen.

Communities leben von der aktiven Teilnehmern vieler Mitglieder. Daher sollte man wenn möglich auch kollaborative Klein- und/oder Großgruppen-Formate bei der Planung von Community Events in Betracht ziehen. Hier ein paar Beispiele für solche Formate:

  • Appreciative Inquiry
  • Ask me anything Session
  • BarCamp
  • Design Thinking
  • Hackathon
  • Open Space
  • Workshops
  • World Cafe

Audacity für Mehrspuraufnahmen nutzen

Eines meiner Ziele beim 4. Podlove Podcaster Workshop (#ppw14b) in Berlin war, Audacity zusammen mit dem Podcast-Studio unseres Media Labs für Mehrspur-Audio-Aufnahmen verwenden zu können. Natürlich wurde ich hier mehrfach gefragt “WARUM AUDACITY???”, denn in der Podcast-Szene sind hauptsächlich Apple-Anhänger unterwegs und die nutzen natürlich eher Garageband oder Reaper/Ultraschall.

Unser Einsatzszenario ist allerdings etwas anders. Wir wollen Wissensarbeiter in Unternehmen in die Lage versetzen, selber Audio und Video im Kontext der Wissensteilung zu verwenden. Dabei haben wir mit zwei Grundproblemen zu kämpfen:

  1. Unternehmen sind i.d.R. reine Windows-Umgebungen (in unserem Kundenkreis z.B. fast ausschließlich Windows 7).
  2. Die Mitarbeiter haben keine Administrations-/Konfigurationsrechte und nutzen durch die IT vorkonfigurierte Rechner. Dort sind meist keine Audio- und/oder Videoeditoren vorhanden.

D.h. wir benötigen eine Windows-Audio-Software, die sich ohne lokale Installation auf dem Rechner nutzen lässt (Portable Software). Hierfür fiel die Wahl auf das einfach zu bedienende Audacity, das allerdings standardmäßig nur Mono- und Stereo-Aufnahmen unterstützt (s.a. Multichannel Recording mit Audactity). Für Mehrspuraufnahmen kann z.B. das Audio Stream Input/Output Protokoll (ASIO) verwendet werden, das aber aus Lizenzgründen nicht mit Audacity ausgeliefert werden kann.

Der einzige Weg Audacity Mehrkanal-fähig zu machen ist, sich die einzelnen Quellen herunterzuladen und von Grund auf neu zu kompilieren. Wahrscheinlich keine allzu schwere Aufgabe für einen Programmierer, aber von ein bisschen Raspberry-Pi-Programmierung mit Python abgesehen, waren meine letzten Software-Entwicklungen in der Uni Mitte der 90er Jahre.

Daher hat es mich gestern einen halben Tag gekostet, die Entwicklungsumgebung mit allen Quellen so einzurichten, dass man Audacity darauf für Windows kompilieren, mit den ASIO-Treibern versehen und portable auf einen USB-Stick kopieren kann. Das ganze habe ich mit einer 6-Kanal-Aufnahme mit dem Podcast-Studio heute morgen getestet und es hat ganz hervorragend geklappt :-) In unserem habe ich unter Tipps&Tricks zu Audacity die Hauptquellen mit den Anleitungen verlinkt. Wer Hilfe bei diesem Vorhaben braucht, kann sich gerne bei mir melden. Unten ein Screenshot des Ergebnisses.

Innovation mit Lego Serious Play (11/2014)

Innovation mit Lego Serious Play

Lernen Sie eine neue Innovationsmethode beim Jam am 27.11. kennen

Durch den schnellen Wandel gehören die eher statischen Wissensmanagement-Ansätze wie beispielsweise die berüchtigte “Wissensdatenbank” kaum noch zu den angesagten Methoden der Szene. Wie schon Nonaka im Interview “A Conversation with Ikujiro Nonaka” betont hat, verschiebt sich der Fokus von “Information processing” hin zu “Knowledge creation” und damit rückt das Thema Innovation in den Fokus. Aus diesem Grund haben wir uns bereits auf dem Knowledge Jam im Mai 2014 mit der Innovationsmethode Design Thinking beschäftigt. Und auch der kommende Jam am 27.11. ist ganz dem Thema Innovation gewidmet. Dort werden wir Lego Serious Play kennenlernen und mit dieser Methode das Management 2.0 Toolkit weiterentwickeln.

Infos und Anmeldung unter cogneon.de/knowledgejam.


21. Knowledge Jam mit Lego Serious Play

Beim 21. Knowledge Jam (#knowledgejam) werden wir spielen. Wörtlich.  Mit Spielzeug. Aus dem Kindergarten. Wir werden LEGO Serious Play (LSP) kennen lernen und “begreifen”, warum das Spielen mit Plastiksteinen uns helfen kann, komplexe Fragen zu beantworten. LEGO Serious Play verbindet das Spiel der eigenen Hände in einzigartiger Weise mit den Belangen der Geschäftswelt. Es hilft uns, ungenaue Annahmen zu schärfen, ungeahnte Ideen auszugraben, und unbenannte Probleme aufzudecken.

Durch den Jam führt Stefan Holtel. Er ist seit 2011 zertifizierter Trainer für LEGO Serious Play bei brightONE und entwickelt die Methode ständig weiter. Bereits als Kind war er süchtig nach LEGO, als Familienvater wurde er rückfällig. Zwanghaft suchte er Möglichkeiten, mit LEGO über die Grenzen des Spielzimmers hinaus in Kontakt zu bleiben.  LEGO Serious Play war seine Rettung. Heute experimentiert er damit in der Ausbildung, der Trendforschung, der Produktspezifikation oder Personalentwicklung.

Wir nehmen die Ergebnisse des letzten Knowledge Jams zum Anlass, um mit LEGO Serious Play den Anwendungsfall zu proben. Es werden Vorschläge gesucht, wie das Management  2.0 Toolkit im Alltag eines Unternehmens Fuß fassen könnte. Der KnowledgeJam umfasst sowohl die theoretischen Grundlagen zu LEGO Serious Play wie auch das praktische Üben mit LEGO-Steinen.

27.11., Cogneon Akademie (Bucherstr. 79a, 90419 Nürnberg), 10:00-16:00 Uhr, Infos und Anmeldung unter http://www.cogneon.de/knowledgejam

(Achtung: die Teilnehmerzahl ist auf 12 aktive “Spiele” begrenzt, der frühe Vogel fängt den Wurm!)


KnowTech Keynote von Harald Schirmer

Der Vortrag von Harald Schirmer eröffnete die KnowTech am ersten Tag in gewohnt energetischer Weise. Wie bereits zuvor auf der Veranstaltung Zusammenarbeit 2.0 in Tutzingen im Vortrag “Conti goes Social Media – Erfahrungen aus einem konzernweiten Projekt” berichtete er über die Aktivitäten von Conti im Bereich kultureller Wandel und Einführung sozialer Medien. Einer der neuen Aspekte, der für viel angeregte Diskussion sorgte, war ein Enterprise-2.0-Schieberegler-System. Damit kann eine Organisation die gewünschten Ausprägungen von Enterprise 2.0 jeweils zwischen zwei Polen “einstellen”.

Harald hat uns freundlicherweise erlaubt, seinen Vortrag auf Video aufzuzeichnen: KnowTech Keynote von Harald Schirmer.


Neuer Trend: Podcasting

Das New York Magazin titelte im Oktober “What’s Behind the Great Podcast Renaissance?” und greift damit einen aktuellen Trend auf. Darin wird die erste Hype-Welle rund um Podcasting nachgezeichnet, die sich aus der Podcast-Funktionalität des ersten iPods ergeben hat. Mit der großen Verbreitung breitbandiger Internetanschlüsse und von Smartphones können Podcasts heute einfacher denn je automatisiert mobil heruntergeladen und mobil angehört werden.

Wir hatten dieses Jahr auf dem Corporate Learning Camp und im interaktiven Teil der KnowTech jeweils Beiträge unter dem Titel “Do it Yourself Multimedia”, in dem es um die Produktion multimedialer Inhalte durch Wissensarbeiter selbst gibt (ohne Agenturen etc.). Die Sessions waren sehr gut besucht (auf dem CLC mussten wir das Thema sogar zweimal hintereinander anbieten) und es wurde rege diskutiert. Eine oft gestellte Frage war: “Woher soll ich die Zeit nehmen, mir eine oder gar mehrere Stunden Podcast am Arbeitsplatz anzuhören???”. Und genau darauf gibt der NYMAG-Artikel eine wichitge Antwort: Podcasts werden i.d.R. nicht am Arbeitsplatz konsumiert, sondern automatisch auf mobile Endgeräte geladen und dann auf dem Weg zur Arbeit, in der U-Bahn, im Zug, im Flugzeug und insbesondere auch im Auto angehört. Wir haben in unseren eigenen Podcasts kleine Anleitungen bereitgestellt, wie das mit iPhone (z.B. Apps Podcast, Instacast, Podcat) oder Android (z.B. Antennapod) funktioniert.

10 Podcast-Tipps für Einsteiger:

  1. Die Welt fragt, Gunther Dueck antwortet
  2. SharePoint Podcast
  3. Agiles Produktmanagement
  4. Open Science Radio
  5. Forschergeist
  6. BVCM Social Media Podcast
  7. Die Bildungsarbeiter
  8. Logbuch:Netzpolitik
  9. Fokus Europa
  10. Kulturkapital

Außerdem wollen wir an dieser Stelle noch unsere beiden Podcasts Knowledge on Air sowie den Management 2.0 Podcast empfehlen. Welche Podcasts hören Sie noch gerne? Schreiben Sie uns und wir werden eine kommentierte Liste in unserem Wiki veröffentlichen.


News, Blogs und Podcasts

Eine Übersicht von News, Weblogs und Podcasts seit dem letzten Newsletter:


Termine

Eine Übersicht von Terminen mit Cogneon-Beteiligung:
  • 27.11.: Knowledge Jam Lego Serious Play (ANMELDUNG)
Eine vollständige Veranstaltungsübersicht für das laufende Jahr finden Sie unter www.cogneon.de/termine (Abonnement im iCal-Format möglich).

Community Manager Aufgabenpaket 3 – Inhalte einstellen und Interaktionen anstoßen

Ein weiteres wichtiges Aufgabenpaket ist das Erstellen von Inhalte durch den Community Manager und das anstoßen eines aktiven Austausches der Mitgliedern. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.

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Community Manager Aufgabenpaket 2 – Mitglieder akquirieren, unterstützen und moderieren

Im Betrieb einer Community gibt es insgesamt vier Aufgabenpakete. In diesem Beitrag möchte ich das erste dieser vier näher beschreiben:

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Podcast Cluster – ein guter Begriff?

In der letzten Episode des Podunion Magazins (PMB025) wurde darüber diskutiert, ob der Begriff “Podcast Cluster” für regionale Konzentrationen bzw. Vereinigungen von Podcastern ein guter ist. Alternative wurde über Begriffe wie “Podcast Netzwerk” oder “Podcast Stammtisch” gesprochen.

Ich persönlich finde den Cluster-Begriff sehr treffen. Seit knapp fünf Jahren beschäftigen wir uns mit dem Thema des regionalen Wissensmanagements. Dort gibt es zwei Ansatzpunkte: zum einen die Metropolregionen in Deutschland und zum anderen die sog. Cluster. In diesem Kontext bin ich in die Entwicklung von einem der bundesdeutschen Spitzencluster, die im Rahmen der nationalen Hightech-Strategie getrieben werden, involviert: dem Medical Valley in der Metropolregion Nürnberg.

Der Begriff Clustern werden dabei nach dem Wirtschaftswissenschaftler Michael Porter Definiert. Er schreibt in seinem Aufsatz “Clusters and the New Economics of Competition” aus dem Jahr 1998:

Clusters are geographic concentrations of intercon-nected companies and institutions in a particularfield.

Vorbild für Cluster ist natürlich das Silicon Valley in USA. Gerade den Aspekt der regionalen Nähe verschiedener Akteure finde ich für Ideenfluss und Innovation sehr förderlich. Dementsprechend befürworte ich die Beibehaltung des Begriffs (regionaler) Podcast-Cluster, die gemeinsam Innovationen im Bereich des Podcastings vorantreiben.

Und vielleicht übernimmt das eine oder andere Cluster auch die Aufgabe im Bereich der Spitzencluster das Podcasting voranzutreiben und damit den nationalen Wissenstransfer zu fördern.