Versuch einer Systematisierung

In diesem möchte ich versuchen Orientierung zu schaffen – Orientierung bezüglich der vielfältigen Begrifflichkeiten, die im Bereich der neuen Medien aufgekommen sind. Die folgende Darstellung zeigt häufig genannte Begriffe:

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Bei der Vielfalt der Begrifflichkeiten ist es ein Leichtes den Überblick zu behalten. Daher habe ich mir überlegt wie man diese Begrifflichkeiten voneinander abgrenzen und somit systematisieren kann. Hier ein Vorschlag für eine Abgrenzung:

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Der Anfang von Wikipedia – oder: Die Erkenntnis, dass Offenheit neue Türen öffnen kann

Das Prinzip eines Wikis, so wie es heute auch in Unternehmen eingesetzt wird, hat seine Ursprünge in der Einführung der Wikipedia – eine populäre, öffentlich editierbare Enzyklopädie. Es war im Jahr 2000 als der Vorgänger der heute bekannten Wikipedia – Nupedia – ins Leben gerufen wurde. Jimmy Wales’ und Larry Senger’s Ziel war es, eine Online Enzyklopädie zu etablieren, die sich qualitativ mit den Print-Versionen wie z.b. Brockhaus oder Britannica messen kann.

Um die Qualität sicher zu stellen, wurden Artikel von einen relativ kleinen Netzwerk von Fachautoren, zudem erst nach einer ausführlichen Prüfung, online gestellt. Die Anzahl der Artikel wuchs nur sehr langsam und so kam Jimmy Wales die Idee parallel zu Nupedia eine andere Herangehensweise zur Etablierung einer Online Enzyklopädie zu wählen – die Geburtsstunde der Wikipedia. Das Wikipedia Projekt lief parallel zu Nupedia.

Im Gegensatz zur Nupedia, war es nun sämtlichen Internetnutzern nach einer einmaligen Registrierung möglich Artikel zu erstellen und auch zu bereits erstellte Artikel zu ändern bzw. zu ergänzen. Zur Sicherstellung der Qualität wurden vier Prinzipien als Handlungsrahmen für die Erstellung kommuniziert:

  • Wikipedia ist eine Enzyklopädie.
  • Beiträge sind so zu verfassen, dass sie dem Grundsatz des neutralen Standpunkts entsprechen.
  • Geltendes Recht – insbesondere das Urheberrecht – ist strikt zu beachten.
  • Andere Benutzer sind zu respektieren und die Wikiquette einzuhalten.
    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia, abgerufen am 18.04.2011

Demzufolge gab es gewisse Vorgaben, der Prozess Artikelerstellung und des Reviews wurde allerdings komplett im Sinne eines selbstorganisierten Peer Reviews des Netzwerks verstanden und gelebt. Innerhalb kürzester Zeit wuchsen die Anzahl der veröffentlichtenArtikel und die Popularität der Wikipedia weltweit. In 2003 wurde Nupedia mit weniger als 100 veröffentlichten Artikeln eingestellt.

Anbei finden Sie weitergehende Informationen zur Geschichte und Entwicklung von Nupedia und Wikipedia.

http://de.wikipedia.org/wiki/Nupedia, abgerufen am 18.04.2011

http://www.netzthemen.de/sterz-wikipedia/4-1-geschichte-und-entwicklung, abgerufen am 18.04.2011

http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia,, abgerufen am 18.04.2011

Marktübersicht– Enterprise Social Platforms

In der aktuellen Marktstudie des Marktforschungsunternehmens “Forrester Research” werden die wichtigsten Anbieter von “Enterprise Social Platforms” verglichen. Unter “Enterprise Social Platforms” versteht Forrester Anwendungen, die mehrere Social Media Funktionalitäten in einer Anwendung gebündelt anbieten. Darunter fallen insbesondere Folgende:

  1. Blogs
  2. Wikis
  3. Profile
  4. Microblogs
  5. Activity Streams
  6. Tags
  7. RSS
  8. Diskussionsmöglichkeit

Folgende Anbieter wurde aufgrund ihrer Breite an Funktionen sowie ihrer bestehenden Marktpräsenz in den Vergleich aufgenommen – Anbieter (Produktname):

  • Atlassian (Confluence)
  • Cisco (Quad)
  • IBM (Connections)
  • Jive (Jive SBS)
  • Microsoft (Sharepoint)
  • NewsGator (Social Sites 2.0)
  • OpenText (Open Text Social Communities)
  • Socialtext (Socialtext)
  • Telligent (Telligent Enterprise)

Die nachfolgende Abbildung illustriert die Marktführer nach Ansicht von Forrester Research:

Unbenannt

Abschließend werden die jeweiligen Anbieter in einem kurzen Steckbrief skizziert.

Forrester Research, “The Forrester Wave™: Enterprise Social Platforms, Q3 2011”, abgerufen am 18. Januar 2012

Enorme Bedeutung von Social Media im Personalbereich

Die auf einer Umfrage unter ca. 2000 HR Managers in Europa basierende BCG Studie “Creating People Advantage 2011” beleuchtet momentan und zukünftig wichtige HR Themen und gibt Handlungsempfehlungen für Unternehmen.  Die wichtigsten Themen dabei sind:

  • Managing talent
  • Improving leadership development
  • Transforming HR into a strategic partner
  • Strategic workforce planning

Die folgende Abbildung zeigt nochmals alle Themen:

Unbenannt

Der demographische Wandel führt bereits in naher Zukunft zu einer Verknappung an hochqualifizierten Absolventen um die Unternehmen folglich konkurrieren. Daher hat dieses Thema die höchste Bedeutung. Damit Unternehmen auch zukünftig Talente für sich gewinnen können, spielt die Nutzung von Social Media eine zentrale Rolle. Employer Branding und Recruting über soziale Netzwerke sind hierbei die wichtigen Schlagwörter.

Ebenfalls sehen HR Manager Handlungsbedarf bei der Entwicklung von Führungskräften. Hierzu ist es notwendig dass HR eine strategische Position einnimmt, damit eine systematische Entwicklung der Mitarbeiterkompetenzen ermöglicht werden kann. Hier zeigt sich  auch die zunehmende Bedeutung von Social Media im unternehmensinternen Einsatz um z.B. Mitarbeiter besser zu vernetzen und Wissensaustausch zu verbessern.

Zusammenfassend zeigt die Studie die zunehmende Bedeutung von Social Media im Bereich Talent Management, Employer Branding und Recruiting sowie der Notwendigkeit einer stringenteren Kompetenz- und Wissensentwicklung der Mitarbeiter.

Quelle: Boston Consulting Group, “Creating People Advantage 2011”, abgerufen am 20. Januar 2012